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Quadratur des Dreiecks

Die deutsch-israelischen Beziehungen und die Palästinenser

Bestellnummer: 415
Autoren/Hrsg.: Kinan Jaeger
Erscheinungsjahr: 1997
Auflage: 1
Seitenzahl: 276
ISBN: 978-3-87920-415-1
Reihe: DIAK-Schriftenreihe
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

29,80 €
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Quadratur des Dreiecks - Die deutsch-israelischen Beziehungen und die Palästinenser

Über das Buch

Die Beziehungen zum Staate Israel gehören zu den schwierigsten Kapiteln bundesdeutscher Außenpolitik. Hin- und hergerissen zwischen moralischen Verpflichtungen und ökonomischen Interessen sind bis in die jüngste Zeit Mißverständnisse und Kontroversen aufgetreten; sie sollten insbesondere in der widersprüchlichen Wahrnehmung der Palästinenser greifbar werden. Der vorliegende Band bilanziert das sensible Beziehungsdreieck: Anhand markanter Eckdaten nimmt der Autor Schlüsselrolle der Palästinenser in den Blick, die die deutsch-israelischen Beziehungen zeitweise an den Rand akrobatischer Abstürze treiben sollte. Erst der nahöstliche Friedensprozeß hat eine Wende eingeleitet: Die „Quadratur des Dreiecks“ löst sich in ein fast schon partnerschaftliches Beziehungsgefüge auf. Dabei schneidet der Autor auch die Frage an, in wieweit das Bonner Aktionspotential im Nahen Osten über die traditionelle Scheckbuch-Diplomatie hinaus wirksam werden kann.

Inhaltsübersicht

Einleitung

Das Palästinenser-Problem; historische und politische Hintergründe

1. Großmachtinteressen in der Palästinenserfrage

2. Determinanten israelischer Handlungsweisen

3. Determinanten bundesdeutscher Handlungsweisen

Die Perzeption des Palästinenser-Problems im Zeichen des Sechs-Tage-Krieges (Juni 1967)

1. Das Palästinenser-Problem vor Juni 1967

2. Veränderte deutsche Positionen als Konsequenz des Sechs-Tage-Krieges

3. Die "Neue Linke" als Anwalt der Palästinenser

Neue Bestimmungsfaktoren in den deutschisraelischen Beziehungen

1. Die sozial-liberale Koalition

2. Erste Anzeichen energielogistischer Engpässe (1970)

2. Das erste Engagement der EPZ im Nahen Osten (5/1971)

Palästinensischer Terror in der Bundesrepublik und seine Konsequenzen

1. Die Ereignisse von München (9/1972)

2. Bundesdeutsche Reaktionen gegen die Palästinenser

3. Kontinuität des palästinensischen Terrors (9/1972)

Die "Normalisierung" im deutsch-israelischen Verhältnis

1. Die Abkehr von den "besonderen Beziehungen" zu Israel (6/1973)

2. Die politische Annäherung der Bundesrepublik an die arabische Seite


Die Folgen des Yom-Kippur-Krieges und der Ölkrise

1. Die EPZ-Erklärung vom 6. November 1973

2. Der Beginn des europäisch-arabischen Dialoges (12/1973)

Die internationale Aufwertung des Palistinenser-Problems

1. Neue Akzente in der Palästinenser-Frage unter der Regierung Schmidt-Genscher

2. Der Einsatz der Bundesrepublik für das "Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes " in der UNO (11/1974)

3. Reaktionen auf das Treffen Schröder/Arafat (12/1974)

4. Israels diplomatische Gegeninitiativen; Allon in Bonn (2/1975)

5. Die sukzessive intemationale Aufwertung der PLO

6. Die EPZ-Erklärung von Rom am 30. Oktober 1975

7. Genschers erster Besuch in Israel (11/1975)

8. Arabischer Staatsbesuch in Bonn (3/1976)

9. Weitere Konzessionen an die Palästinenser

10. Bundesdeutscher Einstellungswandel gegenüber Israel?

Zunehmende Differenzen zwischen Bonn und Jerusalem in der Behandlung der Palistinenser-Frage

1. Der Amtsantritt von Menachem Begin (3/1977)

2. Die EPZ-Erklärung vom Juni 1977

3. Der Camp-David-Vertrag (11/1977-3/1979)

4. Der israelische Außenminister Dayan in Bonn (11/1979)

5. Die umstrittenen Äußerungen von Bundeskanzler Schmidt zu den Rechten der Palästinenser (6/1978)

6. Genschers diplomatische Initiativen

7. Die EPZ-Erklärung vom 18. Juni 1979

8. Weitere Auseinandersetzungen zwischen Schmidt und Begin

9. Das Treffen Kreisky-Brandt-Arafat (7/1979)

10. Die Affäre "Möllemann" (8/1979) 1

11. Genschers Diplomatie in den arabischen Staaten

12. Dayan emeut in Bonn (9/1979)

13. Europäische Dialogbereitschaft gegenüber der PLO

14. Franz Josef Strauß in Israel (5/1980)

Die EG-Erklirung von Venedig (13.6.1980)


