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Zeit für Bildung

Weiterbildungsphasen als Moratorium – Bildungsurlaub: Begründungen, Konflikte und Perspektiven – Machtkritisches Globales Lernen – 15. Kinder- und Jugendbericht

Bestellnummer: jpb2_17 (Print) / 40494 (PDF)
unter Mitarbeit von: Helmut Bremer, Rainer Christ, Tim Eyßell, Wolfgang Gaiser, Martina Gille, Benno Hafeneger, Lena Heidemann, Jana Kemper, Martin Mäusezahl, Andreas Michelbrink, David Mintert, Johann de Rijke, Steffi Robak, Antje Pabst, Uwe Roßbach, Sabine Schmidt-Lauff, Christel Teiwes-Kügler, Christine Zeuner
Erscheinungsjahr: 2017
Auflage: 1. Auflage 2017
Seitenzahl: 104
ISBN: jpb2_17 /Print) / 978-3-7344-0494-8 (PDF)
Reihe: Journal für politische Bildung
Neuheiten: Neuerscheinung

Verfügbarkeit: vorbestellen, erscheint 31.05.17

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Über das Buch

Politische Erwachsenenbildung ist Teil des lebensbegleitenden Lernens. Wer sich und die Welt, in der wir leben, verstehen und Politik mitgestalten will, braucht politische Bildung – und damit Zeit für Bildung. Politische Bildung ist ein Angebot zur Orientierung und Information, qualifiziert darüber hinaus für politisches Engagement und die Übernahme gesellschaftlicher, sozialer und politischer Aufgaben. Unsere Demokratie lebt von der Beteiligung informierter Bürger/-innen, weshalb Bildungsbiografien nicht mit dem Ende von Schule, Ausbildung oder Studium enden dürfen.

Politische Bildung hat in der Erwachsenenbildung nominell einen hohen Stellenwert, obwohl sich die oft allgemeinbildende, politische oder kulturelle Erwachsenenbildung in den letzten Jahren auf politischen und wirtschaftlichen Druck hin zu einer funktionalen, auf Qualifizierung für den Arbeitsmarkt abzielenden „Weiterbildung“ gewandelt hat. Die Bedeutung und Förderungsnotwendigkeit politischer Bildung wird in nahezu allen Erwachsenen- bzw. Weiterbildungsgesetzen der Bundesländer ausdrücklich oder zumindest implizit betont, die Realitäten spiegeln allerdings oftmals andere Prioritäten wider. Die Bildungsfreistellung wird derzeit – trotz des gesetzlichen Anspruchs in zahlreichen Bundesländern – nur selten wahrgenommen. 77 % der Beschäftigten sind an Fortbildungen interessiert, aber nur 0,5 bis 2 % der Arbeitnehmer/-innen nehmen Bildungszeit. Diese Zahlen implizieren Handlungsbedarf auf allen Ebenen: staatlicherseits, vonseiten der Abreitnehmer/-innen sowie der Träger politscher Erwachsenenbildung.

Aus verschiedenen Blickwinkeln gibt der SchwerPunkt dieses Journals Anregungen und verweist auf die Bedeutung der wichtigen gesellschaftspolitischen Aufgabe für eine zunehmend komplexe, diffundierende und dabei doch in weiten Teilen den Konsens suchende Gesellschaft. Die Rubrik MitDenken untersucht anhand der FES-Jugendstudie 2015 die Einstellungen 14- bis 25-Jähriger zur Demokratie und zu demokratischen Prinzipien. Herausgehoben ist hierbei die Frage, welche Rolle politische Bildung für Demokratielernen aus dem Blickwinkel junger Menschen spielt. Daran anschließend stehen in der Rubrik ÜberGenzen „Schritte zu einem machtkritischen Globalen Lernen“ im Mittelpunkt.

Inhaltsübersicht

Editorial

SchwerPunkt
ZEIT FÜR BILDUNG

Sabine Schmidt-Lauff
Vergesellschaftete Zeit – Überlegungen zu Bildung heute

Helmut Bremer, Christel Teiwes-Kügler
Weiterbildungsphasen als Moratorium
Veränderungen von Gesellschaftsbild und Habitus im Kontext von Lernsituationen

Christine Zeuner
Bildungsurlaub: Begründungen, Konflikte und Perspektiven

Steffi Robak, Lena Heidemann
Empirische Befunde zum Bildungsurlaub
Planung, Programm, Partizipation

Antje Pabst
Bildungsurlaub – Eigenzeit für Bildung mit biographisch nachhaltiger Wirkung?
Eine qualitative Studie

Andreas Michelbrink
Bildungsurlaub reloaded:
„Hinterher ist man immer klüger“

Benno Hafeneger, Uwe Roßbach, Rainer Christ, Tim Eyßell, David Mintert
Weiterbildung in Deutschland
Daten und Diskussionen rund um Bildungsurlaub und Bildungsfreistellung in ausgewählten Bundesländern

MitDenken

Martina Gille, Wolfgang Gaiser, Johann de Rijke
Jugend und Demokratie
Aspekte politischer Einstellungen und die Relevanz politischer Bildung

