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Menschenrechte

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Menschenrechte

Über das Buch

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 1948 markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der Menschenrechtsidee. 30 Artikel definieren bürgerliche, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte und bezeichnen deren Verwirklichung als „gemeinsames Ideal“. Allerdings gibt es keinen Zustand weltweiter Akzeptanz, geschweige denn einen Konsens über Inhalt und Reichweite der Menschenrechte. Nationale und internationale Anstrengungen und Erfolge haben nicht verhindern können, dass wir vom Ideal noch weit entfernt sind. Die Menschenrechte wurden zwar immer wieder feierlich proklamiert und in Verfassungen aufgenommen, sie wurden und werden aber täglich in der Welt gebrochen.
Leserinnen und Leser gewinnen einen fundierten Einblick in die geschichtliche Entwicklung, in die Normen, Institutionen und Instrumente der Menschenrechtspolitik. Das Buch vermittelt solides Grundwissen, gibt aber auch einen Überblick über die aktuellen Diskurse nach dem 11. September 2001, über Probleme des Menschenrechtsschutzes und erörtert das relativ neue Konzept der Menschenrechtsbildung.

Inhaltsübersicht

Siegfried Frech/Michael Haspel: Einleitung – Menschenrechte

Michael Haspel: Menschenrechte in Geschichte und Gegenwart

Michael Edinger: Institutionen und Verfahren des Menschenrechtsschutzes

Barbara Lochbihler: Die Menschenrechtspolitik der Europäischen Union

Matthias Koenig: Universalismus und Relativismus – Zur Begründbarkeit der Menschenrechte

Florian C. Knab: Menschenrechte allein reichen nicht aus

Anna Würth, unter Mitarbeit von Sonja Tillmann: Menschenrechte, Dialog und Islam: Überlegungen zu Strategien des Menschenrechtsschutzes

Wolfgang S. Heinz Internationale Terrorismusbekämpfung und Menschenrechtsschutz

Anja Mihr: Die UN-Dekade für Menschenrechtsbildung – Eine Bilanz

Gert Sommer/Jost Stellmacher/Elmar Brähler: Menschenrechte in Deutschland: Wissen, Einstellungen und Handlungsbereitschaft

K. Peter Fritzsche: Die Macht der Menschenrechte und die Schlüsselrolle der Menschenrechtsbildung

Frauke Weber: Ein Nationaler Aktionsplan für Menschenrechte in Deutschland

Anhang: Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (10. Dezember 1948)
Abstracts
Autorinnen und Autoren

Zu den Autoren

Elmar Brähler, Prof. Dr., ist Medizinpsychologe und Leiter der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig. Tätigkeitsschwerpunkte sind Psychodiagnostik, Migrantenforschung, ethische Fragen der Reproduktionsmedizin und Untersuchungen zu politischen Einstellungen. Seit Oktober 2002 ist er Prodekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und seit 2004 Kollegiat der DFG.

Michael Edinger, Dr., hat nach dem Magister- und Lehramtsstudium in Köln als Politikwissenschaftler an der Friedrich-Schiller-Universität Jena promoviert. In den vergangenen Jahren hat er mehrere Beiträge zu Fragen der Menschenrechte, vor allem zur Menschenrechtspolitik veröffentlicht. Zur Zeit arbeitet er als Projektkoordinator am Sonderforschungsbereich 580 zu gesellschaftlichen Entwicklungen nach dem Systemumbruch. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören neben Fragen der Menschenrechtspolitik politische Eliten in Europa und die politische Transformation Ostdeutschlands.

Siegfried Frech ist Referent der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und dort für die Zeitschrift „Der Bürger im Staat„ und die Didaktische Reihe zuständig. Zudem hat er einen Lehrauftrag (Didaktik politischer Bildung) am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen.

K. Peter Fritzsche, Prof. Dr., ist Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Menschenrechtsbildung an der Universtität Magdeburg und Mitglied des Bundesvorstands der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (DVPB). Seine Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Menschenrechte und Menschenrechtsbildung, Toleranzerziehung, didaktische Fragen der politischen Bildung.

Michael Haspel, Dr., ist Privatdozent für Systematische Theologie mit Schwerpunkt Sozialethik am Fachbereich Evangelische Theologie und Mitglied des Zentrums für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg, Mitglied der Präsidialversammlung des Deutschen Evangelischen Kirchentages und der Kammer für Bildung und Erziehung, Kinder und Jugend der EKD. Veröffentlichungen zu den Themen Sexual- und Familien-ethik, Friedensethik, Sozialethik in der modernen Gesellschaft.

