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Arbeitswelt 4.0

Zukunft der Arbeit: Theorie und Empirie – Bildung 4.0 – Neue Konzepte – AfD und politische Bildung Trump oder Clinton? – Die US-Wahlen im Internet

Bestellnummer: jpb3_16 (Print) / 40394 (PDF)
unter Mitarbeit von: Martin Allespach, Elise Glaß, Thomas Habenicht, Erik Haberzeth, Joannis Kaliampos, Michael Kohlstruck, Alexandra Kurth, Antje Pabst, Sabine Pfeiffer, Samuel Salzborn, Achim Schröder, Anne Suphan, Peter Ullrich
Erscheinungsjahr: 2016
Auflage: 1. Auflage 2016
Seitenzahl: 104
ISBN: jpb3_16 (Print) / 978-3-7344-0394-1 (PDF)
Reihe: Journal für politische Bildung
Neuheiten: Neuerscheinung

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Arbeitswelt 4.0

Über das Buch

Entwicklungen in der Arbeitswelt, die unter den Stichworten „Arbeit 4.0“ und „Industrie 4.0“ diskutiert werden, beziehen sich im Wesentlichen auf die Technologisierung und Digitalisierung von Arbeitsplätzen. Neu ist die Vernetzung der verschiedensten Fertigungs- und Produktionsprozesse, verbunden mit einer Neugestaltung der Produktentwicklung. Wesentliche Elemente sind die Selbststeuerung und Kontrolle der Komponentenfertigung zur individualisierten bzw. personalisierten Produktgestaltung. Durch die Digitalisierung werden ökomische Prozesse beschleunigt und die internationale Vernetzung der Wirtschaft erhält einen wesentlich höheren Stellenwert.

Noch wird zu wenig gefragt, welche Auswirkungen die Digitalisierung der Arbeitswelt auf die Arbeitenden selbst haben. Fragen, die in den 1970er Jahren unter dem Stichwort „Humanisierung der Arbeit“ oder der „Würde des Menschen in der Arbeitswelt“ diskutiert wurden, werden kaum erörtert. Unterstellt wird eher, dass mit den neuen Arbeitsformen eine schöne, neue Arbeitswelt im Entstehen begriffen ist, in der sich die Menschen selbst verwirklichen und entfalten können. Sie erhalten eine höhere Arbeitszeitsouveränität, womit die neuen Arbeitsformen auch der individuellen biographischen Entwicklung entgegenkommen. Es ist aber bereits heute empirisch nachweisbar, dass die Digitalisierung zum Wegfall von Arbeitsplätzen im mittleren Lohnsegment geführt hat, dass neue Arbeitsplätze mit höheren Qualifikationsanforderungen nur einer Minderheit zugänglich sein werden und dass andere Arbeitsformen zum Verlust von Arbeitnehmerrechten und zur Isolierung von Arbeitnehmer/-innen führen.

Zielsetzung des vorliegenden Hefts ist eine kritische Auseinandersetzung mit den sich bisher abzeichnenden Veränderungen der Arbeitswelt und ihre Auswirkungen auf die Arbeitenden selbst. Hierzu wird dargestellt, welche konkreten Wandlungsprozesse in der Arbeitswelt bereits auszumachen sind und welchen Konsequenzen sich die Erwerbsarbeit unter Bedingungen einer „Arbeitswelt 4.0“ gegenüber sieht. Am Beispiel des Maschinen- und Anlagenbaus werden exemplarisch Konsequenzen einer stark digitalisierten Produktionsarbeit im Kontext von Beschäftigung, Qualifikation und Belastung in der Fabrik 4.0 diskutiert. Dem werden mögliche Kompetenzmodelle unter besonderer Berücksichtigung des Erfahrungswissens von Beschäftigten sowie Diskussionen um die Humanisierung der Arbeitswelt und das Konzept einer arbeitsorientierten Weiterbildung entgegen gehalten, um Potentiale einer arbeitnehmergerechten Gestaltung digitalisierter Arbeitsplätze auszuloten. Zudem geht das Heft intensiv auf gewerkschaftliche Bildungsarbeit bezogen auf die Arbeitswelt 4.0 sowie die sich verändernden Adoleszenzphasen Jugendlicher in Zusammenhang mit der Veränderung unserer Arbeitswelt ein.

Über den Themenschwerpunkt hinaus thematisiert das Heft die rechtspopulistische AfD und deren Funktion als Türöffnerin nach Rechts als Herausforderung für die politische Bildung. Zudem wird über die digitalen Facetten des US-Präsidentschaftswahlkampfs im Kontext (außer)schulischer politischer Bildung berichtet.

