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Transformationsprozesse in der politischen Bildung

Von der Staatsbürgerkunde in der DDR zum Politikunterricht in den neuen Ländern

Bestellnummer: 468
Autoren/Hrsg.: Sigrid Biskupek
Erscheinungsjahr: 2002
Auflage: 1
Seitenzahl: 226
ISBN: 978-3-87920-468-7
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

23,60 €
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Transformationsprozesse in der politischen Bildung - Von der Staatsbürgerkunde in der DDR zum Politikunterricht in den neuen Ländern

Über das Buch

Der tiefgreifende gesellschaftliche Wandel in der DDR-Gesellschaft war in den vergangenen Jahren Gegenstand umfangreicher sozialwissenschaftlicher und historischer Forschungen. In der vorliegenden Studie wird der Transformationsprozesse von der Staatsbürgerkunde in der DDR zum Politikunterricht in den neuen Ländern untersucht und versucht, für den Bereich der politischen Bildung eine Lücke in der Transformationsforschung zu schließen. Die Arbeit zielt auf eine möglichst komplexe und perspektivenreiche Darstellung dieses Transformationsprozesses. Eine umfangreiche Analyse schriftlicher Quellen und Dokumente zur Transformation in der politischen Bildung wurde mit einer retrospektiven Befragung von beteiligten Lehrern und Schülern kombiniert.

Inhaltsübersicht

A
Einleitung
1 Die Rolle der staatsbürgerlichen Erziehung in der DDR
1.1 Erziehung zur „allseitig entwickelten sozialistischen Persönlichkeit“
1.2 Kurzer Abriss der Entwicklung der staatsbürgerlichen Erziehung in der DDR
1.3 Staatsbürgerliche Erziehung im Schulalltag
1.4 Das Ende der staatsbürgerlichen Erziehung - der Umbruch 1989
1.5 Zur Wirksamkeit der staatsbürgerlichen Erziehung
2 Zu den Ursachen des gesellschaftlichen Umbruchs in der DDR
3 Zur Fragestellung der Arbeit
4 Zum methodischen Vorgehen
4.1 Dokumenten- und Quellenanalyse
4.2 Die retrospektive Befragung
B
Die Transformation der politischen Bildung in der DDR im Spiegel von Dokumenten
1 Zur Schulsituation im Herbst 1989
1.1 Wortmeldungen“ von Lehrern, Eltern und Schülern
1.1.1 Zuschriften an das Ministerium für Volksbildung
1.1.2 Forderungen zur Bildungsreform am Beispiel Jena
1.2 Forderungen der neuen politischen Vereinigungen und Parteien zur Bildungsreform
2 Von Reformversuchen der Staatsbürgerkunde zur Gesellschaftskunde
2.1 Vorschläge zur Modifizierung der Staatsbürgerkunde
2.1.1 Reaktionen des Ministeriums für Volksbildung
2.1.2 Ein Versuch zur Modifizierung des Staatsbürgerkundelehrplans
2.2 Die Rahmenpläne Gesellschaftskunde - Inhalte und Entscheidungsprozesse
2.2.1 Erste Überlegungen nach der Aufhebung des Staatsbürgerkundelehrplans
2.2.2 Thesen zur Neugestaltung des Staatsbürgerkundeunterrichts
2.2.3 Positionen des Ministeriums für Bildung zur Staatsbürgerkunde
2.2.4 Zum Staatsbürgerkundeunterricht in der Berufsausbildung
2.2.5 Übergangskonzeption für den gesellschafts- und sozialkundlichen Unterricht (bisher Staatsbürgerkunde)
2.2.6 Umbenennung der bisherigen Staatsbürgerkunde
2.2.7 Einführung eines neuen Unterrichtsfachs „Gesellschaftskunde“
2.2.8 Rahmenpläne für Gesellschaftskunde an den allgemeinbildenden Schulen
2.2.9. Rahmenplan Gesellschaftskunde in der Berufsbildung
2.2.10 Zusammenfassung - Rahmenpläne für das neue Fach Gesellschaftskunde
2.3 Umbruch in der Staatsbürgerkunde im Spiegel der Fachzeitschrift „Geschichtsunterricht und Staatsbürgerkunde“
3 Zur Aus- und Weiterbildung von Gesellschaftskundelehrern
3.1 Vorschläge zur Aus- und Weiterbildung im Fach Gesellschaftskunde vom Februar/März 1990
3.2 Zur „Expertenkommission ‚Gesellschaftskunde‘ des Ministeriums für Bildung“
3.3 Vorschläge zur Aus- und Weiterbildung im Fach Gesellschaftskunde vom Juli/August 1990
4 Einfluss westdeutscher Akteure auf die Entwicklung der Gesellschaftskunde
4.1 Gemeinsame Tagungen und Konferenzen zur politischen Bildung
4.2 Fortbildungsangebote zur politischen Bildung in den neuen Ländern
4.3 Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung
4.4 Gemeinsame Bildungskommission
4.5 Gründung von Fachverbänden der Deutschen Vereinigung für politische Bildung in den neuen Ländern
4.6 Entwicklung einer ostdeutschen Politikwissenschaft
C
Die Transformation der politischen Bildung in der DDR im Spiegel von retrospektiven Befragungen
1 Lehrer im Umgestaltungsprozess des Schulsystems
1.1 Fallbeschreibung 1: Renate D. (45 Jahre) „Was ich eigentlich sagen wollte, ich war kein Revolutionär.“
1.2 Fallbeschreibung 2: Peter S. (57 Jahre) „Ich hab immer das gemacht, was ich mit meinem Gewissen vereinbaren konnte.“
1.3 Fallbeschreibung 3: Georg H. (53 Jahre) „Und bei mir ist eine Welt zusammengebrochen, wenn man nichts anderes gekannt hat.“
1.4 Fallbeschreibung 4: Christoph T. (52 Jahre) „Seit dem Ende der sechziger Jahr habe ich auf den Bankrott, auf den Zusammenbruch der DDR gewartet.“
1.5 Zusammenfassung – Lehrer im Transformationsprozess
2 Umgestaltung des Schulsystems aus der Schülerperspektive

Der Transformationsprozess in der politischen Bildung - eine zusammenfassende Betrachtung
1 Dokumentenwirklichkeit und subjektive Erinnerungen
2 Demokratisierung oder Kolonialisierung? Zur Rolle ost- und westdeutscher Akteure im Transformationsprozess der politischen Bildung
3 Ausblick – Politische Bildung in den neuen Ländern nach 1990