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Generationen lernen (gemeinsam) Politik

Was macht eine Generation aus?Lebensalter im LernprozessDemographische HerausforderungenJugendprotest weltweit

Bestellnummer: jpb2_12
Erscheinungsjahr: 2012
Auflage: 1
Seitenzahl: 104
ISBN: jpb2_12
Reihe: Journal für politische Bildung
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

5,00 €
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Generationen lernen (gemeinsam) Politik

Über das Buch

2012 ist das Europäische Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen. Es soll, so die Zielsetzung der EU, Gelegenheiten
schaffen, darüber nachzudenken, „dass die Europäer länger leben und länger gesund bleiben als je zuvor – und uns der Chancen bewusst zu werden,
die darin stecken.“ Dass der Hinweis auf die Chancen notwendig ist, machte in Deutschland Anfang 2012 eine parlamentarische Initiative deutlich. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ging mit der Idee an die Öffentlichkeit, das Grundgesetz zu ändern, um Benachteiligungen aufgrund des Alters zu verhindern. Vorgeschlagen wurde eine Überarbeitung des Artikels 3 GG, der es verbietet, dass Menschen wegen ihres Geschlechts, ihrer Herkunft oder ihrer Religion benachteiligt werden. An dieser Stelle sollte, so die Initiative, nun auch das Alter aufgezählt werden. Dies wirft ein Schlaglicht darauf, dass Solidarität keine Selbstverständlichkeit ist. Im Gegenteil, das Verhältnis der Generationen ist vielfach belastet. Das beginnt mit den harten Fakten des Wirtschaftslebens, wo das Reservoir junger, „unverbrauchter“ Arbeitskräfte immer noch als Maßstab der Leistungs- und Konkurrenzgesell schaft gilt. Das setzt sich fort in der sozialpolitischen Lastenverteilung – genannt sei hier der berühmte Generationenvertrag –, wo Abängigkeitsverhältnisse zwischen Jung und Alt geschaffen und damit allerlei Gerechtigkeitsfragen aufgeworfen werden. Das endet nicht zuletzt bei gesellschaftlichen Leitbildern, die Jugendlichkeit idealisieren oder das Alter ausblenden, so dass, wie die kulturkritische Klage lautet, der Respekt vor den Alten schwindet. Dabei ist allerdings anzumerken, dass die beklagte Respektlosigkeit zum Erbe der abendländischen Tradition gehört und schon vor 2500 Jahren das attische Theaterpublikum erbaute …
Über diese Verhältnisse nachdenken will, wie die EU empfi ehlt, die vorliegende Ausgabe des Journals.

Zu den Autoren

Michael Götz, M.A., ist Projektreferent in der Akademie für politische und soziale Bildung der Diözese Mainz „Haus am Maiberg“ in Heppenheim.

Prof. Dr. Hafeneger lehrt Erziehungswissenschaft an der Philipps-Universität Marburg und ist Mitglied der Journal-Redaktion.

Manfred Henle ist Sozialwissenschaftler. Er ist seit über 20 Jahren in der interkulturellen Jugendarbeit und politischen Bildung tätig und arbeitet als Autor.

Ute Karl ist Erziehungswissenschaftlerin und Professorin für Soziale Arbeit an der Universität Luxemburg. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist Alter(n) und Soziale Arbeit.

Sandra Kleideiter, Dipl.-Päd., arbeitet im Referat Politische Bildung bei der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz und ist Bundestutorin für das Programm „Politische Bildung“ des Kinder- und Jugendplans des Bundes.

Titus Möllenbeck, Dipl.-Päd. und Dipl.-Theol., ist Referent für Erwachsenenbildung und stellvertretender Direktor im „Haus am Maiberg“.

Johannes Schillo ist freier Journalist und Redakteur des Journals für politische Bildung.

Tobias Thiel, Politikwissenschaftler, ist Studienleiter für gesellschaftspolitische Jugendbildung an der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. in der Lutherstadt Wittenberg Seine Schwerpunkte sind politische Bildung mit Kindern und Medienpädagogik.

Peter Wetzel ist Jugendbildungsreferent bei Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt und Vorsitzender der Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis e.V.