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Mythos Kreuzzüge

Selbst- und Fremdbilder in historischen Romanen (1786-2012)

Bestellnummer: 40019
Autoren/Hrsg.: Felix Hinz
Erscheinungsjahr: 2014
Auflage: 1. Aufl.
Seitenzahl: 576
ISBN: 978-3-7344-0019-3
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Format: Broschur

Verfügbarkeit: Lieferbar

59,80 €
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Mythos Kreuzzüge

Über das Buch

Der Mythos der Kreuzzüge wirkt in Kultur und Politik bis in die Gegenwart fort: Sie waren das erste gemeinsame Projekt des christlich-römisch-germanisch geprägten Abendlandes und späteren Westeuropas. Ihre Rezeption richtet sich bis heute nach dem Muster einer identitätsstiftenden Wandersage (wie dem Auszug des Auserwählten Volkes ins Gelobte Land) stets auf letzte Ziele, Hoffnungen und Werte (Jerusalem).
Die vorliegende Studie untersucht deutschsprachig publizierte historische Romane zwischen 1786 und 2012 zu den Orientkreuzzügen hinsichtlich ihrer Aussagen über das nationale Selbstverständnis während der Entstehungszeiten der betreffenden Werke: Was gilt wann (weshalb) als „heilig“? Wofür lohnt es sich (wie) zu kämpfen? Hat die Geschichte ein erlösendes Ziel? Und falls ja: Wie kann man es erlangen und dauerhaft besitzen? Durch die Analyse der Rezeption des Kreuzugmotivs über die Jahrhunderte gelingt ein tiefer Einblick in das Befinden der deutschsprachigen Räume in der jeweiligen Zeit.
Die Studie führt vor, wie man ein breites Quellenkorpus von 164 Romanen effektiv sowohl quantitativ wie auch qualitativ analysiert und aus den Ergebnissen didaktische Perspektiven für den Geschichtsunterricht herleitet.

Inhaltsübersicht

Einleitung: Der Mythos Kreuzzüge

1. Aufblick

1.1 Fragestellung und Methodik

1.1.1 Untersuchungsgegenstand

1.1.2 Der Roman

1.1.3 Der historische Roman

1.1.4 Definition der Analyseeinheiten und Sampling

1.1.5 Methodik

1.2 Forschungsstand

1.2.1 Forschungsstand zum historischen Roman

1.2.2 Forschungsstand zum Diskurs um den Mythos Kreuzzüge

1.2.3 Forschungsstand zur Geschichtsdidaktik und den Kreuzzügen

1.2.3.1 Geschichtsdidaktik und Mittelalter

1.2.3.2 Geschichtsdidaktik und Romane über das Mittelalter

1.2.3.3 Geschichtsdidaktik und Kreuzzüge

1.2.3.4 Geschichtsdidaktik und Romane über die Kreuzzüge

2. Anblick

2.1 Längsschnitte: Allgemeines und Konstanten der Kreuzzugsnarrative historischer Romane

2.1.1 Kreuzzugsmotive und Kreuzzugsidee

2.1.2 Narrative Grundmuster der Kreuzzugsgeschichte

2.1.3 Allgemeine Bewertung einzelner Kreuzzüge und der entsprechenden historischen Akteure

 

