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Politische (Urteils-)Bildung im 21. Jahrhundert

Herausforderungen, Ziele, Formate

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politische (Urteils-)Bildung im 21. Jahrhundert

Über das Buch

Die Warnsignale sind unübersehbar: Die Wahlbeteiligung sinkt auf allen Ebenen, Parteien und Verbände verlieren ihre Mitglieder. Größer werdende Teile der Bevölkerung wenden sich von der Politik ab. Radikalisierung und Extremismus nehmen zu. Das fehlende Wissen über Demokratie, Parlamentarismus und Parteienstaat wird begleitet von einem lauter werdenden Ruf nach Mitbestimmung, mehr direkter Demokratie und Bürgerbeteiligung.

Ein wirksames Mittel gegen Politikverdruss, Apathie, Extremismus und Populismus ist ein Mehr an politischer Bildung. Doch ihre Wirkung kann sie nur entfalten, wenn sie nicht als Feuerwehr missbraucht wird. Eine stabile Demokratie braucht Demokraten. Sie fallen aber nicht vom Himmel (Theodor Eschenburg). Und als Demokrat wird man nicht geboren (Michael Greven). Deswegen brauchen Demokraten politische Bildung – ein Leben lang.

Dieses Buch ist ein Plädoyer für eine wertgebundene, an Rationalität orientierte und kontinuierliche politische Bildung. Es ist sowohl Rückblick wie auch Bestandsaufnahme und Ausblick auf die Herausforderungen für politische Bildung in einer globalisierten, digitalen Medienwelt.

Inhaltsübersicht

Vorwort

Ursula Münch: Politische Bildung in der Bewährungsprobe Extremismen, Desinteresse, Apathie und der Ruf nach der Feuerwehr

Heinrich Oberreuter: Das Politische als Kern der Politischen Bildung

Bernhard Sutor: Politische Urteilsbildung Klärungsversuch zur Wertediskussion in der Politischen Bildung

Armin Scherb: Konzeptionelle Entwicklungen der Politikdidaktik – von der Praktischen Philosophie zum Pragmatismus

Andreas Brunold: Kompetenzorientierung in der Politischen Bildung – Anspruch und Wirklichkeit in Bayern

Walter Eisenhart: Politik unterrichten in Bayern – oder: „Geschichte gehört einfach dazu“ Retrospektiven zum Stellenwert des Politikunterrichts bei der bayerischen Bildungspolitik

Friedrich Wölfl: 50 Jahre Sozialwissenschaftliches Gymnasium – Politische Bildung in der Nische

 Peter Hampe: Mehr ökonomische oder politische Bildung in der Schule?

Barbara Weishaupt: Politische Bildung in der Defizit-Situation Praktikable Modelle für die Stärkung der politischen Bildung an bayerischen Schulen .

Stefan Rappenglück / Birgit Schmitz-Lenders: Außerschulische politische Bildung in Bayern

Michael Schröder: Politische Bildung in der digitalen Mediokratie

Manuela Pietraß: Demokratische Teilhabe durch soziale Medien? Politische Medienkompetenz im digitalen Zeitalter 

Stefan Rappenglück: Politik spielerisch erfahren Planspiele und Simulationen in der politischen Bildung

Boris Brokmeier: „Dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war …“ Neue Formen und Formate der politischen Bildung

Autorinnen und Autoren

Zu den Autoren

Boris Brokmeier, geboren 1964 in Braunschweig. Studium der Sozialpädagogik (Dipl.-Soz. Päd.) in Braunschweig, Erwachsenenbildung (Dipl. Päd) in Oldenburg (Oldb.) und Betriebswirtschaft in Göttingen (Dipl. Betriebswirt). Berufliche Tätigkeiten: Jugendbildungsreferent beim Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder von 1989 bis 1994 in Oldenburg (Oldb.), Leiter der Jugendbildungsstätte Ludwigstein in Witzenhausen (Nordhessen) von 1994 bis 2002, seit 2002 stellvertretender Geschäftsführer und Bundestutor für politische Jugendbildung beim Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) in Berlin.

Prof. Dr. Andreas Brunold, geboren 1955. 1980 bis 1987 Studium der Fächer Germanistik, Sportwissenschaft, Geschichte, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft sowie Erziehungswissenschaft an den Universitäten Mannheim, Montpellier und Stuttgart. 1990 Promotion im Fach Politikwissenschaft an der Universität Stuttgart. Referendariat für das Lehramt an beruflichen und allgemein bildenden Gymnasien. Ab 1992 Lehrtätigkeit an verschiedenen beruflichen und allgemein bildenden Gymnasien. Ab 1993 Lehr- und Forschungstätigkeit im Fach Politikwissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. 2002 Habilitation im Fach Politikwissenschaft und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. 2002 bis 2003 Beratungstätigkeit an der Universidad Tegucigalpa (Honduras). Lehrtätigkeiten an den Universitäten Flensburg, Stuttgart und San Carlos de Guatemala. Seit 2005 Professur für Politische Bildung und Politikdidaktik an der Universität Augsburg.

