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Sprachsensibler Geschichtsunterricht

geschichte für heute 1/2019

Bestellnummer: gfh1_19 (Print) / 40787 (PDF)
Autoren/Hrsg.: Bundesverband der Geschichtslehrer in Deutschland und Landesverbände (Hg.)
unter Mitarbeit von: Sebastian Barsch, Thomas Martin Buck, Katharina Grannemann, Christian Kuchler, Kerstin Lochon-Wagner, Nicole Stein
Erscheinungsjahr: 2019
Seitenzahl: 144
ISBN: gfh1_19 (Print) / 978-3-7344-0787-1 (PDF)
Reihe: geschichte für heute
Neuheiten: Neuerscheinung

Verfügbarkeit: Vorbestellen, erscheint Anfang Januar 2019

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Sprachsensibler Geschichtsunterricht

Über das Buch

Geschichte ist in der Sek I ein weitgehend mündliches Fach. Während die allgemeine Sprachkompetenz immer weiter zurückgeht, haben viele Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten, sich im Geschichtsunterricht fachangemessen auszudrücken, besonders im schriftlichen Bereich. Dabei haben sprachliche Quellen immer noch einen bedeutenden Anteil im Unterricht. Als Aufgabe für Seminarausbildung ergibt sich Handlungsbedarf: Lehramtsanwärter müssen in Planung- und Durchführungsebene geschult werden, im Blick auf sprachsensiblen Geschichtsunterricht fach- und sachangemessene Aufgaben zu stellen. Dies gilt nicht nur für sprachliche Quellen, sondern auch für Bilder, Fotos und Audioquellen. 

Geschichtsunterricht an modernen Schulen findet in Klassen statt, deren Schüler unterschiedliche kulturelle und sprachliche Voraussetzungen haben. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, Lehrpersonen dahingehend zu schulen, dass sie die sprachlichen Voraussetzungen von anspruchsvollen Texten im Unterricht klären können. Die Schüler werden dadurch dazu befähigt, nicht nur Geschichte, sondern auch (Fach-)Sprache zu lernen. Um Schülerinnen und Schüler über die sprachlichen Voraussetzungen historischen Lernens aufklären zu können, müssen Lehrer die bildungssprachlichen Anforderungen der Gegenstände, die sie lehren, verstehen. Bildungssprache unterscheidet sich von Alltagssprache. Nicht selten haben Schüler noch wenig Erfahrung mit den sprachlichen Voraussetzungen der Texte und Aufgaben, die ihnen im Geschichtsunterricht der Schule begegnen. Kurz: Es ist nicht nur wichtig zu erkennen, dass Geschichte eine sprachbasierte Disziplin ist. Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrer müssen bei der Klärung bildungssprachlicher Voraussetzungen historischen Lernens auch unterstützt werden.

Bei vielen Lernenden, unabhängig davon, ob ein- oder mehrsprachig, besteht in Deutschland ein großes Defizit im Hinblick auf ihre Lese- und Schreibkompetenz. Dadurch entstehen häufig Verständnisprobleme im Umgang mit Lehrbuchtexten und Quellen. Diese Kompetenzen entwickeln sich nicht automatisch, sondern bedürfen einer stetigen Einübung und professionellen Entwicklung. Syntaktische Strukturen und entsprechende Begriffe müssen eingeführt und reflektiert werden. Schließlich gilt es, großes sprachliches Potential ebenso zu erschließen, wie die Möglichkeit, eigene Denk- und Ausdrucksprozesse bei den Lernenden. Hierdurch wird die wichtigste Kompetenz von allen gefördert: selbstbestimmtes, kritisches Denken.

Inhaltsübersicht

Sprachsensibler Geschichtsunterricht

Thomas Martin Buck
Plädoyer für einen sprachsensiblen Unterricht im Fach Geschichte

Kerstin Lochon-Wagner
Sprachsensibler Geschichtsunterricht - Wege in die Unterrichts- und Ausbildungspraxis

Katharina Grannemann, Christian Kuchler
(Die) Sprache als Maß aller Dinge.
Perspektiven für einen sprachsensiblen Geschichtsunterricht

Nicole Stein
Historisches Denken und Sprache:
Integration und Empowerment durch einen sprachbewussten Geschichtsunterricht

Impulse für den Geschichtsunterricht

Sebastian Barsch
Wem gehört die Erinnerung?
Historisches Lernen in Zeiten der Digitalität

Geschichte vor Ort - außerschulische Lernorte

Museum Falkensee als außerschulischer Lernort


VGD - Berichte aus dem Bundesverband und den Landesverbänden

Buchbesprechungen

Leitrezensionen
Populismus – notwendiges Korrektiv oder stete Bedrohung der Demokratie? (von Uwe Walter)
Ordnung durch massive Gewalt behaupten? Eine neue Geschichte der deutschen Revolution 1918/19 (von Klaus Weinhauer)

Zu den Autoren

Prof. Dr. Thomas Martin Buck
Professur für Geschichte und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, Institut für Sozialwissenschaften

Katharina Grannemann, M.A.
Projektkoordination „Sprachsensibles Unterrichten fördern“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Institut für Soziologie

Prof. Dr. Christian Kuchler
leitet seit dem Sommersemester 2012 den Lehr- und Forschungsbereich der Didaktik der Gesellschaftswissenschaften an der RWTH Aachen. Nach langjähriger Tätigkeit an verschiedenen Schulen unterrichtete er an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie an der Universität Regensburg. Seit 2015 Vorstandsvorsitzender des Lehrerbildungszentrums an der RWTH Aachen.

Kerstin Lochon-Wagner
Studiendirektorin, Fachleiterin für Geschichte und bilinguale Geschichte am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (Zfsl) Bochum

Nicole Stein
Mitarbeiterin des Landesinstituts für Schulentwicklung, 70191 Stuttgart, Referat 32

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