ÜberGrenzen

Jana Kemper, Martin Mäusezahl
Schritte zu einem machtkritischen Globalen Lernen

LeseZeichen

Phänomene des Rechtsextremismus und -terrorismus / Historische und aktuelle Entrechtungen

VorGänge

„Jugend ermöglichen“ – politische Jugendbildung neu gestalten / Fünf Jahre „Think Big“ / Die Wurzeln des Internationalen Bundes /
Jugendbeteiligung, die wirkt

AugenMerk

UNESCO-Weltbericht zur Erwachsenenbildung / Inklusion in der politischen Bildung / Neue IDA-Reader erschienen /
Personen & Organisationen / Veranstaltungen

Zu den Autoren

Helmut Bremer, Dr. phil., ist seit 2009 Professor für Erwachsenenbildung/Schwerpunkt politische Bildung an der Fakultät für Bildungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Politische Erwachsenenbildung, Habitus, Lernen und Sozialisation sowie Milieu- und Habitusanalyse.

Rainer Christ, M.A., arbeitet im Referat Bildungsfreistellung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz.

Dr. Tim Eyßell ist Referent im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg im Referat für Lebenslanges Lernen, Weiterbildung und politische Bildung, übergreifende Themenkomplexe gemäß § 12 BbgSchulG.

Dr. Wolfgang Gaiser war von 1972 bis 2011 am Deutschen Jugendinstitut (DJI), zuletzt als Grundsatzreferent für Jugendforschung, tätig. Schwerpunkte: Politische Partizipation, Vergleichsforschung in regionaler und europäischer Perspektive, Kombination qualitativer und quantitativer Ansätze.

Martina Gille ist wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut (DJI) und Leiterin des Kompetenzteams Jugend im Rahmen des Projekts AID:A.

Prof. Dr. Benno Hafeneger ist Professor (em.) für Erziehungswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg und Mitglied der Journal-Redaktion.

Lena Heidemann, M.A., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leibniz Universität Hannover.

Jana Kemper arbeitet seit 2014 als entwicklungspolitische Bildungsreferentin beim Informationsbüro Nicaragua. Davor arbeitete sie als politische Bildnerin in der außerschulischen Bildung und beschäftigte sich im Rahmen ihres Studiums kritisch mit dem Ansatz des Globalen Lernens.

Martin Mäusezahl arbeitet seit 2011 als entwicklungspolitischer Bildungsreferent beim Informationsbüro Nicaragua. In dieser Zeit führte er mehrere Bildungsprojekte durch.

Andreas Michelbrink, Politikwissenschaftler, Studium der Politik und Geschichte an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover und der Hebrew University of Jerusalem, arbeitet seit 1992 in der Jugendbildungsarbeit der ver.di und ist seit 2008 Geschäftsführer von ver.di GewerkschaftsPolitische Bildung gemeinnützige Gesellschaft mbH in Berlin.

Dr. David Mintert ist Landesgeschäftsführer und pädagogischer Leiter von ARBEIT UND LEBEN DGB/VHS Nordrhein-Westfalen.

Johann de Rijke, Dipl. Sozialwissenschaftler, war bis 2011 wissenschaftlicher Referent am Deutschen Jugendinstitut (DJI) in den Abteilungen „Jugend und Politik“ und „Social Monitoring“. Forschungsschwerpunkte: Jugend und Politik, politische und gesellschaftliche Partizipation, sozialwissenschaftliche Methodologie.

Prof. Dr. Steffi Robak ist Professorin für Bildung im Erwachsenenalter am Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leibniz Universität Hannover und Geschäftsführende Leiterin der Arbeitsstelle diversitAS (Diversität-Migration-Bildung).

Antje Pabst, Bildungs- und Erziehungswissenschaftlerin, ist Doktorandin der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg. Arbeitsschwerpunkte: Lernen Erwachsener, Beruf und Beruflichkeit, Grundbildung.

Uwe Roßbach ist Geschäftsführer von ARBEIT UND LEBEN DGB/VHS Thüringen sowie Vorsitzender des Landeskuratoriums für Erwachsenenbildung und
Mitglied des geschäftsführenden Vorstands der GEW Thüringen.


Prof. Dr. habil. Sabine Schmidt-Lauff ist Universitätsprofessorin für Weiterbildung an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg. Von 2010 bis 2014 war sie Vorsitzende der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Zeitfragen des Lernens Erwachsener, Professionalisierung und Professionalität in der Erwachsenenbildung, Europäische Perspektiven Lebenslangen Lernens.

Christel Teiwes-Kügler, Dipl.-Sozialwissenschaftlerin, war bis April 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Erwachsenenbildung/Politische Bildung der Universität Duisburg-Essen und ist seitdem freiberuflich wissenschaftlich tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Bildung und soziale Ungleichheit, Politische Erwachsenenbildung sowie Theorie und Methoden der typenbildenden Habitus- und Milieuanalyse.

Prof. Dr. Christine Zeuner ist Professorin für Erwachsenenbildung an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg und Mitglied der Journal-Redaktion. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Politische Erwachsenenbildung, Internationale Erwachsenenbildung sowie Literalität und Grundbildung.

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