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Was heißt heute Kritische Politische Bildung?

Bestellnummer: 4906 (Print) / 40071 (PDF)
Autoren/Hrsg.: Benedikt Widmaier, Bernd Overwien (Hrsg.)
Erscheinungsjahr: 2013
Auflage: 1. Auflage 2013
Seitenzahl: 288
ISBN: 978-3-89974906-9 (Print) / 978-3-7344-0071-1 (PDF)
Reihe: Non-formale politische Bildung

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Was heißt heute Kritische Politische Bildung?

Über das Buch

Dass „Kritik“ ein Wesensmerkmal der Politischen Bildung ist, ist unter den hier versammelten Autorinnen und Autoren unbestritten. Im Detail und vor dem Hintergrund unterschiedlicher Bezugspunkte, wie etwa Geschichte, Theorie oder Praxis der Politischen Bildung, sind die Positionen dann aber doch sehr kontrovers. So bietet der Band einen vielseitigen Beitrag zu einer aktuellen Debatte über das Selbstverständnis der Politischen Bildung.

Inhaltsübersicht

Bernd Overwien, Benedikt Widmaier
Was heißt heute Kritische Politische Bildung?

Christoph Bauer
Das mündige Subjekt? Zur Aktualität und Notwendigkeit einer kritischen politischen Bildung

Rainer Behrendt
Die sozialen Voraussetzungen und der soziologische Kern der kritischen politischer Bildung

Helmut Bremer, Jana Trumann
Der „subversive“ Charakter kritischer politischer Bildung

 

Carsten Bünger
Was heißt kritische politische Bildung heute? Zum Problem der Kritik

Paul Ciupke
Kritische politische Bildung heute. Eher eine Frage der Formen und weniger eine der politischen Gegenwartsanalyse

Andreas Eis
Mythos Mündigkeit – oder Erziehung zum funktionalen Subjekt?.

Andreas Füchter, Klaus Moegling
Didaktische Überlegungen zur kritischen politischen Bildung.

Susann Gessner
Kritische politische Bildung oder: Was brauchen Schüler und ihre Lehrer? Ein Essay

Benno Hafeneger
Kritische politische Bildung. Einige politisch und pädagogisch rahmende Anmerkungen.

Juliane Hammermeister
Über die (Un-)Möglichkeit des Kritiklernens im politischen Unterricht. Reflexionen zum Kritikbegriff im Kontext institutionell gebundener Politischer Bildung

Peter Henkenborg
Überlegungen zu einer kritischen Theorie politischer Bildung

Klaus-Peter Hufer
„Kritische politische Bildung“?.

Ingo Juchler
Gleichheit als demokratisches Prinzip.
Zum politikdidaktischen Bildungsverständnis

Annette Kammertöns
Was kann kritische politische Bildung in der Schule heißen?

Tom Kehrbaum, Henrik Peitsch, Oliver Venzke
Politische Bildung der Gewerkschaften – und warum sie sich als „kritisch“ versteht

Christian Kirschner
Kontingenz als Bildungsgelegenheit. Kritische politische Bildungspraxis im Lichte ungewisser Grundlagen

Alexander Lahner
Über den Zusammenhang von Aufklärung, Kritik und erkenntnistheoretischem Interesse .

Bettina Lösch
Ist politische Bildung per se kritisch?

Mathias Lotz
Gemeinsame Arbeit an gesellschaftlichen Widersprüchen. Ideen zu einem Kritikbegriff für die politische Bildung

Stephan Lünser
Das neue „Kerncurriculum für Politik und Wirtschaft“ in Hessen. Modell für eine unkritische politische Bildung?

Peter Massing
Politik/politisch – Die Inhalte politischer Bildung unter dem Aspekt kritischer politischer Bildung

Andreas Michelbrink
Aktuelle Herausforderungen kritischer (gewerkschafts-)politischer Bildung

Bernd Overwien
Global und nachhaltig – Weltsichten aus kritischer Perspektive

Sven Rößler
„Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung ... – Mir nicht.“

David Salomon
Kritische Politische Bildung. Ein Versuch

Wolfgang Sander
„Kritische politische Bildung“ – eine Dekonstruktion

Johannes Schillo
Brauchen wir eine kritische politische Bildung und wenn ja, wie viele?

