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Wie politische Bildung wirkt

Wirkungsstudie zur biographischen Nachhaltigkeit politischer Jugendbildung

Bestellnummer: 4973 (Print) / 40072 (PDF)
Autoren/Hrsg.: Nadine Balzter, Yan Ristau, Achim Schröder
Erscheinungsjahr: 2014
Auflage: 1
Seitenzahl: 224
ISBN: 978-3-89974973-1 (Print) / 978-3-7344-0072-8 (PDF)
Reihe: Non-formale politische Bildung

Verfügbarkeit: lieferbar

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Wie politische Bildung wirkt

Über das Buch

Mit der Wirkungsstudie wird erstmals empirisch belegt, wie sich politische Jugendbildung längerfristig auswirkt und in politischen Haltungen sowie politischen Aktivitäten von Teilnehmenden niederschlägt.
Dazu haben die Forscher junge Erwachsene biographisch-narrativ interviewt, die etwa fünf Jahre zuvor an Veranstaltungen und Projekten der politischen Jugendbildung teilgenommen haben. Die Analyse der Interviews und Gruppendiskussionen macht deutlich, wie sich diese Bildungserfahrungen – vor dem Hintergrund der jeweiligen Biographie – mit vorhandenen Kenntnissen und Einstellungen verknüpfen und wie sich die jungen Erwachsenen im politischen Raum verorten. Anders als im gegenwartsorientierten und emotional turbulenten Jugendalter sind junge Erwachsene erstmals in der Lage, ihre Entwicklungen und Bildungseffekte zu reflektieren und zu bilanzieren.
Erstmals liegt eine träger- und veranstaltungsübergreifende bundesweite Studie vor, die Aussagen darüber erlaubt, wie Jugendliche die Anregungen und Impulse aus Veranstaltungen politischer Bildung in ihrem weiteren Lebenslauf nutzen konnten.

Inhaltsübersicht

Einleitung

1. Politische Jugendbildung in Deutschland – empirisches Wissen und Selbstverständnis
1.1 Historie und Angebotsstruktur der politischen Jugendbildung
1.2 Bundesweite Evaluation der politischen Jugendbildung als Erkenntnisbasis
1.3 Das Selbstverständnis politischer Jugendbildung
1.4 Politische Bildungserfahrungen in der Jugendphase aus der Perspektive junger Erwachsener

2. Möglichkeiten und Grenzen der Wirkungsforschung – methodischer Ansatz und Vorgehen
2.1 Wirkungsforschung in der politischen Bildung
2.2 Die Biographie als Schlüssel zu den Wirkungen
2.3 Methodischer Ansatz – Biographisch-narrative Interviews und Gruppendiskussionen
2.4 Methodisches Vorgehen – Zugang zu den ehemaligen Teilnehmenden
2.5 Pre-Test und Hauptstudie

3. Typologie zur Wirkung politischer Jugendbildung – Wirkungsrichtung und funktionale Differenzierung
3.1 Politisches Engagement – Typ I
3.2 Berufliche Orientierung – Typ II
3.3 Politisch aufgeklärte Haltung – Typ III
3.4 Erwerb politisch aktivierbarer Grundfähigkeiten – Typ IV
3.5 Diskussion der Typologie

4. Acht biographische Falldarstellungen

Falldarstellung Sandra (Typ I: Politisches Engagement)
... kann ein Mensch aus meiner Sicht eigentlich nicht unpolitisch sein – Politische Aktion als Folge von Gemeinschafts- und Bildungserfahrungen

Falldarstellung Alexander (Typ I: Politisches Engagement)
… wir als Politiker … – Wie der familiär angelegte Weg in die Politik durch politische Bildung eine besondere Prägung erhält

Falldarstellung Andreas (Typ II: Berufliche Orientierung)
… total stark von Personen abhängig – über Bildungsaufstieg zum sozialen und politischen Bildner

Falldarstellung Johanna (Typ II: Berufliche Orientierung)
Geschichte war schon immer mein Ding – Unterstützung beruflicher Orientierung durch Jugendbildung in Osteuropa
 
