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Inklusion

Gemeinsam Lernen 3/2017

Bestellnummer: GL3_17 (Print) / 14093 (PDF)
Autoren/Hrsg.: Ingrid Ahlring (Moderation)
unter Mitarbeit von: Robert Benckert, Ewald Feyerer, Uwe Gehrmann, Elke Gerdes, Sabine Henseler, Elke Hilliger, Jörg Jakobi, Hans-Günter Rolff, Martina Schalles, Brigitte Schumann, Antje-Angela Uibel
Erscheinungsjahr: 2017
Seitenzahl: 74
ISBN: GL3_17 (Print) / 978-3-95414-093-0 (PDF)
Reihe: Gemeinsam lernen
Neuheiten: Neuerscheinung

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Inklusion

Über das Buch

In diesem Heft mit dem Schwerpunktthema „Inklusion“ ist unschwer zu erkennen, woran die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Ländern der Bundesrepublik zu scheitern droht. Außer in den Ländern Bremen und Schleswig-Holstein gibt es keinen Rückbau des Sonderschulsystems. Das allgemeine Sekundarschulsystem bleibt erhalten, das Sonderschulsystem steht daneben. War das mit der Behindertenrechtskonvention gemeint?

Neben den strukturellen Sackgassen gibt es bei den Lehrkräften nahezu unisono die Meinung, dass den Schulen bei der Umsetzung der Inklusion die nötige materielle und personelle Unterstützung verweigert werde. Dies macht den inkludierenden Unterricht zu einer erheblichen Belastung und führt nicht nur bei den alleine gelassenen Fachlehrer/-innen zur Ablehnung dieser Anforderung. In diesem Themenheft werden die Ursachen benannt, an denen Inklusion scheitert. Der Bildungsforscher Klaus Klemm resümiert: „Auch nach sieben Jahren ist Deutschland weit davon entfernt, das Inklusionsziel der UN-Konvention zu erfüllen“.

Der aktuelle Dokumentarfilm „Ich. Du. Inklusion“ zeigt Inklusion in Uedem, NRW. Heile Welt, fast alle Kinder aus der bürgerlichen Mitte, alle sprechen Deutsch, die Lehrer sind erfahren, kompetent, engagiert. Die meisten Eltern wollen Inklusion. Alle Angaben hier stammen aus einem Interview des Filmautors Thomas Binn (Spiegel online). Er sagt: „Ich habe mir bewusst eine Schule ausgesucht, die nicht in einem sozialen Brennpunkt liegt“. 22 Kinder, darunter sieben mit Förderbedarf, „eins auf dem Entwicklungsstand eines Dreijährigen“. Die Klassenlehrerin ist meistens alleine in der Klasse, eine Sonderpädagogin kommt sieben Stunden in der Woche. Es fehlt an Personal, Räumen, Material, Zeit. Das Fazit des Autors: „Die Kinder kommen zu kurz“. Das ist ein Bericht aus der Wirklichkeit. Fast hat man den Eindruck, dass die Praxisberichte in diesem Thementeil aus einer anderen Welt stammen. Wir wollen aber damit nicht die Realität in den Ländern der Bundesrepublik verdecken, sondern zeigen, dass es auch anders gehen kann.

Inhaltsübersicht

Thema Inklusion

Brigitte Schumann
Die Bundesrepublik auf dem Weg in die Inklusion?

Autorenteam Reformschule Kassel
Es ist normal, verschieden zu sein! 

Jörg Jakobi
Von der Restschule zur Gemeinschaftsschule 

Antje-Angela Uibel
Schule für alle – sonderpädagogisch unterlegt

Wann gelingt Inklusion?
Gespräch mit Elke Gerdes und Robert Benckert 

Sabine Henseler
Schule entwickeln mit dem Index für Inklusion 


Best Practice

Vom Studenten zum personal coach
Von Martina Schalles 

Bildungspolitik

Inklusion: Erfahrungen aus Österreich
Von Ewald Feyerer 

Interview

Wir unterrichten Kinder, nicht Fächer
Ein Gespräch mit Uwe Gehrmann 

Schlagwörter mit Schlagseite

Stellschrauben ohne Stellenwert
Von Hans-Günter Rolff 

Rezensionen 

GGG-Info

Zu den Autoren

Robert Benckert
ist Vater zweier schulpflichtiger Töchter und engagiert sich im Vorstand von „Eine Schule für Alle Bremen e. V.“ und beim „Zentralelternbeirat Bremen“ als Fachvorstand Sonderpädagogik.

Ewald Feyerer

Uwe Gehrmann
ist Schulleiter der IGS Nordend (Mitglied im Modellschulnetzwerk für Kinderrechte Hessen) und war Planungsgruppenleiter der neuen IGS Süd in Frankfurt am Main.

Elke Gerdes
ist Vorsitzende des Elternvereins „Eine Schule für Alle Bremen e. V.“. Die Dipl.-Kulturpädagogin arbeitet als Bildungsreferentin für das Projekt „Inklusive Gemeinden“ im niedersächsischen Umland von Bremen.

Sabine Henseler
ist seit 2012 Lehrerin an der Gesamtschule Lohmar und dort in unterschiedlichen Arbeitskreisen sowie der Steuergruppe an der Entwicklung einer „Schule für alle“ aktiv.

Elke Hilliger + Autorenteam
ist die Schulleiterin, Stefanie Renzel, Eva Standfest, Stefan Beckmann und Birgit Dahle-Ernst sind Förderschullehrkräfte an der Reformschule Kassel.

Jörg Jakobi
ist seit 1985 im Schuldienst (Förderschulen) und seit 2000 im Gemeinsamen Unterricht tätig. Er hat Lehraufträge an Universitäten und ist stellv. Landesvorsitzender des vds (Verband Sonderpädagogik e. V.).

Prof. Dr. Hans-Günter Rolff
war einer der Gründer der GGG 1969 in Dortmund und Mitglied des Experimentalausschusses des Deutschen Bildungsrats, der die Gesamtschulempfehlung erarbeitet hat.

Martina Schalles

Brigitte Schumann
war Gymnasiallehrerin und Bildungspolitikerin in NRW. Sie arbeitet als freie Bildungsjournalistin.

Antje-Angela Uibel
ist seit 1992 an der Waldhofschule in Templin tätig. Seit 2010 ist sie Schulleiterin der „Integrativen Waldhofschule mit angegliederten Ober- und Werkstufenklassen für Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt geistige Entwicklung“.

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