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Energiewende

politische bildung 2/2013

Bestellnummer: 4857
Autoren/Hrsg.: Johannes Varwick (Hrsg.)
unter Mitarbeit von: Peter Altmaier, Karola Braun-Wanke, Christoph Gnau, Nils aus dem Moore, Dörte Ohlhorst, Christoph M. Schmidt, Sibyl D. Steuwer, Kerstin Tews, Frank Umbach
Erscheinungsjahr: 2013
Seitenzahl: 208
ISBN: 978-3-89974857-4
Reihe: politische bildung
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

22,80 €
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Energiewende

Über das Buch

Peter Altmaier: Die Energiewende ist die größte umwelt- und wirtschaftspolitische Herausforderung zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Der Beitrag beschreibt die Energiewende als Kern einer grundlegenden Transformation unserer Wirtschaftsweise, die in Zukunft weitaus intelligenter und effizienter mit Rohstoffen und Ressourcen umgehen muss. Ferner gibt er einen Überblick über die wichtigsten Dimensionen der Energiewende: Die ökologische, die ökonomische, die technologische, die politische und die gesellschaftliche Dimension. Er skizziert darüber hinaus die wichtigsten Schritte, wie das „Generationenprojekt“ Energiewende zum Erfolg geführt werden kann.

The contribution describes the “Energiewende” as nucleus of a fundamental transformation of our future economies that will have to manage raw materials and resources far more intelligently and efficiently than we have done in the past. Furthermore, it provides an overview of different dimensions of the “Energiewende”: the ecological, the economic, the technological, the political and the social dimension. In addition, it outlines the most important measures that will make the “Energiewende” a success.

 

Dörte Ohlhorst/Kerstin Tews: Deutschland als Laboratorium: Das Experiment Energiewende

Mit der Energiewende verfolgt Deutschland das Ziel, die Energieversorgung weitgehend auf erneuerbare Energien umzustellen. Kann das Experiment gelingen? Der Beitrag geht auf einige wesentliche Herausforderungen ein: Unter welchen Bedingungen akzeptieren Bürger die Energiewende? Regionen und Kommunen verfolgen jeweils eigene Ziele, wie können diese in ein Gesamtsystem integriert werden? Können Kosten und Nutzen gerechter verteilt werden? In mehrfacher Hinsicht scheinen koordinierende Maßnahmen notwendig, um die Transformation erfolgreich zu gestalten.

The German “Energiewende” aims at a high share of renewable energy in power supply. Can the experiment succeed? The paper addresses some key challenges: Under what conditions do citizens accept the energy transition? Regions and municipalities pursue their own goals, how can they be integrated into a complete system? Can costs and benefits be distributed more fairly? Policy coordination measures seem necessary to successfully shape the transition process.

Sibyl D. Steuwer: Instrumente der Energiewende

Damit die Energiewende gelingt, muss der Ausbau der erneuerbaren Energien, die Steigerung der Ener-gieeffizienz sowie ein aussagekräftiger CO2-Preis vorangetrieben werden. Die politischen Steuerungsinstrumente, die dafür insbesondere in der letzten Dekade entwickelt wurden, müssen im Verlauf des Transformationsprozesses „Energiewende“ an neue Herausforderungen angepasst werden. Der Beitrag erklärt die wesentlichen Herausforderungen und den Reformbedarf der politischen Instrumente in den drei Bereichen Stromversorgung aus erneuerbaren Energien, Emissionshandel und Endenergieeffizienz.

The transition towards a low-carbon energy system challenges the steering capacity of current policy instruments supporting renewable energy, energy efficiency and CO2-princing. The contribution works out the main challenges as well as the ongoing political discussion about proposals for reform of the main policy instruments in the three key areas.

Nils aus dem Moore/Christoph M. Schmidt: Die Energiewende finanzierbar gestalten. Konsistente Ziele formulieren, Entdeckungsprozesse ermöglichen, besonnene Umsetzung verfolgen

Deutschland will bis zum Jahr 2050 seine Stromversorgung weitgehend auf Erneuerbare Energien umstellen. Ob die Energiewende gelingen wird, hängt nicht nur von der Entwicklung neuer technischer Lösungen, sondern insbesondere auch von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Eine effiziente Ordnungspolitik muss so ausgerichtet werden, dass die richtigen Anreize für die in enor-mem Umfang erforderliche Investitionstätigkeit privater Akteure gesetzt werden und sichergestellt ist, dass die politischen Ziele zu gesellschaftlich vertretbaren Kosten erreicht werden. Der Beitrag stellt die im Kontext von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften erarbeiteten Handlungsempfehlungen vor. Dabei wird auch berücksichtigt, dass nationale Maßnahmen mit der europäischen Ordnungspolitik abzustimmen sind und die Energiewende nur erfolgreich sein kann, wenn sie auch einen wirkungsvollen Beitrag zum globalen Klimaschutz leistet.

