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Paket Positionen der politischen Bildung

Band 1 und Band 2

Bestellnummer: 40267
Autoren/Hrsg.: Kerstin Pohl (Hrsg.)
Erscheinungsjahr: 2016
Auflage: 1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7344-0267-8
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

49,90 €
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Paket Positionen 1 und 2

Über das Buch

Jeder Lehrer, Student und Referendar im Fach Politik sollte wissen, welche Positionen an den Hochschulen gelehrt werden. Die Interviews geben authentische Einblicke, beschreiben die Kontroversen der Disziplin und zeigen unterschiedliche Standpunkte zu Inhalten, Zielen, Methoden bis hin zum Politikbegriff auf. Der neu aufgelegte Band 1 gibt einen Rückblick auf die Standpunkte der Gründergeneration der Politikdidaktik. Band 2 zeigt die aktuellen Positionen der heute Lehrenden.

 

Band 1: 978-3-7344-0266-1

Band 2: 978-3-7344-0158-9

Inhaltsübersicht

Band 1

Vorwort.
Von Walter Gagel

Einleitung und Fragen.
Von Kerstin Pohl

Walter Gagel:
„Vorbilder hatten wir keine, wir fingen ja an …“

Wolfgang W. Mickel:
„Nach dem Kriege waren das öffentliche Auftreten von politischen Parteien und Interessengruppen sowie deren Auseinandersetzungen ein völliges Novum für uns Schüler“

Bernhard Sutor:
„Meine Didaktik des politischen Unterrichts basiert auf der Tradition der Praktischen Philosophie“

Hermann Giesecke:
„Der Politikunterricht wurde nach dem Kriege vor allem durch die zentralen politischen Konflikte begründet und fundiert“

Siegfried George:
„Die Augen sehend, die Ohren hörend, die Gefühle fühlend machen“

Paul Ackermann:
„Der interventionsfähige Bürger scheint mir ein realistisches Leitbild für die politische Bildung zu sein“

Gotthard Breit:
„Politikunterricht hat schon viel geleistet, wenn aus ihm Zeitungsleser mit kritischem Verstand hervorgehen“

Sibylle Reinhardt:
„Ein Politiklehrer kann niemals fachlich überqualifiziert sein“

Carl Deichmann:
„Das oberste Lernziel der politischen Bildung ist die Befähigung zur aktiven Wahrnehmung der Bürgerrolle durch Entwicklung einer demokratischen politischen Identität“

Peter Massing:
„Ich beharre auf einem komplexen Demokratiebegriff und behaupte starrsinnig, dass Demokratielernen nur als Politiklernen möglich ist“

Joachim Detjen:
„So möchte ich meine Aufgabe in der eines Wächters des Politikunterrichts vor pädagogischen ,Verflüssigungen‘ sehen“

Georg Weißeno:
„Die normativ-empirische Politikdidaktik ruht auf einem politikwissenschaftlichen und auf einem pädagogischen Fundament“

Hans-Werner Kuhn:
„Das methodische Instrumentarium für die Beobachtung des Politikunterrichts liefert die ,politikdidaktische Hermeneutik‘“

Wolfgang Sander:
„Entscheidend ist aber der Perspektivenwechsel von der ,Unterrichtsplanung‘ zur ,Gestaltung von Lernumgebungen‘“

Peter Henkenborg:
„Damit Demokratie lernen gelingen kann, setzt politische Bildung eine Kultur der Anerkennung voraus“

Tilman Grammes:
„Politikdidaktik ist mir zu eng – ich verstehe mich als Erziehungswissenschaftler“

Dagmar Richter:
„Es besteht dringender Aufklärungsbedarf über das Professionswissen von Lehrkräften und über die Lernprozesse von Schüler/innen auf verschiedenen Schulstufen“

Politikdidaktik heute – Gemeinsamkeiten und Differenzen. Ein Resümee.
Von Kerstin Pohl

Leseempfehlungen für (angehende) Politiklehrerinnen und -lehrer

 

Band 2

Kerstin Pohl
Einleitung und Fragen

Sibylle Reinhardt
„Genuine Fachdidaktik zeigt konkrete Konsequenzen für Lehr- und Lernprozesse.“

Gerhard Himmelmann
„Es galt, den Demokratiebegriff in der Politischen Bildung stärker hervorzuheben.“

Günter C. Behrmann
„Das Engagement für die politische Bildung ist für mich gleichbedeutend mit dem Engagement für die Demokratie des Grundgesetzes.“

Gerd Steffens
„Gerade die Aufmerksamkeit aufs Subjekt fordert – so ist heute zu betonen – eine an der Welt interessierte politische Bildung.“

Carl Deichmann
„Die politikdidaktischen Ansätze können als Pfade verstanden werden, auf denen sich die Lernenden die politische Welt erschließen.“

Peter Massing
„Die Bedeutung eines reflektierten Politikbegriffs für den Politikunterricht lässt sich kaum überschätzen.“

Joachim Detjen
„Mit der Demokratie verbinde ich in erster Linie den demokratischen Verfassungsstaat, den ich für die bedeutendste politische Erfindung der Menschheit halte.“

