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Emotionssensibler Politikunterricht

Konsequenzen aus der Emotionsforschung für Theorie und Praxis der politischen Bildung

Bestellnummer: 40656 (Print) / 40657 (PDF)
Autoren/Hrsg.: Annette Petri
Erscheinungsjahr: 2018
Seitenzahl: ca. 320
ISBN: 978-3-7344-0656-0 (Print) / 978-3-7344-0657-7 (PDF)
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Neuheiten: Neuerscheinung

Verfügbarkeit: Vorbestellen, erscheint Juni 2018

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Emotionssensibler Politikunterricht

Über das Buch

Wie verhalten sich Emotionen gegenüber etablierten Selbstverständnissen, didaktischen Prinzipien, Zielen sowie lerntheoretischen Annahmen der politischen Bildung? Welche Chancen eröffnet, welche Herausforderungen stellt das Konzept eines emotionssensiblen Politikunterrichts an Theorie und Praxis politischer Bildung?

Die Studie widmet sich einem aktuellen, jedoch von der Politikdidaktik bislang vernachlässigten Thema. Gefragt wird, wie sich Emotionen konzeptionell erschließen lassen, welche Bedeutung sie in der Politik spielen, wie sie von den Bezugswissenschaften der politischen Bildung rezipiert werden und welche Konsequenzen sich hieraus für Theorie und Praxis politischer Bildung ableiten lassen.

Die Forschungsergebnisse führen schließlich zu der These, dass sich die politische Bildung gleichermaßen mit Emotionen beschäftigen darf, sollte und kann, ohne dabei Gefahr zu laufen, Irrationalitäten zu befördern. Unterlässt sie dies, bleibt die emotionale Komponente politischen Lernens und Lehrens weiterhin dem Zufall überlassen.

Inhaltsübersicht

Einleitung

Teil I   ‚Emotionen‘ – Entwicklung einer Arbeitsdefinition

1. Vorbemerkungen

1.1 Umgang mit der fehlenden Definition
1.2 Gewählte Perspektive

2. Attribute von Emotionen

2.1 Intentionale Objektbegegnung
2.2 Handlungsvermittlung
2.3 Leiblichkeit
2.4 Kulturelle sowie historische Prägung 
2.5 Formen emotionaler Kommunikation
2.6 Kognitive Funktionen von Emotionen

3. Unterschiede zwischen Emotionen und ähnlichen Phänomenen

3.1 Unterschiede zwischen Emotionen und Affekten
3.2 Unterschiede zwischen Emotionen und Stimmungen
3.3 Unterschiede zwischen Emotionen und Schmerzen
3.4 Unterschiede zwischen Emotionen und Motivation

4. ‚Emotionen‘ – eine Arbeitsdefinition

Teil II    Emotionen, politische Praxis und die wissenschaftliche Rezeption

1. Das neu erweckte Interesse an Emotionen in der Politik

2. Wie Emotionen die politische Praxis mitbestimmen und wissenschaftlich diskutiert werden – ein exemplarischer Blick

2.1 Unbehagen – es ist was faul im Staate!
2.2 Angst – schütze uns, wer kann! 
2.3 Neid – weil die anderen etwas haben, das wir verdient hätten!
2.4 Vertrauen – der Komplexität die Stirn bieten!

3. Wie Politik mithilfe von Emotionen vermittelt und rezipiert wird

3.1 Emotionen als Mittel politischer Reden
3.2 Emotionen als Mittel politischer Bildformate
3.3 Emotionen als Mittel kultureller Politikvermittlung

4. Zusammenfassung: Dimensionen politischer Emotionen

5. Erziehungswissenschaftliche Rezeption

5.1 Generelle Überlegungen
5.2 Aktueller Diskurs um Emotionen in der pädagogischen Psychologie

Teil III    Die Auseinandersetzung um Emotionen in der politischen Bildung

1. Der historische Blick auf Emotionen in der politischen Bildung

1.1 Re-education
1.2 Anfänge der Disziplin in den 1950er-Jahren
1.3 Didaktische Wende in den 1960er-Jahren
1.4 Politisierung der politischen Bildung in den 1970er-Jahren
1.5 Beutelsbacher Konsens

2. Emotionen in zentralen Diskursen der politischen Bildung

2.1 Rationalität
2.2 Ziele politischer Bildung
      2.2.1 Mündigkeit
      2.2.2 Urteilen und Handeln
      2.2.3 Kompetenzen erwerben
      2.2.4 Demokratische Werte entwickeln
2.3 Politik als Gegenstand und Lerngelegenheit
2.4 Lernen und Wissen
2.5 Gute politische Bildung

3. Zusammenfassung: Skepsis und Befürwortung

Teil IV    Emotionen und politische Bildung – Relevanz, Chancen, Herausforderungen sowie Konsequenzen

1. Emotio und Ratio – Integration statt Dualismus

2. Emotionen und die Gegenstände politischer Bildung – mit Emotionen Politik begegnen

3. Emotionen und die Ziele politischer Bildung
3.1 Mit Emotionen über Politik urteilen können
3.2 Emotionen als innere Anker politischen Handelns
3.3 Emotionale Kompetenzen fördern – emotionale Resonanzen anerkennen
3.4 Gefühlte Demokratie – Emotionen als Teil von Werten
3.5 Sich selbst in der Politik spüren – politische Selbstkonzepte entwickeln

4. Emotionen, Lernen und Wissen

5. Zusammenfassung: Zentrale Konsequenzen für Theorie und Praxis der politischen Bildung

6. Schlussbemerkungen 

Literatur 

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