Katalogservice

Telefonische Beratung & Bestellung:  06196 - 8 60 65

Die Unvermeidlichkeit der Moral

Ethische Herausforderungen für politische Bildung in der Risikogesellschaft

Bestellnummer: 601
Autoren/Hrsg.: Peter Henkenborg
Erscheinungsjahr: 1992
Auflage: 1
Seitenzahl: 340
ISBN: 978-3-87920-601-8
Reihe: Politik und Bildung
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

29,80 €
*

Die Unvermeidlichkeit der Moral - Ethische Herausforderungen für politische Bildung in der Risikogesellschaft

Über das Buch

Ethische Herausforderungen für die politische Bildung
in der Risikogesellschaft
„Gegen das antimoralische (und nicht etwa: skeptische) Erbe der älteren Kritischen Theorie, die systemtheoretische Einschmelzung der Moral in Funktionszusammenhänge und die handlungstheoretische Überdehnung der Moral wird als Erziehungsziel die Entwicklung kommunikativer Rationalität postuliert.“
Das Argument

Inhaltsübersicht

I. Die ethische Herausforderung der Politischen Bildung

1. Ethik als Gegengift: Die Wiederverzauberung der Moral

2. Zur pädagogischen Ambivalenz der Moralerziehung: Affirmative und emanzipatorische Funktion der Moral

3. Die polarisierte Moral: Blockierte Lernprozesse der Politikdidaktik

4. Jenseits der Polarisierungen: Das wiedergefundene Paradigma

II. Politische Bildung und Ethik: Dimensionen eines konstitutiven fachdidaktischen Zusammenhanges 1. Politikdidaktik als Fachdidaktik: Zum Sinn elementarer politischer Bildung
2. Ethik und die wissenschaftstheoretische Ebene politikdidaktischer Theoriebildung: Zum ethischen Kern pädagogischer Ziele

3. Ethik und die sozialwissenschaftliche Ebene der Politischen Bildung: Zum Verhältnis von Politik und Moral
3.1. Zum Problem: Wie ist Gesellschaft möglich?
3.2. Zum dialektischen Theorieparadigma: Das antimoralische Erbe kritischer Theorie
3.3. Zum systemtheoretischen Theorieparadigma: Die Einschmelzung der Moral
3.4. Zum handlungstheoretischen Theorieparadigma: Die Überdehnung der Moral
3.5. Zur Theorie des kommunikativen Handelns: Verständigung als Paradigma des Sozialen

4. Ethik und die Ebene Allgemeiner Pädagogik und Didaktik: Mündigkeit in allen Orientierungszusammenhängen

5. Zusammenfassung und Ausblick: Orientierungen über das Ethische im Proprium der Politischen Bildung .

III. Moralerziehung als praktischer Diskurs: Politisch-moralische Urteilsbildung durch einsichtsvolle Willensbildung
1. Schwierigkeiten mit der Moral: Moralerziehung zwischen Affirmation und Emanzipation
1.1. Die affirmative Besetzung der Moralerziehung: Moralerziehung statt Emanzipation
1.2. Kritische Politikdidaktik und Moralerziehung: Ein Thema am Rande des Paradigmas
1.3. Abgrenzungen und Eingrenzungen:

2. Zum emanzipatorischen Interesse politisch-moralischer Urteilsbildung: Kommunikative Rationalität und prozedurale Identität
2.1. Zum Sinn von Diskursen: Vollzugsweisen der Versöhnung
2.2. Problem und Aufgabe politisch-moralischer Urteilsbildung: Prozedurale Identität als zentrierende Mitte

3. Zur kognitiven Struktur politisch-moralischer Urteilsdung: Bestimmtsein durch Gründe .
3.1. Politisch-moralische Urteilsfähigkeit: Eine Begriffsbestimmung
3.2. Das Freud-Modell: Lernen durch Selbstreflexion
3.3. Das Piaget-Modell: Lernen als Entwicklung
3.4. Zum Zusammenhang beider Modelle: Entwicklung als theoretische Grundlage kritischer Selbstreflexion

4. Zur formalen Struktur politisch-moralischer Urteilsbildung: Formales Moralprinzip und geschichtliche Inhalte
4.1. Das diskursethische Verallgemeinerungsprinzip: Prinzipien politisch-moralischer Urteilsbildung
4.2. Zum Anwendungsbereich der Diskursethik: Fragen der Gerechtigkeit als Problem politisch-moralischer Urteilsfähigkeit
4.3. Zu den Inhalten praktischer Diskurse: Lebensweltliche Handlungskonflikte als Inhalt politisch-moralischer Urteilsbildung
4.4. Zum unabschließbaren Charakter der Moral: Politisch-moralische Urteilsbildung als konflikthafter und offener Prozeß