Der konfrontative Kurs der Regierung Begin - Reaktionen und Konsequenzen

1. Die veränderte Einstellung der bundesdeutschen Bevölkerung gegenüber der israelischen "Palästinenser-Politik"

2. Israel in politischer Isolation

3. Die Annexion Ost-Jerusalems (7/1980)

4 Die Begin/Schmidt-Kontroverse (5/1981)

5. Kontinuität der Konfrontation -Die Wiederwahl Begins (6/1981)

6. Die Annexion der GoIan-Höhen (12/1981)

Der Einmarsch der israelischen Armee in den Libanon (6/1982)

1. Hintergründe

2. Bundesdeutsche Reaktionen

3. Die Kampfhandlungen um Beirut und ihre Konsequenzen

4. Diplomatische Initiativen der Bundesregierung

5. Folgen für das bundesdeutsche Selbstverständnis gegenüberIsrael

6. Internationale Vermittlungsversuche

7. Die Massaker von Sabra und Shatila (9/1982)

8. Der moralische Erfolg der PLO und seine Folgen

Der Kurs der christlich-liberalen Regierung Kohl/Genscher

1. Die deutsch-israelischen Beziehungen in der Konsolidierungsphase

2. Abnehmendes Engagement in der Palästinenser-Problematik

3. Die Intensivierung diplomatischer Kontakte zwischen Israel und der Bundesrepublik (2/1983)

4. Der geplante Besuch des Bundeskanzlers in Israel (8/1983)

5. Der Rücktritt von Menachem Begin (9/1983)

6. Bundeskanzler Kohl in Israel (1/1984) Exkurs: Der politische Umbruch in Israel im Sommer 1984

7. Oppositionelles Nahost-Engagement der GRÜNEN (12/1984)

Distanzierung von der PLO -AnnAherung an Israel; Bonns neue Position

1. Reaktionen auf den israelischen Luftangriff auf das PLO-Hauptquartier in Tunis (10/1985)

2. Der Bundespräsident in Israel (10/1985)

3. Zunehmende palästinensische Terroranschläge und deren Folgen für die PLO

4. Israels Premierminister Shimon Peres zu Besuch in Bonn (1/1986)

5. Die Erklärung der EPZ vom 23. Februar 1987

6. Verstärkte diplomatische Kontakte zwischen Bonn und Jerusalem

Die Intifada; Ursachen und Wirkungen

1.Die Intifada und ihre Folgen für die deutsch-israelischen Beziehungen (12/1987)

2. Weitere Entwicklungen im Rahmen der Intifada

3. Genscher wirbt um Frieden

4. Die Aussprache im Bundestag zur Intifada (3/1988)

5. Die Annäherung an die PLO von Seiten der bundesdeutschen Sozialdemokratie

Exkurs: Der Rechtsruck der israelischen Regierung

Die De-facto Anerkennung Israels durch die PLO

1. Die PLO unter Zugzwang -Hintergründe und Reaktionen zum Beschluß von Algier (11/1988)

2. Reaktionen von bundesdeutscher Seite

3. Arafat vor der UNO in Genf (12/1988)

4. Keine Konzessionen an die PLO von Seiten der Bundesregierung

5. Die israelische Friedensinitiative: Der Shamir-Plan (4/1989)

6. Die SPD-Führungsspitze empfängt Abdallah Frangi in Bonn (5/1989)

7. Die Bundesregierung lenkt in der "PLO-Frage" ein

8. Das Treffen zwischen Sudhoff und Abu Sharif (10/1989)

9. Weitere Initiativen der bundesdeutschen Opposition zugunsten der PLO

10. Zunehmende Spannungen in der West-Bank - Die Bundesregierung distanziert sich vom Kurs Shamirs

Die Kuwait-Krise und ihre Folgen (8/1990)

1. Die PLO und der Irak -der Schulterschluß zwischen Arafat und Hussein

2. Bundesdeutsche Waffenlieferungen an den Irak und ihre Konsequenzen

Politische Wandlungsprozesse im Nahen Osten

1. Die Friedenskonferenz von Madrid (11/1991)

2. Das "Gaza-Jericho-Abkommen" -Friede in Nahost?

3. Arafat in Bonn (7.I8.12.1993)

Schlußfolgerungen und Perspektiven


Zu den Autoren

Kinan Jaeger, geboren 1966 in Damaskus(Syrien), studierte Geographie, Politik und Islamwissenschaft an den Universitäten Bonn und Brisbane(Australien); 1991 Diplom-Geograph; 1994 Promotion zum Dr. phil im Fachbereich Politische Wissenschaft an der Universität Bonn; z. Zt. Dort tätig als Lehrbeauftragter.