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Medien auf dem Prüfstand

Spitzen-Journalisten berichten. Ein Interviewbuch

Bestellnummer: 40697 (Print) / 40698 (PDF)
Autoren/Hrsg.: Sigmund Gottlieb, Manuela Pietraß (Hg.)
unter Mitarbeit von: Franziska Augstein, Ulrich Deppendorf, Kai Diekmann, Sigmund Gottlieb, Richard Gutjahr, Helmut Markwort, Sonia Seymour Mikich, Manuela Pietraß, Heribert Prantl, Patricia Riekel
Erscheinungsjahr: 2018
Seitenzahl: 168
ISBN: 978-3-7344-0697-3 (Print) / 978-3-7344-0698-0 (PDF)
Reihe: Politisches Sachbuch
Neuheiten: Neuerscheinung

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Medien auf dem Prüfstand

Über das Buch

Acht Gespräche mit erstklassigen Journalistinnen und Journalisten aus unterschiedlichen Medien­bereichen (Print, TV, Rundfunk, Online-Medien) vermitteln einen Einblick in das Berufsfeld Journalismus. Der neue Band eröffnet Leserinnen und Lesern – in Zeiten des „Lügenpresse“-Vorwurfs – einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Medienwirklichkeit. Franziska Augstein, Ulrich Deppendorf, Kai Diekmann, Richard Gutjahr, Helmut Markwort, Sonia Mikich, Heribert Prantl und Patricia Riekel nehmen Stellung zu der Frage, welche Herausforderungen im täglichen Kampf um Qualität bewältigt werden müssen. Das Buch und die Filme mit den kompletten Interviews, die den Leserinnen und Lesern als Download zur Verfügung gestellt werden, vermitteln vielfältiges Wissen über Medien und über die Möglichkeiten des Publikums, Qualität in den Medien kritisch einzufordern.

Inhaltsübersicht

Vorwort des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog

Vorwort der Herausgeber


Interviews

„Ein hoher Anspruch ist stets schwer ­durchsetzbar“
Interview mit Dr. Franziska Augstein – Süddeutsche Zeitung

„Wir haben immer noch zu viele Talkshows“
Interview mit Ulrich Deppendorf – Ehemaliger Chefredakteur und Leiter des ARD-Hauptstadtstudios

„Wir müssen uns rasend schnell verändern“
Interview mit Kai Diekmann – Herausgeber der BILD Zeitung

„Nur Journalismus kann ich mir nicht leisten“
Interview mit Richard Gutjahr – Netzjournalist des Jahres (DIE ZEIT), freier Mitarbeiter ARD

„Der Journalismus ist mutiger geworden“
Interview mit Helmut Markwort – Herausgeber Focus

„Quotendruck ist da, auch von der Politik“
Interview mit Sonia Seymour Mikich – Chefredakteurin WDR 

„Bei Wulff hatte man Maß und Ziel verloren“
Interview mit Prof. Dr. Heribert Prantl – Mitglied der Chefredaktion und Chef des Ressorts Innenpolitik Süddeutsche Zeitung

„Nicht richten, sondern berichten“
Interview mit Patricia Riekel – Chefredakteurin BUNTE

 

Qualität als Publikumssache. ­Anmerkungen zu einer kompetenten Mediennutzung.
Von Manuela Pietraß

Nachwort der Präsidentin der Universität der Bundeswehr München, Merith Niehuss:
Der universitäre Campus als Raum für aktuelle gesellschaftliche Auseinandersetzungen 

Biografische Hinweise

Zu den Autoren

Franziska Augstein,
Dr., stammt aus Hamburg. Sie studierte Geschichte, Philosophie und Politologie in Berlin, Bielefeld und an der University of Sussex. Am University College London wurde sie mit einer Arbeit über die Anfänge der Ethnologie promoviert. Von 1997 bis 2001 war sie Redakteurin im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Seither arbeitet sie bei der „Süddeutschen Zeitung“. Von 2010 bis 2015 betreute sie die Seite „Das Politische Buch“. Derzeit ist sie Kolumnistin des Wirtschaftsressorts („Augsteins Welt“). Sie wurde mit dem Ernst-Robert-Curtius-Förderpreis und mit dem Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Essayistik“ ausgezeichnet.

