Telefonische Beratung & versandkostenfreie Bestellung* 06196 - 8 60 65

Anmeldung für unseren Newsletter und Katalogservice.

Soziale Marktwirtschaft

Standortwettbewerb als Gegenstand der politischen Bildung

Bestellnummer: 4609
Autoren/Hrsg.: Wolfgang Quaisser
Erscheinungsjahr: 2010
Auflage: 1
Seitenzahl: 144
ISBN: 978-3-89974609-9
Reihe: Tutzinger Schriften zur politischen Bildung
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

14,80 €
*

Soziale Marktwirtschaft - Standortwettbewerb als Gegenstand der politischen Bildung

Über das Buch

Deutschland stand in den vergangenen zwei Jahrzehnten wirtschaftlich und sozial vor der Herausforderung, die nationale Einheit zu bewältigen sowie Globalisierung und europäische Integration, insbesondere die Osterweiterung, als Chance zu nutzen. Mit der jetzigen Finanz- und Wirtschaftskrise kommt eine weitere Bewährungsprobe hinzu. Kritiker halten die Soziale Marktwirtschaft für ein Auslaufmodell, ihren Befürwortern gilt sie als Exportschlager. Vergessen wird vielfach, dass die Soziale Marktwirtschaft kein starres Konstrukt ist, sondern ihre Anpassungsfähigkeit im Zuge von veränderten technologischen und internationalen Rahmenbedingungen schon mehrfach unter Beweis gestellt hat. Der vorliegende Band thematisiert zentrale wirtschaftspolitische Herausforderungen für das deutsche Wirtschaftssystem und stellt sie in den Kontext der politischen Bildungsarbeit der Akademie.

Inhaltsübersicht

Tabellen, Schaubilder und Übersichten
Vorwort des Akademiedirektors
Vorwort
1. Herausforderungen für die Soziale Marktwirtschaft: Deutsche Einheit, Globalisierung und Osterweiterung
2. Die Soziale Marktwirtschaft Deutschlands im Standortwettbewerb
2.1. Die Soziale Marktwirtschaft – ein konsistentes Modell?
2.2. Legitimationsproblem: Wachstum und Beschäftigung
2.3. Externe und interne Schocks
2.4. Das Ende des Sozialstaates?
2.5. Hat Deutschland ein Wettbewerbsproblem?
2.6. Deutschland, eine Basarökonomie?
2.7. Wachstums- und Beschäftigungseffekte durch Osterweiterung
und Globalisierung
2.8. Sind wir besser, als wir glauben?
2.9. Aufstieg und Niedergang von Nationen
2.10. Mehrdimensionale Gründe für die Wachstumsschwäche
3. Ostdeutschlands Transformation als Sonderweg
3.1. Transformationskrise in Ostdeutschland und Ostmitteleuropa
3.2. Ursache der divergierenden Entwicklungen
3.2.1. Ostmitteleuropa: Kopie des deutschen Nachkriegsmodells
3.2.2. Ostdeutschland: Einzigartiges Transformationsmodell
aufgrund der Sonderbedingungen der deutschen Einheit
3.3. Verschiedenartige ordnungspolitische Modelle
3.3.1. Ostdeutschland: Einziger Fall einer kompletten Schocktherapie
3.3.2. Ostmitteleuropa: Transformation ohne soziale Absicherung
3.4. Soziale und politische Implikationen der Transformation
3.4.1. Ostdeutschland: Frustrationen führen zu markant
unterschiedlichen Wahlverhalten
3.4.2. Ostmitteleuropa: Frustrationen führen zu politischen Instabilitäten
3.5. Perspektiven und Probleme: Verschärfter Standortwettbewerb
3.5.1. Ostmitteleuropa: Die „kleinen Tiger“ müssen sich in der
europäischen Integration und der Globalisierung behaupten
3.5.2. Ostdeutschland: Schwieriger Weg zur Wettbewerbsfähigkeit
3.6. Was lehrt uns Ostmitteleuropa?
4. Die Finanz- und Wirtschaftskrise
4.1. Einführung: Verunsicherungen und offene Fragen
4.2. Die Dramatik des Wirtschaftseinbruchs
4.2.1. Größte Wirtschaftskrise seit 1929
4.2.2. Auslöser der Krise: Spekulationsblasen platzen,
Kreditmärkte frieren ein
4.3. Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise
4.3.1. „Jedem US-Amerikaner sein eigenes Haus“
4.3.2. Die Politik des leichten Geldes: „Die Inflation ist besiegt!“
4.3.3. Globale Ungleichgewichte: Die Ersparnisse der Chinesen
finanzieren den amerikanischen Konsum auf Pump
4.3.4. Der Kreditmarkt „hebt ab“. Die „hohe Kunst“
der Finanzmarktmathematik entpuppt sich als Illusion
4.3.5. Gefährliche Mechanismen verstärken die Krise
4.4. Bedrohungen der Weltwirtschaft und Wege aus der Krise
4.4.1. Kernschmelze im Finanzsystem
4.4.2. Von der Deflation zur Depression
4.4.3. „Das Ende der Globalisierung?“
4.4.4. Von der Deflation zur Inflation oder sogar Hyperinflation?
4.4.5. Droht der Staatsbankrott?
4.4.6. Überbordende Staatstätigkeit
4.4.7. Bricht die Eurozone auseinander?
4.5. Politische Dimension der Neuordnung des Finanzsektors
4.6. Ausblick
5. Die Soziale Marktwirtschaft im Wandel – Herausforderungen
für die politische Bildung
5.1. Stimmungslage: Schwindende Akzeptanz
der Sozialen Marktwirtschaft
5.2. Die Finanz- und Wirtschaftskrise: Anforderungen an die Ökonomie,
Demokratie und ökonomische Wissensvermittlung?
5.3. Wirtschafts- und Sozialpolitik in der Bildungsarbeit
5.4. Perspektiven

