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Sozialerfahrungen

Gesellschaftliches Engagement im Jugendalter

Bestellnummer: ku1-06
unter Mitarbeit von: Monika Buhl, Hans-Peter Kuhn, Heinz Reinders, Anne Sliwka
Erscheinungsjahr: 2006
Auflage: 1
Seitenzahl: 84
ISBN: ku1-06
Reihe: kursiv - Journal für politische Bildung
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

5,00 €
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Sozialerfahrungen

Über das Buch

Das Jugendalter gilt gemeinhin als eine für die politische Bildung besonders bedeutsame Lebensphase. Zum einen werden hierfür oft entwicklungspsychologische Argumente ins Feld geführt, zum anderen ist für die politische Bil-dung die schlichte Tatsache von Bedeutung, dass die12- bis 16-Jährigen diejenige Altersgruppe sind, denen über die allgemeinbildenden Schulen am zuverlässigsten ein kontinuierliches Lerngebot im Bereich der politischen Bildung unterbreitet wer-den kann, das zudem noch durch Angebote der außerschulischen Jugendbildung ergänzt wird. Zwar kann man heute nicht mehr davon ausgehen, dass die Jugendphase die für die politische Sozialisation alleine oder auch nur in erster Linie prägende Lebensphase ist. Dennoch hat aus der Perspektive des Bildungssystems diese Lebensphase für die politische Bildung besonderes Gewicht: Was die politische Bildung als institutionalisierter Bereich des Bildungswesens bei dieser Adressatengruppe nicht erreicht, wird sie bei älteren Adressaten schon deshalb schwerer erreichen können, weil sie dann diese Adressaten, von denen nach wie vor nur eine Minderheit die gymnasiale Oberstufe besucht, nur mit weitaus größeren Anstrengungen überhaupt erst ansprechen kann.Die meisten Beiträge im Schwerpunkt konzentrieren sich auf die Relevanz der Jugendphase für die politische Bildung unter einem ganz bestimmten Blickwinkel. Sie fragen nach der Bedeutung gesellschaftlichen Engagements in dieser Lebensphase für die Jugendlichen, und zwar sowohl für deren Persönlichkeitsentwicklung als auch für deren politische Sozialisation. Hierbei zeigen sich viele gute Argumente für die These, dass freiwilliges soziales Engagement und die Übernahme konkreter Verantwortung sowohl die Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen als auch deren politisches Interesse fördern können. Vermutlich liegen hier für die politische Bildung neue Chancen, sofern es gelingt, solche Erfahrungen in der sozialen Praxis mit reflexiven Angeboten politischen Lernens zu verknüpfen.
http://www.kursiv-journal.de/

Inhaltsübersicht

Editorial
Szene

Schwerpunkt: Sozialerfahrungen Gesellschaftliches Engagement im Jugendalter
Monika Buhl: Politische Identitätsentwicklung im Jugendalter
Heinz Reinders: Gemeinnützige Tätigkeit und politische Sozialisation im Jugendalter
Hans-Peter Kuhn und Monika Buhl: Persönlichkeitsentwicklung durch gesellschaftliches Engagement im Jugendalter
Anne Sliwka: Jugendliche fördern: Ansätze aus den USA, der Schweiz und Norwegen

Forum
TRENDBERICHT: ERWACHSENENBILDUNG/Klaus-Peter Hufer: Rückzug oder Rückkehr? Politische Erwachsenenbildung zwischen Abbau und Aufbau
Fritz Reheis. Utopien gegen Sachzwänge: Ein Vorschlag zur Erweiterung des Möglichkeitssinns in der politischen Bildung

Services Best practice
Uta George, Bettina Winter: Geschichte verstehen. Menschen mit Lernschwierigkeiten arbeiten mit leichter Sprache in der Gedenkstätte Hadamar
Sabine Brinkmann: Ausbildung von Haupt- und RealschülerInnen zu Kursleitern an der Ganztagsschule
Fachliteratur
... und außerdem

Zu den Autoren

Monika Buhl ist Juniorprofessorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt empirische Bildungsforschung im Schulbereich an der Johann Wolfgang Goethe-Universität und dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt/Main

Heinz Reinders ist Diplom-Pädagoge und Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl Erziehungswis-senschaft II der Universität Mannheim. Seit seinem Forschungsaufenthalt am Life Cycle Institute der Catholic University of America (Prof. J. Youniss) ist einer der Forschungsschwerpunkte der Einfluss gemeinnütziger Tätigkeit auf die Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher

Hans-Peter Kuhn ist zur Zeit Vertretungsprofessor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt empirische Schulforschung an der Universität Kassel im Fachbereich Erziehungswissenschaft/Humanwissenschaften

Anne Sliwka ist Professorin für Bildungswissenschaften an der Universität Trier