Gerd Steffens
Bildungspotenziale der Kritik – Eine notwendige Erinnerung

Alexander Wohnig
Die Notwendigkeit eines kritischen Anspruchs politischer Bildung am Beispiel der Kontroverse um Demokratie-Lernen

Zu den Autoren

Christoph Bauer
Jg. 1976, promoviert in Frankfurt/M. in der Didaktik der Sozialwissenschaften mit einer Arbeit zum Subjektbegriff in der Politikdidaktik, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Schwerpunkt Didaktik der Sozialwissenschaften und der schulischen politischen Bildung (Goethe-Universität Frankfurt/M.) von 2007 bis 2012, derzeit Studienreferendar für Politik und Wirtschaft und Geschichte an einer integrierten Gesamtschule in Frankfurt/M., Veröffentlichungen zum Subjektbegriff in schulischer und hochschulischer Politikdidaktik, zu prekären Arbeitsbedingungen von Hochschullehre und zu e-Learning

Rainer Behrendt
Dr. rer.pol., Jg. 1941, Studium der Soziologe (Politik, Ökonomie, Pädagogik) in Frankfurt/M., seit 1970 Tätigkeiten in der politischen Bildung in verschiedenen Bildungsstätten, ab 1990 Referent für Erwachsenenbildung, politische Bildung und Supervisor, Publikationen zur Jugendsoziologie, Sozialisationsforschung, Arbeiterbildung, Methoden der politischen Bildung und sozio-biografische Verfahren

Helmut Bremer
Dr. phil., Jg. 1959, ist Professor an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen, seine Arbeitsschwerpunkte sind Weiterbildung, insbesondere politische Erwachsenenbildung, Milieu- und Habitusanalyse und ihre Methoden, Habitus und Lernen, Bildung und soziale Ungleichheit, Religionssoziologie, aktuelle Veröffentlichung: Helmut Bremer/Mark Kleemann-Göhring/Christel Teiwes-Kügler/ Jana Trumann (Hrsg.): Politische Bildung zwischen Politisierung, Partizipation und politischem Lernen. Beiträge für eine soziologische Perspektive, Weinheim 2013; Helmut Bremer/Jürgen Gerdes, Politische Bildung, in: Ullrich Bauer/Uwe Bittlingmayer/Albert Scherr (Hrsg.): Handbuch Bildungs- und Erziehungssoziologie, Wiesbaden 2012, S. 683-702

Carsten Bünger
M.A., Jg. 1979, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik der Technischen Universität Darmstadt, promovierte über „Die offene Frage der Mündigkeit. Studien zur Politizität der Bildung“, aktuelle Veröffentlichungen: Postpolitisch – Postsouverän – Postfundamental. Aussetzer und Einsätze der Demokratie, in: U. Frost/M. Rieger-Ladich (Hrsg.): Demokratie setzt aus: Gegen die sanfte Liquidation einer politischen Lebensform, Paderborn 2013, mit Felix Trautmann: „Demokratie der Sinne“ – Judith Butlers Kritik der Gewalt als politische Bildung der Empfänglichkeit, in: N. Ricken/N. Balzer (Hrsg.): Judith Butler. Pädagogische Lektüren, Wiesbaden 2012, S. 399-413, Politische Bildung nach dem ‚Tod des Subjekts‘, in: B. Lösch/A. Thimmel (Hrsg.): Kritische politische Bildung, Schwalbach/Ts. 2010, S. 315-326

Paul Ciupke
Dr. phil, Dipl. Päd., Jg. 1953, Mitglied des Leitungsteams im Bildungswerk der Humanistischen Union NRW in Essen, Mitherausgeber der Fachzeitschrift Außerschulische Bildung, Veröffentlichungen zur Geschichte der Erwachsenenbildung und politischen Bildung, zu Fragen des Selbstverständnisses und der Didaktik außerschulischer Bildung und zu Themenstellungen historisch-politischen Lernens, Veröffentlichungen in letzter Zeit u.a.: mit Franz-Josef Jelich/Alfons Kenkmann/Barbara Stambolis (Hrsg.): Jugendbewegung und Erwachsenenbildung, Schwalbach/Ts. 2012, Orte der politischen Bildung. Von der Bildungsstätte zum „Lernen vor Ort“, in: Hessische Blätter für Volksbildung, Heft 4/2010, mit Heidi Behrens/ Norbert Reichling (Hrsg.): Lernfeld DDR-Geschichte. Ein Handbuch für die politische Jugend und Erwachsenenbildung, Schwalbach/Ts. 2009