Germany aims at a complete overhaul of its energy supply system by 2050 wants to base its future electricity generation almost completely on renewables. Successful implementation of the so-called “Energiewende” will be determined by the development of the necessary technical solutions and the creation of an appropriate regulatory frame-work. An efficient energy policy sets the right incentives for the huge investments that are required from the private sector and thereby ensures that the transition to sustainable energy is both financially viable and acceptable to all sectors of society. The article presents the policy recommendations that were elaborated in a project of acatech – National Academy of Science and Engineering. It stresses the fact that all national measures implemented by Germany must be integrated into the energy policy framework of the European Union and that, after all, the “Energiewende” will be judged as a success only if it contributes significantly to the global combat against climate change.

Frank Umbach: Die deutsche Energiewende in internationaler Perspektive

Deutschland hatte die nationale Entscheidung für den schnellen and unilateralen Atomausstieg sowie die weitreichende Energiewende nicht nur ohne einen Masterplan für den Umbau und die Finanzierbarkeit getroffen, sondern dabei auch seine Nachbarstaaten und die Europäische Kommission vorab nicht wirklich konsultiert oder die Auswirkungen auf die Nachbarstaaten und die gemeinsame EU-Energiepolitik analysiert. Zudem wurden in den Energiekonzeptionen vom Herbst 2010 und der Energiewende im Juni 2011 auch die globalen Energietrends und ihre Auswirkungen auf Deutschland nicht wirklich problematisiert. Daher untersucht das folgende Kapitel die Auswirkungen sowohl der globalen Energietrends auf Deutschland wie auch die Auswirkungen der Energiewende Deutschlands auf die Energiesicherheit der Nachbarstaaten und die gemeinsame EU-Energiepolitik. Dabei will die Analyse auch die Frage beantworten, ob die gegenwärtigen Probleme und Hürden der Energiewende ausschließlich das Resultat eines unzureichenden Managements sind oder ob diese Probleme nicht auch die Konsequenz fundamentaler Fehler in der Architektur des deutschen Energiewendekonzepts sind.

Prior to its national decision of an unilateral nuclear phase-out and its far-reaching energy transformation (“Energiewende”), Germany did neither adopt a Masterplan for the implementation of its „Energiewende“ nor did it really consult its neighbouring countries or the European Commission in regard to its impacts of its “Energiewende” on its neighbours and the common EU-energy policy. In addition, the concepts of its energy policies of the autumn 2010 and June 2011 did not analyse the impacts of the global energy trends on the German energy policies. Against this background, the following chapter will analyse these impacts of the global energy trends on the German Energiewende as well as the impacts of the German Energiewende on its neighbourung countries and the common EU-energy policy. It will also ask the question whether the present problems and barriers of the Energiewende will be exclusively a result of the insufficient management of the Energiewende or whether these problems are also the consequence of fundamental failures of the architecture of Germany’s energy transformation concept.

Christoph Gnau: „Vorsicht Hochspannung!“ Die Energiewende als Unterrichtsgegenstand in der Sekundarstufe II

Die Energiewende ist in der Schule angekommen. Das Thema ist in den Lehrplänen verortet und bundesweit Gegenstand in Abiturprüfungen. Auch in der Wahrnehmung und Lebenswelt von Jugendlichen gewinnt die Diskussion um den Umbau der Energieversorgung zunehmend an Relevanz. Bild-, Online- und Printmedien gewährleisten eine Omnipräsenz des Themas. Ebenso hat der forcierte Ausbau der erneuerbaren Energiequellen in den letzten Jahren ganze Landschaften verändert. Das Entstehen von Wind- und Solarparks gehört in der Wahrnehmung junger Menschen bereits zur Normalität. Das Unterrichtsmodell verfolgt das Ziel, Schülerinnen und Schülern grundlegendes Wissen über die Energiewende zu vermitteln. Darüber hinaus setzen sich Lernende mit Chancen und Problemen der Energiewende auseinander und werden befähigt, sich in der Debatte um den Umbau der Stromversorgung eine eigene Meinung zu bilden. Sie lernen, welche Akteure sich an der energiepolitischen Debatte beteiligen, welche Interessen sie verfolgen, welchen Einfluss sie haben. Letztendlich verfolgt der Unterricht auch das Ziel, dass Schülerinnen und Schüler ihre eigene Rolle als Akteur im Kontext der Energiewende reflektieren.

Turnaround in energy policy has reached school. The topic has gained a firm standing in the curriculum and is a nationwide standard subject in final exams. As a matter of fact, the issue of the changes in the structures of energy supply are of increasing relevance for young people. Due to online- and printmedia the matter seems to be omnipresent. Moreover, the acceleration in developing renewable energy sources has changed whole landscapes over the last couple of years. The formation of new wind- and solarparks has become a common part of young people’s reality. The aim of the lessonplan is to provide basic knowledge of the turnaround in energy policy. On top of that, students deal with chances and problems of the matter which enables them to take part in the debate on the changes of the global supply of energy. While developing their own point of view on the topic of energy policy they get to know about the leading protagonists of the political debate and their interests as well as their influence. Finally, the lessonplan aims at enabling the students to reflect upon their own position in in the context of the historic challenge of the “Energiewende”.

