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Jenseits des Hängemattenlandes

Arbeit und Arbeitslosigkeit aus der Sicht von Jugendlichen – eine Rekonstruktion ihrer Orientierungen und ihre Bedeutung für die Politische Bildung

Bestellnummer: 40560 (Print) / 40561 (PDF)
Autoren/Hrsg.: Sophie Schmitt
Erscheinungsjahr: 2017
Auflage: 1.
Seitenzahl: 472
ISBN: 978-3-7344-0560-0
Reihe: Wochenschau Academy
Neuheiten: Neuerscheinung

Verfügbarkeit: lieferbar

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Jenseits des Hängemattenlandes

Über das Buch

Wie orientieren sich Jugendliche angesichts des Wandels von Arbeit und welche Bedeutung hat dies für politische Lern- und Bildungsprozesse?
Die vorliegende qualitativ-rekonstruktive Studie bietet einen Einblick in das Verhältnis von Jugend, Arbeit und Identität zu Beginn des 21. Jahrhunderts und zeigt auf, wie arbeitsmarktbezogene Anforderungen in die Jugendphase diffundieren. Das „Hängemattenland“ ist für die Jugendlichen der Typen ZWANG, STATUS, PRAGMATISMUS und SINNSTIFTUNG mehrheitlich keine anzustrebende Option und die Figur des Langzeitarbeitslosen symbolisiert für sie das Scheitern. Die Autorin plädiert für eine gesellschaftswissenschaftlich orientierte politische Bildung, welche den Orientierungsbedarf Jugendlicher hinsichtlich Arbeit berücksichtigt.

Inhaltsübersicht

Einleitung

Teil I: Arbeit, Jugend und politische Bildung
1 Arbeit im Wandel
1.1 Arbeit zwischen pònos und érgon
1.2 Arbeit als allgemeine Kategorie
1.3 Arbeit als gesellschaftliche Formation
1.4 Zusammenfassung

2 Soziologische Gegenwartsdiagnosen
2.1 Der Arbeitskraftunternehmer
2.2 Der flexible Mensch
2.3 Beschleunigung und situative Identitäten
2.4 Aktivität in der projektbasierten Polis
2.5 Das unternehmerische Selbst
2.6 Neosoziale Aktivierung im Dienste des Sozialen
2.7 Die Erfolgskultur der Marktgesellschaft
2.8 Desintegration und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
2.9 Zusammenfassung

3 Jugend, Arbeit, Identität im Wandel
3.1 Konzepte von Jugend, Arbeit und Identität
3.2 Jugendliche im Wandel der Arbeitswelt
3.3 Zusammenfassung

4 Didaktische Perspektiven auf Arbeit
4.1 Arbeit als epochaltypisches Schlüsselproblem
4.2 Die fundamentale und existentielle Bedeutung der Arbeit
4.3 Arbeit als historisch-fundamentale Kategorie und gesellschaftlicher Krisenherd
4.4 Arbeit als individuelles Entscheidungsfeld und gesellschaftliche Herausforderung
4.5 Zusammenfassung

5 Zusammenfassung
 
 
Teil II: Jugendliche Orientierungen zu Arbeit und Arbeitslosigkeit
6 Methodologische Grundlagen und methodisches Vorgehen
6.1 Grundprinzipien: Kommunikation und Offenheit
6.2 Erhebungsmethode: Gruppendiskussionen
6.3 Auswertungsmethode: Dokumentarische Methode

7 Typologie der Orientierungsschemata
7.1 Priorität auf Erwerbsarbeit
7.2. Schuld und Schicksal und Primat eigener Verantwortung
7.3 Zusammenfassung

8 Typologie der Orientierungsrahmen
8.1 ZWANG - Arbeit als existentieller Zwang
8.2 STATUS – Arbeit als Mittel der sozialen Positionierung
8.3 Zwischen PRAGMATISMUS und SINNSTIFTUNG – Arbeit als Nutzen von Chancen vs. Zweifel und Verunsicherung
8.4 SINNSTIFTUNG – Arbeit als Quelle von Sinnstiftung und Selbstverwirklichung

9 Zusammenfassung
 
Teil III: Implikationen und Konsequenzen für die politische Bildung
10 Orientierungen als Ausgangspunkte für die politische Bildung
10.1 Freiheitsgewinne und Entwicklungsversprechen
10.2 Qualifikations- und Leistungsdruck
10.3 Anerkennungsdefizite
10.4 Prekarisierungsrisiken
10.5 Verunsicherungen und Ängste
10.6 Privatisierung und Entpolitisierung gesellschaftlicher Problemlagen
10.7 Individualisierung der Arbeitslosigkeit und Abwertung von Langzeitarbeitslosen
10.8 Zusammenfassung

11 Konsequenzen für die politische Bildung
11.1 Politisches Lernen, politische Bildung und politische Mündigkeit
11.2 Subjektbildung, Orientierung und politische Handlungsfähigkeit
11.3 Arbeit als Schlüsselproblem und Türöffner
11.4 Umgang mit ‚Fehlkonzepten’
11.5 Soziologische Perspektive als Fremdheitszumutung
11.6 Zusammenfassung

Fazit
Literaturverzeichnis
Anhang

Zu den Autoren

Dr. rer. pol. Sophie Schmitt, Diplom Pädagogin und Politikwissenschaftlerin (M.A.), wissenschaftliche Mitarbeiterin des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Politische Bildung, qualitativ-rekonstruktive Schüler_innen- und Jugendforschung, Wandel von Arbeit und von Subjektivität, Rechtsextremismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

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