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Risiken leben

Vom pädagogischen WagnisUpdates zur RisikogesellschaftWas heißt hier Unsicherheit?Begegnung: Arabischer Frühling

Bestellnummer: jpb1_12
Erscheinungsjahr: 2012
Auflage: 1
Seitenzahl: 96
ISBN: jpb1_12
Reihe: Journal für politische Bildung
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

5,00 €
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Risiken leben

Über das Buch

Die „Risikogesellschaft“, mit Ulrich Becks Veröffentlichung von 1986 bekannt geworden, stellt seit dem Ende des 20. Jahrhunderts eine alarmierende Zeit- und Gesellschaftsdiagnose dar, die gerade auch die politische Bildung in vielfältiger Wiese beschäftigte und noch beschäftigt. Heute, 25 Jahre später, hat sich das Bewusstsein gesellschaftlicher Risiken verbreitet, stellt gewissermaßen einen Gemeinplatz des politischen Lebens dar. Die Krisenbewältigung, die Eindämmung ökonomischer, ökologischer oder sozialer Risiken, rangiert auf der politischen Agenda ganz oben. Gefährdungen und Unsicherheiten fordern die Politik heraus, und die Sicherheitspolitik geht, spätestens seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts und der allseitigen Konstatierung asymmetrischer Konfliktlagen, von einem erweiterten Verständnis aus, das Risiken nicht mehr nur in einem engen national-staatlichen Rahmen der Landesverteidigung identifiziert.
„Risiken leben“ heißt der Schwerpunkt des vorliegenden Heftes, das der politischen Entwicklung und der fachlichen Debatte in Sachen Risikogesellschaft Rechnung tragen will. Er greift dazu verschiedene Politikfelder auf und diskutiert die aktuellen Konfliktpotenziale: Umwelt und Technologie, Wirtschaft und Soziales, Krieg und Frieden. Zugleich widmet er sich den Chancen und Schwierigkeiten der außer schulischen, „non-formalen“ politischen Bildung, die seit ihrer Institutionalisierung in der Bundesrepublik in besonderer Weise als Seismograph für gesellschaftliche Entwicklungen und als Experimentierort für politische Zukunftsentwürfe fungiert. „Risiken leben“ heißt für sie nicht das Hinnehmen globaler Trends im Sinne einer Zuschauerdemokratie, sondern die Aufforderung, sich aktiv in die Prozesse einzumischen, die das eigene Leben bestimmen.

Zu den Autoren

Dr. Wolfgang Beer ist Geschäftsführer Politische Bildung der Evangelischen Akademien in Deutschland (EAD e.V.) Berlin; freiberuflicher Publizist und Moderator.

Vinzenz Bosse schreibt zur Zeit eine Magister-Arbeit über Momente deutscher-deutscher Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.

Prof. Christoph Butterwegge lehrt Politikwissenschaft und ist Geschäftsführender Direktor des Instituts für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln.

Prof. Dr. Benno Hafeneger lehrt Erziehungswissenschaft an der Philipps-Universität Marburg und ist Mitglied der Journal-Redaktion.

Martin Kaiser ist Leiter der PfalzAkademie Lambrecht.

Dr. phil. Hans-Joachim Reeb (Dipl.-Päd.) ist Lehrbeauftragter an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, Dozent in der politischen Erwachsenenbildung und Mitarbeiter der Fachzeitschrift „Wochenschau“.

Johannes Schillo ist freier Journalist und Redakteur des Journals für politische Bildung.