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Wahlen in Deutschland

Europa-Bund-Länder-Kommunen; Unterrichtsmodell: Wahlen in der Mediengesellschaft

Bestellnummer: 647
Autoren/Hrsg.: Uwe Andersen (Hrsg.)
Erscheinungsjahr: 2000
Auflage: 1
Seitenzahl: 168
ISBN: 978-3-87920-647-6
Reihe: politische bildung
Format: Broschur

Verfügbarkeit: lieferbar

19,80 €
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Wahlen in Deutschland - Europa-Bund-Länder-Kommunen; Unterrichtsmodell: Wahlen in der Mediengesellschaft

Über das Buch

Bitte beachten Sie, dass auch dieser Band der Reihe „Politische Bildung“ wieder ein Unterrichtsmodell bereithält. Dieses können Sie direkt für ihren Politikunterricht verwenden und an Hand der ergänzenden Materialien individuell anpassen. Näheres zum Inhalt der Unterrichtseinheit lesen Sie weiter unten in den Abstracts/ Inhaltsangaben.


Abstracts

Oscar W. Gabriel/S. Isabell Thaidigsmann: Stand und Probleme der Wahlforschung in Deutschland (S. 6-19)
In den letzten 50 Jahren entwickelte sich die Wahlforschung in der Bundesrepublik Deutschland theoretisch und methodisch zu einer erfolgreichen Disziplin. Mittlerweile findet sie nicht nur im universitären Bereich, sondern auch bei kommerziellen Umfrageinstituten, in der Wahlberichterstattung der Klassenmedien etc. statt und stößt auf große öffentliche Resonanz. Der Beitrag beleuchtet theoretische Grundlagen, Entwicklung und Institutionalisierung der empirischen Wahlforschung in der Bundesrepublik. Dabei werden auch Anwendungsprobleme der Erklärungskonzepte des Wählerverhaltens thematisiert, die zum einen grundlegender Art sind und sich zum anderen aus aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen wie sozialstrukturellen Veränderungen oder der deutschen Vereinigung ergeben.


Wichard Woyke: Wahlen zum Europäischen Parlament - vom Wähler unterschätzt (S. 20-33)
Im Verlauf seiner vier Wahlperioden hat sich das Europäische Parlament zunehmende Mitbestimmungsmöglichkeiten im Entscheidungsprozess erkämpft, die allerdings vom Wähler nicht hinreichend gewürdigt werden. Bei der Wahl 1999 musste das Parlament für die Sünden büßen, die die Kommission zu verantworten hatte.


Rainer-Olaf Schultze: Wählerverhalten bei Bundestagswahlen: Bekannte Muster mit neuen Akzenten (S. 34-56)
Bei der Bundestagswahl 1999 kam es erstmals in der Bundesrepublik zur Abwahl des amtierenden Kanzlers und zum Regierungswechsel durch den Wahlakt selbst. Der Beitrag analysiert das Wahlergebnis vor dem Hintergrund der längerfristigen Trends in Wählerverhalten und Parteiensystementwicklung.


Rainer Bovermann: Wahlen zu den Landesparlamenten: Testwahlen für Berlin? (S. 57-75)
Landtagswahlen werden in der Offentlichkeit und der Forschung vorwiegend aus einer bundespolitischen Perspektive betrachtet. Diese Betrachtungsweise wird in dem Beitrag anhand der Rahmenbedingungen von Landtagswahlen, der Einflussfaktoren auf das Wahlverhalten und des Zusammenhang,., von Landtags- und Bundestagswahlen überprüft. Es stellt sich heraus, dass Landtagswahlen zwar in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Wahl einen Testcharakter für die Bundespolitik haben, aber auch durch landes- bzw. ebenenspezifische Rahmenbedingungen und Ausprägungen der Einflussfaktoren bestimmt werden.


Uwe Andersen: Wahlen auf der kommunalen Ebene - eigenständig? (S. 76-93)
Nach einer Erörterung des Stellenwertes der kommunalen Ebene einschließlich der Kommunalverfassungen als grundlegender Rahmenbedingung wird die besonders bunte Palette des kommunalen Wahlrechts unter der Leitfrage der Einflussmöglichkeiten für die Bürgerschaft analysiert. Es folgt ein Blick auf die Angebotsseite, insbesondere Parteien/Wählergruppen und Kandidaten. Schließlich wird das kommunale Wählerverhalten daraufhin untersucht, wie die Wählerschaft Angebot und spezifische Rahmenbedingungen nutzt und in Entscheidungen umsetzt.


UNTERRICHTSMODELL: WAHLEN IN DER MEDIENGESELLSCHAFT

Wolfgang Sander: Die Inszenierung bestimmt den Erfolg: Wahlen in der Mediengesellschaft (S. 94-127)
In einer Zeit, in der die Bindung der Wähler/innen an die Parteien durch die Auflösung von gesellschaftlichen Milieus abnimmt und die Zahl der Wechsel- und Nichtwähler/innen steigt, gewinnen die Medien einen großen Einfluss in den Wahlkämpfen der Parteien und bei der Ansprache der Wählerschaft. Die Unterrichtsreihe bietet Materialien zur Auseinandersetzung mit Fragen der Veränderung des Wählerverhaltens und der Wahlkampfstrategien der Parteien, der zentralen Rolle der Medien bei der Politikvermittlung sowie der Chancen und Risiken der Nutzung von Neuen Medien. Die Distanz der Jugendlichen zum etablierten politischen System ist integrierter Bestandteil des Unterrichtsmodells und findet sich in den Medien wieder.


