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Medien wirken

Digitale Gesellschaft und Medienbildung – Facebook, YouTube, Twitter, Instagram: neue kommunikative Umwelten – Bildung, Partizipation, Engagement im Web 2.0 – Geflüchtete und (politische) Bildungsarbeit

Bestellnummer: jpb1_16 (Print) / 40323 (PDF)
unter Mitarbeit von: Oliver Baumann-Gibbon, Robert Claus, Jonas Gabler, Thomas Krüger, Erik Meyer, Horst Niesyto, Stefan Schönwetter, Maria Schuster, Caja Thimm, Gerhard Vowe
Erscheinungsjahr: 2016
Auflage: 1. Auflage 2016
Seitenzahl: 104
ISBN: jpb1_16 (Print) / 978-3-7344-0323-1 (PDF)
Reihe: Journal für politische Bildung

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Medien wirken

Über das Buch

Was passiert mit Kindern und Jugendlichen, die in diesen Zeiten erwachsen werden? Wenn man kaum mehr weiß, wo man hinschauen soll, weil es überall auf der Welt brennt: Griechenland, Ukraine, der Nahe Osten, globale Flüchtlingsströme, die Anschläge von Paris und überall auf der Welt? Man könnte Pessimist werden oder Weltverneiner, Eskapist, Einzelgänger – oder Schlimmeres. Stattdessen geschieht etwas Verblüffendes: Die 12- bis 25-Jährigen sind optimistischer, idealistischer und sogar politischer als die Generationen davor, zumindest wenn man der aktuellen Shell Jugendstudie Glauben schenkt, die im Oktober 2015 erschienen ist. 62 % der jungen Menschen seien sich sicher, dass sie eine gute Zukunft haben werden, 52 % sind optimistisch im Hinblick auf die Entwicklung unserer Gesellschaft, so die Studie. Zudem haben junge Menschen weniger Sorgen vor Krankheit, schlechter Wirtschaftslage und Arbeitsplatzverlust. Dass sie sich selbst gut entwickeln werden, davon waren auch die Jahrgänge davor überzeugt, dass es dem Land gut gehen wird, ist neu.

Wie konnte es zu diesen Entwicklungen inmitten immerwährender Krisen kommen? Wie soll man da Optimist werden, politisch interessiert sein, gesamtgesellschaftliches Engagement entwickeln? Die anpackende Zuversicht der Jugendlichen, allesamt Digital Natives und gut vernetzt, macht Hoffnung. 46 % der befragten Jugendlichen gaben an, politisch interessiert zu sein. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass gerade junge Menschen ehrenamtlich engagiert sind; 72 % der befragten Jugendlichen sind oft oder gelegentlich für andere aktiv. Hauptinformationsquelle und, so die Shell Studie, „Leitmedium“ der Jugendlichen für politische Themen ist zu allererst das Internet. Dabei ist das Netz einerseits Informationsmedium, aber gleichzeitig auch Ort und Werkzeug des Engagements und bietet damit neue Potentiale für die Teilhabe junger Menschen.

Dieses Heft beschäftigt sich mit der umfassenden Mediatisierung der Gesellschaft, die mit einem durch die Netzkommunikation verursachten kategorialen Wandel von Öffentlichkeit und Privatheit einhergeht. Dabei wandeln sich digitale Diskurse und digitale Öffentlichkeit(en) nachhaltig. Gleichzeitig entsteht durch den andauernden Strukturwandel politischer Kommunikation eine moderne politische Kommunikationselite, die sich spezifische Möglichkeiten von Partizipation und Teilhabe erschließt und Avantgarde einer zukünftigen Beteiligungsdemokratie sein kann, in der kollektive Entscheidungen unter der weitgehenden Teilhabe aller Bürger/-innen diskutiert werden. Auch mit dem Wandel digitaler Medien und deren Rezipienten, den medienpädagogischen Voraussetzungen für einen gefahrlosen und nachhaltigen Umgang mit dem Web 2.0 sowie den Möglichkeiten digitalen Engagements befasst sich dieses Heft intensiv.

