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Im Blickwinkel: Politische Erwachsenenbildung in Österreich

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Im Blickwinkel: Politische Erwachsenenbildung in Österreich

Über das Buch

Wenn der Ruf nach verstärkter politischer Bildung laut wird, ist damit meist politische Bildung in der Schule gemeint. Die Fachliteratur zum Thema weist zudem eine starke Akzentuierung auf Debatten, Theorieansätzen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland auf. Die Autor_innen dieses Bandes betrachten Fragen der politischen Bildung hingegen aus der eher seltenen und daher inspirierenden Perspektive der Erwachsenenbildung. Dabei wird das aktuelle Verständnis des Feldes abgesteckt: Welche Themenschwerpunkte, Arbeitsansätze und didaktische Methoden bestimmen derzeit die außerschulische politische Bildung? Machen sich zukunftsträchtige Trends bemerkbar und gibt es aktuelle Fachdebatten, die hierfür wegweisend sein könnten? Außerdem werden spezifi sche Fragen bezüglich des Standortes Österreich beantwortet: Welche besonderen Themen, die sich aus historischen wie konjunkturellen Zusammenhängen ergeben, sind für die politische Bildung in Österreich relevant? Welchen Beitrag können österreichische Erfahrungen zur politischen Erwachsenenbildung im Allgemeinen leisten?

Die Herausgeberin und der Herausgeber des Bandes, beide in der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) tätig, präsentieren den aktuellen Stand von Fachdebatten, Ansätzen und Spezifika der politischen Erwachsenenbildung in Österreich anhand der Texte ausgewiesener Expert_innen einer breiten (auch nicht-österreichischen) Öffentlichkeit – ohne sich dabei den Blick vom nationalen Tellerrand einschränken zu lassen.

Inhaltsübersicht

Gerald Leitner
Vorwort

Hakan Gürses/Rahel Baumgartner
Einleitung

1  Ansätze – Dynamiken

Hakan Gürses
Demokratie, Politik und das Politische in der politischen Bildung

Birgit Sauer
Feministisches Wissen und Politik.
Dimensionen und Paradoxien am Beispiel der österreichischen Anti-Gewalt-Bewegung

Helmuth Hartmeyer
Globales Lernen – eine politische Bildung im Weltzusammenhang

Sabine Aydt/Maria Steindl
Interkulturalität als Zugang zu politischer Bildung

Hans Christian Voigt
Social Media und Soziale Bewegungen und...

Sushila Mesquita
Schwule und Lesben: the next top model minority?
Minderheitenpolitik und queere Kritik

Klaus-Peter Hufer
Kompetenz oder Bildung? Die Konjunktur der Kompetenz in der politischen Bildung

2 Themenfelder am Standort

Christian Kloyber
„Bitte partizipieren!“ Community Education/Gemeinwesenarbeit in der Erwachsenenbildung: ein kritischer Blick

Gerald Faschingeder
Paulo Freire in Österreich.
Was dialogische Bildung mit politischer Erwachsenenbildung zu tun hat

Marion Wisinger
Nichts ist, wie es war.
Erwachsene, politische Bildung und Zeitgeschichte in Österreich

Margit Appel
Wirtschaftskompetenz stärken – Herausforderung für (feministische) politische Erwachsenenbildung

Robert Foltin
Zur Demokratie sozialer Bewegungen aus einer autonomen/anarchistischen Perspektive

Cornelia Kogoj
Minderheiten und politische Bildung

3 Standort Österreich

Rahel Baumgartner
Eine Spritztour durch die Geschichte der politischen Erwachsenenbildung in Österreich

Gerhard Baumgartner
Wagnis Demokratie.
Zur Geschichte der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung

Barbara Schöllenberger
Breit gefächert und innovativ.
Themen und ausgewählte Projektideen im Rahmen der Projektförderung der ÖGPB

Ariane Sadjed
Migrant_innen als Fachkräfte in der (politischen) Erwachsenenbildung

Reinhart Patak
AkteurInnen und Einrichtungen politischer Erwachsenenbildung in Österreich

Patrick Danter
Außerschulische politische Bildung für Jugendliche

Autoren und Autorinnen

Zu den Autoren

Margit Appel
wissenschaftliche Mitarbeiterin der Katholischen Sozialakademie Österreichs in Wien, Politologin und Erwachsenenbildnerin. Konzeption und Begleitung von Lehrgängen politischer Erwachsenenbildung, u. a. „Geld und Leben. Wirtschaftskompetenz entwickeln“, „Soziale Verantwortung. Gestaltungskompetenz für den gesellschaftlichen Wandel“. Leitung der Arbeitsgruppe „Demokratie braucht Bildung“.