Andreas Eis
Prof. Dr., Jg. 1968, ist seit 2011 Juniorprofessor für Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, studierte Sozialwissenschaften und Philosophie in Jena, Rennes (Frankreich) und East-Lansing (USA) für das Lehramt an Gymnasien, nach seinem zweiten Staatsexamen in Thüringen arbeitete er an den Universitäten Jena, Augsburg und Frankfurt/M., seine Forschungsschwerpunkte sind europapolitische Bildung, Transformationsprozesse und Vergesellschaftung in entgrenzten Demokratien, Diversität und partizipatorische Demokratiebildung sowie qualitative empirische Lern- und Unterrichtsforschung, aktuelle Veröffentlichungen: mit David Salomon (Hrsg.): Gesellschaftliche Umbrüche gestalten – Transformationen in der Politischen Bildung, Schwalbach/Ts. 2013 (i. E.); mit Torsten Oppelland und Christian Tischner (Hrsg.): Politik kulturell verstehen. Politische Kulturforschung in der Politikdidaktik, Schwalbach/Ts. 2011

Andreas Füchter
Jg. 1973, Studiendirektor als Fachleiter für das Fach „Politik und Wirtschaft“ im Studienseminar für Gymnasien in Heppenheim, Lehrer am Überwald-Gymnasium Wald-Michelbach, Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Darmstadt im Bereich Didaktik der politischen und ökonomischen Bildung, aktuelle Monografien u.a.: „Diagnostik und Förderung. Didaktische Grundlagen“, Immenhausen bei Kassel, 2011 und „Diagnostik und Förderung im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht“, Immenhausen bei Kassel 2010

Susann Gessner
Lehrerin für Deutsch und Politik, zur Zeit Studienrätin im Hochschuldienst am Institut für Schulpädagogik und Didaktik der Sozialwissenschaften an der Justus Liebig Universität Gießen, aktuelle Projekte: Universitäre Lehrerausbildung, sie promoviert zu der Frage, wie jugendliche Migranten Politikunterricht wahrnehmen und verarbeiten, aktuelle Veröffentlichungen: Politikunterricht als Entlastungsraum. Perspektiven auf schulische politische Bildung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, in: Ingo Juchler (Hrsg.): Unterrichtsleitbilder in der politischen Bildung, Schriftenreihe der GPJE, Schwalbach/Ts. 2012, S. 167-177, Politische Bildung jenseits der Migrationsgesellschaft, in: POLIS – Report der Deutschen Vereinigung für politische Bildung, Heft 4/2012, S. 20-21

Benno Hafeneger
Dr. phil., Jg. 1948, seit 1994 Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt „außerschulische Jugendbildung“ am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg, derzeit Geschäftsführender Direktor des Instituts. Mitglied in mehreren wissenschaftlichen Beiräten (u.a. Bundesministerium des Inneren und Hans- Böckler-Stiftung), aktuelle Veröffentlichungen: (Hrsg.): Handbuch außerschulische Jugendbildung (Hrsg.), Schwalbach/Ts. 2013, mit Benedikt Widmaier und Horst-Dieter Zahn (Hrsg.): Politische Jugendbildung in Hessen, Schwalbach/Ts. 2011, „beschimpfen, bloßstellen, erniedrigen“. Beschämung in der Pädagogik, Frankfurt/M. 2013. Mitglied der Redaktion von „Journal für politische Bildung“ (Wochenschau Verlag, Schwalbach/Ts.)

Juliane Hammermeister
Studienrätin, Jg. 1968, ist seit 2008 pädagogische Mitarbeiterin an der Professur Didaktik der Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt schulische Politische Bildung in Frankfurt/M., sie promoviert zu dem Thema: „Über die (Un-)Möglichkeit des Kritiklernens im politischen Unterricht. Zur gesellschaftstheoretischen Fundierung des Kritikbegriffs im Kontext institutionell gebundener Politischer Bildung“, aktuelle Veröffentlichungen: Die Sache mit den Schlüsselkompetenzen. Kritische Anmerkungen zum OECD-Kompetenzmodell, in: Dust, Martin/Mierendorff, Johanna (Hrsg.): Der vermessene Mensch. Ein kritischer Blick auf Messbarkeit, Normierung und Standardisierung, Frankfurt/M. 2011, S. 87-95

