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Europa – Hoffnung und Feindbild

Bestellnummer: 40205 (Print) / 40206 (PDF)
Autoren/Hrsg.: Anton Pelinka, Sir Peter Ustinov Institut (Hrsg.)
unter Mitarbeit von: Erhard Busek, Annegret Eppler, Philipp Gassert, Gloria Kaiser, Cecile Leconte, Andreas Maurer, Anton Pelinka, Sonja Puntscher-Riekmann, Birgit Schwelling, Hannes Swoboda
Erscheinungsjahr: 2016
Auflage: 1
Seitenzahl: 136
ISBN: 978-3-7344-0205-0 (Print) / 978-3-7344-0206-7 (PDF)
Reihe: Sir Peter Ustinov Institut
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

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Europa – Hoffnung und Feindbild

Über das Buch

Die Friedensnobelpreisträgerin EU hat in der Vergangenheit maßgeblich zur Entwicklung von Frieden und Versöhnung, von Demokratie und Menschenrechten beigetragen. Doch das Hoffnungsprojekt Europäische Union ist ins Stocken geraten und wird von seinen Bürgern mit wachsender Skepsis betrachtet. Täglich erhalten wir neue Nachrichten zu Eurokrise, Griechenlandkrise oder Flüchtlingskrise. Europa polarisiert und lässt niemanden kalt. Während die EU für die einen Hoffnung auf Arbeit und ein besseres Leben ist, steht sie für die anderen als Synonym für den „Moloch Brüssel“, wo regulierungswütige Beamte und Politiker abgehobene Entscheidungen treffen. Dieses Buch beleuchtet die vielen Facetten der Wahrnehmung und der aktuellen Diskussion über Europa. Ausgehend von der kriegerischen Geschichte des Kontinents, die heute noch unsere europäische Identität prägt, über die Dynamik der EU-Integration bis hin zur Euroskepsis und dem ambivalenten Verhältnis zwischen den USA und der EU gehen bekannte Wissenschaftler und Politiker den Chancen und Grenzen der Idee „Europa“ auf den Grund.

Inhaltsübersicht

Hannes Swoboda
Vorwort 

Anton Pelinka
Einleitung 

Anton Pelinka
Europa 1914 – Europa 2014 

Birgit Schwelling
Europäische Identität. Überlegungen zur Neujustierung einer politischen Konstruktion und eines Forschungsfeldes 

Gloria Kaiser
Exkurs: EU Projekt: Christina von Schweden (1626 – 1689) Europäerin, Friedensstifterin, Freidenkerin 

Cécile Leconte
Ursachen der Widerstände gegen die europäische Integration 

Annegret Eppler, Andreas Maurer
Die „immer engere Union der Völker Europas“ im Spannungsfeld zwischen Integration, Gruppenbildung und Desintegration 

Erhard Busek
Möglichkeiten und Grenzen der Europäischen Union 

Sonja Puntscher Riekmann
Hinging on Germany? German Contributions to the Constitutionalisation of the EU 

Philipp Gassert
Europa und Amerika: Streit, Vorurteil und die transatlantische Konfliktkultur 

Zu den Autoren

Dr. Erhard Busek ist Vorsitzender des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa und Jean Monnet Professor ad personam. Während seiner mehr als 40jährigen politischen Karriere war der passionierte Europäer u.a. Vizekanzler der Republik Österreich, hatte mehrere Ministerämter inne und war im Auftrag der internationalen Staatengemeinschaft als Sonderkoordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa tätig. 

Dr. Annegret Eppler, Juristin und Politologin, forscht seit 2013 am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck. Zuvor arbeitete sie an der Universität Tübingen und lehrte als Gastdozentin an der American University in Cairo. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Analyse der Bedingungen europäischer Integration und Desintegration, Legitimität und Parlamente in der EU sowie vergleichende Föderalismusforschung

Prof. Dr. Philipp Gassert ist seit Februar 2014 Inhaber des Lehrstuhls für Zeitgeschichte an der Universität Mannheim, zuvor forschte und lehrte er am DHI Washington sowie an der Universität Heidelberg, der LMU München, der University of Pennsylvania und der Universität Augsburg. Im Sommersemester 2014 lehrte er als Sir Peter Ustinov Gastprofessor an Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf internationaler Geschichte des 20. Jahrhunderts, auf deutscher und europäischer Zeitgeschichte seit 1933 und nordamerikanischer Geschichte.

