Katalogservice

Telefonische Beratung & Bestellung:  06196 - 8 60 65

Soziale Marktwirtschaft

Stagnation, Umbau oder Neubeginn?

Bestellnummer: 4115
Autoren/Hrsg.: Uwe Andersen (Hrsg.)
unter Mitarbeit von: Anja Besand, Gotthard Breit, Ronald Clapham, Hans-Jürgen Friedrichs, Michael von Hauff, Helmut Leipold, Sandra Ludwig, Peter Massing, Lenore Sauer, Christoph Weishaupt, Christian Wey, Horst Friedrich Wünsche
Erscheinungsjahr: 2004
Auflage: 1
Seitenzahl: 160
ISBN: 978-3-89974115-5
Reihe: politische bildung
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

18,00 €
*

Soziale Marktwirtschaft - Stagnation, Umbau oder Neubeginn?

Über das Buch

ABSTRACTS
Ronald Clapham: Entstehung und Entwicklung des Konzepts der Sozialen Marktwirtschaft
Ordnungspolitische Leitidee der Sozialen Marktwirtschaft ist, auf der Basis der Wettbewerbswirtschaft die freie Initiative mit einem gerade durch die marktwirtschaftliche Leistung gesicherten sozialen Fortschritt zu verbinden. Aufbauend auf der neoliberalen Freiburger Schule und auf sozialethischen Wertvorstellungen und in Ausweitung staatlicher Kompetenz auf marktkonforme Wirtschafts- und Sozialpolitik entwickelte Müller-Armack die Idee einer sozial gestalteten Marktwirtschaft. Sie beinhaltet Privatautonomie, Wettbewerbs-, Geld- und Sozialordnung sowie systemkonforme Wirtschaftsprozesspolitik. Drei Varianten des Konzepts und die Diskussion um eine Neue Soziale Marktwirtschaft werden vorgestellt.

Michael von Hauff/Lenore Sauer: „Soziale“ Marktwirtschaft und Reform des Sozialstaats
Die Soziale Marktwirtschaft gilt als sehr erfolgreiche Wirtschaftsordnung, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland erstmals eingeführt wurde. Obwohl die soziale Dimension der Sozialen Marktwirtschaft von Beginn an kontrovers diskutiert wurde, kam es seit Beginn der 80erJahre zu einer heftigen Kontroverse. Einerseits wird der ausufernde Sozialstaat als Hemmnis für die wirtschaftliche Dynamik der Bundesrepublik Deutschland kritisiert, während andererseits der Sozialstaat als wichtiger Korrektur- und Stabilitätsfaktor des marktwirtschaftlichen Systems positiv hervorgehoben wird. Es besteht jedoch heute ein weitgehender Konsens darüber, dass es auch beim deutschen Sozialstaat Reformbedarf gibt. Reformen sollten jedoch an den Kriterien Effizienz und Effektivität orientiert werden.

Horst Friedrich Wünsche: Soziale Marktwirtschaft: Die aktuelle Wirtschaftsordnung und die Ordnungsvorstellungen von Ludwig Erhard
Seit geraumer Zeit befindet sich Deutschland wirtschaftlich und sozial in einer schwierigen Situation. Viele behaupten, die aktuellen Probleme wären mit einer Rückbesinnung auf Erhards Soziale Marktwirtschaft schnell gelöst. In Deutschland könnte ein neues „Wirtschaftswunder“ entstehen. Das Erhardsche Konzept hat sich zu einem Mythos verklärt. Im vorliegenden Beitrag werden Erhards politische Leitvorstellungen und seine sozialphilosophischen und sozialethischen Ansichten beschrieben.

Helmut Leipold/Sandra Ludwig: Soziale Marktwirtschaft
und europäische Wirtschaftsordnung
Dieser Beitrag geht folgenden Fragen nach: Welchen Einfluss hat das Leitbild der Sozialen Marktwirtschaft auf die Gestaltung der europäischen Wirtschaftsordnung genommen? Inwieweit haben sich die realen Integrationsprozesse von den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft entfernt? Diese Fragen werden dabei getrennt für das Prinzip der „Freiheit auf dem Markt“ und das Prinzip des „sozialen Ausgleichs“ als den beiden Grundprinzipen des Konzept der Sozialen Marktwirtschaft beantwortet.

