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Schule und Ethnozentrismus

Die subjektive Wahrnehmung von Sozialisationsinstanzen und ihre Bedeutung für die Entstehung politischer Orientierungen

Bestellnummer: 4232
Autoren/Hrsg.: Sven Gänger
Erscheinungsjahr: 2006
Auflage: 1
Seitenzahl: 389
ISBN: 978-3-89974232-9
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

39,80 €
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Schule und Ethnozentrismus - Die subjektive Wahrnehmung von Sozialisationsinstanzen und ihre Bedeutung für die Entstehung politischer Orientierungen

Über das Buch

In seiner qualitativen Studie erarbeitet der Autor eine differenzierte Typologie der Wahrnehmung von Schule und fragt nach Zusammenhängen mit ethnozentristischen Orientierungen. Es zeigt sich: Eine „umfassende demokratische Kultur“ und „vertrauensvoll-unterstützende soziale Beziehungen“ in der Schule gehen einher mit Distanz zu Ethnozentrismus. Aus einer anerkennungstheoretischen Deutung der Ergebnisse folgt, dass Prävention von Ethnozentrismus gelingen kann, wenn politische Bildung als Schulprinzip im Sinne einer anerkennungspädagogischen Schulentwicklung etabliert wird.

Inhaltsübersicht

Einleitung

A Einordnung der Arbeit in den Forschungsstand
1. Begriffsklärung
1.1 Ethnozentrismus
1.1.1 Enges Begriffsverständnis
1.1.2 Weites Begriffsverständnis

2. Erklärungsansätze
2.1 Das Desintegrations-Theorem
2.1.1 Quantitative Untersuchung zu „rechtsextremistischen Orientierungen bei Jugendlichen“ (Heitmeyer 1987)
2.1.2 Die qualitative Untersuchung: Bielefelder Rechtsextremismus-Studie
2.1.3 Kritik
2.1.4 Präzisierung des Ansatzes
2.1.5 Fazit

2.2 Autoritarismus
2.2.1 Studien zum autoritären Charakter
2.2.2 Aktuelle Ansätze des Autoritarismus

2.3 Honneths Anerkennungs-These
2.3.1 Anschlussstellen zum Desintegrationsansatz und zum Autoritarismus
2.4 Einordnung der eigenen Untersuchung

3. Forschungsstand
3.1 Sozialisationsinstanz Schule
3.1.1 Bildungsniveau und Ethnozentrismus
3.1.2 Schulkultur und Ethnozentrismus – Forschungsergebnisse
3.1.3 Weitere Forschungsergebnisse zu Schule und Ethnozentrismus
3.1.4 Zusammenfassung

3.2 Sozialisationsinstanz Familie
3.2.1 Zum Einfluss elterlicher Kontrolle
3.2.2 Zum Einfluss des Erziehungsstils
3.2.3 Zum Einfluss der emotionalen Qualität der Eltern-Kind-Beziehung
3.2.4 Zusammenfassung

4. Einordnung der eigenen Untersuchung in den Forschungsstand und forschungsleitende Fragen
4.1 Von der „These der sozialen Kompetenz“ zur „These der Qualität der sozialen Beziehungen“
4.1.1 Begriffsbestimmung Klassenklima
4.1.2 Klassenklima und „soziale und moralische Entwicklung“
4.1.3 Präzisierung der forschungsleitenden Fragen

4.2 Zusammenfassung

B Methodik

5. Zum Problem der „Offenheit“ qualitativer Forschung
5.1 Offenheit als Merkmal qualitativer Forschung
5.2 „Emergenzkonzept“ oder „theoriegeleitete qualitative Forschung“
5.3 Zusammenfassung und Folgerungen

6. Vorgehen im Forschungsfeld
6.1 Auswahl und Erprobung der Erhebungsinstrumente
6.1.1 Leitfaden-Interview
6.1.2 Klassendiskussion

6.2 Auswahl der Stichprobe
6.2.1 Qualitativer Stichprobenplan
6.2.2 Ablauf der Kontaktaufnahme mit Schulen und Klassen
6.2.3 Übersicht über die teilnehmenden Schulen, Klassen und Schülerinnen und Schüler

6.3 Auswertung
6.3.1 Empirisch begründete Typenbildung
6.3.2 Definition von Typologie und Typus
6.3.3 Stufen der Typenbildung
6.3.4 Zusammenfassung

C Auswertungsergebnisse

7. Politische Orientierungen
7.1 Datenerhebung und Auswertung
7.1.1 Ethnozentristische Argumentationen
7.1.2 Pluralistische Argumentationen