5. Zur universalistischen Struktur der Diskursethik: Symmetrische Kommunikation als Bedingung politisch-moralischer Urteilsfähigkeit
5.1. Zur diskursethischen Begründung pädaogischer Verkehrsformen: Die Universalität symmetrischer Kommunikation
5.2. Zur idealen Sprechsituation: Diskursregeln als konstitutives Element politisch-moralischer Urteilsbildung
5.3. Eine argumentationstheoretische Interpretation der idealen Sprechsituation: Die Logik moralischer Argumentationen (Max Miller)

6. Zur prozeduralen Struktur politisch-moralischer Urteilsbildung: Einsichtsvolle Willensbildung als symmetrische Kommunikation
6.1. Politisch-moralische Urteilsbildung als kollektiver Lernprozeß: Argumentatives Lernen und Lernen zu argumentieren
6.2. Zur Makrostruktur politisch-moralischer Urteilsbildung: „Gerichtshöfe der Vernunft“ (Wolfgang Sander, Münster)
6.3. Zur Mikrostruktur politisch-moralischer Urteilsbildung: Sokratisches Gespräch (Gustav Heckmann)

7. Zusammenfassung

IV. Politische Bildung und Risikogesellschaft: Herausforderungen politisch-moralischer Urteilsbildung

1. Politische Bildung und das 'Risiko der Gegenwartsanalyse: Risikogesellschaft als didaktisch-methodische Schlüsselkategorie

2. Risikogesellschaft: Ein politikwissenschaftlicher Problemaufriß in didaktischer Absicht
2.1. Risikogesellschaft und objektive Welt: Die neue Qualität der gesellschaftlichen Risiken
2.2. Risikogesellschaft und soziale Welt: Die Zivilgesellschaft zwischen Kolonialisierung und Autonomisierung
2.2.1. Politik als Modernisierung: Die Entscheidungsverschlossenheit des Fortschritts
2.2.2. Rationalitätsverlust des politischen Systems: Zur Krise staatlicher Verantwortung
2.2.3. Entgrenzung der Politik: Die wachsende Autonomisierung der Zivilgesellschaft
2.3. Risikogesellschaft und subjektive Welt: Chancen und Gefahren der Individualisierung
2.3.1. Die Freisetzungsdimension: Differenzierung der Lebensformen
2.3.2. Die Kontroll- und Reintegrationsdimension: Die Macht der Diagnose
2.3.3. Die Entzauberungsdimension: Auf der Suche nach Sinn nach dem Abschied von den Plastikwörtern

3. Politisch-moralische Urteilsbildung in der Risikogesellschaft: Aufgaben und Inhalte
3.1. Kategoriale Verunsicherungen: Paradigmenwechsel in der Politischen Bildung?
3.2. Zum Ort Politischer Bildung in der Risikogesellschaft: Pädagogisches Element komunikativer Macht in einer autonomen Öffentlichkeit
3.3. Zu den Inhalten politisch-moralischer Urteilsbildung: Die 'Dialektik der Rationalisierung' als politikdidaktisches Schlüsselproblem in der Risikogesellschaft
3.4. Zu Lernerfahrungen und Schlüsselbegriffen politisch-moralischer Urteilsbildung
Strukturkonflikte der Moral in der Risikogesellschaft
3.4.1. Kommunikativ versus zweckrational
3.4.2. Bewahren versus Verändern
3.4.3. Universalismus versus Pluralität und Geschichtlichkeit
3.4.4. Monologisch versus dialogisch

4. Dilemmata Politischer Bildung in der Risikogesellschaft: Grenzen und Selbstbegrenzungen
4.1. Politische Bildung zwischen Irrelevanz und Überforderung: Ethik als Flucht?
4.2. Ein politisches Dilemma: 'Die Ohnmacht des Sollens..............................
4.3. Ein kategoriales Dilemma: Erziehung am Ende von 'open future......................
4.4. Ein institutionelles Dilemma: Die Pädagogisierung der Lebenswelt ........... . ..........

5. Zusammenfassung

V. Resümee
Stichwortregister
Personenregister