Inhaltsübersicht

Editorial

SchwerPunkt: Medien wirken

Caja Thimm
Digitale Gesellschaft: Zum Wandel der (politischen) Öffentlichkeit im Digitalen Zeitalter

Horst Niesyto
Perspektiven der Medienbildung in einer digitalisierten Gesellschaft –
Zur Geschichte und aktuellen Herausforderungen einer politisch-kulturellen Medienbildung

Gerhard Vowe
Wie verändert sich die politische Kommunikation durch das Internet? Ergebnisse einer Langzeit-Panelstudie

Erik Meyer
Partizipation in der digitalen Gesellschaft: Placebo oder Perspektive?

Stefan Schönwetter, Maria Schuster
Jugendliches Engagement im digitalen Raum – Praxiserfahrungen aus dem Programm Think Big

Oliver Baumann-Gibbon
Digitale politische Bildung – Warum das Digitale mehr als Hard- und Software ist

MitDenken

Robert Claus, Jonas Gabler
Kampf auf der Straße und Kampf um die Kurve. Was HoGeSa für die Gesellschaft und die Fußballfankultur bedeutet

ÜberGrenzen
Der Vorstand des Bundesausschuss Politische Bildung (bap)
Asylsuchende und Zugewanderte in eine demokratische Gesellschaft der Vielfalt integrieren

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
Politische Bildung und die Flüchtlingsarbeit

LeseZeichen

Orientierungswissen für politisches Handeln / Jugend als Thema der pädagogischen Dauerkonferenz / Zur didaktischen Aktualität der NS-Geschichte /
Medienkritik seit '68 / Statt Normalisierung von Rassismus

VorGänge

Gründungsversammlung des bap e. V. / Runder Tisch der politischen Bildung/edeos – Digitale Medien in der politischen Bildung /
40 Jahre Beutelsbacher Konsens / Brauchen wir den Beutelsbacher Konsens?

AugenMerk

bpb: Fachtagungen 2016 / Erwachsenenbildung: Neues Online-Bildungsmagazin / attac: Neue Bildungsmaterialien / Niedersachsen: Wiedereröffnung der Landeszentrale / Bayern: Festschrift und Verabschiedung / Reservistenverband: Sicherheitspolitische Bildungsarbeit / Personen & Organisationen / Veranstaltungen

Zu den Autoren

Oliver Baumann-Gibbon ist Gründer und Geschäftsführer der Kooperative Berlin Medienproduktion, wo er für Konzept und Management sowie das Thema „Digitale Bildung & Zeitgeschichte“ zuständig ist. Zudem ist er Projektleiter von Werkstatt.bpb.de.

Robert Claus arbeitet in der „Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit“ (KoFaS) und berät den Verein Borussia Dortmund in seinem Engagement gegen Rechtsextremismus. Er forscht zur extremen Rechten, Geschlechterverhältnissen und Fankulturen.

Jonas Gabler, Dipl.-Politologe, arbeitet in der „Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit“ (KoFaS) und berät Clubs, Verbände und Polizei zum Thema Fandialog und Umgang mit Fangruppen. Er forscht zum Verhältnis zwischen organisierten Fanszenen und ihren Bezugsvereinen.

Thomas Krüger ist seit Juli 2000Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)

Dr. Erik Meyer ist freier Bildner und Mitarbeiter am Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) Nordrhein-Westfalen in Essen.

Prof. Dr. Horst Niesyto ist Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.

Stefan Schönwetter (M.A. Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik) betreut als Programmmitarbeiter in der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) die digitalen Themen im Programm „Think Big“.

Maria Schuster (Dipl.-Sozialwissenschaften, Dipl.-Medienberatung) ist in der DKJS als Programmleitung in „Think Big“ verantwortlich für Upgrade-Projekte und digitale Themen.

Prof. Dr. Caja Thimm ist Universitätsprofessorin für Medienwissenschaft und Intermedialität an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Gastprofessorin an der Université de Bourgogne und leitet aktuell ein DFG-Projekt zum Thema „Deliberation im Netz“.

Prof. Dr. Gerhard Vowe ist Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Sprecher der DFG-Forschergruppe „Politische Kommunikation in der Online-Welt“.

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