Sabine Aydt
Kulturwissenschafterin und Erwachsenenbildnerin, forscht und lehrt zu den Schwerpunkten interkulturelle Bildung, politische Bildung, Migrationsgesellschaft; ist Vortragende am Fachbereich Interkulturelle Studien, Donau-Universität Krems. Dissertation zum Thema: Woran scheitert interkulturelle Bildung? Mitinitiatorin des österreichischen Netzwerks für interkulturelle Bildung und der Fachtagung NIC – Networking Inter Cultures. (www.intercultures.at)

Gerhard Baumgartner
wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Historiker und Journalist; Lehrbeauftragter der FH-Joanneum in Graz, CEU-Central European University in Budapest und Donau-Universität Krems. Projektleiter des Forschungsprojektes „Holocaustopfer unter den österreichischen Roma und Sinti“. Forschungsschwerpunkte: Widerstand und Verfolgung 1938-1945, Verfolgungsgeschichte der Roma und Sinti, Umgang der Republik Österreich mit der NS-Vergangenheit, Geschichte der nationalen Minderheiten des Burgenlands. (www.doew.at)

Rahel Baumgartner
Geschäftsführerin der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung – ÖGPB. Studium der Sozial- und Kulturanthropologie, Frauenforschung und Internationalen Entwicklung. Ausbildung als Sozialpädagogin und zertif. Erwachsenenbildnerin. Konzeption und Durchführung von Bildungsangeboten im Bereich der Politischen Erwachsenbildung, Projektberatung.

Patrick Danter
seit 2009 beim Verein Sapere Aude als politischer Bildner tätig: zuerst als Workshop-Trainer, ab 2010 als Projektkoordinator in verschiedenen non-formalen politischen Jugend- und Erwachsenenbildungsprojekten und seit Oktober 2014 auch als Vereinsobmann. 2011 hat er das Studium der Politikwissenschaft an der Universität Wien abgeschlossen und ist seit März 2012 an der Universität Linz (Masterlehrgang Politische Bildung) als Lektor tätig. (www.sapereaude.at)

Gerald Faschingeder
studierte Wirtschafts- und Sozialgeschichte, ist externer Lehrbeauftragter am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien und arbeitet derzeit als Direktor des Paulo Freire Zentrums für transdisziplinäre Entwicklungsforschung und dialogische Bildung in Wien. (www.paulofreirezentrum.at)

Robert Foltin
Studium der Sprachwissenschaft und Philosophie. Selbstbezeichnung: „arbeitsloser Autor, Theoretiker/Philosoph, Politaktivist (zu wenig), queere Aktivist_in (nur ein bisschen), Linguist und Phonologe (leider nicht mehr)“. Zwei Buchveröffentlichungen zu sozialen Bewegungen in Österreich: Und wir bewegen uns doch. Soziale Bewegungen in Österreich (2004) sowie Und wir bewegen uns noch. Zur jüngeren Geschichte sozialer Bewegungen in Österreich (2011). (http://robertfoltin.net)

Hakan Gürses
wissenschaftlicher Leiter der ÖGPB. Studium der Philosophie in Wien. 1997-2011 Lehraufträge und Gastprofessur am Institut für Philosophie sowie am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien und an der Donau-Universität Krems. 1993-2008 Chefredakteur der Zeitschrift Stimme von und für Minderheiten. Zahlreiche Publikationen zur politischen Theorie. (www.hakanguerses.at) Helmuth Hartmeyer leitete bis zu seiner Pensionierung im Mai 2015 die Abteilung Förderungen Zivilgesellschaft in der Austrian Development Agency (ADA). Er unterrichtet Globales Lernen am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien und ist Vorsitzender des Global Education Network Europe (GENE).

Klaus-Peter Hufer
ist außerplanmäßiger Professor an der Fakultät Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen und Lehrbeauftragter an weiteren Universitäten und Hochschulen. Er war mehrere Jahrzehnte hauptberuflich in der Praxis der Erwachsenenbildung mit dem Schwerpunkt politische Bildung tätig. Diesem Feld gilt sein Forschungsinteresse, entstanden ist eine Vielzahl von Publikationen: Monographien, Herausgaben, auch von Handbüchern und Lexika, sowie Fachaufsätze.

Christian Kloyber
leitet seit 2014 das Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (www.bifeb.at). Er beschäftigt sich mit kritischer Erwachsenenbildung in Österreich und im internationalen Kontext. Mitherausgeber des Fachmagazins für Erwachsenenbildung in Österreich (www.erwachsenenbildung.at/magazin).

