

Ausstiegsberatung für Rechtsextremist*innen
Pädagogische Ansätze – Programme – Akteure
- von
- Laura Adrian, David Angelovski, Marius Bause, Kati Behrens, Johanna Bode, Bundesarbeitsgemeinschaft Ausstieg zum Einstieg e.V., Carmen Figlestahler, Kai Fischer, Rudolf Forsen, Willi Friedrich, Volker Haase, Frank Greuel, Benno Hafeneger, Louisa Lehmann, Torsten Niebling, Christian Pfeil, Katja Schau, Robert Poschmann, Jonas Stapper, Nils Stühmer, Stefan Tepper, Dieter Uden, Thomas Vitt
- herausgegeben von
- Stefan Tepper
- unter Mitarbeit von
- Christian Pfeil und Johanna Bode
Erfahrene Fachkräfte aus behördlichen und zivilgesellschaftlichen Ausstiegsprogrammen berichten erstmalig gemeinsam von ihrer anspruchsvollen Tätigkeit. Sie zeichnen dabei ein vielschichtiges und differenziertes Bild.
Bestellnummer: | 41716 |
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EAN: | 9783734417160 |
ISBN: | 978-3-7344-1716-0 |
ISSN: | 1435-7526 |
Reihe: | Politik und Bildung |
Erscheinungsjahr: | 2025 |
Auflage: | 1 |
Seitenzahl: | 224 |
- Beschreibung Was ist Ausstiegsberatung und wie arbeiten Ausstiegsberater*innen? Ausstiegsberatung ist ein Arbeitsfeld, das sich seit Anfa… Mehr
- Inhaltsübersicht STEFAN TEPPER, CHRISTIAN PFEIL, JOHANNA BODEEinleitende Worte der Redaktionsgruppe Fachliche KommentierungBENNO HAFENEGERDis… Mehr
- Autor*innen LAURA ADRIAN, B. A. Politikwissenschaften und Philosophie, ist seit 2017 Mitarbeiterin von ‚KAST e. V.‘ sowie Leiterin de… Mehr
STEFAN TEPPER, CHRISTIAN PFEIL, JOHANNA BODE
Einleitende Worte der Redaktionsgruppe Fachliche Kommentierung
BENNO HAFENEGER
Distanzierung und Ausstieg – Reflexionen eines pädagogischen Arbeitsfeldes
Spezifische Merkmale der Ausstiegsarbeit
RUDOLF FORSEN
Wir geben niemanden verloren. Um des Menschen und seiner Würde willen
MARIUS BAUSE, JONAS STAPPER
Gesamtgesellschaftliche Probleme – zivilgesellschaftliche Antworten
Adressierung von Beratungsnehmer*innen
DAVID ANGELOVSKI, KAI FISCHER
Viele Wege führen nach Rom – Ein Überblick über das Adressierungsverfahren der AussteigerhilfeRechts
LOUISA LEHMANN, TORSTEN NIEBLING, THOMAS VITT
Vom Zwang zur Distanzierung – gelingende Zugänge zu rechtsextrem affinen jungen Menschen
Was schafft Sicherheit und Unsicherheit im Ausstiegsprozess?
ROBERT POSCHMANN
Unsicherheit – ein ständiger Begleiter?!
LAURA ADRIAN
Vom Sichern, Absichern und Verunsichern – Sicherheit und Unsicherheit in der zivilgesellschaftlichen Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit
Pädagogik in der Ausstiegsarbeit
WILLI FRIEDRICH
Die Pädagogik in der Ausstiegs- und Distanzierungsberatung von ®AUSwege in Rheinland-Pfalz (RLP) – Ein Erfahrungsbericht
VOLKER HAASE
Bindungstheoretische Implikationen für die Ausstiegsarbeit Dekonstruktion rechtsextremer Szenezugehörigkeit
STEFAN TEPPER
„Die rechte Grütze muss aus dem Kopf raus“ – Zur Aufarbeitung rechtsextremer Szenezugehörigkeiten
NILS STÜHMER
Von Ent-Täuschungen und Irrwegen – Eine Anleitung zur Dekonstruktion von Szenezugehörigkeit
Genderreflektierte Ausstiegsberatung
JOHANNA BODE
Genderwahn, Antifeminismus, Frauen – was kann genderreflektierte Ausstiegsarbeit bieten? Eine Annäherung
KATI BEHRENS
Frauen und queere Personen als extrem rechte Akteur*innen und Aussteiger*innen – Eine zivilgesellschaftliche Perspektive
Ausblick
DIETER UDEN
Extremismusprävention – Mit Erfahrung in die Zukunft
BUNDESARBEITSGEMEINSCHAFT ‚AUSSTIEG ZUM EINSTIEG‘ E. V.
Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit – quo vadis?
Wirkungsfeststellung in der Ausstiegsarbeit
CARMEN FIGLESTAHLER, KATJA SCHAU, FRANK GREUEL
„Was bringt das denn überhaupt?“ – Wirkungsanalysen in der Ausstiegsberatung: Potenziale und Grenzen eines anspruchsvollen Unterfangens
Anhang I: Ausstiegsprogramme
Anhang II: Der Landespräventionsrat Niedersachsen
Autor*innen
LAURA ADRIAN, B. A. Politikwissenschaften und Philosophie, ist seit 2017 Mitarbeiterin von ‚KAST e. V.‘ sowie Leiterin des Projekts Kick-Off, Deradikalisierung und Prävention in Strafvollzug und Bewährungshilfe. Außerdem ist sie als Mediatorin in Strafsachen im Bereich Täter-Opfer-Ausgleich im Bereich Jugend tätig.
DAVID ANGELOVSKI ist Justizsozialarbeiter bei der ‚AussteigerhilfeRechts‘, die Menschen seit 2001 beim Ausstieg aus rechtsextremen Bezügen unterstützt. Die ‚AussteigerhilfeRechts‘ ist deutschlandweit als einziges Programm direkt bei der Justiz angesiedelt.
MARIUS BAUSE arbeitet seit 2023 als Berater bei der zivilgesellschaftlichen Ausstiegs- und Distanzierungsberatung ‚NinA NRW‘. Er studierte Soziale Arbeit und Psychosoziale Beratung in Sozialer Arbeit.
KATI BEHRENS hat Pädagogik, Gender Studies und Rehabilitationspädagogik studiert. Sie ist seit 2021 Ausstiegsberaterin bei ‚Distance – Ausstieg Rechts‘ und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit extrem rechten Frauen in der Ausstiegsarbeit.
JOHANNA BODE ist Justizsozialarbeiterin bei der ‚AussteigerhilfeRechts‘, die Menschen seit 2001 beim Ausstieg aus rechtsextremen Bezügen unterstützt. Die ‚AussteigerhilfeRechts‘ ist deutschlandweit als einziges Programm direkt bei der Justiz angesiedelt.
BUNDESARBEITSGEMEINSCHAFT ‚AUSSTIEG ZUM EINSTIEG‘ E.V.: Der vorliegende Beitrag wurde vom Team der Geschäftsstelle und dem Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft ‚Ausstieg zum Einstieg‘ e. V. verfasst. Es handelt sich dabei um ein multiprofessionelles Team, das neben Kenntnissen und Abschlüssen aus Politikwissenschaft, Sozial- und Geisteswissenschaften, der Sozialen Arbeit und Pädagogik auch über mehrjährige Berufserfahrung in der Präventionsarbeit im Phänomenbereich (extreme) Rechte verfügt.
CARMEN FIGLESTAHLER, Dr. phil., M.A. Soziologie lehrt an der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen. Zuvor war sie wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: (sozial-)pädagogische Auseinandersetzungen mit der extremen Rechten sowie mit demokratiefeindlichem Islamismus, Jugendsoziologie, soziale Probleme und soziale Kontrolle.
KAI FISCHER ist Justizsozialarbeiter bei der ‚AussteigerhilfeRechts‘, die Menschen seit 2001 beim Ausstieg aus rechtsextremen Bezügen unterstützt. Die ‚AussteigerhilfeRechts‘ ist deutschlandweit als einziges Programm direkt bei der Justiz angesiedelt.
RUDOLF FORSEN, Jurist, ist Regierungsdirektor in der Abteilung Verfassungsschutz im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt und u. a. zuständig für die staatliche Ausstiegshilfe des Landes Sachsen-Anhalt. Er leitet die 2014 gegründete und dort angesiedelte Ausstiegshilfe EXTRA, die er mit konzipiert und aufgebaut hat. Seit über 10 Jahren ist er intensiv vernetzt und im Praxis- und Erfahrungsaustausch mit staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen der Ausstiegsarbeit und der Extremismusprävention. Sowohl innerhalb des Landes als auch überregional bringt er so seine Kompetenzen und Erfahrungen ein. Er war bzw. ist an der Entwicklung und Fortschreibung des Grundsatzpapiers ‚Standorte und Perspektiven staatlicher Ausstiegsprogramme im Bereich des Rechtsextremismus‘ beteiligt und wirkt in der Arbeitsgruppe ‚Deradikalisierung‘ im Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum zur Bekämpfung des Rechtsextremismus/-terrorismus (GETZ-R) mit.