Wolfgang S. Heinz, Dr., ist Privatdozent für Politische Wissenschaft an der Freien Universität Berlin und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Menschenrechte, das 2001 aufgrund eines Bundestagsbeschlusses gegründet wurde. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Internationale Sicherheitspolitik und Menschenrechte, Vereinte Nationen, EU-Menschenrechtspolitik, Außen- und Entwicklungspolitik, Lateinamerika.

Florian C. Knab ist Doktorand am Fachbereich Erziehungswissenschaften bei Prof. Dr. Micha Brumlik an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universtität Frankfurt am Main. Von 1998 bis 2003 studierte er Wissenschaftliche Politik, Neuere Geschichte und Soziologie an der Albert-Ludwig-Universität Freiburg im Breisgau. Seine Forschungs- und Veröffentlichungsschwerpunkte sind: Geschichte des Holocaust, Minderheiten in Europa, Genese der jüdischen Minderheiten in Deutschland nach 1945, Politische Theorie, Europäische Integration und Sozialisationstheorien.

Matthias Koenig, Dr., ist wissenschaftlicher Assistent für Soziologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Soziologische Theorie, Religionssoziologie, Menschen- und Minderheitenrechte. Er ist Autor von „Menschenrechte bei Durkheim und Weber„ (Frankfurt am Main/New York 2002) sowie „Menschenrechte„ (Frankfurt am Main/New York 2005) und Mitherausgeber von „Democracy and Human Rights in Multicultural Societies„ (Aldershot i.E.).

Barbara Lochbihler studierte Sozialpädagogik, Politische Wissenschaft und Internationales Recht. Nach einer Tätigkeit als Persönliche Parlamentsreferentin war sie sieben Jahre lang Generalsekretärin der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit in Genf, wo sie sich mit Abrüstungsfragen und Sicherheitspolitik beschäftigte und u.a. für die Organisation des spektaktulären Frauenfriedenszuges von Helsinki zur UN-Frauenkonferenz in Peking (1995) verantwortlich war. Seit August 1999 ist sie Generalsekretärin der deutschen Sektion von amnesty international.

Anja Mihr, Dr., ist Politikwissenschaftlerin, forscht und lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin im Rahmen des VW-Tandem-Forschungsprojekts „Teaching Human Rights in Europe„. Ihr Interesse gilt besonders dem Thema Menschenrechtsbildung. Von 2002 bis 2004 arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin am UNESCO-Lehrstuhl für Menschenrechtsbildung der Universität Marburg.

Gert Sommer, Prof. Dr., arbeitet seit 1977 als Professor am Fachbereich Psychologie der Universität Marburg. Er ist zudem Vorsitzender des Forums Friedenspsychologie und stell-ver-tretender Vorsitzender bei der Zeitschrift „Wissenschaft & Frieden„. Forschungsschwerpunkte: Psychologische Analyse von Menschenrechten und Feindbildern.

Jost Stellmacher, Dr., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Sozialpsychologie am Fachbereich Psychologie der Philipps-Universität Marburg. Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind Intergruppenprozesse, Fremdenfeindlichkeit, Aggression und Gewalt sowie Menschenrechte.

Sonja Tillmann ist Praktikantin beim Deutschen Institut für Menschenrechte. Sie studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Ihr besonderes wissenschaftliches Interesse gilt den Menschenrechten sowie der Region Ost- und Südostasien.

Frauke Weber studierte Rechtswissenschaften in München und Paris mit den Schwerpunkten Völkerrecht und Menschenrechte. Sie ist seit fünf Jahren als Rechtsanwältin tätig. Im Jahr 2003 erarbeitete sie für das Deutsche Institut für Menschenrechte eine Studie zum Thema „Nationaler Aktionsplan für Menschenrechte„ mit Empfehlungen an die Politik. Zur Zeit arbeitet sie als wissenschaftliche Beraterin für das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes zu Fragen des Ausländer-, Vertriebenen- und Flüchtlingsrechts.

Anna Würth, Dr., studierte Ethnologie und Islamwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Sie ist freie Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Menschenrechte und arbeitet dort zu Instrumenten der Menschenrechtsarbeit, Dialog mit dem Islam sowie zu Menschen-rechten in der Entwicklungszusammenarbeit.

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