Prof. Gloria Kaiser ist Autorin zahlreicher Erzählungen, Hörspiele und historischer Romane. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der literarischen Aufarbeitung historischer Persönlichkeiten und Kulturphänomene. Sie forschte u.a. im Auftrag der Library of Congress über die Wege deutschsprachiger Kultur-Immigranten und ist Beauftragte für den Kulturaustausch Österreich-Brasilien

Dr. Cécile Leconte ist Assistenzprofessorin am Institut d’Etudes Politiques in Lille und leitet dort das Masterprogramm für European Studies. Sie promovierte 2003 in Politikwissenschaften an der Sciences Po Paris und der Universität Innsbruck, ihre Dissertation wurde mit dem Le Monde Preis für wissenschaftliche Forschung ausgezeichnet. Ihr zweites Buch „Understanding Euroscepticism“ war für den Europäischen Buchpreis nominiert.

Univ. Prof. Dr. Andreas Maurer ist seit September 2013 Professor für Politikwissenschaft und Politik der Europäischen Integration an der Universität Innsbruck. Zuvor arbeitete er am Institut für Europäische Politik in Bonn, am Jean-Monnet-Lehrstuhl für Politikwissenschaft der Universität zu Köln und am Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit. Er ist u.a. Träger des Wissenschaftspreises des Deutschen Bundestages und des Medienpreises des Vereins der ausländischen Presse und war Mitglied der Task Force des Europäischen Parlaments zur Amsterdamer Regierungskonferenz (1995-1997) sowie Berater des Europäischen Verfassungskonvents für die Arbeitsgruppen "Nationale Parlamente" und "Subsidiaritätsprinzip" (2001-2002)

Prof. Dr. Anton Pelinka ist Jurist (Promotion 1964 an der Universität Wien) und Politikwissenschaftler (Habilitation 1972 an der Universität Salzburg). Von 1973 bis 2006 lehrte und forschte er als Professor für Politikwissenschaft an der Universität Essen, der Pädagogischen Hochschule Berlin und an der Universität Innsbruck. Zusätzlich lehrte er als Gastprofessor an Hochschulen in den USA, Indien und Belgien. Seit 2006 ist der profunde Europa-Experte und Autor zahlreicher Bücher Professor für Nationalism Studies and Political Science an der Central European University in Budapest.

Univ. Prof. Dr. Sonja Puntscher-Riekmann, ist Vizerektorin der Universität Salzburg und lehrt und forscht dort als Universitätsprofessorin für Politische Theorie unter Berücksichtigung der Europäischen Politik. Die Germanistin, Philosophin und Politologin lehrte u.a. an den Universitäten Wien und Innsbruck sowie an der Humboldt Universität Berlin und war bis 2008 Direktorin des EIF, Institut für europäische Integrationsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Dr. habil. Birgit Schwelling ist Politikwissenschaftlerin und Zeithistorikerin und forschte bis Ende 2014 als Fellow am Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research in Duisburg. Zuvor war sie Leiterin der Forschungsgruppe „Geschichte + Gedächtnis“ an der Universität Konstanz. Ihre Forschungsschwerpunkte beinhalten Erinnerungskulturen und Erinnerungspolitiken im 20. Jahrhundert, Erinnerungs- und Identitätstheorien, Geschichte Deutschlands und Europas im 20. Jahrhundert.

Dr. Hannes Swoboda, ist Vorstandsvorsitzender des Sir Peter Ustinov Instituts zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen. Von 1996 bis 2014 war er Mitglied des EU-Parlaments und dort zuletzt Präsident der Sozialdemokratischen Fraktion. Der Balkanexperte widmet sich in seiner vielfältigen ehrenamtlichen Arbeit ebenso wie während seiner politischen Karriere dem Kampf gegen Vorurteile und Feindbilder und dem Dialog zwischen Konfliktgruppen.

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