WILLI FRIEDRICH, Dipl. Sozialarbeiter, ist als Ausstiegsberater im Ausstiegsprogram ‚(R)AUSwege‘ im Demokratiezentrum Rheinland-Pfalz tätig. Er ist ausgebildet in ‚Klientenzentrierter Gesprächsführung‘ nach C. Rogers, Systemischer Beratung sowie Traumabegleitung. Willi Friedrich hat ab 2010 zudem an der Konzipierung und Umsetzung der Distanzierungsberatung Rückwege des Demokratiezentrums RLP mitgewirkt. Er ist seit 2003 aktiv beteiligt sowohl an Vernetzung und Austausch im Rahmen der Bund-Länder-Arbeits-Tagungen (BLAT) der behördlichen Ausstiegsprogramme als auch seit 2015 am ‚Praxis- und Erfahrungsaustausch der behördlichen und zivilgesellschaftlichen Ausstiegsprogramme für Rechtsextremist*innen in Bund und Ländern‘ (PEARBL).
VOLKER HAASE, Dr. phil., Dipl. Erziehungswissenschaftler, ist tätig als Berater bei ‚JUMP‘ in Trägerschaft des CJD Nord.
FRANK GREUEL, Dr. rer. pol., ist Erziehungswissenschaftler und arbeitet als wissenschaftlicher Referent am Deutschen Jugendinstitut, Außenstelle Halle. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind u.a. die politische Sozialisation von jungen Menschen sowie die (Evaluations-)Forschung zu Demokratieförderung, politischer Bildung und zur pädagogischen Prävention von Radikalisierung.
BENNO HAFENEGER, Dr. phil., Studium der Psychologie und Erziehungswissenschaft, Prof. (em.) am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg, forscht und publiziert zu Jugendfragen, außerschulischer Jugendarbeit/-bildung und zu rechtem Extremismus. Vielfältige Vortrags- und Beratungstätigkeit bei zivilgesellschaftlichen Trägern.
LOUISA LEHMANN, M. A. Soziale Inklusion – Gesundheit und Bildung, arbeitet bei ‚Rote Linie – Pädagogische Fachstelle Rechtsextremismus‘ als Umfeld- und Distanzierungsberaterin. Sie berät Angehörige und Fachkräfte zum Umgang mit rechtsorientierten Menschen. Mit den rechtsorientierten Jugendlichen selbst arbeitet sie auf eine Distanzierung hin. Ihre Expertise fließt ebenfalls in die politische Bildungsarbeit der Roten Linie ein.
TORSTEN NIEBLING, Dipl. Pädagoge, ist seit 2010 im Projekt ‚Rote Linie – Pädagogische Fachstelle Rechtsextremismus‘ tätig und aktuell Co-Leitung dieses Projektes. Ihn treibt die Frage um, wie Einstiegsprozesse in extrem rechte Szenen und verhärtete Weltbilder vermieden werden können. Er arbeitet hierfür in der Distanzierungsarbeit, der Beratung und der Qualifizierung.
CHRISTIAN PFEIL, Dr. phil., Diplom-Pädagoge, seit 2020 Projektkoordinator des zivilgesellschaftlichen Ausstiegsangebots ‚Distance – Ausstieg Rechts‘, Niedersachsen, vorher u. a. tätig an der C. v. O.-Universität Oldenburg mit Lehr- und Forschungsschwerpunkt Ausstiegsprozesse aus rechtsextremen Szenekontexten. Er promovierte zum Thema ‚Zum Ausstiegsprozess aus rechtsextremen Szenezusammenhängen‘ (BIS/Oldenburg).
KATJA SCHAU, M.A. Soziologie arbeitet seit 2010 als wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind (sozial-)pädagogische Auseinandersetzungen islamistischem Extremismus und Rechtsextremismus, soziale Probleme und soziale Kontrolle sowie multiprofessionelle Zusammenarbeit mit Polizei und Sicherheitsbehörden.
