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Die Rückkehr der sozialen Frage

Zur Aktualität politischer Bildung

Die Rückkehr der sozialen Frage - Zur Aktualität politischer Bildung

Über das Buch

Einen Einblick in die Thematik des Bandes vermittelt Ihnen das im Folgenden eingestellte Vorwort zum Band 14 aus der Reihe „Politik und Bildung“.

Vorwort

Mit dem vorliegenden Band, der als politischer Bildungsreport den Titel „Die Rückkehr der sozialen Fragen“ trägt, beginnen wir die Zusammenarbeit mit dem Wochenschau-Verlag. Mit der Wahl des Titels wollen wir Position beziehen. Er benennt gleichzeitig auch den Schwerpunkt des ersten Reports. Wir setzen uns mit der Frage auseinander, wie in Zeiten von Massenarbeitslosigkeit und Abbau sozialstaatlicher Standards politische Bildung mit veränderten ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen umgehen kann, und wie künftig Perspektiven von politischer Bildung mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu entwickeln sind. Die Auswahl der Themen erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Viele Bereiche politischer Bildung sind nur am Rande erwähnt. Einige Beiträge in diesem Band basieren zum Teil auf Manuskripten von Vorträgen oder Referaten bei Veranstaltungen von Arbeit und Leben. Dies gilt für die Beiträge von Wolfgang Däubler, Peter Faulstich und Michael Schneider. Alle Autorinnen und Autoren sind in unterschiedlichen Bezügen in die Arbeit von Arbeit und Leben involviert.

Wir haben diesen Bildungsreport in drei Kapitel gegliedert. Die Beiträge von Theo Länge, Peter Faulstich, Michael Schneider und Arno Klönne behandeln die Frage des gesellschaftlichen Wandels und dessen Auswirkungen auf die politische Bildung.

In dem Kapitel „Problemlagen - Themenfelder“ werden alte und neue Themen der politischen Bildung einer kritischen Reflektion unterzogen.
Gerda Krug und Barbara Menke setzen sich mit der Situation von Frauen in der politischen Bildung auseinander. Ingo Hamm und Günter Schneider fragen, wie eine Bildungsarbeit für Betriebs- und Personalräte konzipiert sein muß, die den wachsenden Druck in den Betrieben aufgreift und nicht den Blick ausschließlich auf rechtliche Fragen richtet.
Bernd Faulenbach hinterfragt die Aussage „Aus der Geschichte lernen“ insofern, als er die Möglichkeiten und Grenzen der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit als Prävention gegen Rechtsextremismus reflektiert.
Interkulturelle Bildung hat sich in den letzten Jahren als Auseinandersetzungsform mit Fremdenfeindlichkeit entwickelt. Desbina Kallinikidou und Veronika Fischer gehen in ihrem Beitrag auf dieses pädagogische Konzept ein. Das Modellprojekt „Deutsche und Ausländer gemeinsam aktiv im Alter“ wird in diesem Zusammenhang beschrieben. Es ist gleichzeitig ein Beitrag von Arbeit und Leben zur politischen Bildungsarbeit mit älteren Menschen. Dieser Bereich wird in den nächsten Jahren nicht nur aufgrund der demographischen Entwicklung an Bedeutung gewinnen. Die Auseinandersetzung mit diesem Themenkomplex werden wir in einem der nächsten Reports aufgreifen.

Umwelt und Bildung waren in den letzten Jahren wichtige Themenfelder für die politische Bildung. Edgar Boes-Wenner untersucht neue Ansätze und Entwicklungsmöglichkeiten.

Arbeit und Leben hat neben arbeits- und sozialpolitischen Fragen immer auch die internationale Dimension von politischem Handeln reflektiert. In einem Interview mit Michael J. Hindley diskutieren wir, wie internationale Zusammenarbeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern unter den besonderen Konkurrenzbedingungen in Europa möglich ist, und wie politische Bildung in europäischen Zusammenhängen gestaltet werden kann.

Mit einem besonderen Thema der Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen setzt sich Hans-Erich Bremes auseinander. Das Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz kann von Arbeitnehme-rinnen und Arbeitnehmern noch immer nicht konfliktfrei in Anspruch genommen werden.

In dem Kapitel „Perspektiven politischer Bildung“ geht es vor allem um neue Ansätze, Themenschwerpunkte und Formen politischer Bildung. In diesem Zusammenhang untersucht Claus Sobott die Frage, wie politische Bildung im Zeitalter der Informationsgesellschaft angeboten werden könnte. Ein Gespräch unter Wegbegleiterinnen von Arbeit und Leben bildet den Abschluß des Bandes.

Über unsere Arbeit informieren wir mit einer Kurzbeschreibung, die im Anhang abgedruckt ist.

Die Autorinnen und Autoren geben mit ihren Beiträgen, aus ihrer jeweiligen Perspektive, mit der sie die politische Bildung Arbeit und Leben verbinden, einen durchaus kritischen Einblick in die aktuelle Situation.

Inhaltsübersicht

Themenschwerpunkte:
• Die Umgestaltung der Bildungslandschaft
• Rahmenbedingungen • der neue Kapitalismus
• Kein Ende der Arbeitsgesellschaft
• Chancen einer arbeitspolitischen Erwachsenenbildung
• Die Rückkehr der sozialen Frage
• Politische Bildung im Zeitalter der Informationsgesellschaft
• Umweltbildung lokal und global
• Historische Auf- klärungsarbeit in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsradikalismus
• Interkulturelles Lernen in der politischen Bildung • Bildungsurlaub – eine pädagogische Insel?
• Die Beharrlichkeit männlicher Muster in der politischen Bildung

Zu den Autoren

Udo Behrendt / Edgar Boes- Wenner / Hans-Erich Bremes / Wolfgang Däubler / Bernd Faulenbach / Peter Faulstich / Jürgen Feldhoff / Veronika Fischer / Klaus Gutbrod / Walter Haas / Ingo Hamm / Michael J. Hindley / Ulrich Jung / Desbina Kallinikidou / Arno Klönne / Gerda Krug / Theo W. Länge / Barbara Menke / Ruth Katharina Niehus / Günter Schneider / Michael Schneider / Regina Schumacher-Goldner /Claus Sobott /Angelika Ziener