Christian Wey: Soziale Marktwirtschaft im Zeichen der Globalisierung
Das Wirtschaftssystem der Sozialen Marktwirtschaft verbindet das Prinzip des freiheitlichen Wettbewerbs mit der Idee des sozialen Ausgleichs. Im Zuge der „Globalisierung“ ist sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft als auch das Ausmaß sozialpolitischer Maßnahmen auf den Prüfstand gekommen. Mit der Globalisierung werden in diesem Beitrag zwei Makrotrends verstanden: erstens die Internationalisierung der Wirtschaft und zweitens der Übergang in die Informationsgesellschaft. Diese Entwicklungen haben nicht nur den internationalen Konkurrenzdruck nachhaltig verschärft, sondern auch die Natur des Wettbewerbs selber, wobei Monopole eine zunehmende Herausforderung darstellen. Anhand der Wettbewerbspolitik und der deutschen Arbeitsmarktordnung wird veranschaulicht, welche konzeptionellen Herausforderungen von der Globalisierung für die Gestaltung einer wettbewerbsfähigen Sozialen Marktwirtschaft ausgehen. Hierzu gehören insbesondere der Schutz des Wettbewerbs gegen Monopolisierung, die Stärkung des marktwirtschaftlichen Ordnungsprinzip in der Sozialpolitik sowie der Ausbau der globalen Steuerungssysteme.

Hans-Jürgen Friedrichs/Christoph Weishaupt:Soziale Marktwirtschaft im Wandel: Unterschiedliche Zukunftsentwürfe für die Ausgestaltung des Sozialstaats in der Diskussion – Didaktisch-methodische Überlegungen zu einer Unterrichtsreihe in der Sekundarstufe II
Die Auseinandersetzung um Reformbedürftigkeit und Reform(un)fähigkeit des Sozialstaats bestimmt in erheblichem Maße die aktuelle politische Diskussion. Wie können die komplexen Inhalte im Unterricht erarbeitet werden? Der didaktische Beitrag stellt einen möglichen Weg vor. Neben der Erarbeitung grundlegender Texte zur sozialen Marktwirtschaft in Form des klassischen Lehrgangs steht der Vorschlag, die aktuelle Debatte aus unterschiedlichsten Perspektiven unter Rückgriff auf die „Expertenmethode“ zu erarbeiten. Dem selbstständigen und wissenschaftspropädeutischen Arbeiten wird dabei ein besonderer Stellenwert eingeräumt.

Anja Besand: Birkenstockschuh und Strickpullover. Zur symbolischen Interpretation der Repräsentanten politischer Bildung
Im Mittelpunkt des Beitrags steht die Frage, wie politische Bildung in den Augen ihrer Adressaten erscheinen könnte, wie sie wirkt und welche komplexen Bilder von ihr in der Gesellschaft existieren. Fragen dieser Art sind nicht leicht zu beantworten, denn wie lassen sich solche Vorstellungen ermitteln? Der Beitrag nähert sich dem Problem deshalb eher indirekt, indem er die Stereotype untersucht, die sich in Medien und Abizeitungen von der Figur des Gemeinschaftskundelehrers finden lassen. Das Ergebnis dieser Analyse ist für die politische Bildung einigermaßen desaströs

http://www.zeitschriftpolitischebildung.de/

Inhaltsübersicht

Uwe Andersen: Einleitung: Soziale Marktwirtschaft – Stagnation, Umbau oder Neubeginn?

Ronald Clapham: Entstehung und Entwicklung des Konzepts der Sozialen Marktwirtschaft
1. Einführung: Die ordnungspolitische Leitidee der Sozialen Marktwirtschaft
2. Die Entstehung des Konzepts der Sozialen Markwirtschaft
3. Überblick über die Systemelemente der Sozialen Marktwirtschaft
4. Ordnungspolitische Varianten der Sozialen Marktwirtschaft

Michael von Hauff/Lenore Sauer: „Soziale“ Marktwirtschaft und Reform des Sozialstaates
1. Einleitung
2. Grundprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und deren kritische Würdigung
3. Reformbedarf der Sozialen Marktwirtschaft
4. Schlussfolgerungen

Horst Friedrich Wünsche: Soziale Marktwirtschaft: Die aktuelle Wirtschaftsordnung und die Ordnungsvorstellungen von Ludwig Erhard
1. Zur Diagnose der gegenwärtigen Lage
2. Soziale Marktwirtschaft im Sinne von Ludwig Erhard
3. Die Politik der Sozialen Marktwirtschaft
4. Mitteilungen von den Baustellen der Zukunft

Helmut Leipold/Sandra Ludwig: Soziale Marktwirtschaft und europäische Wirtschaftsordnung
1. Einleitung
2. Das Prinzip der Freiheit auf dem Markt in Europa
3. Das Prinzip des Sozialen Ausgleichs in der Europäischen Union
4. Schluss

Christian Wey: Soziale Marktwirtschaft im Zeichen der Globalisierung
1. Die Soziale Marktwirtschaft
2. Herausforderungen durch die Globalisierung
3. Globalisierung und Wettbewerb
4. Globalisierung und Sozialstaat
5. Schluss

