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Bündische Jugend zwischen rechts und links

Werner Laß, die Freischar Schill und die Eidgenossen in der Weimarer Republik

Bestellnummer: 40477 (Print) / 40478 (PDF)
Autoren/Hrsg.: Ina Schmidt
Erscheinungsjahr: 2017
Auflage: 1. Aufl.
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-7344-0477-1 (Print) / 978-3-7344-0478-8 (PDF)
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Neuheiten: Neuerscheinung
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

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Bündische Jugend zwischen rechts und links

Über das Buch

Die Bündische Jugend der Weimarer Republik ist als Anlaufpunkt für jene, die zu politischen Extremen links wie rechts neigen, gut erforscht. Den Bünden selbst wird dabei aber wenig Aufmerksamkeit zuteil. Auf Grundlage bisher nicht erschlossener Quellen bietet das vorliegende Buch am Beispiel der Biografie von Werner Laß (1902-1999) erstmals in der Forschung einen Einblick in das Innenleben der bündischen Strukturen der Zeit.

Laß war Gründer der Freischar Schill und deren Älterenorganisation, den Eidgenossen. Mitglieder waren etwa Rudolf Höß, späterer Kommandant von Auschwitz, und Karl Eduard von Schnitzler, Chefkommentator des DDRFernsehens. Laß hatte gute Kontakte zum Kapp-Putschisten Hermann Erhardt und wurde zwischenzeitlich sogar als Kandidat für die Führung der Hitlerjugend gehandelt. Ab 1931 näherte er sich dann der KPD an, konnte aber wegen seiner Verbindungen u.a. zu Baldur von Schirach nach der Machtergreifung dennoch Karriere bis in die Reichspressestelle machen, während andere Eidgenossen ab 1933 in den Widerstand gingen.

Es wird deutlich, warum Laß und seine Weggefährten auch als Mitglieder einer „Generation des Unbedingten“ (Michael Wildt) bezeichnet werden.

Inhaltsübersicht

Einleitung

I. Werner Laß in der Bündischen Jugend

  1. Aus den Anfängen eines Unterwandervogels: Werner Laß im Altwandervogel und Sturmvolk
  2. Führer der Schilljugend
  3. Im Kielwasser des Kapitäns: „Standarte“, „Arminius“ und „Der Vormarsch“
  4. Die Freischar Schill (Totale)
  5. Die Freischar Schill (Nahaufnahmen)
  6. Erfolgloses Doppelspiel: Werner Laß zwischen Bündischer Jugend und NSDAP
  7. Medienpolitik I: „Die junge Front“ und „Die Kommenden“
  8. Die Eidgenossen (Totale)
  9. Die Eidgenossen (Nahaufnahme): Zelle Göttingen
  10. Medienpolitik II: „Der Umsturz“ Nachlese: Erich Müller und der Nationalbolschewismus
  11. Funktionsträger im NS-Regime
  12. Ausblick: Das lange zweite Leben

II. Materialien

  1. Gefolgschaften der Freischar Schill
  2. Das Führungskorps der Freischar Schill
  3. Biogramme (Freischar Schill und Eidgenossen)
  4. Dokumentation: 1. Werner Laß, Briefe an Arthur Moeller van den Bruck; 2. Tannenburgtagung des „Sturmvolk, Bund deutscher Jugend“, Gau Reichsdeutschland; 3. Ein Weg. Rundbriefe von Werner Laß; 4. Satzungen der Freischar Schill (e.V.); 5. Werner Laß: Kampf der Jugend oder Kampf um die Jugend? 6. Werner Laß: Wofür marschiert die SA? 
  5. Fotoanhang

Abkürzungen

Literatur, Nachlässe, Zeitungen und Zeitschriften

Zu den Autoren

Dr. Ina Schmidt, Soziologin, geb. 1963 in Lübeck, in den letzten Jahren wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hamburg, weitere Veröffentlichungen im Themenfeld Weimarer Republik und Nationalsozialismus.

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