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Mittendrin - außen vor

Politikum 1/2019

Bestellnummer: Pk1_19 (Print) / 40818 (PDF)
Autoren/Hrsg.: Sabine Achour, Stefan Schieren (Hg.)
unter Mitarbeit von: Raúl Aguayo-Krauthausen, Seyran Bostanci, Mario Dobe, Naika Foroutan, Karina Fröhner, Thilo Kößler, Detlef Pech, Toni Simon, Tanja Sturm, Robert Uerpmann-Wittzack, Sybille Volkholz, Gudrun Wansing, Frank Wießner, Klaus Zierer
Erscheinungsjahr: 2019
Seitenzahl: 80
ISBN: Pk1_19 (Print) / 40818 (PDF)
Reihe: Politikum

Verfügbarkeit: Vorbestellen, erscheint Ende Februar 2019

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Mittendrin - außen vor

Über das Buch

10 Jahre Behindertenrechtskonvention (BRK)

„Inklusion bedeutet, dass kein Mensch ausgeschlossen, ausgegrenzt oder an den Rand gedrängt werden darf. Wir haben alle die gleichen Rechte und den Anspruch darauf, dass der Staat sie umsetzt“, so das Deutsche Institut für Menschenrechte. Die Behindertenrechtskonvention unterstreicht den menschenrechtlichen Status von Inklusion. Menschenrechte gewährleisten den Schutz vor jeglicher Form von Diskriminierung, zum Beispiel aufgrund einer Behinderung, der Hautfarbe, der sozialen, ökonomischen, ethnisch-nationalen Herkunft, der Geschlechtsidentität oder der sexuellen Orientierung.

Der Inklusionsbegriff bezieht sich also nicht mehr nur auf die Belange von Menschen mit Behinderungen – auch wenn für diese Gruppe die BRK eine besondere Errungenschaft darstellt: Sie hat erfolgreich Rechte und Ansprüche eingefordert, von denen sie lange ausgeschlossen war. Mit dieser erweiterten Perspektive erfährt das Verständnis von „Behinderung“ einen Paradigmenwechsel: Behinderung ist kein zuschreibbares Merkmal, sondern bezieht sich auf Barrieren – baulich, strukturell und in den Köpfen, durch die gesellschaftliche Teilhabe behindert oder gar versagt wird. 2009 hat Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben. Diese Ausgabe von POLITIKUM geht der Frage nach, welche Bilanz sich nach zehn Jahren für Deutschland ziehen lässt.

Inklusion wirft gesellschaftliche Grundfragen auf, die nicht nur politisch, sondern von verschiedensten Akteuren diskutiert und aufgegriffen werden müssen: Wie stellen wir uns ein gleichberechtigtes Leben und Teilhabe aller in einer offenen Gesellschaft vor? Unter welchen Bedingungen wird Inklusion erst möglich? Wann sprechen wir von Exklusion? Was bedeutet das für den gesellschaftlichen Zusammenhalt?

Die Inklusionsfrage bezieht sich auf alle gesellschaftlichen Bereiche, auf verfassungsrechtliche Entwicklungen, auf das System sozialer Leistungen, den Arbeitsmarkt, das Zusammenleben in migrationsbedingter Vielfalt, auf den Arbeitsmarkt und natürlich auf das System Bildung sowie die Institution Schule. Dabei sind die Entwicklungen mal fortschrittlich, mal rückläufig, mal widersprüchlich. Inklusion ist nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg.

Inhaltsübersicht

 

 

 

Schwerpunkt
Inklusion im deutschen Verfassungsrecht
Das Recht in Deutschland fremdelt mit dem Begriff
„Inklusion“. Das heißt aber nicht, dass das damit
verbundene Anliegen unbekannt oder unerwünscht
wäre. Im Gegenteil.

 

Schwerpunkt
Ausgegrenzt und abgehängt –
aus dem deutschen Sozialleistungssystem
Die Sozialpolitik steht vor dem Problem, mit ihren
Instrumenten die angestrebten Ziele zu verfehlen
oder sogar zu konterkarieren. Einige arbeitsmarkt-
politische Instrumente tragen zur Verfestigung von
Arbeitslosigkeit bei, anstatt die Integration in den
Arbeitsmarkt zu fördern.

 

 

 

Schwerpunkt
Postmigrantische Gesellschaft
Inklusion statt Integration? Die Debatte um Migra-
tion benötigt möglicherweise einen Perspektivwech-
sel, um Barrieren für Teilhabe und Zugänge für alle in
pluraler werdenen Gesellschaften zu schaffen.

