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Die offene Gesellschaft

Zuwanderung und Integration

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Die offene Gesellschaft - Zuwanderung und Integration

Über das Buch

Die Debatte über Menschen mit Migrationshintergrund wird hierzulande häufig sehr vereinfachend geführt. Dies hängt damit zusammen, dass sich die Bundesrepublik Deutschland mehr als 50 Jahre mit dem Begriff „Einwanderungsland“ schwer tat. Nach dem Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes im Jahre 2005 hat sich allem Anschein nach die Einsicht durchgesetzt, dass die Bilanz der Zu- und Einwanderung positiv zu bewerten ist. Die Beiträge des vorliegenden Bandes münden letztlich in die Frage, wie ein Zuwanderungs- und Integrationskonzept zu gestalten ist, das nicht nur die ökonomische, sondern auch die kulturelle und soziale Dimension berücksichtigt und wie das Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft gelingen kann.

Inhaltsübersicht

Siegfried Frech/Karl-Heinz Meier-Braun
Einleitung: Zuwanderung und Integration

Karl-Heinz Meier-Braun
Der lange Weg ins Einwanderungsland Deutschland

Maria Böhmer
Integrationspolitik aus bundespolitischer Sicht: Herausforderungen und Leitlinien

Dieter Oberndörfer
Einwanderungsland Deutschland: Worüber reden wir eigentlich?

Matthias Micus/Franz Walter
Mangelt es an „Parallelgesellschaften“?

Inken Keim/Rosemarie Tracy
Mehrsprachigkeit und Migration

Andreas M. Wüst
Wahlverhalten und politische Repräsentation von Migranten

Thomas Straubhaar
Wirtschaftliche Folgen der Zuwanderung

Herbert Brücker
Wirtschaftliche Effekte der Migration in alternden Gesellschaften

Christoph Butterwegge
Medienberichterstattung – Abbau oder Verstärkung von Vorurteilen?

Karl-Heinz Meier-Braun
Weltweite Migration und die Rolle der Vereinten Nationen

Abstracts
Autorinnen und Autoren

Zu den Autoren

Prof. Dr. Maria Böhmer ist seit November 2005 Staatsministerin im Bundeskanzleramt und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Seit 2001 ist sie Bundesvorsitzende der Frauenunion und war bis 2005 stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Maria Böhmer ist Mitglied des Bundesvorstandes der CDU. Mitglied des Deutschen Bundestages ist sie seit 1990.

Prof. Dr. Herbert Brücker leitet den Forschungsbereich „Internationale Vergleiche und Europäische Integration“ beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Herbert Brücker hat sich an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Technischen Universität in Berlin mit einer Arbeit über Europäische Migration habilitiert und an der Universität Frankfurt am Main promoviert. Vor seiner Tätigkeit für das IAB war er u. a. Gastprofessor an der Aarhus School of Business und wissenschaftlicher Mitarbeiter beim DIW Berlin. Seine Forschungsinteressen umfassen die Migration von Arbeitskräften, die Arbeitsmarktökonomie und Probleme der Internationalisierung und Europäischen Integration. Er hat zahlreiche Bücher und Aufsätze in Fachzeitschriften veröffentlicht und u.a. im Auftrag der Europäischen Kommission die wirtschaftlichen Effekte der EU-Osterweiterung untersucht.

Prof. Dr. Christoph Butterwegge leitet seit 1998 die Abteilung für Politikwissenschaft und ist Mitglied der Forschungsstelle für interkulturelle Studien (FiSt) an der Universität zu Köln. Gemeinsam mit Gudrun Hentges hat er die beiden im VS-Verlag für Sozialwissenschaften erschienenen Bücher „Massenmedien, Migration und Integration“ (2. Aufl. Wiesbaden 2006) und „Zuwanderung im Zeichen der Globalisierung“ (3. Aufl. Wiesbaden 2006) herausgegeben.
Siegfried Frech ist Referent der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und dort für die Zeitschrift „Der Bürger im Staat“ und die Didaktische Reihe zuständig. Er hat einen Lehrauftrag (Didaktik politische Bildung) am Institut für Politikwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Inken Keim ist Wissenschaftlerin am Institut für Deutsche Sprache und Privatdozentin an der Universität Mannheim. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Soziolinguistik, Ethnographie und Mehrsprachigkeit unter Migrationsbedingungen. Sie leitete zusammen mit Werner Kallmeyer das Projekt „Deutsch-türkische Sprachvariation und die Herausbildung kommunikativer Stile in Migrantenjugendgruppen“ und ist zusammen mit Rosemarie Tracy in Sprachförderprojekten für Migrantenkinder engagiert.

Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun ist seit vielen Jahren als Wissenschaftler, Journalist und Berater im Bereich der Integrations- und Ausländerpolitik tätig. Er leitet die Abteilung SWR International beim Südwestrundfunk in Stuttgart, ist dort Ausländerbeauftragter des Senders und Honorarprofessor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen. Als ausgewiesener Kenner der Materie hat Karl-Heinz Meier-Braun grundlegende Veröffentlichungen zu den Themen Migration, Integration und Ausländerpolitik publiziert.

Matthias Micus ist Mitarbeiter von Franz Walter an der AG Parteienforschung der Universität Göttingen. 2005 erschien von ihm das Buch „Die Enkel Willy Brandts. Aufstieg und Politikstil einer SPD-Generation“ im Campus-Verlag.

Prof. em. Dr. Dr. h. c. Dieter Oberndörfer war von 1963 bis 1997 Direktor des Seminars für Politikwissenschaft an der Universität Freiburg und Direktor des Arnold-Bergstraesser-Instituts für Kulturwissenschaftliche Forschung in Freiburg. Von 1991 bis 1995 war Dieter Oberndörfer Gründungsdekan der Betriebs- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte, zu denen er zahlreiche Publikationen vorgelegt hat, sind Politische Theorie und Ideengeschichte, Politik in der Dritten Welt und Entwicklungszusammenarbeit, Meinungs- und Migrationsforschung. Dieter Oberndörfer ist u.a. stellvertretender Vorsitzender des Rats für Migration, einem bundesweiten Zusammenschluss von Wissenschaftlern, die sich mit Fragen von Migration, Integration und interkultureller Begegnung beschäftigen.

Rosemarie Tracy hat einen Lehrstuhl für Anglistische Linguistik an der Universität Mannheim. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des Spracherwerbs und der Mehrsprachigkeit. Sie hat 2002 die Mannheimer Forschungs- und Kontaktstelle für Mehrsprachigkeit ins Leben gerufen, die in Weiterbildungsveranstaltungen Erzieherinnen, Erziehern, Lehrerinnen und Lehrern praxisrelevante Forschungserkenntnisse vermittelt. Sie begleitet diverse Förderprojekte in Schulen und Kindertagesstätten, u.a. das Ludwigshafener Sprachförderprojekt „Sprache macht stark!“, ein von der BASF unterstütztes Projekt der offensiven Bildung.

Prof. Dr. Thomas Straubhaar ist Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftspolitik, an der Universität Hamburg; seit 1999 Präsident des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Instituts (HWWI); seit 1998 Direktor des Instituts für Integrationsforschung am Europa-Kolleg Hamburg. Seine Forschungs- und Publikationsschwerpunkte sind: Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Ordnungspolitik, Bildungs- und Bevölkerungsökonomie.
Prof. Dr. Franz Walter ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Göttingen. Zum Thema „Parallelgesellschaften, Integration und Desintegration in sozial, ethnisch und religiös gespaltenen Gesellschaften“ sind in Göttingen Planungen für ein größeres Forschungsprojekt in Vorbereitung. Bei Kiepenheuer & Witsch ist von Franz Walter zuletzt das Buch „Träume von Jamaika“ erschienen.

Dr. Andreas M. Wüst, Politikwissenschaftler, Studium an der Universität Heidelberg und an der University of Delaware (USA). Von 1993 bis 2001 Projektmitarbeiter bei der Forschungsgruppe Wahlen, bei ZUMA (beide in Mannheim) und an der Universität Heidelberg. 2002 Promotion an der Universität Heidelberg (Wie wählen Neubürger? Politische Einstellungen und Wahlverhalten eingebürgerter Personen in Deutschland. Opladen 2002). Seit 2002 Projektleiter und seit 2006 Fellow der Volkswagen-Stiftung am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) der Universität Mannheim. Von 1999 bis 2006 Lehrbeauftragter an der Universität Heidelberg, seit Wintersemester 2006 Lehre an der Universität Mannheim. Forschungsschwerpunkte sind die empirische Wahl- und Repräsentationsforschung.