ROBERT POSCHMANN, Kriminalbeamter, Interkultureller Trainer, Mediator (BM), war seit Mitte der 1990er Jahre mit verschiedenen behördlichen Aufgaben im Themenfeld Rechtsextremismus betraut. Seit 2014 ist er Ausstiegsbegleiter im Ausstiegsproramm ‚Spurwechsel‘ beim Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen.
JONAS STAPPER studierte Geschichte, Politikwissenschaft und interdisziplinäre Antisemitismusforschung und ist Systemischer Berater (DGSF) in Ausbildung. Er arbeitet seit 2022 als Berater bei der zivilgesellschaftlichen Ausstiegs- und Distanzierungsberatung ‚NinA NRW‘.
NILS STÜHMER, B. A. Erziehungswissenschaft, ist seit 2014 als Mitarbeiter von ‚KAST e. V.‘ in der Ausstiegs- und Distanzierungsberatung im Phänomenbereich Rechtsextremismus tätig. Weitere Tätigkeitsfelder stellen die Täterarbeit häusliche Gewalt und die Antigewaltarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen dar.
STEFAN TEPPER, Dr. phil., Dipl.-Sozialpädagoge/Sozialarbeiter, ist im Landes- Demokratiezentrum Niedersachsen u. a. zuständig für die Beratung von Akteur*innen der Ausstiegsarbeit, Behörden und Institutionen. Er arbeitet seit mehr als 20 Jahren zu Ausstiegsprozessen aus rechtsextremen Kontexten und hat zur Entwicklung von Abwendungsmotiven geforscht. Stefan Tepper organisiert die Fachtagung ‚Praxis- und Erfahrungsaustausch der behördlichen und zivilgesellschaftlichen Ausstiegsprogramme für Rechtsextremist*innen in Bund und Ländern‘ (PEARBL). Er zeichnet zudem verantwortlich für die ‚Qualifizierungsmaßnahme zur Fachkraft Ausstieg im Phänomenbereich Rechtsextremismus‘ des Landespräventionsrates Niedersachsen.
DIETER UDEN, Kriminalbeamter, M. A. Kriminologie und Polizeiwissenschaft, ist seit 1987 Angehöriger der niedersächsischen Landespolizei. Er ist Mitarbeiter des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport, Abteilung Verfassungsschutz und hat dort die Sachgebietsleitung für ‚Aktion Neustart – Aussteigerprogramm Extremismus‘.
THOMAS VITT, Mag. Theol., ist Distanzierungs- und Umfeldberater bei der ‚Roten Linie‘. Er kommt aus der freien Jugendhilfe, Gewaltintervention und -prävention. Er ist neben der Arbeit mit rechtsorientierten Jugendlichen und deren Umfeld auch in der Beratung für Menschen und Institutionen tätig, die Kontakt zur sogenannten Reichsideolog*innen-Szene haben.
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Der Sammelband stellt in Beiträgen aus Praxis und Wissenschaft innovative Entwicklungen der zivilgesellschaftlichen Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit vor und setzt neue Impulse für Akteur*innen im Bereich der Rechtsextremismusprävention.
Politik und Bildung
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Erfahrene Fachkräfte aus behördlichen und zivilgesellschaftlichen Ausstiegsprogrammen berichten erstmalig gemeinsam von ihrer anspruchsvollen Tätigkeit. Sie zeichnen dabei ein vielschichtiges und differenziertes Bild.
Was lässt sich unter Demokratiebildung verstehen? Dieser Frage widmet sich das zweibändige Werk hinsichtlich der theoretischen Reflexion und praktischen Umsetzung in verschiedenen Schulformen und Fachdidaktiken. Neben der kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen und pädagogischen Perspektiven werden spezifische Herausforderungen wie Inklusion, Partizipation und der Umgang mit Ideologien der Ungleichwertigkeit diskutiert. Durch zahlreiche Beiträge aus verschiedenen fachdidaktischen Perspektiven bietet das Werk eine interdisziplinäre Grundlage, um Demokratiebildung als Querschnittsaufgabe in der schulischen Bildung zu verankern.In Band 1 wird zunächst die grundlegende Frage aufgegriffen, was alles unter Demokratiebildung verstanden werden kann. Außerdem werden die spezifischen Herausforderungen der Demokratiebildung in ausgewählten Schulformen beleuchtet. Schließlich wird Demokratiebildung mit anderen pädagogischen Ansätzen und Querschnittsaufgaben von Schule und Lehrer:innenbildung verknüpft, wie Ideologien der Ungleichwertigkeit.
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