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Fremdheitserfahrungen

Poltische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft

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Fremdheitserfahrungen

Über das Buch

Trotz aller Diskussionen um „interkulturelles Lernen“, „Migrationspädagogik“ oder „anti-rassistisches Lernen“, die in der deutschen Pädagogik nun schon seit Jahrzehnten geführt werden, dürften die Folgen der Einwanderung für Selbstverständnis und Aufgaben des Bildungssystems noch keinesfalls als konzeptionell geklärt gelten. Dies gilt erst recht für die praktische Bewältigung der mit diesem Thema verbundenen Probleme im pädagogischen Alltag. Dies betrifft nicht nur, aber auch die politische Bildung. Die Diskussion darüber, wie sich die politische Bildung angemessen mit jenen Differenzen auseinander setzen kann, die durch Migration im Alltag moderner Gesellschaften entstehen, gehört gewiss zu den drängenden Themen des Faches. Dabei muss sich die Aufmerksamkeit in besonderem Maße auf die Frage richten, wie politische Bildung mit ihren Angeboten in Schule und außerschulischer Bildung die Einwanderer selbst und deren Kinder besser erreichen kann. Mit Blick auf jene Migrantenkulturen, die Einstellungen und Verhaltensweisen pflegen, die mit dem Selbstverständnis einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft nicht vereinbar sind, ist dies eine besonders heikle Frage.
Albert Scherr und Tarek Badawia befassen sich mit theoretischen Perspektiven zum Thema Fremdheit und Fremdheitskonstruktion, Dirk Lange und Sabine Mannitz stellen kritische Befunde zur Darstellung des Problemfeldes Migration und Fremdheit in Schulbüchern zur Diskussion. Ein konkretes Beispiel dafür, mit welchen Konzepten Schulen in England versuchen, mit der Tatsache der Einwanderung produktiv umzugehen, stellt Susanne Frank vor. Verschiedene Aspekte des praktischen Umgangs mit diesem Problem in der deutschen politischen Bildung werden in den Beiträgen von Alp Otmann und Reiner Hertel sowie in mehreren Berichten in der Rubrik „best practice“ in den Services thematisiert.
Im Forum begründet Thomas Ziehe die These, dass die Enttraditionalisierung, die für das Selbstverständnis der einflussreichsten Generation heutiger Pädagoginnen und Pädagogen einen hohen Stellenwert hat, für heutige Jugendliche kein bedeutsames Leitmotiv mehr ist, sondern dass eher Bedürfnisse nach Orientierung und Aufgehobenheit an Gewicht gewinnen. Birte Egloff, Jochen Kade und Wolfgang Seitter berichten über Ergebnisse eines Forschungsprojekts, mit dem der Umgang mit Wissen in den gegensätzlichen sozialen Welten von Führungskräften und Obdachlosen untersucht wurde.
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Inhaltsübersicht

Editorial
Szene

Schwerpunkt: Fremdheitserfahrungen
Politische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft

Albert Scherr: Fremdheitskonstruktionen und politische Bildung in Einwanderungsgesellschaften
Tarek Badawia: Fremd, fremder ... für immer fremd?
Das Stigma der Fremdheit als Ressource
Dirk Lange: „Migration“ im Politikbuch – Acht Thesen zur Kritik und Innovation
Susanne Frank: Inclusion – ein englisches Konzept zum Umgang mit
kultureller und sprachlicher Vielfalt in der Schule
Sabine Mannitz: Differenzdarstellungen im Schulbuch
Alp Otman: Integration von Zugewanderten und demokratische Mitgestaltung
Reiner Hartel: Strangers in the Night – Der Umgang mit dem Fremden
in der politischen Jugendbildung
Forum Thomas Ziehe: „Post-Enttraditionalisierung“
Birte Egloff, Jochen Kade, Wolfgang Seitter: Die Pädagogik der Wissensgesellschaft

Services Best practice
Stefan Zech. „Interessante Erwachsene“
Nadya Homsi, Gerhart Schöll. Fremdheit und Fremdheitserfahrungen
Heinz Wilhelm Schnieders. Fremdheitserfahrungen in Aurich
Fachliteratur
... und außerdem