Falldarstellung Mareike (Typ III: Politisch aufgeklärte Haltung)
Dass man sein eigenes Leben gestalten kann, auch wenn es um Computer geht – Impuls für eine politisch aufgeklärte Haltung durch die kritische Auseinandersetzung mit Computerspielen

Falldarstellung Cem (Typ III: Politisch aufgeklärte Haltung)
… mit vierzehn, mein erster Kontakt mit der Demokratie – Schulpolitisches Engagement und politische Bildung ermöglichen neue Erfahrungen

Falldarstellung Mario (Typ IV: Erwerb politisch aktivierbarer Grundfähigkeiten)
Anderen Menschen … eine neue Tür zu öffnen – Von Ausgrenzungs- und Leidenserfahrungen zu dem Erwerb von Grundfähigkeiten und sozialem Engagement 

Falldarstellung Mona (Typ IV: Erwerb politisch aktivierbarer Grundfähigkeiten)
Über seinen Schatten springen – Erfahrungen aus Seminaren für das private und berufliche Leben fruchtbar machen

5. Zentrale fallübergreifende Themen und kontrastiver Vergleich
5.1 Einflussfaktoren in der politischen Sozialisation
5.1.1 Familie – basale Instanz
5.1.2 Schule – Türöffner, Partner, Kontrasterfahrung
5.1.3 Peers – Ressource und Risiko
5.1.4 Aktivitäten innerhalb und außerhalb von Vereinen und Jugendverbänden
5.1.5 Bürgerschaftliche Bewegungen, Netzaktivismus und „social media“
5.1.6 Ausbildung und Beruf
5.2 Einflussfaktoren innerhalb von politischer Jugendbildung
5.2.1 Pädagogische Personen – Beziehungsdimension mit Leitungspersonen, Referent_innen und Teamer_innen
5.2.2 Ferne und nahe Lernorte
5.2.3 Peers – Beziehungsdimension mit anderen Teilnehmenden
5.2.4 Themen und Methoden politischer Jugendbildung
5.2.5 Bildungsformate: Längerfristige Maßnahmen, Einfach- und Mehrfachteilnahme
5.2.6 Non-formale und informelle Bildung 
5.3 Differenzierungsmerkmale und ihre Bedeutung im empirischen Material
5.3.1 Gender – wenig Unterschiede zwischen den Geschlechtern in Bezug auf politische Jugendbildung
5.3.2 Migration – Beitrag der politischen Bildung zur Bewältigung von Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen
5.3.3 Bildungsferne Zielgruppen – politische Bildung als Unterstützung bei einem Bildungsaufstieg

6. Schlussfolgerungen für die politische Jugendbildung – für Praxis und Politik

Danksagung
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Literaturverzeichnis

Stimmen zum Buch

"Die von Balzter, Ristau und Schröder vorgelegte Untersuchung überzeugt durch eine durchdachte und reflexive Anlage, die es ermöglicht, die Untersuchungsschritte dezidiert nachzuvollziehen und die Ergebnisse einzuordnen. Die Autor_innen zeigen erstmals detailliert die unterschiedlichen Wirkungen außerschulischer Politischer Bildung im biographischen Kontext auf und machen das Spektrum an möglichen Erfahrungen deutlich, dass solche Veranstaltungen bewirken können. Damit ist der Band sicher ein Muss für Bildungsreferent_innen und Träger der außerschulischen Politischen Bildung."

Leonie Wagner, socialnet.de, 14.01.2015


"Die Studie stellt wichtige Erkenntnisse nicht nur über die biografische Relevanz, sondern auch über Voraussetzungen und gesellschaftlichen Stellenwert der außerschulischen politischen Jugendbildung in Zeiten schwacher Demokratie zur Verfügung. Die methodische Anlage zeigt einen Weg für weitere Forschungen auf: über die Rekonstruktion der subjektiven Bedeutung politischer Bildungsangebote und in Würdigung der Selbst-Forschungen der Bildungspraxis."

Julika Bürkin, DAS ARGUMENT 3/2015

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