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Europaschule in Hessen

Zwanzig Jahre Schulentwicklung und Bildung für Europa

Bestellnummer: 14024
Autoren/Hrsg.: Siegfried Seyler
Erscheinungsjahr: 2013
Auflage: 1. Auflage 2013
Seitenzahl: 448
ISBN: 978-3-95414024-4
Reihe: Pädagogik
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

49,80 €
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Seyler. Europaschule in Hessen

Über das Buch

Welchen Beitrag leisten Europaschulen, Schülerinnen und Schüler auf das europäische Zusammenleben in einer globalisierten Welt bzw. in der eigenen Einwanderungsgesellschaft vorzubereiten? Wie erfolgreich war das Schulentwicklungsmodell teilautonomer Europaschulen und wie weit trägt es noch heute?

Mit der Perspektive der Governance-Forschung untersucht der Autor erstmalig die Akzeptanz des Bildungsangebots der Europaschule bei Schülerinnen und Schülern. Dabei  beschreibt er den Schulentwicklungsprozess selbstständiger Europaschulen im Kontext wechselnder bildungspolitischer Konjunkturen – von der „verwalteten Schule“ bis zur „evidenzbasierten“ Bildungspolitik heute. Diese multiperspektivische Langzeit-Studie bestätigt die Schulforschung: Schulreformen können „immer nur mit den Lehrerinnen und Lehrern und nicht ohne oder gar gegen sie“ stattf nden (Terhart 2010). Auf dieser Grundlage werden auch Handlungsperspektiven für das hessische Europaschulprogramm aufgezeigt.

Inhaltsübersicht

I. Einleitung: Das Forschungsvorhaben im Überblick

II. Theoretische und methodische Grundlagen

1. Schulentwicklungs- und bildungstheoretischer Kontext der Studie
1.1. Schulentwicklung
1.2. Bildung für Europa
1.3. Fragestellungen

2. Forschungsansatz, methodisches Vorgehen und Durchführung der Studie

III. Schulen für Europa

IV. Das hessische Schulreformprogramm „Europaschulen“ 1992–2000

1. Anspruch und Ausgangsbedingungen
1.1. Das Europaschulprogramm – ein Schulreformprogramm
1.2. Das Auswahlverfahren und der Verbund von „Kern- und Kranzschulen“
1.3. Veränderte politisch-gesellschaftliche Ansprüche und Erwartungen als Begründung für ein neues Schulmodell
1.4. Bildungstheoretische und reformpädagogische Anlehnungen
1.5. Die hessische Schullandschaft zu Beginn der 90er-Jahre
1.5.1. Schulen und Lehrer
1.5.2. Schulverwaltung und Schulgesetz
1.6. Die fünf ersten Europaschulen in Hessen
1.6.1. Die Kopernikusschule Freigericht
1.6.2. Die Alexander-von-Humboldt-Schule Viernheim
1.6.3. Die Heinrich-Heine-Schule Dreieich
1.6.4. Die Freiherr-vom-Stein-Schule Gladenbach
1.6.5. Die Georg-August-Zinn-Schule Kassel

2. Schulentwicklung unter pädagogischer Eigenverantwortung der Europaschulen
2.1. Selbststeuerung im Findungsprozess
2.1.1. „Lasst 1000 Blumen blühen …“
2.1.2. Action Research
2.1.3. Die Netzwerke der Europaschulen
A) Das Programmnetzwerk
B) Europäische Schulnetze
2.2. Strukturen und Akteure
2.2.1. Innovations- und Beteiligungsstrukturen
2.2.2. Reformbereitschaft und Arbeitsbelastung der Lehrer
2.2.3. Akzeptanz und Unterstützung der Eltern
2.2.4. Unterstützungssysteme und Budget
2.2.5. Personalentwicklung

3. Europäische Dimension und Interkulturelles Lernen
3.1. Internationale Partnerschaften und Begegnungen
3.2. Europaklassen und multilaterale Unterrichtsprojekte im europäischen Schulnetz
3.3. Entwicklungspartnerschaften mit Schulen in Tansania
3.4. Mehrsprachigkeit und frühes Fremdsprachenlernen
3.5. Europäisches Schulcurriculum
3.6. Rahmenbedingungen interkulturellen Lernens an den Schulen
3.7. Exkurs: „Interkulturelles Lernen“ an den Europaschulen – Versuch einer begrifflich-theoretischen Einordnung

4. Wirksamkeit des Europaschulprogramms – eine Zwischenbilanz
4.1. Die Entwicklungsbilanz der Europaschulen
4.2. Standards für das Regelschulwesen
4.3. Das Europaschulprogramm – ein kostengünstiges Reformprogramm zur Modernisierung der Schulen

V. Unterrichtsentwicklung und Qualitätssicherung an den Europaschulen

1. Schulentwicklung durch Programmsteuerung .
1.1. Das Europaschulprogramm 2000
1.2. Programmsteuerung und Wissenschaftliche Begleitung
1.3. Arbeitsstrukturen und Entwicklung des Programms
1.4. Budget und Unterstützungssysteme