Dr. Walter Eisenhart, geboren 1966 in Eichstätt. Studium für das Lehramt an Hauptschulen (Hauptfach Sozialkunde bei Prof. Sutor), Erstes und Zweites Staatsexamen. Seit 1992 Lehrer an Haupt- und Mittelschulen. 2005 bis 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politikwissenschaft III – Politische Bildung (Didaktik der Sozialkunde) an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Prof. Detjen). Seit 2012 Lehrbeauftragter an der Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, dort 2013 Promotion.

Prof. Dr. Peter Hampe, geboren 1940 in Dohna (Kreis Pirna). Studium der Volkswirtschaft, Politischen Wissenschaft und des Öffentlichen Rechts. Wissenschaftlicher Mitarbeiter, ab 1973 Wissenschaftlicher Assistent am Geschwister-Scholl-Institut der Universität München (1967 bis 1979). Wissenschaftlicher Assistent, ab 1981 Dozent an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing (1980 bis 2005). Dozent an der Hochschule für Politik München (seit 1977). Honorarprofessor an der TU Dresden (seit 2001).

Prof. Dr. Ursula Münch, geboren 1961 in Esslingen/Neckar. Studium der Politikwissenschaft, Geschichte, Kommunikationswissenschaft und Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1986 Magister Artium. 1986 bis 1990 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geschwister-Scholl-Institut der LMU München. 1989 Promotion zum Dr. phil. im Fach Politikwissenschaft an der LMU München (summa cum laude). 1990 bis 1996 Wissenschaftliche Assistentin am Geschwister-Scholl-Institut der LMU München. 1993 ein Semester Lehrtätigkeit an der University of Minnesota, Minneapolis (USA). 1996 Habilitation in Politischer Wissenschaft an der LMU München. 1996 bis 1997 Vertretungsprofessur und 1997 bis 1999 Vertretung eines Lehrstuhls für Politische Wissenschaft am Geschwister-Scholl-Institut der LMU München. Seit 1999 Professorin für Politikwissenschaft an der Universität der Bundeswehr München, dort 2009 bis 2011 auch Dekanin der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften. Seit 2011 Direktorin der Akademie für Politische Bildung.

Prof. em. Dr. Dr. h.c. Heinrich Oberreuter, geboren 1942 in Breslau. Studium der Politikwissenschaft, Geschichte, Kommunikationswissenschaft und Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1968 bis 1978 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geschwister-Scholl-Institut der Universität München. 1978 Professor am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, 1980 bis 2010 Lehrstuhl für Politikwissenschaft an der Universität Passau. 1991 Gründungsdekan für Geistes- und Sozialwissenschaften an der Technischen Universität Dresden. 1993 bis 2011 Direktor der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Seit 2012 Leitung der Neuherausgabe des Staatslexikons der Görres-Gesellschaft.

Prof. Dr. Manuela Pietraß, Studium der Kommunikationswissenschaft, Psychologie und Pädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Abschluss mit Magister Artium. Promotionsstudium der Pädagogik, Förderung der Dissertation in der Pädagogischen Anthropologie mit einem Stipendium der Universität; Promotion zum Dr. phil. Habilitation mit einer Arbeit zur empirischen Rezeptionsforschung; Venia Legendi: Pädagogik. 2004 Gastprofessur an der Universität Erlangen-Nürnberg. 2005 bis 2009 Vertretungsprofessur für Medienpädagogik an der Universität der Bundeswehr München (UniBwM). 2008 Rufannahme auf W3-Professur für Medienpädagogik an der Pädagogische Hochschule Freiburg. Seit 2010 W3-Professur für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Medienbildung an (UniBwM); seit 2010 Dekanin der Fakultät für Humanwissenschaften. Seit 2011 Mitglied im Vorstand des Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF). Lehraufträge für Medienpädagogik im In- und Ausland.

Prof. Dr. Stefan Rappenglück, geboren 1964. 1986 bis 1988 Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Recht für Sozialwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1988 bis 1991 Studium der Politikwissenschaft (Schwerpunkt: Didaktik der politischen Bildung), Geschichte und der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (M.A.). 2004 Promotion zum Dr. phil. 1987 bis 1993 freiberufliche Referenten- und Trainertätigkeit in der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung. 1993 bis 1994 Grundsatzreferent an der Landesstelle für katholische Jugendarbeit in Bayern. 1994/1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Jugend und Europa an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Jugend und Europa am Centrum für angewandte Politikforschung (CAP), Ludwig-Maximilians-Universität München; dort von 1999 bis 2009 Leiter der Forschungsgruppe Jugend und Europa. 2009 bis 2011 Vertretung der Professur für Politikwissenschaft/Gemeinschaftskunde an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Seit 2011 Vertretung der Professur für European Studies an der Hochschule München. Vorstandsmitglied der SAGSAGA.