Henkenborg, Peter
Prof. Dr., Jg. 1955, seit 1999 Hochschullehrer für Didaktik der politischen Bildung zuerst am Institut für Politikwissenschaft der TU Dresden und seit 2006 am Institut für Politikwissenschaft der Philipps- Universität Marburg, davor Professurvertretungen an den Universitäten Kassel, Dresden und Gießen, 1990 Promotion zum Dr. rer. soc. am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen, von 1986 – 1996 wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Studienrat im Hochschuldienst am Institut für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften des Fachbereiches Gesellschaftswissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen, Arbeitsschwerpunkte: Theorie der Politischen Bildung, empirische Unterrichtsforschung, Demokratie-Lernen und Anerkennungskultur, Schulkultur und politische Bildung, schüleraktive Methoden

Klaus-Peter Hufer
M.A., Dr. rer.pol und phil.habil., Jg. 1949, apl. Professor an der Universität Duisburg-Essen, Fakultät für Bildungswissenschaften und Fachbereichsleiter der Kreisvolkshochschule Viersen/NRW., Verfasser zahlreicher Schriften, u.a.: zwei Bände zur Auseinandersetzung mit „Stammtischparolen“, 8. Aufl., Schwalbach,/Ts. 2008, u. 5. Aufl. Schwalbach/Ts. 2009, Erwachsenenbildung – eine Einführung, Schwalbach/Ts. 2009, Jahrhundertbücher – Klassiker der Kultur- und Sozialwissenschaften wieder gelesen, Schwalbach/Ts. 2012, mit Jens Korfkamp: Mit Platon zur Politik. Plädoyer für eine philosophisch orientierte politische Bildung, Schwalbach/ Ts. 2012, Mitherausgeber des Interviewbuchs zur außerschulischen Jugendund Erwachsenenbildung, Schwalbach/Ts. 2004, des Wörterbuchs Politische Bildung (mit Georg Weißeno, Hans-Werner Kuhn, Peter Massing, Dagmar Richter), Schwalbach/Ts. 2007, Redaktionsmitglied der Zeitschrift POLIS – Report der Deutschen Vereinigung für politische Bildung

Ingo Juchler
Dr. phil., Jg. 1962, ist Professor für Politische Bildung an der Universität Potsdam und Studiendekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, er studierte an den Universitäten Trier und Marburg die Fächer Politikwissenschaft, Germanistik und Erziehungswissenschaft, promovierte über die Studentenbewegungen in den USA und der BRD der sechziger Jahre (Berlin 1996) und verfasste seine Habilitationsschrift zu Demokratie und politische Urteilskraft (Schwalbach/Ts. 2005), seine Forschungsschwerpunkte sind die Kompetenzorientierung in der Politikdidaktik, die Entwicklung politikdidaktischer Lehrstücke auf der Grundlage von narrativen Texten sowie außerschulische politische Lernorte, darüber hinaus arbeitet er zu den Bereichen der Internationalen Beziehungen und der Europäischen Union

Annette Kammertöns
Dr. phil., Honorarprofessorin für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum, Supervisorin, Tätigkeiten im Bereich der Lehrerfort- und weiterbildung mit den Schwerpunkten: Anwendung und kritische Reflexion fachdidaktischer Theorien und Modelle, aktuelle Veröffentlichungen: Urteilsbildung durch Schüler: Wie Schüler ihre politischen Urteile analysieren und reflektieren können, in: Bettina Zurstrassen (Hrsg.): Was passiert im Klassenzimmer? Methoden zur Evaluation, Diagnostik und Erforschung des sozialwissenschaftlichen Unterrichts, Schwalbach/Ts 2011, S. 167-185, Erwägungsorientierte Seminare an Hochschulen – Möglichkeiten und Grenzen, in: Erwägen – Wissen – Ethik, Heft 1/2012, S. 3-13

