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Parteien in Deutschland (eBook)

Krise oder Wandel?

Bestellnummer: 40052
Autoren/Hrsg.: Uwe Andersen (Hrsg.)
unter Mitarbeit von: Ulrich von Alemann, Uwe Andersen, Uwe Jun, Christine Pütz, Josef Schmid, Hermann Schmitt, Tim Spier, Udo Zolleis
Erscheinungsjahr: 2015
Seitenzahl: 144
ISBN: 978-3-7344-0052-0
Reihe: uni studien politik
Format: PDF

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Parteien in Deutschland (eBook)

Über das Buch

Uwe Jun: Parteienforschung
Die Parteienforschung ist fraglos ein Kerngebiet der Politikwissenschaft. Dieses sehr heterogene und umfassende Gebiet wird in systematischer Absicht dargestellt. Zentrale Forschungsergebnisse der letzten 25 Jahre werden resümierend betrachtet. Dabei stehen nicht nur politische Parteien als Organisationen im Vordergrund, sondern auch ihre Interaktionen in Parteiensystemen. Neben den spezifischen Ergebnissen der Parteienforschung geht der Beitrag auch ausführlicher auf Ursachen und Folgen der zunehmenden gesellschaftlichen Erosion etablierter Parteien in westlichen Demokratien ein und analysiert die Literatur zum Parteienwandel.
Party research is a central topic in political science. This heterogenous and comprehensive research field has been presented in a systematic intention. In this contribution main research results of the last 25 years are comprehended and evaluated. Political parties are not only seen als individual organisatins but also as interactive actors within party systems. Besides the specific results of party research this contribution also analyses the causes and consequences of the increasing societal erosion of political parties in western democracies and summarizes also the party change literature.

Ulrich von Alemann/Tim Spier: Die deutschen Parteien unter veränderten Rahmenbedingungen
Parteien können auf die Transformation ihrer gesellschaftlichen, institutionellen, organisatorischen und strategischen Rahmenbedingungen in unterschiedlicher Weise reagieren. Sie können zwischen Persistenz, Adaption und Alteration wählen, mit je unterschiedlichen Auswirkungen. Der vorliegende Beitrag illustriert am Beispiel des deutschen Parteiensystems die Fähigkeit von Parteien, auf Veränderungen in den Rahmenbedingungen des politischen Wettbewerbs zu antworten.
Political parties are able to react to transformations in their social, institutional, organizational and strategic environmental conditions in very different ways. They may choose between persistence, adaption and alteration, with varying consequences. This article illustrates the ability of political parties to respond to changes in the environmental conditions of political competition using the example of the German party system.

Josef Schmid/Udo Zolleis: Entwicklung ausgewählter Parteien: Dramatische Krisen - oder geplanter Wandel?
Der Artikel beschäftigt sich mit der aktuellen Entwicklung der Parteien in Deutschland und beleuchtet die entscheidende Herausforderung für die deutsche Parteiendemokratie. Mag der bevorstehende Bundestagswahlkampf im Super- und Krisenwahljahr 2009 manche organisatorische Schwäche der (Volks)Parteien überdecken und aufgrund der hohen Entscheidungsgeschwindigkeit des Krisenmanagements die Parteizentralen in den Vorgrund rücken. Die zentrale Zukunftsaufgabe von CDU und SPD besteht darin, ihre derzeit eklatanteste Schwäche zu beheben: Sie müssen gerade für die Organisation ihres Willensbildungsprozesses eine Zukunftsperspektive entwickeln. Ansonsten werden sie in Zukunft ihre Partizipations- und Interessensvermittlungsfunktionen nicht mehr erfüllen. Und damit werden sie politisch erlahmen.

Uwe Andersen: Konstanten und Veränderungen im deutschen Parteiensystem
Die durch Brüche und Systemwechsel gekennzeichnete politische Geschichte Deutschlands - zwei Weltkriege sowie Teilung und Wiedervereinigung - hat selbstverständlich auch das Parteiensystem stark beeinflusst. Dennoch sind nicht nur die Veränderungen, sondern auch die beachtlichen Konstanten des Parteiensystems interessant. Analysiert wird die Entwicklung des deutschen Parteiensystems im Kontext gesellschaftlicher Trends und staatlicher Rahmenbedingungen seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit Schwerpunkt bei der Bundesrepublik, aber unter Einbeziehung auch der DDR.
Modern German political history is characterised by breaks and radical changes of the political system - two world wars and division as well as reunification of Germany. These developments naturally have heavily influenced the party system. Still, not only its changes, but its continuities are remarkable. The development of the party system is analysed in the context of basic trends in the society and frame conditions of the political system, starting with the end of World War II. The focus is oriented towards the Federal Republic of Germany, but the party system of the German Democratic Republic is included, too.