FORUM:

Hans-Jürgen Friedrichs: Karikaturen im Politikunterricht (S. 152-163)
Der Einsatz von Karikaturen als Quelle im Politikunterricht ist ein beliebtes Mittel der Motivation. Können Schüler/innen Karikaturen produzieren? Am Ende zweier Unterrichtsreihen zu unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten stellten Schüler/innen eigene Karikaturen aus vorhandenen Karikaturen zusammen oder zeigten gar ihre Talente als Karikaturisten. Die selbständig produzierten „Quellen" waren mit einem Kommentar zu versehen. Karikaturen und Kommentare wurden kritisch analysiert. Eine kleine Auswahl der Arbeiten wird dokumentiert.

http://www.zeitschriftpolitischebildung.de/

Inhaltsübersicht

Schwerpunktthema: Wahlen in Deutschland
Europa – Bund – Länder – Kommunen

Uwe Andersen: Einführung

Oscar W. Gabriel/S. Isabell Thaidigsmann: Stand und Probleme
der Wahlforschung in Deutschland
1. 50 Jahre Wahlforschung in der Bundesrepublik
2. Das Ziel der empirischen Wahlforschung
3. Erklärungsmodelle des Wählerverhaltens
4. Die Institutionalisierung der Wahlforschung in Deutschland
5. Eine Erfolgsstory?

Wichard Woyke: Wahlen zum Europäischen Parlament –
vom Wähler unterschätzt
1. Vorbemerkung
2. Rahmenbedingungen der EU für die Wahlen zum Europäischen Parlament (EP)
3. Europawahlsystem in Deutschland
4. Zur Rolle des Europäischen Parlaments
5. Europäische Parteienzusammenschlüsse
6. Das Wahlergebnis der 5. Direktwahlen
7. Konsequenzen der Fünften Direktwahlen zum Europäischen Parlament

Rainer-Olaf Schultze: Wählerverhalten bei Bundestagswahlen:
Bekannte Muster mit neuen Akzenten
1. Wählerverhalten und Parteiensystementwicklung im Überblick
2. Determinanten der Wählerentscheidung: Politisch-institutionelle Faktoren
3. Determinanten der Wählerentscheidung: Sozialstruktur und Parteiidentifikation
4. Die Bundestagswahl 1998: Mobilisierung und Wechsel
5. Zusammenfassung – zehn Thesen

Rainer Bovermann: Wahlen zu den Landesparlamenten:
Testwahlen für Berlin?
1. Einleitung
2. Rahmenbedingungen von Landtagswahlen
3. Wahlverhalten bei Landtagswahlen
4. Zusammenhang von Landtags- und Bundestagswahlen
5. Zusammenfassung

Uwe Andersen: Wahlen auf der kommunalen Ebene – eigenständig?
1. Stellenwert der kommunalen Ebene
2. Pluralismus des Wahlrechtes
3. Die Angebotsseite
4. Wählerverhalten auf der kommunalen Ebene
5. Existiert ein „eigenständiges“ Kommunalwahlverhalten?


Unterrichtsmodell

Wolfgang Sander: Die Inzenierung bestimmt den Erfolg:
Wahlen in der Meidengesellschaft
1. Didaktische Analyse und Planungsvorschläge
2. Themenschwerpunkte und Unterrichtsmaterialien

Buchbesprechungen
Zum Themenschwerpunkt
DIETER ROTH: Empirische Wahlforschung
KARL-RUDOLF KORTE: Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland, zweite erweiterte Auflage
WILHELM BÜRKLIN UND MARKUS KORTE: Wahlen und Wahlverhalten, zweite erweiterte Auflage
OSCAR W. GABRIEL/FRANK BRETTSCHNEIDER/ANGELIKA VETTER (HRSG.): Politische Kultur
und Wahlverhalten in einer Großstadt
DIETER NOHLEN: Wahlrecht und Parteiensystem, dritte Auflage
AUS POLITIK UND ZEITGESCHICHTE 52/1998, Themenheft und Analyse der Bundestagswahl 1998
(von Lars Holtkamp)


Zur Fachdidaktik

HELMUT DÄUBLE: Auf dem Weg zum Bundesrepublikaner:
Einwanderung – kollektive Identität – politische Bildung
(von Thilo Harth)
HERRMANN GIESEKCKE: Politische Bildung. Didaktik und Methodik für Schule und Jugendarbeit
(von Karin Kroll)


Allgemeiner Teil
Forum: Hans-Jürgen Friedrichs: Karikaturen im Politikunterricht

Abstracts

Autorinnen und Autoren

Zu den Autoren

Dr. UweAndersen
Professor für Politikwissenschaft
Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstr. 150,44801 Bochum

Dr. Rainer Bovermann
Privatdozent für Politikwissenschaft
an der Fakultät für Sozialwissenschaften
Ruhr-UniversitätBochum,Universitätsstr.150,44801 Bochum

Hans-Jürgen Friedrichs
Oberstudienrat i.E. am Gymnasium der Benediktiner in Meschede

Dr Oscar W. Gabriel
Professor für Politikwissenschaft
Universität Stuttgart, Keplerstr.17, 70174 Stuttgart

Dr. Wolfgang Sander
Privatdozent am Fachbereich Erziehungs- und Sozialwissenschaften
Universität Münster, Georgskommende 33,48143 Münster

Dr. Rainer-Olaf Schultze
Professor für Politikwissenschaft
Universität Augsburg, Universitätsstr., 86135 . Augsburg

S. Isabell Thaidigsmann, M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialwissenschaften
Lehrstuhl Politikwissenschaft I
Universität Stuttgart,Keplerstr.17, 70174 Stuttgart

Dr. Wichard Woyke
Professor für Politikwissenschaft
Universität Münster, Scharnhorststr.100,48151 Münster