2.1.3.1 Erster Kreuzzug – ‚Der Erfolg‘ (27 von 164 Romane)

2.1.3.2 Zweiter Kreuzzug – ‚Die Schmach‘ (13 von 164 Romane)

2.1.3.3 Hattin – ‚Das Gericht‘ (13 von 164 Romane)

2.1.3.4 Dritter Kreuzzug – ‚Das Heldenstück‘ (44 von 164 Romane)

2.1.3.5 Vierter Kreuzzug – ‚Der Verrat‘ (2 von 164 Romane)

2.1.3.6 Kinderkreuzzüge – ‚Der Wahn‘ (23 von 164 Romane)

2.1.3.7 Fünfter Kreuzzug – ‚Der Hochmut‘ (7 von 164 Romane)

2.1.3.8 Sechster und Siebenter Kreuzzug – ‚Die Verstocktheit‘ (9 bzw. 1 von 164 Romane)

2.1.3.9 Der Fall Akkons – ‚Die Strafe‘ (5 von 164 Romane)

2.1.4 Allgemeine Bewertungen der Tempelritter

2.1.5 Allgemeine Figurenkonzeptionen

2.1.6 Allgemeine Bewertung handlungszentraler Orte

2.1.6.1 Jerusalem

2.1.6.2 Akkon

2.1.6.3 Konstantinopel

2.1.6.4 Geheime Orte

2.1.7 Allgemeine Funktion magischer Objekte

2.1.8 Allgemeine Bewertung des Islam

2.1.9 Allgemeine Bewertung des Judentums

2.1.10 Zwischenfazit

2.2 Querschnitte: Epochale Differenzen der Kreuzzugsnarrative historischer Romane

2.2.1 Die Kreuzzüge im Zeitalter des Nationalismus (1786-1870)

2.2.1.1 Historischer Kontext

2.2.1.2 Analyse des Interesses an bestimmten Kreuzzügen

2.2.1.3 Vorstellung und Begründung des engeren konkreten Korpus

2.2.1.4 Einstellung zu den Kreuzzügen

2.2.1.5 Konzeptionen der Hauptfiguren

2.2.1.6 Jerusalem und magische Objekte als Projektionsflächen für letzte Werte und Hoffnungen

2.2.1.7 Umgang mit Islam und Judentum

2.2.1.7.1 Umgang mit dem Islam

2.2.1.7.1.1 Bewertung Saladins

2.2.1.7.1.2 Bewertung der Assassinen

2.2.1.7.2 Umgang mit dem Judentum

2.2.1.8 Sicht auf die Deutschen

2.2.1.9 Zwischenfazit

2.2.2 Die Kreuzzüge zur Zeit des Deutschen Reiches (1871-1945)

2.2.2.1 Historischer Kontext

2.2.2.2 Analyse des Interesses an bestimmten Kreuzzügen

2.2.2.3 Vorstellung und Begründung des engeren konkreten Korpus

2.2.2.4 Einstellung zu den Kreuzzügen

2.2.2.5 Konzeptionen der Hauptfiguren

2.2.2.6 Jerusalem und magische Objekte als Projektionsflächen für letzte Werte und Hoffnungen

2.2.2.7 Umgang mit Islam und Judentum

2.2.2.7.1 Umgang mit dem Islam

2.2.2.7.1.1 Bewertung Saladins

2.2.2.7.2 Umgang mit dem Judentum

2.2.1.8 Zwischenfazit

2.2.3 Die Kreuzzüge im Angesicht der Bombe (1946-1991) – Apocalypse now?

2.2.3.1 Historischer Kontext

2.2.3.2 Analyse des Interesses an bestimmten Kreuzzügen

2.2.3.3 Vorstellung und Begründung des engeren konkreten Korpus

2.2.3.4 Einstellung zu den Kreuzzügen

2.2.3.5 Konzeptionen der Hauptfiguren

2.2.3.6 Jerusalem und magische Objekte als Projektionsflächen für letzte Werte und Hoffnungen

2.2.3.7 Umgang mit Islam und Judentum

2.2.3.7.1 Umgang mit dem Islam

2.2.3.7.1.1 Bewertung Saladins

2.2.3.7.1.2 Bewertung der Assassinen

2.2.3.7.2 Umgang mit dem Judentum

2.2.3.8 Sicht auf die Deutschen

2.2.3.9 Zwischenfazit

2.2.4 Die Kreuzzüge seit 1992 – Clash of Civilizations?

2.2.4.1 Historischer Kontext

2.2.4.2 Analyse des Interesses an bestimmten Kreuzzügen