Prof. Dr. Armin Scherb, geboren 1953 in Arberg. 1972 bis 1978 Studium für das Lehramt an Gymnasien an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in den Fächern Sozialkunde, Philosophie und Sport. 1978 bis 1980 Referendariat in Nürnberg. 1980 bis 1998 Lehrer in Gunzenhausen. 1986 Promotion im Fach Politikwissenschaft. 1995 bis 1997 Lehrtätigkeit an der Katholischen Universität Eichstätt. 1998 bis 2006 Lehrtätigkeit an der Universität Bayreuth (Politikwissenschaft und Didaktik der Sozialkunde); gleichzeitig Lehrtätigkeit an der Technischen Universität Chemnitz. 2004 bis 2005 beurlaubt für die Vertretungsprofessur Politikwissenschaft und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Seit 2006 Leitung des Faches Didaktik der Sozialkunde an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). 2007 Habilitation und Venia Legendi für das Fach Didaktik der Politischen Bildung an der Carl-von Ossietzky-Universität Oldenburg. 2008 Umhabilitation an die FAU.

Birgit Schmitz-Lenders, geboren 1972 in München. 1992 bis 1997 Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Erstes juristisches Staatsexamen, Diplom-Juristin). 1998 bis 2000 Rechtsreferendariat in München. 2001 bis 2005 Studium der Politikwissenschaft an der Hochschule für Politik in München (Diplom). 2000 bis 2005 verschiedene Tätigkeiten für die Fraunhofer-Gesellschaft. 2003 bis 2005 Leiterin von Studienfahrten und Seminaren sowie Referententätigkeit als freie Mitarbeiterin der Europäischen Akademie Bayern e.V., danach bis 2010 Studienleiterin und bis 2012 stellvertretende Leiterin der Europäischen Akademie Bayern e.V. Seit Mai 2012 Leiterin der Europäischen Akademie Bayern e.V.

Dr. Michael Schröder, geboren 1955 in Hamburg. Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München 1975 bis 1979. Studium der Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Neueren Geschichte an der Universität München, M.A. 1980. Promotion zum Dr. phil. 1983. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bayerischen Seminar für Politik in München bis 1984. 1984 bis 1986 Akademischer Rat am Lehrstuhl für Politikwissenschaft an der Universität Passau. 1986 bis 1997 Dozent und Referent für Pressearbeit an der Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel am See (Friedrich-Ebert-Stiftung). Seit 1997 Dozent für Medien und Kommunikationspolitik und Referent für Öffentlichkeitsarbeit an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing.

Prof. em. Dr. Bernhard Sutor, geboren 1930 in Waldböckelheim/Nahe. 1950 bis 1955 Studium an der Philosophischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und an der Albert Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau. 1955/1956: Erstes Staatsexamen für das Höhere Lehramt mit den Fächern Latein, Geschichte, Philosophie und Theologie. 1957: Zweites Staatsexamen für den Höheren Schuldienst des Landes Rheinland-Pfalz. 1957 Studienassessor in Ahrweiler. 1960 Wechsel an das private Abendgymnasium des Bischöflichen Konvikts in Mainz. Fachleiter für Politische Bildung und Sozialkunde am Staatlichen Studienseminar in Mainz zur Ausbildung der Studienreferendare. 1964 Wechsel ans Ketteler-Kolleg in Mainz. 1965 Promotion zum Dr. phil. 1967 Ernennung zum Studiendirektor. Seit 1970 Mitarbeit bei der Erneuerung der Lehrpläne und in der Lehrerfort- und -weiterbildung in Rheinland-Pfalz. 1972 mehrfacher Lehrauftrag für Didaktik der Sozialkunde an der Universität Mainz. 1978 bis 1995 Lehrstuhl für Didaktik der Politischen Bildung und Sozialkunde an der Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt.

Barbara Weishaupt, geboren 1981 in Burgau. 2001 bis 2008 Studium an der Universität Regensburg (Gymnasiallehramt Englisch und Sozialkunde). 2009 bis 2011 Referendariat für die Fächer Englisch und Sozialkunde am Gisela-Gymnasium in München; Teilausbildung im Fach Englisch am Pestalozzi-Gymnasium; Zweigschuleinsatz am Annette-Kolb-Gymnasium in Traunstein. 2011 Erstes Staatsexamen im Fach Geschichte. Seit Februar 2011 Studienrätin am Max-Born-Gymnasium in Germering. Seit September 2014 Teilabordnung an die Akademie für Politische Bildung in Tutzing.

Friedrich Wölfl, geboren 1950 in Mitterteich/Landkreis Tirschenreuth. 1972 bis 1978 Studium der Politischen Wissenschaften, Soziologie, Germanistik und Geschichte in München. Seit 1979 Lehrer für Sozialkunde, Sozialpraktische Grundbildung/Sozialwissenschaftliche Arbeitsfelder, Deutsch und Geschichte am Elly-Heuss-Gymnasium Weiden/Oberpfalz; seit 1996 stellvertretender Schulleiter.

Stimmen zum Buch

Insgesamt ist den Herausgebern ein äußerst vielseitiger Sammelband gelungen, der möglichst alle Facetten der Thematik umfasst. Wer sich kompetent über die Situation der politischen Bildung in Bayern informieren will, kommt an dieser Monographie nicht vorbei.

Fritz Multrus, Forum Politikwissenschaft 2/16

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