2. Neue Ansätze der Curriculum- und Unterrichtsentwicklung
2.1. Unterrichtsentwicklung durch Methodenlernen
2.2. Von der Evaluation der Schulentwicklungsprozesse zur Unterrichtsevaluation
2.3. Kompetenzorientiertes Curriculum für die Europäische Dimension und das Interkulturelle Lernen
2.4. Sprachenlernen und Mehrsprachigkeit
2.4.1. Den Fremdsprachenunterricht europatauglich machen
2.4.2. Das Sprachenportfolio und andere Leistungsnachweise
2.5. Politische Bildung für Europa als Querschnittsaufgabe

3. Aspekte der Wirksamkeit des Europaschulprogramms
3.1. Die Implementationsbilanz der Europaschulen
3.2. Wirksamkeit des Schulentwicklungsmodells selbstverantwortlicher Europaschulen
3.3. Von der netzwerkbasierten zur programmgesteuerten Schulentwicklung und ihren Wirkungen – eine Zwischenbilanz
3.4. Aufbruch zu neuen Handlungsfeldern – ein Ausblick

VI. Schülerbefragung Online und Schüler-Gruppeninterviews 2010

1. Frage- und Problemstellungen
1.1. Interkulturelles Lernen und interkulturelle Kompetenzen
1.2. Schulkultur
1.3. Politische Bildung

2. Die Online-Befragung – Methodisches Vorgehen
2.1. Der Fragebogen
2.1.1. Das Fragebogenprogramm
2.1.2. Gütekriterien
2.2. Stichprobe und Grundgesamtheit
2.3. Datenerhebung
2.4. Datenauswertung

3. Darstellung und Analyse der Ergebnisse
3.1. Selbstständiges, kooperatives und handlungsorientiertes Lernen
3.2. Schulkultur
3.2.1. Unterstützung, Ermutigung, Anerkennung
3.2.2. Gute Schüler-Schüler- und Schüler-Lehrer-Beziehungen
3.2.3. Partizipation
3.2.4. Gerechtigkeit, Gleichbehandlung und friedliche Konἀiktlösung prägen das Miteinander
3.2.5. Schüler fühlen sich (verhaltens-)sicher, freundlich in der Schule aufgenommen und gehen gern in ihre Schule
3.3. Fremdsprachenkompetenz
3.4. Internationaler Austausch/Interkulturelles Lernen
3.4.1. Internationaler Austausch
3.4.2. Interkulturelles Lernen und interkulturelle Kompetenzen
3.5. Politische Bildung

4. Die Schüler-Gruppeninterviews
4.1. Das Setting
4.2. Die Auswertung
4.2.1. Bedeutsamkeit der Europaschule für die Schüler
4.2.2. Interkulturelles Lernen, interkulturelle Kompetenzen
4.2.3. Europäisches politisches Bewusstsein
4.2.4. Schulkultur
4.2.5. Schülerpartizipation an der Europaschule

5. Folgerungen

VII. Schlussfolgerungen

VIII. Beitrag der Studie zum wissenschaftlichen Forschungsstand

IX. Dank

X. Quellen- und Literaturverzeichnis

XI. Anhang
1. Experteninterviews
2. Schüler-Gruppeninterviews
3. Online-Fragebogen für Europaschüler 2010

Zu den Autoren

Siegfried Seyler war Leiter einer der ersten Europaschulen in Hessen bis 2008 und Mitbegründer und Vorsitzender der Gesellschaft für europäische Bildungsprojekte e.V. von 1997-2006. Arbeitsschwerpunkte: Schulentwicklung, Politische Bildung.

Stimmen zum Buch

„Eine umfassende theoretisch fundierte und praxisorientierte Darstellung des Schulentwicklungsprogramms der Hessischen Europaschulen, die den Erkenntnisstand über ihre pädagogischen Ergebnisse erweitert“

OstD. Dr. Ulrich von Nathusius, Leiter der König-Heinrich-Schule – Europaschule in Fritzlar


"Beim Studium der Details der Ergebnisse enthält die Studie viele Anregungen zur aktuellen Diskussion von Steuerungsmodellen zur Schulentwicklung und Leitung einer Schule. Für alle, die sich in den Hochschulen, der Schulverwaltung und den Schulen für eine eigenverantwortliche Weiterentwicklung der 'europäischen Dimension' und des intekulturellen Lernens im Schulunterricht engagieren, enthält diese Veröffentlichung wesentliche Erkenntnisse."

Werner Röhrig, HLZ


"Siegfried Seylers Arbeit zur Entwicklung der hessischen Europaschulen ist verdienstvoll. Es ist zu hoffen, dass sie im Netzwerk unter den Beteiligten neue Debatten über die Zukunft der Europaschule auslösen hilft"

Wolfgang Geisler

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