Ulrich Deppendorf
studierte Jura an der Universität Münster. Er begann seine journalistische Karriere im öffentlich-rechtlichen Rundfunk 1976 mit einem Volontariat beim WDR. Deppendorf stieg rasch auf und war in vielen politischen und tagesaktuellen Formaten sowie Sondersendungen als Redakteur und Reporter tätig (u.a. „Tagesschau“, „Tagesthemen“, „Brennpunkte“). Von 1991-1998 war er Erster Chefredakteur von ARD-Aktuell (Tagesschau und Tagesthemen) in Hamburg. 1998-2002 war er Leiter und Chefredakteur Fernsehen des neu eröffneten ARD-Hauptstadtstudios in Berlin. 2002 kehrte er als WDR-Fernsehdirektor des WDR nach Köln zurück und übernahm dann 2007 erneut die Leitung und Chefredaktion des ARD-Hauptstadtstudios, die Moderation des "Berichts aus Berlin" und der "Berliner Runde" an Wahlabenden sowie der ARD-Brennpunkte zu wichtigen politischen Ereignissen. Für seine hervorragende publizistische Arbeit erhielt Ulrich Deppendorf 2015 den Sonderpreis des Medienpreises Politik des Deutschen Bundestages. Nach 298 Sendungen „Bericht aus Berlin“ und nach 38 Jahren im Dienst des WDR und der ARD ging er am 31.5.2015 in den Ruhestand, ist aber noch weiterhin journalistisch aktiv.

Kai Diekmann
ist ein deutscher Journalist. Er begann seine berufliche Tätigkeit 1985 beim Axel-Springer-Verlag als Volontär der Journalistenschule Axel Springer. Ab 1987 war er Parlamentskorrespondent für "Bild" und "Bild am Sonntag" in Bonn. Von 1989 bis 1991 war er Chefreporter bei der im Burda-Verlag erscheinenden Illustrierten "Bunte". Nach einem kurzen Engagement als stellvertretender Chefredakteur für die B.Z. wechselte er 1992 als Politikchef zur "Bild" nach Hamburg. Von 1998 bis 2000 war er Chefredakteur der "Welt am Sonntag", von Januar 2001 bis Dezember 2015 Chefredakteur der Zeitung "Bild". 2004 wurde er Herausgeber von Bild und Bild am Sonntag. Seit 2004 ist Kai Diekmann Mitglied im Beirat der türkischen Tageszeitung "Hürriyet". Zum 1. Januar 2016 übergab er seinen Posten als Chefredakteur der "Bild Zeitung" und widmete sich der Führung der Chefredakteure. Nach über 30 Jahren verließ Kai Diekmann den Springer-Verlag zum 31. Januar 2017.

Sigmund Gottlieb,
Prof., war fast 22 Jahre Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens. Eine vergleichbar lange 'Amtsdauer' im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt es nicht. Als Vizechef und Moderator des ZDF-heute-journals erlebte er die deutsche Wiedervereinigung an verantwortlicher Stelle. Der studierte Historiker und Politologe hat als Chefredakteur des angesehenen Bayerischen Fernsehens die deutsche Medienlandschaft aus der Perspektive des journalistischen Akteurs wie aus der des gestaltenden Managers kennengelernt. In der ARD hat er seine Meinung in fast 350 Kommentaren kundgetan. Sigmund Gottlieb befasst sich seit Jahren mit dem Thema Qualitätsjournalismus, ist Mitglied des Universitätsrates der Universität Passau und Kuratoriumsmitglied des Ifo-Instituts.

Richard Gutjahr
ist Absolvent der Deutschen Journalistenschule in München und hat an der Ludwig-Maximilians-Universität Politik und Kommunikations-Wissenschaften studiert. Er arbeitet als freier Mitarbeiter für die ARD und schreibt für diverse Tageszeitungen, u.a. "Rheinische Post", "Berliner Tagesspiegel" und "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Er ist Mitglied im Förderverein der Deutschen Journalistenschule sowie im Vorstand des Amerika Haus München e.V. Für seine Arbeit erhielt er diverse Auszeichnungen, u.a. 2006: Ernst-Schneider-Preis für herausragenden Wirtschaftsjournalismus; Netzjournalist des Jahres 2011 (Zeit Online). Das Grimme-Institut nominierte ihn 2013 und würdigte damit zum ersten Mal in der Geschichte des Grimme Online Awards die persönliche Leistung einer Einzelperson.

Roman Herzog,
Prof. Dr., war ein deutscher Jurist und CDU-Politiker, Minister in Baden-Württemberg (1978–1983), Richter am Bundesverfassungsgericht (1983-1994) und der siebte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland (1994–1999). Berühmt wurde Roman Herzogs „Ruck-Rede“ im Berliner Hotel Adlon, in der er für mehr Reformbereitschaft in Gesellschaft und Politik warb. 2003 wurde Herzog Namensgeber des ROMAN HERZOG INSTITUTS, das auf Initiative der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und der Arbeitgeberverbände der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie gegründet wurde, um interdisziplinär Antworten auf drängende Zukunftsfragen zu geben. Roman Herzog erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter mehrere Ehrendoktorwürden, den Karlspreis der Stadt Aachen, den European Statesman Award, den Deutsche Mittelstandspreis und den Karl-Valentin-Orden. Herzog verstarb am 10. Januar 2017 in Jena im Alter von 82 Jahren.