2.2.4.3 Vorstellung und Begründung des engeren konkreten Korpus

2.2.4.4 Einstellung zu den Kreuzzügen

2.2.4.5 Konzeptionen der Hauptfiguren

2.2.4.6 Jerusalem und magische Objekte als Projektionsflächen für letzte Werte und Hoffnungen

2.2.4.7 Umgang mit Islam und Judentum

2.2.4.7.1 Umgang mit dem Islam

2.2.4.7.1.1 Bewertung Saladins

2.2.4.7.1.2 Bewertung der Assassinen

2.2.4.7.2 Umgang mit dem Judentum

2.2.4.8 Sicht auf die Deutschen

2.2.4.9 Zwischenfazit

3. Ausblick

3.1 Neuzeitliche Sinngebungen der mittelalterlichen Kreuzzüge in historischen Romanen

3.2 Geschichtsdidaktische Schlussfolgerungen, Desiderata und Perspektiven

3.2.1 Theorie und Empirie

3.2.2 Pragmatik

B1. Quellen

B1.1 Auf Deutsch publizierte historische Romane zu den Orientkreuzzügen, nach Erscheinungsjahren geordnet

B1.2 Auf Deutsch publizierte historische Romane zu den Orientkreuzzügen, nach Autorengeschlecht und chronologisch geordnet

B1.2.1 Von weiblichen Autoren verfasste Romane

B1.2.2 Von männlichen Autoren verfasste Romane

B1.2.3 Geschlecht unbestimmbar

B1.2.4 Von Autorenteams verfasste Romane

B1.3 Auf Deutsch publizierte historische Romane zu den Orientkreuzzügen, nach Kreuzzügen und chronologisch geordnet

B1.3.1 Erster Kreuzzug

B1.3.2 Zweiter Kreuzzug

B1.3.3 Hattin

B1.3.4 Dritter Kreuzzug

B1.3.5 Vierter Kreuzzug

B1.3.6 ‚Kinderkreuzzüge‘

B1.3.7 Fünfter Kreuzzug

B1.3.8 Sechster Kreuzzug

B1.3.9 Siebenter Kreuzzug

B1.3.10 Fall Akkons

B1.3.11 Unbestimmt

B1.4 Auf Deutsch publizierte historische Romane zu den Orientkreuzzügen, nach Originalsprache und chronologisch geordnet

B1.4.1 Deutsch

B1.4.2 Englisch

B1.4.3 Französisch

B1.4.4 Niederländisch

B1.4.5 Schwedisch

B1.4.6 Dänisch

B1.4.7 Spanisch

B1.4.8 Italienisch

B1.4.9 Polnisch

B2. Weitere Literatur, alphabetisch geordnet

Ein Wort über mich

Dank

Zu den Autoren

PD Dr. Felix Hinz, geb. 1973 in Kiel; ausgebildeter Gymnasiallehrer für Deutsch und Geschichte; Lehr- und Forschungstätigkeiten in Köln, Kassel und Hildesheim; Vertretungsprofessur für Geschichte und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg i. Br.; Arbeitsschwerpunkte: Selbstfindung Europas in Auseinandersetzung mit außereuropäischen Kulturkreisen, interkulturelles Lernen, Geschichtskultur.

Stimmen zum Buch

"Insgesamt hat Felix Hinz mit seiner Habilitationsschrift einen wichtigen Beitrag zur Rezeptionsgeschichte der Orientkreuzzüge und zur Erforschung der Geschichtskultur geleistet, der hoffentlich weitere Untersuchungen ähnlicher Stoßrichtung nach sich ziehen wird."

Alexander Berner, hsozkult.de

 

"Dass der gattungstypisch mit Fußnoten gespickte Band, der oft die Rezeption der Kreuzzüge mit der wissenschaftlichen Rekonstruktion konfrontiert, im letzten Kapitel bei einer realistischen Einschätzung der unterrichtlichen Möglichkeiten Vorschläge zur Umsetzung der Thematik im Unterricht macht, wird Lehrer erfreuen."

Gisbert Gemein, geschichte für heute

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