Bildung und Demokratie im 20. Jahrhundert

Perspektiven bildungsgeschichtlicher Fachunterrichtsforschung

herausgegeben von
Matthias Busch, Anke Wegner
unter Mitarbeit von
Matthias Busch, Christian Fischer, Katharina Gather, Edith Glaser, Tilman Grammes, Thomas Heiland, Jascha Hook, May Jehle, Alexander Kather, Wilko Lücht, Torsten Mergen, Stefan Schmid-Heher, Carina Steeger, Sandra Tänzer, Anke Wegner, Larissa Widmann

Die Beiträge des Sammelbands rekonstruieren, wie das Spannungsverhältnis zwischen Bildung und Demokratie in politischen Diskursen, Bildungsmedien, Professionalisierungs- und Unterrichtsprozessen im 20. Jahrhundert verhandelt und gestaltet worden ist.

Bestellnummer: 61522
EAN: 9783756615223
ISBN: 978-3-7566-1522-3
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Erscheinungsjahr: 2022
Seitenzahl: 176
Produktinformationen
Die Studien des Sammelbands rekonstruieren, wie das Spannungsverhältnis zwischen Bildung und Demokratie in politischen Diskursen, Bildungsmedien, Professionalisierungs- und Unterrichtsprozessen im 20. Jahrhundert verhandelt und gestaltet worden ist. Die Ergebnisse versprechen ein differenzierteres Verständnis der Schul- und Unterrichtsgeschichte und neue Impulse für die aktuelle Demokratiebildung.
Inhaltsübersicht

Matthias Busch, Anke Wegner
Einführung: Bildung und Demokratie im 20. Jahrhundert

 

Tilman Grammes
Gesamtdokumentation der Unterrichtswirklichkeit? Hochschuldidaktische Impulse zur Arbeit mit didaktischen Archiven in der Lehrerausbildung am Beispiel des Faches Staatsbürgerkunde in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR)

 

Anke Wegner
Historische Schulbuchforschung und Professionalisierung von Lehrpersonen in der ersten Phase der Lehrerbildung

 

Diskurs- und Ideengeschichten

 

Katharina Gather
Zur Begründung eines Schulfaches. Argumentationslinien zum Stellenwert des Unterrichtsfaches Erziehungswissenschaft

 

Wilko Lücht
Die ‚Demokratisierung‘ von Latein und Griechisch – Die Diskussion um die Neuausrichtung des altsprachlichen Unterrichts in der Bundesrepublik um 1970 aus demokratiepädagogischer Perspektive

 

Alexander Kather, Edith Glaser
Demokratischer Fachunterricht durch demokratische Lehrerbildung? Zur Wissensgeschichte einer veränderten Fremdsprachenlehrerausbildung im Reformprojekt Gesamthochschule Kassel

 

Torsten Mergen
Ästhetische Bildung, Handlungsorientierung und Demokratieerfahrung. Einflüsse John Deweys auf den handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht

 

Stefan Schmid-Heher
Politische Bildung an Berufsschulen zwischen Emanzipation und Unterordnung

 

Thomas Heiland
Die Bildungsgeschichte und der Fachlehrplan Geschichte in der Volksschuloberstufe und der Hauptschule in Bayern. Eine historisch-systematische Analyse der Kontinuitäten und Diskontinuitäten

 

Unterrichtsmedien & -verfahren

 

Larissa Widmann
Literarische Perspektiven auf Schule. (Anti-)Demokratische Lehrerfiguren während der deutschen Zweistaatlichkeit

 

Carina Steeger
Mechanismen anti-demokratischer Bildung im Deutschunterricht am Beispiel des Nationalsozialismus

 

Unterrichtsrekonstruktionen & Beteiligte

 

Christian Fischer, Sandra Tänzer
Werteerziehung im Heimatkundeunterricht der DDR. Eine Rekonstruktion ausgewählter Ansätze

 

May Jehle
„In der Demokratie braucht man ne Mehrheit ...“ – Demokratieverständnisse in Videoaufzeichnungen aus dem Gesellschaftskundeunterricht in der Transformationsphase 1990/91

 

Jascha Hook
„Ich habe es denen nie gesagt“ – Biographie und berufliche Identität eines Sozialkundelehrers der ersten Generation

 


Autor*innen

BUSCH, Dr. Matthias, ist Professor für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften an der Universität Trier. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen u.a. die Geschichte der historisch-politischen Bildung, die demokratische Schul- und Unterrichtsforschung, die Erinnerungskultur und Partizipation in europäischen Grenzräumen.

