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Einstellungen

zdg 1/2012

Einstellungen

Über das Buch

Das Heft befasst sich im Schwerpunkt fachspezifisch, überfachlich und interdisziplinär mit Einstellungen als Lernvoraussetzungen, als beabsichtigten und unbeabsichtigten Lernergebnissen im Unterricht gesellschaftswissenschaftlicher Fächer sowie den Möglichkeiten und Grenzen der Einstellungserfassung und des Einstellungswandels. Mit empirischen und theoretischen Beiträgen stößt das Heft eine Diskussion darüber an, welche Einstellungen als Lernvoraussetzungen und als Lernergebnisse im gesellschafts¬wissen¬schaft-lichen Unterricht besonders bedeutsam sind und welche Möglichkeiten und Grenzen ihrer Veränderung und Erfassung existieren.

MARKUS BERNHARDT untersucht die Einstellungen von Jugendlichen zum Wert des Faches Geschichte. KRISTINA LANGE befasst sich mit Einstellungen als subjektiven Rahmentheorien, die den historischen Verstehensprozess erheblich beeinflussen. JÖRG VAN NORDEN analysiert die Grenzen der Einstellung zur Objektivität im Fach Geschichte und stellt ihr Rahmenbedingungen der konstruktivistischen Wende gegenüber. DOMINIK ALLENSPACH untersucht die Einstellungen von Lehrkräften in der politischen Bildung und liefert damit einen Beitrag zur Selbstreflexion von Einstellungen im Rahmen einer Professionalität fördernden Lehrerbildung. Während EBERHARD JUNG und ALINE SCHMIDT sich mit den Zusammen¬hängen eines sozialwissenschaftlichen Selbstkonzepts als Gesamtheit subjektiver Einstellungen und dem Kompetenzerwerb auseinandersetzen, reflektiert WERNER FRIEDRICHS unter welchen theoretischen Annahmen über das Subjekt sich Einstellungsänderungen im gesellschafts¬wissenschaftlichen Unterricht überhaupt legitimieren lassen.

Im Forum präsentieren MONIKA WALDIS, JAN HODEL und NADINE FINK die Ergebnisse ihrer Untersuchung zu Lernaufgaben im Geschichtsunterricht auf ihr Potential zur Förderung historischer Kompetenzen mittels videografierter Lektionen. Werkstattbeiträge widmen sich den Ergebnissen einer Tagung zur interdisziplinären Annäherung an außerschulische Lernorte unter dem Blickwinkel der Kompetenzentwicklung und demonstrieren den Wandel von Fächern am Beispiel der Geographie im Spiegel von Examensarbeiten.

Zu den Autoren

Markus Bernhardt ist Professor für Didaktik der Geschichte am Historischen Institut der Universität Duisburg-Essen.

PD Dr. Jörg van Norden, Fakultät für Geschichte, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld, Geschichtsdidaktik, Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Erinnerungskultur.

Dominik Allenspach ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Politische Bildung und Geschichtsdidaktik der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz sowie am Zentrum für Demokratie Aarau.

Prof. Dr. Eberhard Jung, Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Institut für Sozialwissenschaften – Abteilung Ökonomie, Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Ökonomische Bildung, Lehr-Lernforschung, Berufsorientierung, Selbstkonzept- und Kompetenzforschung.

Dipl. Päd. Aline Schmidt, Lehrerin für Grund- und Hauptschulen, Aloys-Schreiber-Schule Bühl. Ehemals Projektmitarbeiterin FABIG, Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Institut für Sozialwissenschaften. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Berufsorientierung, Selbstkonzept- und Kompetenzforschung.

Dr. Kristina Lange, Fachleiterin für Geschichte/Gesellschaftslehre am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Recklinghausen und Lehrbeauftragte am Lehrstuhl Didaktik der Geschichte an der Universität Duisburg-Essen.

Dr. Werner Friedrichs ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Leibniz Universität Hannover (Institut für politische Bildung), Fachleiter am Studienseminar Celle für das Lehramt an Gymnasien und Studienrat am Gymnasium Soltau.

Dr. Monika Waldis ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin am Zentrum für Politische Bildung und Geschichtsdidaktik am Institut Forschung und Entwicklung der Pädagogischen Hochschule FHNW; Arbeitsschwerpunkte: Lehr-/Lernforschung im Bereich Geschichte und Mathematik, videobasierte Unterrichtsforschung, Professionalisierung von Lehrpersonen.

Lic. Phil. I Jan Hodel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Politische Bildung und Geschichtsdidaktik am Institut Forschung und Entwicklung der Pädagogischen Hochschule FHNW; Arbeitsschwerpunkte: Geschichtsdidaktik, Geschichte lernen mit neuen
Medien, Geschichtskultur.

Dr. Nadine Fink, Maître-assistante à l‘Université de Genève, Faculté de psychologie et des sciences de l‘éducation; Equipe de didactique de l‘histoire et de la citoyenneté (EDHICE); Arbeitsschwerpunkte: Geschichtsdidaktik, Historische Erkenntnistheorien; Geschichte, Erinnerung und Identität; Geschichtskultur.