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Europa und die Türkei

Bestellnummer: 4254
Autoren/Hrsg.: Siegfried Frech, Mehmet Öcal
unter Mitarbeit von: Andrea K. Riemer, Christian Rumpf, Hakki Keskin, Necip C. Bagoglu, Jürgen Gerhards, Claus Schönig, Gürsel Gür, Dieter Oberndörfer, Heidi Wedel, Faruk Sen, Mehmet Öcal
Erscheinungsjahr: 2006
Auflage: 1
Seitenzahl: 288
ISBN: 978-3-89974254-1
Reihe: Basisthemen Politik
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

16,80 €
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Europa und die Türkei

Über das Buch

Seit mehr als vierzig Jahren klopft die Türkei an die Tür der Europäischen Union (EU) und sucht um eine Vollmitgliedschaft nach. Kein anderer Beitrittskandidat jedoch polarisiert die politische Debatte und die öffentliche Meinung derart wie die Türkei. Die kontrovers geführte Diskussion, ob die Türkei überhaupt, zu welchen Bedingungen und zu welchem Zeitpunkt Teil der EU werden soll, wird die am 3. Oktober 2005 begonnenen Beitrittsverhandlungen begleiten.

"... gute Basis für eine Meinungsbildung fernab aller Vorurteile" (ekz-Informationsdienst)

Inhaltsübersicht

Inhalt

Siegfried Frech/Mehmet Öcal
Einleitung: Europa und die Türkei

Andrea K. Riemer
Konsequenzen eines möglichen EU-Beitritts
der Türkei

Christian Rumpf
Das Verfassungssystem der Türkei

Hakki Keskin
Die deutsch-türkische Debatte über den
EU-Beitritt der Türkei

Necip C. Bagoglu
Ist die türkische Wirtschaft reif für die EU?

Jürgen Gerhards
„Kulturelle Überdehnung“? – Kulturelle
Unterschiede zwischen der EU und der Türkei

Claus Schönig
Das Deutschland- und Deutschenbild der Türken

Gürsel Gür
Das Türkeibild der deutschen Presse

Dieter Oberndörfer
Die Furcht vor der Türkei

Heidi Wedel
Menschen- und Minderheitenrechte in der Türkei
auf dem Weg in die EU

Faruk Sen
Die Türkei ist schon längst ein Teil Europas

Mehmet Öcal
Die Außen- und Sicherheitspolitik der Türkei

Zu den Autoren

Necip C. Bagoglu ist Repräsentant der Kölner Bun­des­agentur für Außenwirtschaft (bfai), eine Serviceorganisation im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA), in der Türkei. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bonn begann der Diplom-Volkswirt 1979 mit seiner Tätigkeit als Redakteur im Nahost-Referat der bfai. Nach dieser Tätigkeit in der Zentrale wurde er Anfang 1984 mit der Vertretung der bfai in der Türkei mit Sitz in Istanbul beauftragt. 1991 übernahm Necip C. Bagoglu die Leitung des Südostasienbüros in Bangkok mit Zuständigkeit für Thailand und die benachbarten ASEAN-Länder. Ende 1997 wurde er zum Leiter des Nahost-Büros der bfai in Kairo bestellt. Nach knapp vierjäh­riger Tätigkeit im arabischen Raum wurde er 2001 mit der Leitung des bfai-Büros in Istanbul beauftragt. Die bfai beliefert die deutsche Außenwirtschaft mit umfang­reichen Marktinformationen über die Märkte der Welt.

Siegfried Frech ist Referent der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und dort für die Zeitschrift „Der Bürger im Staat“ und die Didaktische Reihe zuständig. Zudem hat er einen Lehrauftrag (Didaktik politischer Bildung) am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen.

Prof. Dr. Jürgen Gerhards ist Professor für Soziologie (Lehrstuhl für Makrosoziologie) an der Freien Universität Berlin. Zu seinen neuesten Buchveröffentlichungen gehören: Jürgen Gerhards (unter Mitarbeit von Michael Hölscher): Kulturelle Unterschiede in der Europäischen Union. Ein Vergleich zwischen Mitgliedsländern, Beitrittskandidaten und der Türkei. Wiesbaden 2005 (Verlag für Sozialwissenschaften); Jürgen Gerhards: The Name Game. Cultural Modernization and First Names. New Brunswick und London 2005 (Transaction Publishers).

Dr. Gürsel Gür, 1960 in Konya geboren, studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Erziehungswissenschaften an der Universität Münster und beendete sein Studium als Magister Artium. Danach promovierte er an der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität mit einer Arbeit über das Türkeibild in der deutschen Presse. Er war bis 2002 Dozent für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen an der Anadolu Universität Eskisehir in der Türkei. Seit 2003 ist er Leiter der Kontaktstelle für Westeuropa der Anadolu Universität in Köln. Seine Forschungsschwerpunkte sind: EU-Türkei-Beziehungen, Deutsch-Türkische Beziehungen, Interkulturelle Bildung und Integration.