7.2 Typologie der politischen Orientierungen
7.2.1 Darstellung der einzelnen Typen
7.2.2 Übersicht

8. Die subjektive Wahrnehmung der Interaktionen in der Schule
8.1 Demokratische Kultur in der Schule
8.1.1 Diskussionskultur
8.1.2 Eigenverantwortung
8.1.3 Partizipation
8.1.4 Typologie der demokratischen Kultur in der Schule

8.2 Qualität der sozialen Beziehungen in der Schule
8.2.1 Lehrer-Schüler-Beziehung
8.2.2 Schüler-Schüler-Beziehung
8.2.3 Unterstützung
8.2.4 Gerechtigkeit
8.2.5 Typologie der Qualität der sozialen Beziehungen in der Schule

8.3 Zusammenfassung
8.3.1 Demokratische Kultur und Qualität der sozialen Beziehungen in Profilschulen und anderen Schulen
8.3.2 Demokratische Kultur und Qualität der sozialen Beziehungen – Vergleich von Jungen und Mädchen

8.4 Politische Orientierungen und die Wahrnehmung der Schule
8.4.1 Politische Orientierung und „demokratische Kultur in der Schule“
8.4.2 Politische Orientierungen und die Qualität der sozialen Beziehungen in der Schule
8.4.3 Vergleich von „Risikogruppe“ und „Distanzierten“
8.4.4 Zusammenfassung

9. Die subjektive Wahrnehmung der Interaktionen in der Familie
9.1 Affektive Beziehungen
9.1.1 Typologie der affektiven Beziehungen

9.2 Erziehungsstile
9.2.1 Erziehungswirkung
9.2.2 Erziehungsstrategie
9.2.3 Typologie der Erziehungsstile

9.3 Zusammenfassung
9.3.1 Die Interaktionen in der Familie – Vergleich von Profilschulen und anderen Schulen
9.3.1 Die Interaktionen in der Familie – Vergleich von Jungen und Mädchen

9.4 Politische Orientierungen und Interaktionen in der Familie
9.4.1 Politische Orientierung und affektive Beziehung
9.4.2 Politische Orientierung und Erziehungsstil
9.4.3 Vergleich der Risikogruppen
9.4.4 Zusammenfassung

10. Politische Orientierungen und die subjektive Wahrnehmung der Schule und der Familie
10.1 Vergleich von Risiko- und Distanzgruppe
10.1.1 Merkmalsraum für die Typologien der affektiven Beziehung in der Familie und der Qualität der sozialen Beziehungen in der Schule
10.1.2 Merkmalsraum für die Typologien der affektiven Beziehung in der Familie und der demokratischen Kultur in der Schule
10.1.3 Merkmalsraum für die Typologien des Erziehungsstils in der Familie und der Qualität der sozialen Beziehungen in der Schule
10.1.4 Merkmalsraum für die Typologien des Erziehungsstils in der Familie und der demokratischen Kultur in der Schule
10.1.5 Zusammenfassung

10.2 Ethnozentrismus als negative subjektive Anerkennungsbilanz in Schule und Familie
10.2.1 Identität und Anerkennung
10.2.2 Schulische Interaktionen in anerkennungstheoretischer Perspektive
10.2.3 Eine anerkennungstheoretische Deutung der Typologien der Wahrnehmung von Schule
10.2.4 Eine anerkennungstheoretische Deutung der Typologien der Wahrnehmung von Familie
10.2.5 Politische Orientierungen und Anerkennung und Missachtung in Schule und Familie: Eine Deutung auf der Ebene der Typologien
10.2.6 Politische Orientierungen und Anerkennung und Missachtung in Schule und Familie: Eine Deutung von vier Einzelfällen

10.3 Fazit

D Ausblick

11. Einordnung der Ergebnisse in den Forschungsstand
11.1 Typologien der Schulwahrnehmung zeichnen ein differenziertes Bild schulischen Lernens
11.2 Profilschulen sind Beispiele für das Potential von Schulentwicklungsprozessen
11.3 Differenzierung des Forschungsstandes zu Schule und Ethnozentrismus
11.4 Von der Beschreibung zur Deutung: Ethnozentrismus als versagte Anerkennung

12. Politische Bildung als Schulprinzip – für eine anerkennungspädagogische Schulentwicklung zur Prävention von Ethnozentrismus

E Literatur
F Verzeichnis der Abbildungen