Tom Kehrbaum
M.A. Jg. 1971, arbeitet derzeit für den Vorstand der IG Metall an der inhaltlichen und didaktischen Weiterentwicklung gewerkschaftlicher Bildung, nach seiner Ausbildung zum Mechaniker hat er in der Industrie gearbeitet, er studierte Verfassungsgeschichte, Arbeits- und Sozialrecht an der Europäischen Akademie der Arbeit in Frankfurt/M. und Berufspädagogik und Philosophie an der Technischen Universität Darmstadt, 2012 war er „Fellow in residence“ am Kolleg Friedrich Nietzsche in Weimar, in seiner Magisterarbeit entwickelte er wissenschaftstheoretische und methodologische Grundlagen zur Erforschung und Gestaltung von Innovationen, die auf sozialen Prozessen basieren, sein wissenschaftliches Interesse liegt bei der Verbindung des Pragmatismus mit der Kritischen Theorie, andere Schwerpunkte sind zwischenmenschliche Ethik und kritisch-emanzipative pädagogische Theorie, aktuell forscht er in europäischen und globalen Projekten zur Interdisziplinarität und zu transnationalen sozialen Prozessen

Christian Kirschner
Jg. 1986, studiert in Frankfurt/M. Soziologie und Erziehungswissenschaft, seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der soziologischen und politischen Theorie, Genderstudies und der Didaktik der Sozialkunde mit starkem Bezug zu poststrukturalistisch informierter Theoriebildung, seit 2006 ist er freier Bildungsreferent in der außerschulischen politischen Jugendbildung und leitet Seminare, letzte Veröffentlichungen: mit Frederick de Moll, Markus Riefling, Margit Rodrian-Pfennig, Überlegungen zu einem Modell radikaldemokratischer politischer Bildung. Eine Dezentrierung des Kompetenzbegriffs, in: Helmut Bremer/Mark Kleeman- Göhring/Christel Teiwes-Kügler/Jana Trumann (Hrsg.): Politische Bildung – politisierende Bildung – politische Sozialisation. Bildungssoziologische Beiträge, Weinheim 2013, Praxisfeld außerschulische Poltische Bildung – Kritik der Partizipation. in: Johannes Angermüller/Sonja Buckel/Margit Rodrian-Pfennig (Hrsg.): Solidarische Bildung, Hamburg 2012

Alexander Lahner
Dr. phil., Diplom-Pädagoge, Jg. 1974, Promotion an der Fakultät Erziehungswissenschaft und Soziologie der Technischen Universität Dortmund mit dem Schwerpunkt Theorie und Praxis der politischen Jugendbildung, seit 1994 Tätigkeiten in der politischen Jugendbildung, der Schulsozialarbeit, der Jugendberufshilfe und der Offenen Ganztagsschule, seit 2011 Lehrbeauftragter an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München, aktuelle Veröffentlichungen: Bildung und Aufklärung nach PISA. Theorie und Praxis außerschulischer politischer Jugendbildung, Wiesbaden 2011, Über die Notwendigkeit von Aufklärung in der politischen Jugendbildung, in: Journal für politische Bildung, Heft 3/2011, S. 46-56, Aufklärung und politische Jugendbildung, in: Klaus Ahlheim/Johannes Schillo (Hrsg.): Politische Bildung zwischen Formierung und Aufklärung, Hannover 2012, S. 48-62

Bettina Lösch
Dr. phil. habil., Jg. 1972, ist akademische Rätin und Privatdozentin am Lehrbereich Politikwissenschaft des Instituts für Vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln, ihre Arbeitsschwerpunkte sind Demokratietheorie und -bildung, kritische politische Bildung, Globales Lernen, rassismuskritische und geschlechterreflexive Bildung, sie veröffentlichte 2010 gemeinsam mit Andreas Thimmel das Handbuch „Kritische politische Bildung“ im Wochenschau Verlag (Schwalbach/Ts.)

Mathias Lotz
Jg. 1987, seit 2007 Student der Politikwissenschaft, Philosophie, Erziehungswissenschaft und Germanistik an der Philipps-Universität Marburg, seit 2007 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, seit 2009 Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl Didaktik der politischen Bildung, Lehrveranstaltungen im Bereich der politischen Bildung an der Universität Marburg, Veröffentlichungen: mit Matthias van der Minde und Dirk Weidmann (Hrsg.): Von Platon bis zur Global Governance – Entwürfe für menschliches Zusammenleben, Marburg 2010, darin Wachstum, Wachstum, Wachstum – There is an alternative, S. 111-160, Wirklich immer weiter wachsen? – Wachstum und seine Grenzen für Umwelt und Mensch, in: Gilbert Gornig (Hrsg.): Deutsch-polnische Begegnung zu Wissenschaft und Kultur, Band 11, Marburg 2012, S. 145-160

