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Der Erinnerung auf der Spur

Ein didaktischer und methodischer Exkursionsleitfaden am Beispiel der Erinnerungskultur des Ortes Workuta

Bestellnummer: 4809
Autoren/Hrsg.: Thomas Milde, Rosanna Dom, Markus Wollny
Erscheinungsjahr: 2012
Auflage: 1
Seitenzahl: 176
ISBN: 978-3-89974809-3
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

16,80 €
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Der Erinnerung auf der Spur - Ein didaktischer und methodischer Exkursionsleitfaden am Beispiel der Erinnerungskultur des Ortes Workuta

Über das Buch

Wie wird der GULag in Russland erinnert? Wie lebt es sich in einer Stadt, deren Vergangenheit so eng mit den Gräueln der Lager verknüpft ist? Spricht man dort heute noch von diesen Geschehnissen? Oder sind sie längst von anderen Erinnerungsschichten überlagert und verdeckt? Welche Bedeutung hat diese Geschichte für uns heute in Deutschland? Diesen Fragen ging fünf Monate lang eine deutsch-russische Studentengruppe in Workuta, Ort eines der bekanntesten russischen GULags, nach.
In dem vorliegenden Buch erläutern die Leiter des Workuta-Projekts ihre Erfahrungen und methodischen Vorgehensweisen (Topografieanalyse, Museumsanalyse, Zeitzeugeninterview, Interkulturelle Reflexion) und verallgemeinern ihre Ergebnisse auf die historische Projektarbeit insgesamt. In Kombination mit den zahlreichen enthalten Arbeitsmaterialen wird das Buch so zu einem nützlichen Leitfaden für die historisch-politische Bildungsarbeit.

Inhaltsübersicht

Zum Geleit

I Einleitung

II Kompetenzförderung durch Lernerfahrungen
1. Kompetenzförderung in der Projektarbeit
2. Förderung historischen Denkens
3. Multiperspektivität als Prinzip des historischen Lernens
4. Kompetenzförderung durch Erfahrungen – praktische Zugänge

III Die historische Exkursion als Metamethode
1. Aspekte des Lernens vor Ort
2. Definition des Lernens vor Ort
3. Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der historischen Exkursion
4. Die Raumdimension beim Lernen vor Ort
5. Fazit

IV Methodenbaustein A: Topografieanalyse
1. Städtische und ländliche Erinnerungsräume abschreiten
2. Die Topografie erfassen
3. Methodisches Vorgehen – Gedenkorte als Lernorte
4. Die Visualisierung des Raumes – Nutzung von Karten und Fotografien
5. Zum praktischen Vorgehen im Workuta-Projekt
6. Fazit
Materialien

V Methodenbaustein B: Museumsanalyse
1. Warum analysieren wir Museen?
2. Fallanalysen: Das Workutiner Überregionale Heimatkundemuseum und das Betriebsmuseum Workuta-Ugols
3. Museumsanalyse – interdisziplinäre Zugänge und ihre Modelle
4. Der erste Gang durch ein Museum
5. Zum praktischen Vorgehen im Workuta-Projekt
6. Fazit
Materialien

VI Methodenbaustein C: Zeitzeugeninterview
A: Theorieteil
1. Oral History
2. Theoretische Grundlagen qualitativer Sozialforschung und Interviewmethoden
B: Praktische Umsetzung der Interviewarbeit
1. Interviewpartnerinnen und -partner
2. Interviewformen und -methoden
3. Praktische Hinweise zur Interviewführung
4. Transkription
5. Auswertung
6. Fazit
Materialien

VII Methodenbaustein D: Interkulturelle Reflexion
1. Ausgangspunkte interkulturellen Lernens
2. Schlussfolgerungen für die interkulturelle Projektarbeit
3. Reflexion durch interkulturelle Methoden
4. Fazit
Materialien

VIII Literaturverzeichnis

Die Projektteilnehmenden stellen sich vor…

Nachwort

Zu den Autoren

Rosanna Dom, M. A., Freie Universität Berlin und St. Petersburger Staatliche Universität, Osteuropastudien, Neuere Geschichte, Kunstgeschichte.
Thomas Milde, Technische Universität Dresden und Orenburger Staatliche Universität, Lehrer an der Integrierten Gesamtschule in Wolfsburg für Geschichte und Politik.
Markus Wollny, Technische Universität Dresden, Lehrer an der Kooperativen Gesamtschule Tarmstedt für Geschichte und Politik.

Presse

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