Behinderungen in der Geschichte
- von
- Heike Wolter, Laura Dietl
Wie wurde Behinderung in verschiedenen Epochen wahrgenommen? Dieses Heft macht die Geschichte von Behinderung, Ausgrenzung und Inklusion für den Unterricht greifbar. Lehrkräfte können altersgerecht an historische und gesellschaftliche Fragestellungen anknüpfen und Schüler*innen können lernen, Zuschreibungen zu hinterfragen, Wandel zu erkennen und historische und aktuelle Perspektiven zu verknüpfen. Die kompetenzorientierten Aufgabenstellungen und zahlreichen Materialien fördern das historische Denken, sorgen für Sprachsensibilität und machen das Thema "Behinderung" historisch sichtbar.
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| Bestellnummer: | 41766 |
|---|---|
| EAN: | 9783734417665 |
| ISBN: | 978-3-7344-1766-5 |
| ISSN: | 2749-1420 |
| Reihe: | Geschichtsunterricht praktisch |
| Erscheinungsjahr: | 2026 |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 24 |
- Beschreibung Wie wurde Behinderung in verschiedenen Epochen wahrgenommen? Dieses Heft macht die Geschichte von Behinderung, Ausgrenzung u… Mehr
- Inhaltsübersicht Einleitung Modul 1: Verkrüppelt, behindert, beeinträchtigt – Fremd- und Selbstzuschreibungen Modul 2: Die wahren Sehend… Mehr
- Autor*innen Dr. Heike Wolter ist Akademische Rätin in der Abteilung Geschichtsdidaktik an der Universität Regensburg.Laura Dietl studier… Mehr
- Downloads Downloadmaterialien ➥ Das Infosheet herunterladen Mehr
Einleitung
Modul 1: Verkrüppelt, behindert, beeinträchtigt – Fremd- und Selbstzuschreibungen
Modul 2: Die wahren Sehenden? – Blindheit im Alten Ägypten
Modul 3: Stelzfüße, die Dritten und der Gott der Prothesen – Körperersatzteile in der Antike
Modul 4: Mit eiserner Hand – Stärke oder Schwäche?
Modul 5: Zwischen Nächstenliebe und Strafe Gottes – Lepra im Mittelalter
Modul 6: Theodorus Steib und Helen Keller – Ein selbstbestimmtes Leben?!
Modul 7: Von Hofzwergen, Monstern und Freak Shows – Behinderung ausgestellt
Modul 8: Ausgeschlossen, eingeschlossen, einbezogen? – Umgang mit Demenz in der Moderne
Modul 9: Zittrige Helden – Kriegsversehrte des 1. Weltkriegs
Modul 10: Aufgabe 97: Ein Geisteskranker kostet … – Erziehung zur Unmoral
Modul 11: Crip Camp – Behinderung ist (k)ein Problem
Modul 12: Aktion Sorgenkind? – Aktion Mensch!
Modul 13: Von Rain Main, The Good Doctor und Love on the Spectrum
Modul 14: Der ganz große Traum – Paralympics
Modul 15: Behindert sein, behindert werden? – Inklusion in der Praxis
Erwartungshorizonte
Literatur zum Weiterlesen
Dr. Heike Wolter ist Akademische Rätin in der Abteilung Geschichtsdidaktik an der Universität Regensburg.
Laura Dietl studierte Lehramt für Gymnasien mit den Fächern Deutsch und Geschichte. Derzeit absolviert sie an Schulen in Schwabach und Amberg ihren Vorbereitungsdienst.
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Inklusion beschreibt ein Grundrecht auf Teilhabe aller Menschen auch an historischer Bildung. Hierfür ist eine geschichtsdidaktische Theoriebildung notwendig, die jeden Menschen, unabhängig von seinen Fähigkeiten und seiner Herkunft, gleichermaßen erfassen kann. Anknüpfend an den phänomenologischen Ansatz der Disability Studies entwickelt die Autorin eine geschichtsdidaktische Theorie, die beim Menschen selbst und nicht beim Phänomen Geschichte ansetzt. Dies bedeutet einen Paradigmenwechsel: Vernunft und Rationalität, die wir bisher im Bewusstsein verorten, werden auf den Leib als erste Koordinate jeglicher Hinwendung zur Welt bezogen. Begründet wird diese Vernunft des Leibes über das retentionale Bewusstsein, in dem auch die Geschichtlichkeit des Menschen als sedimentierte Geschichte enthalten ist. Als Umschlagstelle zwischen Natur und Kultur ist der Leib ein Ort ganz eigener Reflexivität, der jedem Menschen gleichermaßen eigen ist und seine Hinwendung zur Welt unhintergehbar rahmt. Eine so verstandene inklusive historische Bildung ermöglicht einen Zugang zur sedimentierten Geschichte im Leib. Dies beginnt in Form eines responsiven Verhaltens und erstreckt sich bis hin zu Thematisierungen elaborierter Geschichten, die mit den Menschen verbunden sind, die zusammen leben. Mit Hilfe einer elaborierten Geschichte können Menschen so über sich aufgeklärt werden, dass sie nicht nur Dialoge über Geschichten führen, sondern dialogische Geschichte erleben können.
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