Stephan Lünser
Studiendirektor, Jg. 1953, seit 1980 Gymnasiallehrer, seit 1986 Lehrer für die Fächer Deutsch, Politik und Wirtschaft und Geschichte an der Diltheyschule Wiesbaden, seit 2000 in der Lehrerausbildung tätig, seit 2003 Fachleiter für Politik und Wirtschaft am Studienseminar für Gymnasien in Wiesbaden, diverse Angebote im Bereich der schulischen politischen Bildung

Peter Massing
Dr., Jg. 1946, Professor für Politikwissenschaft und Politikdidaktik am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft des Fachbereichs Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin, wissenschaftliche Schwerpunkte: Konzeptionen politischer Bildung, Demokratietheoretische Grundlagen der Politikdidaktik, Politisches Lernen von Schüler/-innen mit Migrationshintergrund, Mitherausgeber der Zeitschrift „politische bildung“, der „Kleinen Reihe“ und der Zeitschrift „Wochenschau“, aktuelle Veröffentlichungen: Politik als Wissenschaft. Ein Studienbuch, Schwalbach/ Ts. 2011, mit Joachim Detjen, Dagmar Richter, Georg Weißeno (Hrsg): Politikkompetenz – ein Modell, Wiesbaden 2012, Die vier Dimensionen der Politikkompetenz, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft 46-47, 2012, S. 23-29

Andreas Michelbrink
M.A., Jg. 1971, Politikwissenschaftler, ist seit 2008 Geschäftsführer von ver.di Gewerkschaftspolitische Bildung gemeinnützige GmbH in Berlin, nach seinem Studium für Politik und Geschichte an der Universität Hannover und der Hebrew University of Jerusalem wechselte er in die Jugendbildungsarbeit der ver.di, wo er bereits seit 1992 freiberuflich tätig war und Projekte in Bergen-Belsen begleitet hat, seit 2002 arbeitet Andreas Michelbrink bei ver.di im Bereich Gewerkschaftliche Bildung auf Bundesebene und hat die Entwicklung des ver.di-Bildungsverständnisses und der ver.di-Bildungskonzeption mitgestaltet und begleitet, innerhalb der DGB Gewerkschaften war er ein Initiator der Diskussion um subjektorientierte Erwachsenbildung und eines gewerkschaftlichen Zugangs dazu

Klaus Moegling
Prof. Dr., Jg. 1952, Studiendirektor als Fachleiter für das Fach „Politik und Wirtschaft“ im Studienseminar für Gymnasien in Kassel, apl. Professur am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel, Lehrer an der Jacob-Grimm-Schule Kassel, Habilitationen in Politikdidaktik (Universität Frankfurt) und Bewegungspädagogik (Universität Hamburg), gemeinsam mit Bernd Overwien Herausgeber der Schriftenreihe „Erfahrungsorientierter Politikunterricht“, verantwortliches Redaktionsmitglied der Online-Zeitschrift www.schulpaedagogik-heute.de, aktuelle Monografien u.a.: „Ökonomische Bildung im Politikunterricht“, Immenhausen bei Kassel 2012 und „Kompetenzaufbau im fächerübergreifenden Unterricht“, Immenhausen bei Kassel 2010

Bernd Overwien
Prof. Dr., Jg. 1953, Universität Kassel, leitet dort das Fachgebiet Didaktik der politischen Bildung, er war zunächst Elektriker und hat über den „Zweiten Bildungsweg“ den Realschulabschluss und das Abitur abgelegt, nach einer Lehramtsausbildung für Technik/Arbeitslehre und Politik arbeitete er in der beruflichen Bildung und dann an der TU Berlin, seine Promotion thematisierte den Kompetenzerwerb im kleingewerblichen Sektor Managuas/Nicaragua, im Rahmen seiner Habilitation bearbeitete er Fragestellungen des informellen Lernens, auch bezogen auf politikrelevante Kompetenzen, seit 2001 arbeitet er in der Didaktik der politischen Bildung, zunächst an der TU Berlin und seit 2008 in Kassel, Arbeitsschwerpunkte liegen bei Fragen der Bildung für nachhaltige Entwicklung und des Globalen Lernens, sowie der Verbindung von schulischem und außerschulischem Lernen

