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Leitbild Demokratieerziehung

Vorläufer, Begleitstudien und internationale Ansätze zum Demokratie-Lernen Mit einer Einleitung von Dirk Lange und Detlef Eichner

Bestellnummer: 4286
Autoren/Hrsg.: Gerhard Himmelmann
Erscheinungsjahr: 2006
Auflage: 1
Seitenzahl: 232
ISBN: 978-3-89974286-2
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

24,80 €
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Leitbild Demokratieerziehung - Vorläufer, Begleitstudien und internationale Ansätze zum Demokratie-Lernen
Mit einer Einleitung von Dirk Lange und Detlef Eichner

Über das Buch

Mit seinem Werk „Demokratie-Lernen als Lebens-, Gesellschafts- und Herrschaftsform“ hat Gerhard Himmelmann eine intensive fachliche Diskussion in der deutschen Politikdidaktik ausgelöst. Angesichts paralleler Ansätze in der Pädagogik und sehr ähnlicher Initiativen im internationalen Kontext zum Thema „Education for Democratic Citizenship“ (EDC) zeigt sich, dass offenbar ein nachhaltiger Bedarf besteht, sich mit dem Thema Demokratieerziehung neu auseinander zu setzen. Diese Debatten und Denkanstöße sowie das Ausscheiden von Gerhard Himmelmann aus dem aktiven Dienst als Hochschullehrer an der Technischen Universität Braunschweig sind für die Herausgeber Gründe genug, einige konzeptionelle Vorläufer- und Begleitstudien von Himmelmann zu seinem Konzept des Demokratie-Lernens in überarbeiteter Form neu vorzulegen. Sie sollen zum besseren Verständnis seines Ansatzes beitragen. Im Zentrum dieses Buches steht jedoch eine ausführliche Expertise zur Frage „Was ist Demokratiekompetenz?“, die das Thema der Demokratieerziehung im internationalen Zusammenhang erschließt und damit eine internationale Anschlussfähigkeit der deutschen Debatten ermöglicht.

Inhaltsübersicht

Leitbild der Demokratieerziehung. Zur Einführung (Dirk Lange/Detlef Eichner)

I. Chancen und Grenzen politischer Beteiligung und Handlungsorientierung in der Politischen Bildung
1. Ein neuer „Appell“ zum Ausbau der Politischen Bildung
2. Ringen um „Handlungsorientierung“ in der repräsentativenDemokratie und in der Politischen Bildung
3. „Amtsträger und Institutionen“ als Subjekte des politischen Handelns
4. Bürger als politisch Handelnde
5. Probleme des Bürgerhandelns
5.1 Erste Phase: Moral, Betroffenheit und Engagement
5.2 Zweite Phase: Differenzierung, Professionalisierung und Repräsentation
5.3 Dritte Phase: Politische Schließung, Zentralisierung und Institutionenbildung
6. Schluss

III. Das Bild des Bürgers in der politikwissenschaftlichen Theorie und in der politischen Praxis
1. Wurzeln der Demokratie – Demokratie als unvollendetes Projekt
2. Realistische Demokratietheorie
3. Norm und Realität
4. Appellativ-normative Demokratietheorie
5. Gegentherapien
5.1 Förderung der Bürgertugenden, „Zivilreligion“, „öffentlicher Vernunftdiskurs“
5.2 Ethische Gemeinschaften, Erziehung, Sozialisation, Politische Bildung
5.3 Advokatorische Systemöffnung, Animation zu „mehr Demokratie“
6. Reflexive Demokratie
6.1 Repräsentative Elitendemokratie, schmale Elite und dünner Firnis der politischen Beteiligung
6.2 Wandel, Offenheit, neue Eliten
7. Handlungsorientierung und politisches Lernen

III. Integration durch Wertebildung oder durch Einübung von demokratischen Verhaltensweisen?
1. Das Thema wird neu gestellt
2. Gelingende Identität als Stabilitätsfaktor: Anerkennung des Anderen
3. Sozialisation: Anerkennung von Sinn
4. Historischer Entwicklungsprozess des Prinzips Anerkennung
5. Schlussfolgerungen für die Politische Bildung

IV. Demokratie-Lernen als Lebens-, Gesellschafts- und Herrschaftsform
1. Anschluss an die Geschichte
2. Die didaktische Perspektive und das „magische Viereck“ der Politischen Bildung
3. Demokratie als Lebens-, Gesellschafts- und Herrschaftsform
4. Schulische Relevanz

Direkte Demokratie lernen oder Demokratie direkt lernen?
1. Einleitung
2. Was ist Demokratie?
3. Die Rolle von „Erfahrung“ im Demokratie-Lernen
4. Anstöße aus der neueren Demokratiedebatte
5. Demokratie direkt lernen

VI. Anerkennung und Demokratie-Lernen bei John Dewey
1. Anerkennung und Demokratie
2. Theoretische Verortungen
3. John Dewey – „Self-Realization“
4. Erfahrung als Erziehung
5. Demokratie-Lernen bei John Dewey
6. Demokratie als „soziale Idee“: „Lebensform“, „crative democracy“ und „radical democracy“

VII. Expertise zum Thema: „Was ist Demokratiekompetenz?“ Ein Vergleich von Kompetenzmodellen unter Berücksichtigung internationaler Ansätze
1. Allgemeine Ausgangspunkte in Deutschland
2. Ansätze in der schulischen Politischen Bildung
2.1 Fachwissenschaftliche Grundlagen
2.2 Der Ansatz der Gruppe „Sozialwissenschaften“
2.3 Der Ansatz der GPJE
2.4 Der Ansatz im Konzept des Demokratie-Lernens
3. Fächerübergreifende Ansätze
4. Schulkulturansatz
5. Internationale Ansätze
5.1 „Change of Epoch“
5.2 Key Competencies der OECD – DeSeCo
5.3 Standardentwicklung im Europarat (CDCC)
5.4 Der Ansatz der Europäischen Union (Eurydice)
5.5 Teaching Democracy in Schools – England
5.6 National Standards – CCE/USA
6. Abschlussbemerkung .

Nachweise
Nachwort: Zur Person
Schriftenverzeichnis von Gerhard Himmelmann