Katalogservice

Telefonische Beratung & Bestellung:  069-788077222

Konkrete Menschenwürde

Über Idee, Schutz und Bildung menschlicher Würde

Bestellnummer: 4816
Autoren/Hrsg.: Michael Spieker
Erscheinungsjahr: 2012
Auflage: 1
Seitenzahl: 192
ISBN: 978-3-89974816-1
Reihe: Tutzinger Schriften zur politischen Bildung
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

14,80 €
*

Konkrete Menschenwürde - Über Idee, Schutz und Bildung menschlicher Würde

Über das Buch

Was ist der Inhalt der Menschenwürde und wer ist ihr Träger? Der Streit darum entzündet sich immer wieder neu, ob es um bioethische Fragen oder um die Ordnung der Gesellschaft geht. Nicht selten wird aus der Umstrittenheit geschlossen, die Menschenwürde wäre ein leerer Begriff. Dann freilich könnte man sich ruhig von ihr verabschieden.
Demgegenüber zeigt diese Arbeit die absolute Geltung von Menschenwürde auf. Selbst da, wo sie verletzt wird, wird sie noch als Voraussetzung in Anspruch genommen.
Damit Menschenwürde sinnvoll gedacht werden kann, muss sie als Sache einer Handlung statt als Eigenschaft erkannt werden. Nach einem Gang durch die Entwicklung des Begriffs der Würde von Platon bis Hegel, zeigt sich hier die Widersprüchlichkeit der Menschenwürde. Sie besteht in einer freien Gabe und hat doch verpflichtenden Charakter, sie ist strikt individuell und dennoch sozial zu vermitteln. Im Blick auf Bioethik, Sozialstaatlichkeit und Bildung zeigen sich die Konsequenzen des konkreten Begriffs der Menschenwürde.

Inhaltsübersicht

Vorwort
Einleitung
I. Aporie der Diskussion um die Menschenwürde
1. Die Folgen der Positivierung
2. Das Problem der Evidenz
II. Quellen des Würdebegriffs
1. Antike
a) Platon
Der Ernsthafte und das des Ernstes Würdige
Gerechte Politik – Der Einzelne vor der Gemeinschaft
Höhlenwissenschaft und Umwendung des Blicks
b) Die Stoa und Cicero
Der Unterschied von Ich und Welt
Universalismus ohne Universalien
Dignitas bei Cicero
2. Mittelalter
a) Würde und Ebenbildlichkeit
b) Verallgemeinerung der Menschenwürde bei Thomas von Aquin
3. Neuzeit
a) Giovanni Pico della Mirandola
Das Unglück unserer Zeit
Bildung und Würde
b) Kant
Die Bestimmung des Subjekts
Die Idee der Würde
Das Recht der würdigen Person
Menschwerdung durch Erziehung
c) Hegel
Die Würde-Handlung
Das Recht der Anerkennung
III. Konsequenzen des Würdebegriffs
1. Bioethik und Menschenwürde
2. Sozialstaatlichkeit
IV. Menschenwürde und (politische) Bildung
1. Aufgabe und Möglichkeit politischer Bildung
2. Selbstverständigung in Rahmen der Akademiearbeit
Anmerkungen
Literaturverzeichnis

Zu den Autoren

Michael Spieker ist Referent für Ethik und Theorie der Politik an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Zuvor war er Abgeordnetenmitarbeiter am Deutschen Bundestag. Herr Spieker studierte Politikwissenschaft, Philosophie und katholische Theologie in Freiburg i. Br., Basel, Wien, Berlin und Peterborough (Kanada) und ist Projektmanager (IHK). Er wurde mit einer Arbeit über Hegels Logik promoviert und lehrt an der Universität Freiburg i. Br.

Arbeitsschwerpunkte: Philosophie der Antike und des Deutschen Idealismus, Religion und Politik, Sozialstaatlichkeit, Inklusion