Cornelia Kogoj
Studium der Publizistik und Germanistik. Seit 1998 Generalsekretärin der Initiative Minderheiten. Kuratorin (mit Martina Böse und Sylvia Mattl) der Ausstellung „Gastarbajteri. 40 Jahre Arbeitsmigration“ (2004). Projektleitung (mit Boban Stojkov und Ljubomir Bratić) des Roma Theaterstücks „Liebesforschung“ (2006). Derzeit Teil des KuratorInnen-Teams der Ausstellung „Romane Thana – Orte der Roma“ (2015) im Wien Museum und im Burgenländischen Landesmuseum. (www.initiative.minderheiten.at)

Sushila Mesquita
ist Mitglied des Vorstands der Initiative Minderheiten, Mitarbeiterin des Referats Genderforschung der Universität Wien und Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte umfassen Gender-, queere und postkoloniale Theorien. Zudem ist sie verstrickt in verschiedene queer-feministische, anti-rassistische und popkulturelle Projekte und Zusammenhänge.

Reinhart Patak
Studium der Politikwissenschaft. Seit 2008 als Trainer im Bereich der politischen Bildung zuerst für die Arbeiterkammer Wien, später auch für den Verein Sapere Aude tätig. Diplomarbeit zum Thema Kompetenzorientierung in der politischen Bildung. Seit 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter der ÖGPB sowie Unterrichtender im Rahmen des erwachsenengerechten Pflichtschulabschlusses an den Wiener Volkshochschulen. (www.politischebildung.at) Ariane Sadjed, Psychologin und Kulturwissenschafterin. Von 2012 bis 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin der ÖGPB. Forschungsschwerpunkte: Naher und Mittlerer Osten, v. a. Iran; Religion und Moderne; Migration und Diaspora. Seit Juli 2014 Postdoc Fellow am Käte Hamburger Kolleg für Global Cooperation Research in Duisburg.

Birgit Sauer
ist Professorin am Institut für Politikwissenschaft und Leiterin des Doktoratsstudienprogramms an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien. Studium der Fächer Politikwissenschaft und Germanistik in Tübingen und der FU Berlin. Promotion 1993 an der FU Berlin, Habilitation 2000 an der Universität Wien. Gastprofessorin an der Kon-Kuk-Universität in Seoul/Korea, an den Universitäten Klagenfurt/Österreich, Mainz/Deutschland und an der Florida Atlantic University/USA. Forschungsschwerpunkte: Governance und Geschlecht, Politik und Kultur, Politik der Geschlechterverhältnisse, Staats- und Institutionentheorien. (http://homepage.univie.ac.at/birgit.sauer/joomla)

Barbara Schöllenberger
selbstständige Bildungsmanagerin, Erwachsenenbildnerin und Netzwerkerin. Langjährige Projekt-Koordinatorin und Geschäftsführerin der ÖGPB. Mitarbeit bei WIDE (Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven) und Verein JOAN ROBINSON (Förderung frauengerechter Verteilung ökonomischen Wissens). Aktuelle Arbeitsschwerpunkte: Ökonomische und politische Gleichstellung von Frauen und Männern; Vernetzung von Bildungsarbeiter_innen und Bildungsinstitutionen. (http://netzwerkerin.at)

Maria Steindl
Studium: Sozial – und Kulturanthropologie, Angewandtes Wissensmanagement. War bis Ende 2014 Geschäftsführerin des Interkulturellen Zentrums und Trainerin für Interkulturelle Bildung; derzeit in Bildungskarenz. Leitung des Lehrgangs Interkulturelle Kompetenzen. Curriculumsentwicklung: Lehrgänge Interkulturelle Elternbegleitung (Stadt Wien), Kooperation UNI for Life Graz, Lehrgang Sprache und Kultur in Kooperation mit der Universität Wien. Mitinitiatorin des österreichischen Netzwerks für Interkulturelle Bildung. (www.iz.or.at)

Hans Christian Voigt
ist Soziologe aus Wien mit besonderem Interesse für Bedingungen der Dissidenz in sozialen Systemen. 2006 setzt er sein erstes Wiki und später Blog (http://www.kellerabteil.org/) auf und beginnt sich praktisch mit Möglichkeiten von Gegenöffentlichkeit, Wissensmanagement in Netzwerken und Organisationsentwicklung politischer Initiativen zu beschäftigen. (www.sozialebewegungen.org)

Marion Wisinger,
Historikerin, Politologin, nach langjähriger Tätigkeit als wissenschaftliche Leiterin der ÖGPB und als Generalsekretärin der Österreichischen Liga für Menschenrechte arbeitet sie an Bildungsprogrammen für Erwachsene und Jugendliche zu den Themen Interkulturelle Kompetenz, Menschenrechte, Biografiearbeit und Zeitgeschichte. Zuletzt wissenschaftliche Koordinatorin der Kommission Wilhelminenberg, die 2011 zur Aufarbeitung der Geschehnisse in einem ehemaligen Kinderheim der Stadt Wien eingesetzt wurde. Aktuell Fortsetzung der Forschungsarbeiten über Wiener Kinderheime.

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