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Bild und Bildung

Visuelle Politik in der politischen Bildung

Bestellnummer: ku2-06
Erscheinungsjahr: 2006
Seitenzahl: 96
ISBN: ku2-06
Reihe: kursiv - Journal für politische Bildung
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

5,00 €
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Bild und Bildung

Über das Buch

Bilder sind von herausragender Bedeutung für die Vorstellungen, die wir uns von der Welt machen. In den Zeiten vor der allgemeinen Alphabetisierung, also im weit überwiegenden
Teil der Menschheits- und Kulturgeschichte, war dies ohnehin selbstverständlich. Bis heute deuten Begriffe wie „Weltbild“, aber auch „Bildung“, auf diesen Zusammenhang zwischen
Sehen und Verstehen hin. Aber obwohl in der Kultur- und Medientheorie schon lange vom „Ende der Gutenberg-Galaxis“ die Rede ist (Marshall McLuhan, Norbert Bolz), ist das gedruckte Wort im Bildungswesen und besonders in der Schule wohl nach wie vor das Leitmedium. Gerade auch für die Praxis der politischen Bildung dürfte dies nach allen Beobachtungen zutreffen; das Fach hat den wohl nicht ganz unbegründeten Ruf, ausgesprochen „textlastig“ zu sein.
Dagegen wäre wohl auch wenig einzuwenden, hätte nicht in der Tat die Allgegenwart von technisch produzierten Bildern die öffentliche Kommunikation in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Werbung, Fernsehen, Computerprogramme, digitale Kameras produzieren eine Flut von Bildern, und selbst in klassischen textbasierten Printmedien wie Tages- und Wochenzeitungen wächst der Stellenwert von Bildern. Dies gilt selbstverständlich auch und gerade für die politische Kommunikation, in der vieles mit dem Ziel geschieht,
Bilder zu produzieren – von der Inszenierung des Parteitags bis zur Demonstration in einem arabischen Land, auf der Demonstranten in Englisch geschriebene Plakate vor die Kameras halten. Selbst die These, dass die Anschläge vom 11. September 2001 weniger wegen ihrer tatsächlichen Zerstörungswirkung als wegen der dabei entstehenden
Medienbilder auf diese – eben „spektakuläre“ – Art ausgeführt wurden, dürfte einige Plausibilität haben. Angesichts der Macht der Bilder wird der reflektierte pädagogische und didaktische Umgang mit ihnen zur immer bedeutsameren Bildungsaufgabe.
In pädagogischer und didaktischer Hinsicht stellt sich die Frage nach einer stärkeren Integration von Bildern in Lernangebote politischer Bildung zunächst als ein Problem ästhetischer Bildung.
http://www.kursiv-journal.de/

Inhaltsübersicht

Editorial
Szene .

Schwerpunkt: Bild und Bildung
Visuelle Politik in der politischen Bildung

Ludwig Duncker
Ästhetische Alphabetisierung als Bildungsaufgabe

Franz-Josef Röll
Die Arbeit mit Bildern in der politischen Jugendbildung

Anja Besand
Visuelle Spurensuche – Zu den Wirkungen von Bildern in Politik und politischer Bildung

Hans-Jürgen Pandel
Bildinterpretation – Das Beispiel Fotografie

Gerhard Schnorrenberger
Bildtypen im Politikunterricht

Forum
TRENDBERICHT: WISSENSCHAFT
Wolfgang Sander
Phoenix aus der Asche? Politische Bildung als Gegenstand von Forschung und Theoriebildung

Peter Henkenborg
Alltägliche Philosophien der politischen Bildung – Ergebnisse einer empirischen Untersuchung

Services Fachliteratur
... und außerdem

Zu den Autoren

Dr. Ludwig Duncker
ist Professor für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Pädagogik des Primar– und Sekundarbereichs an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Dr. Franz-Josef Röll
ist Professor an der Hochschule Darmstadt mit dem Schwerpunkt Neue Medien und Medienpädagogik

Dr. Anja Besand
ist Juniorprofessorin am Institut für Sozialwissenschaften der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg

Dr, Hans-Jürgen Pandel
ist Professor em. für Didaktik der Geschichte an der Martin-Luther-Universität in Halle/Wittenberg

Dr. theol. Gerhard Schnorrenberger
ist Studiendirektor i.R. und war bis 2005 Fachleiter für Sozialkunde/Politik am Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen Neunkirchen/Saar

Dr. Wolfgang Sander
ist Professor für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Dr. Peter Henkenborg
ist Professor für Didaktik der politischen Bildung/Gemeinschaftskunde am Institut für Politikwissenschaft der Philosophischen Fakultät der TH Dresden