Georg Weißeno
„Politikkompetenz ist ein theoretisches Konstrukt. Zur Erfassung bedarf es einer ganzen Reihe von Einzelbeobachtungen in unterschiedlichen Situationen, die systematisch zu erheben und auszuwerten sind.“

Hans-Werner Kuhn
„Der Schwerpunkt meiner politikdidaktischen Arbeiten liegt auf der Frage, wie politische Bildung um Ansätze politisch-kulturellen Lernens erweitert werden kann.“

Wolfgang Sander
„Die Bezeichnung ‚Politische Bildung‘ steht aus meiner Sicht für die Bildungsperspektive eines sozialwissenschaftlichen Integrationsfaches.“

Bernd Overwien
„Im Mittelpunkt meiner Forschungsarbeiten steht das globale Lernen innerhalb einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.“

Peter Henkenborg
„Meine Philosophie der politischen Bildung heißt: Demokratie-Lernen als Kultur der Anerkennung.“

Andreas Brunold
„Die bedeutenden existentiellen Fragen und ökologischen Problemlagen erfordern einen Perspektivenwechsel hin zu einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.“

Tilman Grammes
„Gesellschaftswissenschaftliche Curricula müssen systematisch neu anhand der Prinzipien globalen Lernens und trans-kultureller Didaktik für den World Classroom durchdacht werden!“

Dagmar Richter
„Theoriebildung und empirische Forschung sind aufeinander verwiesen und können nur gemeinsam Konzeptionen der Politikdidaktik fundieren. Hier hat die Politikdidaktik einen großen Nachholbedarf.“

Karl-Heinz Breier
„Gute politische Bildung macht Geschmack auf eine Lebensweise der Freiheit.“

Ingo Juchler
„Politische Bildung hat zur Aufgabe, bei Schülerinnen und Schülern die Fähigkeit zu entwickeln, die Ambivalenzen und Widersprüche des demokratischen Betriebs zu ertragen, ohne gleich das gesamte System in Frage zu stellen.“

Thomas Goll
„Da Politik immer medial vermittelt ist, sehe ich meine besondere Schwerpunktsetzung darin, eine medienbezogene Politikdidaktik zu denken und auszuarbeiten.“

Dirk Lange
„Das Bürgerbewusstsein wandelt sich in Lernprozessen und ist durch Politische Bildung zu aktivieren.“

Kerstin Pohl
„Politikdidaktik bedarf einer demokratietheoretischen Legitimation sowie eines Rekurses auf die Theoriebildung und die Gegenwartsdiagnosen in den sozialwissenschaftlichen Bezugsdisziplinen.“

Andreas Petrik
„Wenn wir kontroverse Werthaltungen Jugendlicher nicht ins Unterrichtszentrum rücken, dann vertiefen wir die Gräben zwischen ihnen und dem Phänomen des
Politischen.“

Volker Reinhardt
„Damit bei Politikstudierenden eine forschende, reflexive Haltung gefördert werden kann, sollten sie immer mehr selbstgesteuert und selbstbestimmt lernen.“

Andreas Eis
„Politische Bildung untersucht, wie Macht- und Herrschaftsansprüche in den Subjekten und in den gesellschaftlichen Verhältnissen wirksam werden.“

Anja Besand
„Dass also Lehrerinnen und Lehrer Experten für ihr Fach sind, halte ich nicht für schädlich. Für wesentlich wichtiger erachte ich allerdings, dass sie Experten für die
Gestaltung und Reflexion von Lernprozessen in der politischen Bildung sind.“

Sabine Manzel
„Besonders wichtig finde ich eine Verzahnung von theoretischen Modellen und empirisch überprüften Erkenntnissen mit der konkreten Unterrichtspraxis, um Politikunterricht stetig zu verbessern.“

Michael May
„Die Kompetenzorientierung fordert uns dazu auf, das Unterrichtsgeschehen nicht entlang enzyklopädischen Wissens, sondern entlang von fachspezifischen Anforderungssituationen zu konzipieren.“

Monika Oberle
„Wirkungen politischer Bildung sichtbar zu machen und Gelingensbedingungen für politische Bildungsprozesse offen zu legen, sehe ich als eine zentrale Aufgabe der wissenschaftlichen Politikdidaktik.“

Tim Engartner
„Da mit der zunehmenden Verlagerung politischer Verantwortlichkeiten auf die europäische und globale Ebene eine schleichende ‚Entdemokratisierung‘ stattfindet, muss das Interesse an Demokratie (wieder)belebt werden.“

Kerstin Pohl
Politikdidaktik im Jahr 2015. Ein Resümee.

Leseempfehlungen für (angehende) Politiklehrerinnen und -lehrer


Zu den Autoren

Herausgeberin

Kerstin Pohl ist Professorin für Fachdidaktik der Sozialkunde Politik an der Universität Mainz. Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift POLITIKUM und forscht zu den gesellschaftstheoretischen, demokratietheoretischen und politikwissenschaftlichen Grundlagen der Politikdidaktik. Für Ihre Dissertation „Gesellschaftstheorie in der Politikdidaktik“ wurde sie 2013 mit dem Ursula-Buch-Preis ausgezeichnet.

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