Literaturverzeichnis


Tabellen, Schaubilder und Übersichten
Tabellen
Tabelle 1.1. Entwicklung des Außenhandels und der Weltproduktion (jährliche
Veränderungen, real)
Tabelle 1.2. Außenhandel verschiedener Regionen und Deutschlands in % des BIP
Tabelle 1.3.Bruttokapitalströme in EU- und OECD-Ländern (in % des
jeweiligen BIP)
Tabelle 2.1. Verwendung des deutschen BIP (Veränderung gegenüber
dem Vorjahr in Prozent, preisbereinigt)
Tabelle 2.2. KOF-Index der Globalisierung, ausgewählte Länder
Tabelle 2.3. Der Globale Wettbewerbsindex (GWI) des World Economic Forum
2007 - 2008 (Rangpositionen 1: beste Position von 131 Ländern)
Tabelle 3.1. Wirtschaftswachstum 2004 - 2007
Tabelle 3.2. Arbeitslosenquote im Vergleich
Tabelle 4.1. Wichtige Wirtschaftsindikatoren für ausgewählte Länder und
Regionen 2007 - 2010
Tabelle 4.2. Budgetdefizite und Schuldenstand in
ausgewählten Ländern 2007 - 2010
Tabelle 4.3. Staatsschulden, Saldo des Staatshaushaltes und fiskalischer
Anpassungsbedarf (in % des BIP)
Tabelle 5.1. Ausgewählte offene Fachtagungen, in Eigenregie
bzw. mit Kooperationspartner