Henrik Peitsch
Dipl. Betriebswirt und Handelslehrer, Jg. 1944, nach seiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann in einer Mercedes- Benz Vertretung in Bielefeld studierte er BWL mit dem Schwerpunkt Unternehmensführung und Personalwirtschaft an der dortigen FH, anschließend studierte er an der TU Braunschweig Politikwissenschaft, Volks- und Betriebswirtschaftslehre für das Handelslehramt, vom 1972 bis 2009 war er an einer kaufmännischen Berufsschule in Osnabrück tätig, am Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen Osnabrück war er von 1992/93 tätig, seit Wintersemester 2008/2009 hat er einen Lehrauftrag für Didaktik der politischen Bildung und des Politik-Unterrichts an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg, er ist Geschäftsführer der DVPB/Landesverband Niedersachsen

Sven Rößler
M.A., Jg. 1978, derzeit sogenannte Lehrkraft für besondere Aufgaben im Arbeitsbereich „Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung“ am Institut für Sozialwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, er promoviert an der Philosophischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover über „Prolegomena zu einer Didaktik der Moderne nach Motiven im politischen Denken Hannah Arendts“, Veröffentlichungen u.a.: Trieb, Kritik & das Politische – Arendt, Freud und die Krise der Moderne. Identifizierung als Anfang und Ende der Welt menschlicher Angelegenheiten, in: Estehr Hutfless/Roman Widholm, Roman (Hrsg.): Verhältnisse, Bd. I. Identifizierungen, Wien 2011, S. 35-58, Totalität und Lust. Elemente einer politischen Theorie der Sexualität bei Sigmund Freud und Hannah Arendt, Marburg 2010

David Salomon
Dr., Jg. 1979, vertrat 2012/2013 die Professur für Politische Bildung an der Universität Siegen, wo er nun als Lehrkraft für besondere Aufgaben arbeitet, seine aktuellen Arbeitsschwerpunkte sind Fragen der Demokratietheorie und ihrer Bedeutung für die Politische Bildung, Politischen Ästhetik und eine politisch-ästhetischen Konzeption von Mediendidaktik, er gehört dem Herausgeberkreis des „Jahrbuchs für Pädagogik“ (Peter Lang Verlag, Frankfurt/M. u.a.) an, letzte Buchveröffentlichung: Demokratie, Köln 2012

Wolfgang Sander
Dr. phil., Jg. 1953, ist seit 1998 Professor für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen, frühere Tätigkeiten auf Professuren in Passau, Jena und Wien sowie in der pädagogischen Praxis in Erwachsenenbildung, Schule und Lehrerfortbildung, langjährige Vorstandstätigkeiten in der DVPB, der GPJE und der österreichischen IGPB, Mitherausgeber der „zeitschrift für didaktik der gesellschaftswissenschaften“ (zdg), aktuelle Buchveröffentlichungen: Politik entdecken – Freiheit leben. Didaktische Grundlagen politischer Bildung, 4. Aufl., Schwalbach/Ts. 2013; Politik in der Schule. Kleine Geschichte der politischen Bildung in Deutschland, 3. aktual. Aufl., Marburg 2011; hrsg. mit Annette Scheunpflug: Politische Bildung in der Weltgesellschaft, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011; Handbuch politische Bildung (Hrsg.): 3. Aufl., Schwalbach/Ts. 2005 (4. Aufl. i.V.)

Johannes Schillo
Jg. 1949, freier Journalist und verantwortlicher Redakteur des „Journal für politische Bildung“, seit 1975 pädagogisch, wissenschaftlich und publizistisch in der non-formalen Bildung bei verschiedenen Trägern tätig, seit Anfang der 1990er-Jahre mit eigenem Redaktionsbüro u.a. zuständig für die vom Bundesausschuss Politische Bildung herausgegebene Fachzeitschrift „Praxis Politische Bildung“ (1997 ff.), die 2011 mit „Kursiv“ zum „Journal“ fusionierte, aktuelle Veröffentlichungen: Trends der Politik – Trends der politischen Bildung, in: Bundesausschuss Politische Bildung; (Hrsg.): Trendbericht Politische Bildung 2011, Schwalbach/Ts. 2011, S. 8-23; mit Klaus Ahlheim (Hrsg.): Politische Bildung zwischen Formierung und Aufklärung, Hannover 2012; Demokratie-Enttäuschnug, in: Journal für politische Bildung, Heft 1/2013, S. 8-13

