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Der binäre Code

Leitfaden zur Analyse herabsetzender Texte und Aussagen

Bestellnummer: 40753 (Print) / 40754 (PDF)
Autoren/Hrsg.: Jobst Paul
Erscheinungsjahr: 2018
Auflage: 1
Seitenzahl: 160
ISBN: 978-3-7344-0753-6 (Print) / 978-3-7344-0754-3 (PDF)
Reihe: Politisches Fachbuch
Neuheiten: Neuerscheinung

Verfügbarkeit: lieferbar

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Der binäre Code

Über das Buch

Der Leitfaden bietet in zehn Kapiteln erstmals in dieser elementaren Form sprachliches, psychologisches und kulturelles Basiswissen zur Rhetorik der Herabsetzung. Welche Tabus, welche kognitiven Barrieren müssen wir überwinden, um die Macht verbaler, aber auch visueller Herabsetzung zu durchbrechen? Wie sich zeigt, kann die konkrete Analyse herabsetzender Aussagen und Texte neue emanzipative Kompetenzen und Energien für die kulturelle und politische Handlungsfähigkeit vermitteln. Allen, die pädagogisch, journalistisch und politisch tätig sind, bietet der Leitfaden Anstöße zur nachhaltigen Reflexion und Kommunikation. Für Studium, Workshops und die Weiterbildung wird weiterführende Literatur angegeben.

Inhaltsübersicht

Vorwort  

Editorische Notiz  

1. Einführung  

2. Worüber reden wir eigentlich? Zur Begrifflichkeit  

3. Die drei Ebenen  

4. Binarität/Binarismus  

4.1 Wie funktionieren binäre Urteile? 

4.2 Binarismus als westlich-kultureller Code  

4.3 Die Erzählung von Mensch und Tier  

5. Macht und Gehorsam  

5.1 Exkurs: Der autoritäre Charakter 

6. Die zwei Charaktere 

6.1 Der Feind (= die Sie-Minderheit)  

6.1.1 Motiv Dummheit/Unbelehrbarkeit  

6.1.2 Fress-Motiv  

6.1.3 Sex-Motiv  

6.1.4 Bemerkung: Sex-Motiv und Sexismus 

6.1.5 Fäkal-Motiv

6.2 Exkurs: Container

6.3 Die Wir-Gruppe

6.4 Exkurs: Realität und Irrealität – der Fall Donald Trump

6.5 Das autoritaristische Paradox 

7. Textbeispiele

7.1 Das Thema Migration in lokalen und regionalen Medien (2014 und 2015)

7.1.1 Die zwei Charaktere

7.1.2 Hate Speech 

7.1.3 Blut-Legenden

7.2 Jonathan Swifts Yahoos (1726): Domestizierte Wilde

7.3 Wer ist ein Barbar? Aristoteles und der Völkermord an den Indianern (1555) 

8. Weiterungen  

8.1 Aristoteles und das Kleinhirn  

8.2 Die Mastermind-Variante

8.3 ‘Jewish Masterminds’? Oder: Gibt es spezifisch ­antisemitische Motive der Herabsetzung?

9. Gewaltästhetik – zur Analyse visueller Formen von Herabsetzung  

10. Zusammenfassung: Leitfragen zur Analyse herabsetzender Texte und Aussagen

10.1 Wie sieht der analytische Handwerkskasten aus, der bereit stehen sollte?

10.2 Sind die vorliegenden Texte/Aussagen wirklich binär strukturiert? 

10.3 Was ist der Vorwand, der Aufhänger der Herabsetzung?  

10.4 Welches Selbstportrait der SprecherInnen lässt sich aus dem Text erschließen?

10.5 Welche Minderheit (Sie-Gruppe) bestimmen SprecherInnen als Ziel der Herabsetzung? Wie wird sie charakterisiert? 

10.6 Wie wird die Wir-Gruppe charakterisiert?

10.7 Wie soll die Wir-Gruppe mit der Sie-Gruppe umgehen?

10.8 Synopse 

11. Resümee: Was die Binarismusanalyse leisten kann – und was nicht 

Anhang: Formen der Herabsetzung (Auswahl)

Anmerkungen 

Literatur 

Zu den Autoren

Dr. Jobst Paul ist Sprach- und Literatur­wissenschaftler, Pädagoge und langjähriger Mitarbeiter am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung. Einen Schwer­punkt seiner Arbeit bilden sprachwissenschaftliche Studien und Analysen im Bereich Dehumanisierung und Ausgrenzung. In einem weiteren Schwerpunkt forscht er zur Sozial­ethik des Judentums.

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