Schaubilder
Schaubild 1.1. Ausgewählte intra- und interregionale Handelsströme von verarbeitenden Erzeugnissen (2006)
Schaubild 1.2. Entwicklung der Nettokapitalströme in Schwellen-
und Entwicklungsländern
Schaubild 2.1. Reale Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes
(BIP, Wachstumsraten im Vergleich zum Vorjahr)
Schaubild 2.2. Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland
Schaubild 2.3. Veränderte Rahmenbedingungen für die deutsche Volkswirtschaft
Schaubild 2.4. Höhe der deutschen Sozialausgaben in Relation
zur Wirtschaftsleistung
Schaubild 2.5. Entwicklung der industriellen Arbeitskosten je Stunde
(Arbeiter und Angestellte) im internationalen Vergleich (in Euro)
Schaubild 2.6. Schematische Darstellung des globalen Wettbewerbs
Schaubild 2.7. Outsourcing im Vergleich zu Offshoring für deutsche Firmen
nach Ostmitteleuropa (2000)
Schaubild 2.8. Schematische Darstellung der Wirkungen der Globalisierung
Schaubild 2.9. Finanzierungssaldo des Staates und Schuldenstand
Deutschlands in % des BIP (nach „Maastricht-Abgrenzung“)
Schaubild 2.10. Vergleich der langfristigen Entwicklung des
Brutto-Nationaleinkommens, Pro-Kopf zwischen einzelnen
Ländergruppen (1950 – 2004), gewichteter Durchschnitt,
(USA = 100)
Schaubild 3.1. Entwicklung des BIP (real) in den neuen EU-Mitgliedsstaaten
und den neuen Bundesländern (1989 = 100)
Schaubild 3.2. Konvergenzprozess Ostdeutschlands (einschließlich Berlin) gemessen am nominalen BIP (Westdeutschland = 100)
Schaubild 4.1. Case-Shiller Hauspreisindex für die USA
(Monatswerte; Januar 2000 = 100)
Schaubild 4.2. Ursachenkomplex und Erscheinungsformen der Krise
Schaubild 4.3. Saldo der Leistungsbilanz der USA und Chinas
(in % des BIP, 2009 und 2010 Prognose)
Schaubild 4.4. Neue Finanzinstrumente und der Prozess
der Verbriefung auf den Kreditmärkten
Schaubild 4.5. Die Krise im Subprime-Immobilienbereich
und ihre fatalen Folgen
Schaubild 4.6. Schematische Darstellung der Verstärkungs- und Ausbreitungsmecha-
nismen der Finanzkrise
Schaubild 4.7. Konjunkturprogramme (in % des BIP) und Maßnahmen in Deutschland
zur Stabilisierung des Finanzsektors und der Realwirtschaft (2009 und 2010)
Schaubild 4.8. Kredithürde im verarbeitenden Gewerbe nach Größenklassen von
Juni 2003 bis Januar 2010
Schaubild 4.9. Kapitalmobilität und Bankenkrisen
Schaubild 4.10. Entwicklung der Geldmenge M 3 im Euroraum
Schaubild 4.11. Anstieg der öffentlichen Verschuldung (Brutto) als Folge der Finanz-
und Wirtschaftskrise (in % des BIP)
Schaubild 4.12. Altersbedingte Staatsausgaben in verschiedenen EU-Ländern
(Projektionen von 2007 bis 2060, in % des BIP)
Schaubild 4.13. Prämien für Kreditausfallswaps
Schaubild 4.14. Weltweite Industrieproduktion
Schaubild 4.15. Weltbörsen
Schaubild 4.16. Welthandel
Schaubild 5.1. Umfrage: Hat sich die Soziale Marktwirtschaft bewährt?
Schaubild 5.2. Umfrage: Kann die Politik die wirtschaftlichen Probleme
des Landes lösen?
Schaubild 5.3. Umfrage: Geht es in unserer Gesellschaft sozial gerecht zu?
Schaubild 5.4. Umfrage: Was brauchen wir für die Zukunft
der Sozialen Marktwirtschaft?

Übersichten
Übersicht 2.1. Merkmale und Besonderheiten der Sozialen
Marktwirtschaft Deutschlands
Übersicht 2.2. Welche Länder haben den Euro eingeführt und wann?


Kasten
Kasten 2.1. Kontroverse über Mindestlöhne
Kasten 2.2. Deutschland im Steuerwettbewerb mit den neuen EU-Mitgliedsländern
Kasten 2.3. Grenzregionen nach der EU-Erweiterung
Kasten 3.1. Diskussion über Aufbau Ost in der Akademie
Kasten 4.1. Krisenmanagement und Maßnahmen zur Konsolidierung und
Regulierung des Finanzsektors in Deutschland
Kasten 4.2. Finanzmarktregulierung: Vereinbarungen, Aufgaben, bisherige
Maßnahmen und offene Fragen (Januar 2010)
Kasten 4.3. Vergleich Große Depression ab 1929 und Finanz- und Wirtschaftskrise
ab 2008

Zu den Autoren

Dr. Wolfgang Quaisser ist Dozent für Wirtschafts- und Sozialpolitik an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Osteuropa-Institut in Regensburg. Seine Arbeits- und Publikationsschwerpunkte sind: Standortfragen der Sozialen Marktwirtschaft Deutschlands, Transformation der Volkswirtschaften des östlichen Europas, Vertiefung und Erweiterung der EU.

Sie könnten auch an folgenden Artikeln interessiert sein