Hermann Schmitt/Christine Pütz: Zur Stellung der deutschen Parteien im europäischen Parteiensystem
Eingangs gehen wir der Frage nach dem Wesen der europäischen Parteien und des europäischen Parteiensystems nach. Aus einer Mehrebenenperspektive heraus vertreten wir die Auffassung, dass nationale Parteien nichts "anderes" sind als europäische, sondern Bestandteil derselben. Wir lassen dann die Geschichte des europäischen Parteiensystems Revue passieren und konstatieren eine alles überragende Integrationsfähigkeit. Wir zeigen schließlich, dass die deutschen Parteien in Europa aus einer positionalen Perspektive bisher recht einflussreich gewesen sind, während sie in ideologischer Hinsicht nicht immer im Zentrum ihres jeweiligen europäischen Verbandes stehen.
This article examines the basic properties of European parties and the European party system. In a multilevel perspective we argue that national parties are not different from, but part of the European parties and the European party system. Reviewing the history of the European party system, the article proposes that perhaps the main characteristic of it is an overwhelming integration capacity. A final look at the Position of German parties in their European federations shows that they have been very influential in positional terms, while they cannot always represent their fellow-members in their respective European group in ideological terms.

Inhaltsübersicht

Uwe Andersen: Einleitung: Parteien - zentrale Akteure des politischen Systems

Uwe Jun: Parteienforschung
1. Einleitung
2. Grundlegendes zu Parteien: Definitionen, Ziele, Organisationscharakter und Handlungsfelder
3. Grundlegendes zu Parteiensystemen: Begriff und Analysekategorien
4. Etablierte Parteien verlieren an gesellschaftlicher Signifikanz mit der Folge spürbarer Veränderungen der Parteiensysteme
5. Wandel von Parteien und Parteiensystemen

Ulrich von Alemann/Tim Spier: Die deutschen Parteien unter veränderten Rahmenbedingungen
1. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen
2. Institutionelle Rahmenbedingungen
3. Organisatorische Rahmenbedingungen
4. Strategische Rahmenbedingungen
5. Fazit

Josef Schmid/Udo Zolleis: Entwicklung ausgewählter Parteien: Dramatische Krisen - oder geplanter Wandel?
1. Organisationsanalyse als Mythenjagd - ein Präzisierungsversuch zur Volkspartei
2. Die Entwicklung ausgewählter Parteien und Herausforderungen in der Wählerschaft
3. Herausforderungen und Leistungen der deutschen Parteien - eine Erfolgsgeschichte?
4. Schluss: Zur Lage im Vorfeld der Bundestagswahl 2009

Uwe Andersen: Konstanten und Veränderungen im deutschen Parteiensystem
1. Zur historischen Entwicklung
2. Neuformierung des deutschen Parteiensystems nach dem Zweiten Weltkrieg
3. Entwicklungen des bundesdeutschen Parteiensystems bis 1990
4. Besonderheiten des DDR-Parteiensystems
5. Herausforderungen und Perspektiven des deutschen Parteiensystems seit der Wiedervereinigung

Hermann Schmitt/Christine Pütz: Zur Stellung der deutschen Parteien im europäischen Parteiensystem
1. Einleitung/Fragestellung
2. Was ist das europäische Parteiensystem, was soll es sein?
3. Die Repräsentation der deutschen Parteien im Europäischen Parlament
4. Wie zentral oder randständig sind die deutschen Parteien in ihrer jeweiligen europäischen Partei?
5. Zusammenfassung und Ausblick

Zu den Autoren

Ulrich von Alemann
Professor für Politikwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitätsstr. 1, 40225 Düsseldorf

Dr. Uwe Andersen
Emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum,Trakehner Weg 40, 48308 Senden

Dr. Uwe Jun
Professor für Politikwissenschaft an der Universität Trier, Universitätsring, 54286 Trier

Dr. Christine Pütz
Referentin Europäische Union/Nordamerika der Heinrich-Böll-Stiftung e.V., Schumannstr. 8, 10117 Berlin

Dr. Josef Schmid
Professor für Politikwissenschaft an der Universität Tübingen, Melanchthonstr. 36, 72074 Tübingen

Dr. Hermann Schmitt
Privatdozent für Politikwissenschaft an der Universität Mannheim und Projektleiter am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) in 68131 Mannheim

Tim Spier
Akademischer Rat an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitätsstr. 1, 40225 Düsseldorf

Dr. Udo Zolleis
Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Tübingen, Melanchthonstr. 36, 72074 Tübingen

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