Die Bezugsbedingungen im Abo finden Sie hier.

Inhaltsübersicht

Peter Altmaier: Die Energiewende ist die größte umwelt- und wirtschaftspolitische Herausforderung zu Beginn des 21. Jahrhunderts
1. Die große Transformation
2. Die Dimension(en) der Energiewende
3. Wie wir das Generationenprojekt Energiewende zum Erfolg führen
4. Die Vision für die nächsten Jahrzehnte

Dörte Ohlhorst/Kerstin Tews: Deutschland als Laboratorium: Das Experiment Energiewend
1. Einleitung
2. Herausforderungen der Umstellung des Energieversorgungssystems auf erneuerbare Energien
3. Koordinationsbedarf im Mehrebenensystem
4. Gesellschaftliche Akzeptanz
5. Schlussfolgerungen

Sibyl D. Steuwer: Instrumente der Energiewende
1. Einleitung
2. Instrumente zur Förderung erneuerbarer Energien
3. Das Europäische Emissionshandelssystem: CO2-Preis mit Signalwirkung?
4. Steuerung der Nachfrageseite: Instrumente für Energieeffizienz
5. Diskussion und Ausblick

Nils aus dem Moore/Christoph M. Schmidt: Die Energiewende finanzierbar gestalten. Konsistente Ziele formulieren, Entdeckungsprozesse ermöglichen, besonnene Umsetzung verfolgen
1. Energiewende: Die Herausforderung
2. Politische Ziele und technische Herausforderungen
3. Elemente einer nationalen "Energiewendepolitik"
4. Einbettung der Energiewende in die EU-Energiepolitik
5. Fazit und wichtigste Handlungsempfehlungen

Frank Umbach: Die deutsche Energiewende in internationaler Perspektive
1. Einführung
2. Energiepolitik und Energiesicherheit als Querschnittsthema - Ist Deutschland institutionell ausreichend für das Querschnittsthema Energiesicherheit aufgestellt und vorbereitet?
3. Die globalen Dimensionen - Strategische Implikationen für die deutsche Energiewende
4. Architekturfehler der Energiewende: Die fehlende europäische Dimension und die Auswirkungen auf Deutschlands Nachbarn und die gemeinsame Energiepolitik der EU
5. Zusammenfassung und Ausblick

Unterrichtspraxis
Christoph Gnau: "Vorsicht Hochspannung!" Die Energiewende als Unterrichtsgegenstand in der Sekundarstufe II

Buchbesprechungen aus Fachwissenschaft und Fachdidaktik, u.a. Sammelrezension zum Thema Energiewende

Forum
Karola Braun-Wanke: Lernen, die Welt neu zu denken. Nachhaltigkeit und Klimaschutz lernen an der Freien Universität Berlin

Das aktuelle Thema
Gotthard Breit: Arm und Reich im Ungleichgewicht?! Zur Vorbereitung auf ein Thema im Bundestagswahlkampf 2013

Zu den Autoren

Peter Altmaier, Jurist, seit 22. Mai 2012 Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Karola Braun-Wanke, M.A. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungszentrum für Umweltpolitik (Schwerpunkt: Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Energie- und Klimaschutzpolitik) und Projektleiterin der SchülerUni Nachhaltigkeit + Klimaschutz, Ihnestraße 22, 14195 Berlin

Dr. Gotthard Breit, Emeritierter Professor für Politikwissenschaft und ihre Didaktik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg; Gerstäckerstr. 13, 38102 Braunschweig

Christoph Gnau, Lehrer für die Fächer Deutsch und Politik/Gesellschaft/Wirtschaft in Hamburg

Nils aus dem Moore, Leiter der Abteilung Kommunikation am Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) und Wissenschaftler im Kompetenzbereich „Wachstum, Konjunktur, Öffentliche Finanzen“, RWI Büro Berlin, Hessische Straße 10, 10115 Berlin

Dr. Dörte Ohlhorst, Projektleiterin am Forschungszentrum für Umweltpolitik an der Freien Universität Berlin und Mitbegründerin des Instituts für nachhaltige Energie- und Ressourcennutzung

Dr. Christoph M. Schmidt, Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR), Mitglied von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und Professor für Wirtschaftspolitik und angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Universität Bochum, Hohenzollernstraße 1-3, 45128 Essen

Dr. Sibyl D. Steuwer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) und an der Forschungsstelle (FFU) der Freien Universität Berlin

Dr. Kerstin Tews, Projektleiterin am Forschungszentrum für Umweltpolitik an der Freien Universität Berlin

Dr. Frank Umbach, Associate Director am European Centre for Energy and Resource Security (EUCERS), King’s College, London (www.eucers.eu); Senior Associate und Programmleiter „Internationale Energiesicherheit“ am Centre for European Security Strategies (CESS GmbH), München (www.cess-net.eu) & (Non-Resident) Senior Fellow des U.S. Atlantic Council, Energy and Environment Programme, Washington D.C./USA (www.acus.org)

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