Helmut Markwort
absolvierte sein Abitur am Ludwig-Georgs-Gymnasium in Darmstadt. Seine Karriere begann er als Lokaljournalist und später Chefreporter bei verschiedenen Tageszeitungen in Darmstadt, Wuppertal, Nürnberg und Düsseldorf. 1964 übernahm er die Leitung der Stern-Redaktion für Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 1966 holte ihn Hubert Burda als Chefredakteur zu Bild und Funk. Nach vier Jahren wurde er Chefredakteur und Geschäftsführer beim Gong-Verlag. Von dort aus war er maßgeblich am Aufbau der Privatradios in Deutschland beteiligt, war Geschäftsführer bei Radio Gong und Antenne Bayern. Von 1993 bis 2010 war Markwort Gründungs- Chefredakteur und Geschäftsführer des Nachrichtenmagazins FOCUS. Danach fungierte er bis 2016 weiter als FOCUS-Herausgeber. Darüber hinaus leitet er seit 2007 die wöchentliche TV-Diskussions-runde „Sonntags-Stammtisch“, die im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wird.

Sonia Seymour Mikich
volontierte bei der "Aachener Volkszeitung" und studierte im Anschluss Politologie, Soziologie und Philosophie an der RWTH Aachen. Anschließend war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arnold-Gehlen-Forschungsgruppe an der RWTH Aachen. Von 1982 bis 1984 volontierte sie beim Westdeutschen Rundfunk und arbeitete später als Redakteurin, Moderatorin und Reporterin in der Programmgruppe Ausland Fernsehen des WDR. Von 1992 an war Sonia Mikich Korrespondentin in Moskau und wurde als erste Frau Leiterin des dortigen ARD-Studios. Von 1998 bis 2002 leitete sie das ARD-Studio in Paris. 2002 wurde sie Redaktionsleiterin und Moderatorin von MONITOR und 2011 Leiterin der Programmgruppe Inland. Seit Mai 2014 ist Sonia Seymour Mikich Chefredakteurin des WDR Fernsehen.

Manuela Pietraß,
Prof. Dr., studierte Kommunikationswissenschaft, Psychologie und Pädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ihre Dissertation in der pädagogischen Anthropologie wurde mit einem Stipendium der LMU gefördert; mit einer empirischen Untersuchung zur Medienrezeption habilitierte sie sich dortselbst zum Dr. phil. habil. Sie erhielt 2008 einen Ruf auf die W3-Professur für Medienpädagogik an der PH Freiburg. Seit 2010 ist sie W3-Professorin für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Medienbildung an der Universität der Bundeswehr München, seit 2011 Mitglied im Vorstand des Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, seit 2016 Vorsitzende der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft.

Heribert Prantl,
Prof. Dr. jur. Dr. theol. h.c., studierte Rechtswissenschaften, Geschichte und Philosophie. Parallel dazu absolvierte er eine journalistische Ausbildung als Stipendiat des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses der katholischen Kirche. Nach dem Zweiten Juristischen Staatsexamen war er als Richter an bayerischen Amts- und Landgerichten sowie als Staatsanwalt und Justizpressesprecher tätig. Im Jahr 1988 wechselte er den Beruf und wurde politischer Redakteur und Leitartikler mit Schwerpunkt Rechts- und Innenpolitik bei der Süddeutschen Zeitung (SZ). Seit 1995 leitet er dort das Ressort für Innenpolitik und ist seit 2011 auch Mitglied der SZ Chefredaktion. Weiterhin ist er seit 2010 als Honorarprofessor an der Universität Bielefeld tätig; die philosophisch-theologische Fakultät der Universität Erlangen verlieh ihm 2016 die Ehrendoktorwürde für seine Leitartikel zu den Festtagen. Für seine Arbeit erhielt er eine Vielzahl weiterer Auszeichnungen (u.a. Bayerische Verfassungsmedaille in Silber 2015, Brüder-Grimm-Preis 2012, Wilhelm-Hoegner-Preis 2011, Justizmedaille des Freistaats Bayern 2009, Roman-Herzog-Medienpreis 2007, Erich-Fromm-Preis 2006, Kurt-Tucholsky-Preis 1996; Geschwister-Scholl-Preis 1994).

Patricia Riekel
absolvierte ein Volontariat beim „Münchner Merkur“ und war anschließend als Redakteurin bei der „Augsburger Allgemeinen“, „Quick“ und freundin tätig. Als freie Autorin schrieb sie für verschiedene Zeitschriften. 20 Jahre leitete sie als Chefredakteurin die BUNTE und holte 1999 InStyle nach Deutschland. Sie war langjährige Herausgeberin der BurdaStyle-Magazine und ist Vorstandsvorsitzende der TRIBUTE TO BAMBI Stiftung.

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