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Die Schule als Staat

Demokratiekompetenz durch lernendes Handeln

Bestellnummer: 4549 (Print) / 40146 (PDF)
Autoren/Hrsg.: Michael Marker
Erscheinungsjahr: 2009
Auflage: 1
Seitenzahl: 320
ISBN: 978-3-89974549-8 (Print) / 978-3-7344-0146-6 (PDF)
Reihe: Wochenschau Wissenschaft

Verfügbarkeit: lieferbar

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Die Schule als Staat

Über das Buch

Kern dieser Studie ist die Darstellung und Analyse des Projektes „Schule als Staat“ in einer aktuellen Variante am württembergischen Eduard-Mörike-Gymnasium in Neuenstadt/Kocher. Dort ist das Planspiel mehrfach durchgeführt worden, bei dem sich die ganze Schule für eine Woche in einen von Schülerinnen und Schülern ausgerufenen Staat verwandelt. Dieser Schulstaat kann ihnen durch die dann entstehende Verbindung von Lernen und Handeln die Funktionsweise einer Demokratie und die praxiswirksamen Beteiligungsbereiche und -formen auf allen Ebenen gesellschaftlichen und staatlichen Handelns aufzeigen. Auf der Basis einer umfassenden Evaluation des Projektes wird analysiert, welche Ansätze zur wirksamen Erfahrung von Demokratie als Handlungskompetenz und zur Förderung einer demokratischen Werthaltung „Schule als Staat“ entfalten kann. Das Buch zeigt anschaulich, wie Demokratiekompetenz durch handelndes Lernen vermittelt wird.

Inhaltsübersicht

Vorwort von Silvia-Iris und Wolfgang Beutel
1 Einleitung
1.1 Themenstellung
1.2 Untersuchungsdesign
1.2.1 Theoretisch-methodischer Zugang
1.2.2 Fragebogen und Fragebogenauswertung
1.2.3 Schulleiterinterview
1.2.4 Teilnehmende Beobachtung
1.2.5 Zusammenfassung und Ausblick
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Das Problem: Jugend und Politik am EMG – ein Spannungsfeld
2.1 Politisches Interesse Jugendlicher am EMG
2.2 Politik im Unterricht – was lernt ein Schüler am EMG ?
2.3 Zusammenfassung
3 Die Theorie der Demokratiepädagogik
3.1 Der Bedeutungsgehalt von Demokratie
3.1.1 Erste Annäherung
3.1.2 Restriktive versus expansive Demokratietheorie
3.1.3 John Dewey: „Demokratie als Lebensform“
3.1.4 Die Rezeption von „Demokratie als Lebensform“ in Deutschland
3.1.5„Demokratie als Lebensform“ und Demokratiepädagogik
3.1.6 Zusammenfassung
3.2 Schule als Ort der Demokratiepädagogik
3.3 Kompetenztheorie und Demokratiepädagogik
3.4 Kompetenzbereiche der Demokratiepädagogik
3.5 Demokratieförderliche Lernarrangements
3.6 Zusammenfassung
4 Das Projekt „Schule als Staat“ am EMG
4.1 Schulporträt und Rahmenbedingungen
4.1.1 Schulporträts aus didaktischer Perspektive
4.1.2 Rahmendaten und Leitbild
4.1.3 Die praktische Umsetzung des Leitbildes
4.1.4 Zusammenfassung
4.2 Das Schulprojekt „Schule als Staat“
4.2.1 Didaktische Grundlagen
4.2.1.1 „Schule als Staat“ als Großprojekt
4.2.1.2 „Schule als Staat“ als Planspiel
4.2.1.3 „Schule als Staat“ als handlungsorientierte Lernmethode
4.2.1.4 „Schule als Staat“ als Möglichkeit des Demokratie-Lernens
4.2.1.5 „Schule als Staat“ aus reformpädagogischer Sicht
4.2.1.6 Zusammenfassung
4.2.2 Konzeptionelle Grundlagen
4.2.3 Die Organisationsform des Projektes
4.2.4 Die praktische Durchführung des Projektes
4.2.4.1 Der Bereich „Demokratie als Herrschaftsform“
4.2.4.2 Der Bereich „Demokratie als Gesellschaftsform“
4.2.4.3 Der Bereich „Demokratie als Lebensform“
4.2.5 Zusammenfassung
5 Demokratiekompetenz durch lernendes Handeln – Die Auswertung des Projektes „Schule als Staat“ am EMG
5.1 Methodische Grundlage der Datenerhebung und -auswertung
5.1.1 Fragebogen und Fragebogenauswertung
5.1.2 Das Konzept des problemzentrierten Interviews
5.1.3 Die Auswahl der Befragten
5.1.4 Die praktische Durchführung der Interviews
5.1.5 Die Auswertung der Interviews
5.2 Ergebnisse der Untersuchungen
5.2.1 Demokratische Handlungskompetenz im Kontext der OECD-Kompetenzkategorie „Interaktive Anwendung von Wissen und Medien (>Tools<)“
5.2.1.1 Für demokratisches Handeln Orientierung- und Deutungswissen aufbauen
5.2.1.2 Probleme demokratischen Handelns erkennen, beurteilen und bearbeiten
5.2.1.3 Öffentlichkeit herstellen und Unterstützer akquirieren
5.2.2 Demokratische Handlungskompetenz im Kontext der OECD-Kompetenzkategorie „Eigenständiges Handeln“
5.2.2.1 Eigene Interessen entwickeln und in demokratischen Entscheidungsfragen zur Geltung bringen
5.2.2.2 Motivation, Initiativkraft und Wertbewusstsein entwickeln
5.2.3 Demokratische Handlungskompetenz im Kontext der OECD-Kompetenzkategorie „Interaktion in heterogenen Gruppen“
5.2.3.1 Perspektivenwechsel und Kooperationsfähigkeit entwickeln
5.2.3.2 Mit Diversität und Differenz konstruktiv umgehen und Solidarität und Verantwortung gegenüber anderen zeigen
5.3 Zusammenfassung
5.4 Ausblick
6 Demokratiepädagogik als zentrale Aufgabe der Schule
6.1 Erfahrungen aus dem Projekt „Schule als Staat“
6.2 Gegenwärtige Debatten
6.2.1 Die Frage der Entfachlichung politischer Bildung
6.2.2 Die Frage des Kernes der politischen Bildung
6.3 Die Schule als Lernfeld demokratischer Bildungsprozesse
6.4 Projekte machen Schule – Thesen zur politischen Bildung
7 Evaluation der Evaluation von „Schule als Staat“
7.1 Die „Standards für Evaluation“ der DeGEval
7.2 Abgleich der Primärevaluation mit den Standards
7.3 Empfehlungen zur Entwicklung von Diagnose- und Testverfahren
8 Schlussbemerkung
9 Abkürzungsverzeichnis
10 Literaturverzeichnis
11 Anhang

Zu den Autoren

Michael Marker, geb. 1962 in Münster (Westf.), Dr. phil., OStR, ist Lehrer am Eduard-Mörike-Gymnasium in Neuenstadt/Kocher mit den Fächern Gemeinschaftskunde,
Geschichte und ev. Religion. Durch diesen schulpraktischen Hintergrund des Autors erhält die vorliegende Studie einen besonderen praxiswirksamen Charakter und
schließt an Konzepte des "Lehrer-Forschens" an, wie sie Reformschulprojekte wie z.B. die Bielefelder Laborschule begründet und erprobt haben.