 

Schwerpunkt
In- und Exklusion durch Erwerbsarbeit –
nicht nur für Menschen mit Behinderung
Das Recht auf Arbeit ist ein soziales Menschenrecht. 
Der Wandel der Arbeitswelt wird nicht nur für Men-
schen mit Behinderungen ein Risiko der Exklusion
beinhalten.

 

Schwerpunkt
Partizipation und schulische Inklusion
Mehr Partizipation in der Schule! Das Konzept
Inklusion bedeutet auch mehr Partizipation von
Lernenden an den eigenen Bildungsprozessen und
der Schulkultur.

 

 

 

Schwerpunkt
10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention
Die Schule ist in den letzten 100 Jahren einen
weiten Weg gegangen, bis sie es sich zur eigenen
Aufgabe gemacht hat, Menschen mit Behinderung
aufzunehmen und an allgemeiner Bildung teilhaben
zu lassen.

 

Interview
Stolpersteine, Meilensteine und to do’s
„Muss eigentlich jeder immer alles können?“ Raúl
Krauthausen bezeichnet sich selbst als Aktivist,
Autor und Berater für Inklusion und Barrierefreiheit.

 

Forum
USA – geteilte Regierung, gespaltenes Land
Die Midterm-elections vom November 2018 weisen
bereits auf die Präsidentschaftswahlen 2020 hin.
Das Ergebnis lässt widersprüchliche Deutungen zu,
auch die, dass die Wiederwahl Trumps durchaus
möglich erscheint.

 

Mittendrin – außen vor

Robert Uerpmann-Wittzak
Der lange Weg der Inklusion ins
deutsche Verfassungsrecht         4

Frank Wießner
Ausgegrenzt und abgehängt. Lock-in-Effekte
des deutschen Sozialleistungssystems         10

Naika Foroutan und Seyran Bostancı
Inklusion in der postmigrantischen
Gesellschaft         18

Gudrun Wansing
Inklusion und Exklusion durch Erwerbsarbeit.
Bedeutung (nicht nur) für Menschen mit
Behinderung          26

Toni Simon und Detlef Pech
Partizipation und schulische Inklusion         34


Debatte

Inklusion in der Schule – Stand, Chancen, Hürden.
Stellungnahmen von Tanja Sturm sowie  
Sybille Volkholz und Mario Dobe         40


Karina Fröhner und Klaus Zierer
10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention
Geschichte, nationaler und internationaler
Diskurs         50

 


Interview mit Raúl Krauthausen
„Wir haben ein Umsetzungsproblem“          58

 


Forum  

Thilo Kößler
Geteilte Regierung in einem gespaltenen
Land. Die USA nach den Zwischenwahlen         62

 


Rezensionen

Bücher zum Thema         70
Das besondere Buch         74
Bücher für den Politikunterricht         76
Literaturtipps         78


Impressum         80

Zu den Autoren

Raúl Aguayo-Krauthausen
wurde 1980 in Peru geboren und lebt heute in Berlin. Er studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation und Design Thinking und arbeitete als (Netz-) Journalist. Gemeinsam mit weiteren Mitstreiter*innen gründete er SOZIALHELDEN e.V. und AbilityWatch e.V. und setzt sich dort als Aktivist, Redner und Berater für Inklusion und Barrierefreiheit ein. Seit 2015 moderiert er in Zusammenarbeit mit Suse Bauer KRAUTHAUSEN – face to face, eine regelmäßige Talksendung zu den Themen Kultur und Inklusion.

Seyran Bostancı
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialwissenschaften – Lehrstuhl für Diversity und Social Conflict – der Humboldt-Universität zu Berlin.

Mario Dobe
ist Leiter der Fachgruppe Inklusion, Demokratiebildung, Initiative sexuelle Vielfalt, Diversity und Gender Mainstreaming in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Berlin.

Prof. Dr. Naika Foroutan
ist Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Karina Fröhner

Thilo Kößler
ist seit 2016 USA-Korrespondent des Deutschlandradios mit Sitz in Washington D.C.

Prof. Dr. Detlef Pech
ist Professor für Grundschulpädagogik mit dem Schwerpunkt Lernbereich Sachunterricht und Direktor der Professional School of Education an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Toni Simon
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Prof. Dr. Tanja Sturm
lehrt Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Schulpädagogik: Inklusive Bildung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Prof. Dr. Robert Uerpmann-Wittzack
lehrt Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Universität Regensburg.

Sybille Volkholz
ist Bildungspolitikerin. 1989/90 war sie Senatorin für Schule, Berufsbildung und Sport in Berlin.

Prof. Dr. Gudrun Wansing
lehrt Rehabilitationssoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist Mitglied im Zentrum für Inklusionsforschung Berlin (ZfIB).

Dr. Frank Wießner
ist Professor für Soziologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Prof. Dr. Klaus Zierer

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