Gerd Steffens
Prof. Dr. phil., Jg. 1942, lehrte bis 2007 Politische Bildung und ihre Didaktik an der Universität Kassel, Mitherausgeber des „Jahrbuch für Pädagogik“ (Peter Lang Verlag, Frankfurt/M. u.a.), langjähriger Vorsitzender der DVPB/Hessen, letzte Veröffentlichungen: Dreistigkeit als Lebensstil – Guttenberg und sein Publikum, in: Jahrbuch für Pädagogik 2012, Frankfurt, S. 305-317; Völkische Homogenität als regressive Utopie – Sarrazins antihumanistischer Politikentwurf, in: Jahrbuch für Pädagogik 2011, Frankfurt, S. 175-191; Politische Bildung in einer Welt der Umbrüche und Krisen, in: Wolfgang Sander/Annette Scheunpflug (Hrsg.): Politische Bildung in der Weltgesellschaft, Bonn 2011, S. 385-398; Der Nationalsozialismus, 2 Bände, Schwalbach/Ts. 2009/2011, hrsg. mit Thomas Lange

Jana Trumann
Dr. phil., Jg. 1973, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Duisburg-Essen an der Fakultät für Bildungswissenschaften im Fachgebiet Erwachsenenbildung/Politische Bildung, ihre Arbeitsschwerpunkte sind Erwachsenenbildung, subjektwissenschaftliche Lernforschung, politische Partizipation und Bildung, Bildungspolitik, aktuelle Veröffentlichung: Lernen in Bewegung(en). Politische Partizipation und Bildung in Bürgerinitiativen, Bielefeld 2013

Oliver Venzke
Dipl. Ökonom, Jg. 1971, stellvertretender Leiter des Bezirks Hamburg/Harburg der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, 2009 bis 2012 in der IG BCE-Hauptverwaltung, Abt. Bildung-Wissenschaft, u.a. zuständig für betriebliche und politische Bildung, seine Hauptarbeit liegt in der Umsetzung neuer, innovativer Bildungsansätze (z.B. Tarifführerschein, e-Coaching/e-Learning mit Betriebsräten und Vertrauensleuten, Lernen in gewerkschaftlichen Kampagnen) und der direkten Verbindung zwischen Theorie und Praxis in der Bildungsarbeit, diverse Veröffentlichungen von Bildungsmaterialien in der Erwachsenenbildung in den Bereichen Gewerkschaftspolitik, Betriebliche Weiterbildung, Philosophie und Wirtschaft

Benedikt Widmaier
M.A., Jg. 1958, Politikwissenschaftler, seit 1988 Tätigkeiten in der politischen Bildung und der Internationalen Jugendarbeit, seit 1998 Direktor der Akademie für politische und soziale Bildung der Diözese Mainz „Haus am Maiberg“, stellv. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft katholisch sozialer Bildungswerke (AKSB), stellv. Vorsitzender des hessischen Landesverbands der DVPB, Vertreter der non-formalen politischen Bildung im Bundesvorstand der DVPB, aktuelle Veröffentlichungen: mit Frank Nonnenmacher (Hrsg.): Partizipation als Bildungsziel, Schwalbach/Ts. 2011, mit Frank Nonnenmacher (Hrsg.): Unter erschwerten Bedingungen, Schwalbach/Ts. 2012, mit Benno Hafeneger und Horst-Dieter Zahn (Hrsg.): Politische Jugendbildung in Hessen, Schwalbach/Ts. 2011; Außerschulische politische Bildung nach 1945 – eine Erfolgsgeschichte?, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft 46-47/2012, S. 9-16

Alexander Wohnig
Jg. 1985, erstes Staatsexamen in Politikdidaktik, derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich „Politikwissenschaft – Politische Bildung“ an der Philosophischen Fakultät der Universität Siegen, er promoviert am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt/M. mit einer Arbeit zum Thema: „Zum Verhältnis von sozialem und politischem Lernen – Analyse von Praxisbeispielen politischer Bildung“

Stimmen zum Buch

"Der vorliegende Band ist sehr hilfreich für die Entwicklung einer eigenen, breit gefächerten und nicht betriebsblinden zeitgemäßen sozialwissenschaftlichen Bildung. Dies alles verdeutlicht (...), es wurde höchste Zeit für eine Reanimation des Kritischen in Zeiten vermeintlichter Alternativlosigkeit. Den HerausgeberInnen und AutorInnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt."

Edwin Stiller, Politisches Lernen 1-2/2014

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