Prof. Dr. Hakki Keskin lehrt politische Wissenschaften an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und ist Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Migrations- und Integrationspolitik. Der Beitrag in diesem Buch basiert auf seinem soeben erschienenen Buch „Deutschland als neue Heimat. Eine Bilanz der Integrationspolitik“.

Prof. em. Dr. Dr. h. c. Dieter Oberndörfer war von 1963 bis 1997 Direktor des Seminars für Politikwissenschaft an der Universität Freiburg und Direktor des Arnold-Bergstraesser-Instituts für Kulturwissenschaftliche Forschung in Freiburg. Von 1991 bis 1995 war Dieter Oberndörfer Gründungsdekan der Betriebs- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte, zu denen er zahlreiche Publikationen vorgelegt hat, sind Politische Theorie und Ideengeschichte, Politik in der Dritten Welt und Entwicklungszusammenarbeit, Meinungs- und Migrationsforschung. Dieter Oberndörfer ist u.a. stellvertretender Vorsitzender des Rats für Migration, einem bundesweiten Zusammenschluss von Wissenschaftlern, die sich mit Fragen von Migration, Integration und interkultureller Begegnung beschäftigen.

Dr. Mehmet Öcal studierte Politikwissenschaft, Mittlere und Neuere Geschichte und Islamwissenschaft in Köln. Seine Dissertation über die türkische Außen- und Sicherheitspolitik nach dem Ende des Ost-West-Konflikts (1990-2001) erfolgte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Mehmet Öcal unternahm zahlreiche Studienreisen in die Türkei und hat Lehraufträge am Seminar für Politikwissenschaft und am Orientalischen Seminar der Universität Bonn.

Dr. Andrea K. Riemer forscht an der Landesverteidigungsakademie/Institut für Strategie und Sicherheitspolitik (ISS) in Wien und hat dort den Aufgaben­bereich „Prozesse und Ziele der Teilstrategien und der Gesamtstrategie“ inne. Ihre aktuellen Forschungs- und Themenschwerpunkte sind: Krisenprävention, Strategien und geopolitische Überlegungen im 21. Jahrhundert, amerikanische Geopolitik und Grand Strategies. Andrea K. Riemer ist stellvertretende Direktorin des Instituts für Außen- und Sicherheitspolitik (Wien). In zahlreichen Veröffentlichungen zu den Themen Systemanalyse und internationale Ordnung hat sie sich u.a. mit der Innen- und Außenpolitik der Türkei beschäftigt.

Prof. Dr. Christian Rumpf ist Partner der Wirtschaftskanzlei Diem & Partner in Stuttgart. Seit rund 25 Jahren beschäftigt er sich akademisch und praktisch intensiv mit Fragen des türkischen Rechts, promoviert hat er 1990 über „Das Rechtsstaatsprinzip in der türkischen Rechtsordnung“. Sein Buch „Das türkische Verfassungssystem“ ist bereits 1995 auch in türkischer Übersetzung in Ankara erschienen. Seit 2004 ist er Honorarprofessor an der Universität Bamberg, wo er regelmäßig Seminare zur „Einführung in das türkische Recht“ abhält.

Prof. Dr. Claus Schönig, geboren am 23.10.1955 in Mainz, studierte Turkologie und Islamwissenschaften. Er wurde 1983 in Mainz promoviert und habilitierte sich 1995 an der Freien Universität Berlin. Seine Hauptarbeitsgebiete umfassen sprachwissenschaftliche Untersuchungen zu Turkvölkern des Wolgaraums, Zentralasiens und Sibiriens und zu türkisch-mongolischen Sprachbeziehungen sowie sprachhistorische Forschungen zur Entstehung und Ausdifferenzierung der türkischen Sprachen. Während seines Studiums unternahm er in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre zahlreiche Reisen in die Türkei. Neben wissenschaftlichen Tätigkeiten an deutschen Uni­versitäten (Mainz, Essen, Gießen, Frankfurt/Main, München, Berlin) war er von 1993 bis 1995 leitender Referent am Orient-Institut Istanbul; seit September 2001 ist er Leiter des Instituts.

Prof. Dr. Faruk Sen, 1948 in Ankara geboren, studierte in Münster Wirtschaftswissenschaften und arbeitete an verschiedenen Modellversuchen (Berufsvorbereitung und soziale Eingliederung junger Ausländer; Lehrerfortbildung im Übergang Schule/Beruf) bevor er 1985 das Zentrum für Türkeistudien gründete. Faruk Sen leitet die Stiftung Zentrum für Türkeistudien an der Universität Duisburg-Essen.

Dr. Heidi Wedel hat in Politikwissenschaft promoviert sowie Turkologie, Islamwissenschaft und Volkswirtschaft studiert. Seit 1985 ist sie bei amnesty international engagiert. Von 1999 bis 2002 war Heidi Wedel hauptamtlich als Turkey Researcher im Internationalen Sekretariat von amnesty international in London tätig. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind die Demokratisierung, Zivilgesellschaft, Menschenrechte und Frauenrechte in der Türkei.

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