Inhaltsübersicht

Editorial

SchwerPunkt
ARBEITSWELT 4.0

Antje Pabst
Arbeitswelt 4.0
Erwerbsarbeit unter neuen Bedingungen?

Sabine Pfeiffer, Anne Suphan
Fabrik 4.0
Digitalisierung und ihre Folgen im Maschinen- und Anlagenbau heute

Erik Haberzeth, Elise Glaß
Kompetenz 4.0
Partizipative Kompetenzanalysen als Perspektive

Martin Allespach
Bildung 4.0
Zur Notwendigkeit einer arbeitsorientierten-politikbezogenen Bildung

Thomas Habenicht
Gewerkschaft 4.0
Herausforderungen für die gewerkschaftliche Bildungsarbeit

Achim Schröder
Adoleszenz 4.0
Jugend als Möglichkeitsraum

MitDenken

Alexandra Kurth, Samuel Salzborn
Die AfD als Herausforderung für die politische Bildung

Michael Kohlstruck, Peter Ullrich
Antisemitismus als Problem und Symbol
Phänomene, Diskurse und Implikationen für die politische Bildung

ÜberGrenzen

Joannis Kaliampos
Digital Campaigning – Die US-Präsidentschaftswahl 2016 im Internet
Ressourcen für die (außer)schulische politische Bildung

LeseZeichen

Jugendpolitik / Eine soziale Bilanz / Mit Humor, Geduld und Gerechtigkeit?

VorGänge

BMAS: Dialogprozess Arbeiten 4.0 / Mitgliederversammlung des bap / FES-Jugendstudie: Jung – politisch – aktiv?! /
Neue Zeitschrift: Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit / Begleiter politischer Bildung: Die Kopiloten / Runder Tisch der politischen Bildung /
Gedenkkolloquium für Peter Henkenborg / 40 Jahre Beutelsbacher Konsens / „Eine Kultur des Dissenses“

AugenMerk

Weiterbildungstag 2016: Digitale Welt / bpb: Arbeit und Digitalisierung / Arbeit und Leben: Jahrbuch „Medien“ / Transferstelle: Jahresbroschüre 2015 / Fachkräfteportal: Informieren, Recherchieren, Vernetzen / Personen & Organisationen / Veranstaltungen

Zu den Autoren

Prof. Dr. Martin Allespach ist Direktor und Leiter der Europäischen Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt am Main (EAdA).

Elise Glaß ist Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes im Masterstudiengang Erziehungswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und studentische Mitarbeiterin im Projekt „Kompetenz 4.0“ an der Universität Hamburg.

Thomas Habenicht, Dipl.-Ingenieur und Dipl.-Berufspädagoge, ist Bildungsreferent im IG Metall Bildungszentrum Lohr – Bad Orb. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Produktionssysteme, Personalplanung und Berufliche Weiterbildung.

Dr. Erik Haberzeth ist Inhaber der Professur für Höhere Berufsbildung und Weiterbildung am ZHE Zentrum für Hochschuldidaktik und Erwachsenenbildung der Pädagogischen Hochschule Zürich.

Joannis Kaliampos ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute of English Studies der Leuphana Universität Lüneburg und aktuell Projektmanager für das von der US-Botschaft in Berlin geleitete Projekt „Teach About US“.

Dr. Michael Kohlstruck ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismusforschung, Arbeitsstelle Jugendgewalt und Rechtsextremismus der Technischen Universität Berlin.

Dr. Alexandra Kurth ist Studienrätin im Hochschuldienst am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Antje Pabst, Bildungs- und Erziehungswissenschaftlerin, ist Doktorandin der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Ein Arbeitsschwerpunkt ist Beruflichkeit und Lernen im Wandel der Arbeitsgesellschaft.

Prof. Dr. habil. Sabine Pfeiffer ist Professorin für Soziologie an der Universität Hohenheim.

Prof. Dr. Samuel Salzborn ist Professor für Grundlagen der Sozialwissenschaften am Institut für Politikwissenschaft der Georg-August-Universität Göttingen.

Prof. Dr. Achim Schröder ist Jugend- und Bildungsforscher und lehrte bis 2015 an der Hochschule Darmstadt. Studien zu Adoleszenz, Jugendkulturen, Beziehungsarbeit, Kooperation mit Schule und politischer Jugendbildung.

Dr. Anne Suphan ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Hohenheim.

Dr. Dr. Peter Ullrich ist Leiter des Forschungsbereichs „Soziale Bewegungen, Technik, Konflikte“ am Zentrum Technik und Gesellschaft sowie Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin.

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