Unterrichtspraxis
Hans-Jürgen Friedrichs/Christoph Weishaupt: Soziale Marktwirtschaft
im Wandel: Unterschiedliche Zukunftsentwürfe für die Ausgestaltung
des Sozialstaates in der Diskussion – Didaktisch-methodische
Überlegungen zu einer Unterrichtsreihe in der Sekundarstufe II

Buchbesprechungen

Besprechungen zum Thema
ROLF H. HASSE/HERMANN SCHNEIDER/KLAUS WEIGELT (HRSG.): Lexikon Soziale Marktwirtschaft

LUDWIG-ERHARD-STIFTUNG (HRSG.): Europa als Wertegemeinschaft. Wege und Irrwege – Zum 100. Geburtstag von Alfred Müller-Armack

ANDREAS RENNER: Jenseits von Kommunitarismus und Neoliberalismus. Eine Neuinterpretation der Sozialen Marktwirtschaft (von Andrej Stuchlík)

Besprechungen zur Fachwissenschaft
WILHELM BLEEK: Geschichte der Politikwissenschaft in Deutschland (von Rüdiger Robert)

MARC-DIETRICH OHSE:Jugend nach dem Mauerbau. Anpassung, Protest und Eigensinn (von Katharina Gajdukowa)

LE MONDE DIPLOMATIQUE (HRSG.): Atlas der Globalisierung (von Christopher Stehr)

Besprechungen zur Fachdidaktik
SIEGFRIED FRECH/HANS-WERNER KUHN/PETER MASSING (HRSG.): Methodentraining für den Politikunterricht (von Volker Reinhardt)

HANS-WERNER KUHN (HRSG.): Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht. Konzepte, Forschungsfelder, Methoden. Ein Reader (von Peter Herdegen)

KERSTIN POHL (HRSG.): Positionen zur politischen Bildung 1. Ein Interviewbuch zur Politikdidaktik (von Anja Besand)

Allgemeiner Teil
Forum
Peter Massing: „Demokratie-Lernen“ und „Politik-Lernen“ – ein Gegensatz? Eine Antwort auf Gerhard Himmelmann.

Anja Besand: Birkenstockschuh und Strickpullover. Zur symbolischen Interpretation der Repräsentanten politischer Bildung

Gotthard Breit: „Soziale Gerechtigkeit“ heute?

Abstracts

Autorinnen und Autoren

Zu den Autoren

Dr. Anja Besand, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Schulpädagogik und Didaktik der Sozialwissenschaften, Justus-Liebig-Universität Gießen, Karl-Glöckner-Str. 21 E, 35394 Gießen

Dr. Gotthard Breit, Gerstäckerstr. 13, 38102 Braunschweig, Professor für Didaktik der politischen Bildung, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Zschikkestr. 32, 39016 Magdeburg

Dr. Ronald Clapham, Professor (em.) für Wirtschaftswissenschaft und Didaktik der Wirtschaftslehre, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Universität Siegen, 57068 Siegen

Hans-Jürgen Friedrichs, Tulpenstr. 19, 59909 Bestwig-Nuttlar, Oberstudienrat i.E. am Gymnasium der Benediktiner in Meschede

Dr. Michael von Hauff, Professor für Volkswirtschaftslehre, Fachgebiet Volkswirtschaftslehre II, Technische Universität Kaiserslautern, Postfach 3049, 67653 Kaiserslautern

Dr. Helmut Leipold, Professor für Volkswirtschaftslehre, Philipps-Universität Marburg, Barfüßertor 2, 35032 Marburg

Sandra Ludwig, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Ordnungstheorie und Wirtschaftspolitik, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Philipps-Universität Marburg, Barfüßertor 2, 35032 Marburg

Dr. Peter Massing, Katteweg 25 a, 14129 Berlin, Professor für Sozialkunde und Didaktik der Politik und Leiter des Referats für politische Bildungsarbeit am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin, Ihnestr. 22, 14195 Berlin

Lenore Sauer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Volkswirtschaftslehre II, Technische Universität Kaiserslautern, Postfach 3049, 67653 Kaiserslautern

Christoph Weishaupt, Rubinstr. 15a, 44267 Dortmund, Studiendirektor i.E. am Mallinckrodt-Gymnasium in Dortmund

Dr. Christian Wey, Professor für Netzwerke und IuK-Ökonomie, Fakultät Wirtschaft und Management, Technische Universität Berlin und Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), Abteilungsleiter „Informationsgesellschaft und Wettbewerb“, Königin-Luise-Str. 5, 14195 Berlin

Dr. Horst Friedrich Wünsche, Geschäftsführer der Ludwig-Erhard-Stiftung, Johanniterstr. 8, 53113 Bonn