 

FISCHER, Dr. Christian, ist als Lehrer für Sozialkunde und Geschichte tätig sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projektverbund „Diktaturerfahrung und Transformation“ an der Universität Erfurt.

 

GATHER, Dr. Katharina, ist Juniorprofessorin an der Universität Paderborn. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Fachdidaktik des Schulfaches, Erziehungswissenschaft, empirische Fachunterrichtsforschung sowie historische Bildungsforschung.

 

GLASER, Dr. Edith, ist Professorin (i.R.) für historische Bildungsforschung im Fachbereich Humanwissenschaften, Institut für Erziehungswissenschaft, der Universität Kassel. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind u.a. die Berufsgeschichte von Lehrerinnen und die Frauengeschichte im 19. und 20. Jahrhundert.

 

GRAMMES, Dr. Tilman, ist Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt sozialwissenschaftliche Fächer und Demokratiepädagogik an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen u.a. die international vergleichende Politische Bildung und die historische Unterrichtsforschung.

 

HEILAND, Dr. Thomas, war als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pädagogik der Universität Augsburg tätig und ist heute Akademiereferent für die Grund- und Mittelschule im e-Learning-Kompetenzzentrum der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen/Donau.

 

HOOK, Jascha, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Historische Bildungsforschung an der Universität Koblenz-Landau. Er befasst sich u.a. mit dem Professionswissen und Lebensgeschichten von Politiklehrerinnen und -lehrern der Kriegskindergeneration.

 

JEHLE, Dr. May, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Didaktik der Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt politische Bildung an der Goethe-Universität Frankfurt. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die Unterrichtsvideographie, die historische Fachunterrichtsforschung, Politische Bildung und Transformationsprozesse.

 

KATHER, Alexander, war bis März 2022 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Historische Bildungsforschung, Universität Kassel. Seit Mai 2022 ist er Studienreferendar. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen die Wissenschaftsgeschichte, internationale Geschichte und Politik, die Lehrer:innenbildung und die Geschichte der Sprachdidaktik.

 

LÜCHT, Dr. Wilko, ist als Bibliothekar in der Landesbibliothek Oldenburg tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen Ovids Metamorphosen, die niedersächsische Landesgeschichte sowie die Sprachwissenschaft.

 

MERGEN, Dr. Torsten, ist Dozent für Fachdidaktik Deutsch an der Universität des Saarlandes und als Studiendirektor Fachberater für Deutsch. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Literatur- und Mediendidaktik, Kinder- und Jugendliteratur sowie Aufgaben im Deutschunterricht.


SCHMID-HEHER, Stefan, ist Hochschullehrer mit dem Schwerpunkt Politische Bildung an Berufsschulen an der Pädagogischen Hochschule Wien und dort am Zentrum für Politische Bildung tätig. Zuvor war er Berufsschullehrer.


STEEGER, Carina, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Literaturdidaktik an der Universität Osnabrück. In ihrem Dissertationsprojekt befasst sie sich mit Lese- und Liederbüchern der 1930er und 1940er Jahre im Hinblick auf eine schulbuch- und kanontheoretische Analyse.

 

TÄNZER, Dr. Sandra, ist Professorin für Pädagogik und Didaktik des Sachunterrichts an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Didaktik, die Professionalisierungsforschung und die historische Entwicklung des Heimatkunde-/Sachunterrichts.

 

WEGNER, Dr. Anke, ist Professorin für die Didaktik der deutschen Sprache mit einem Schwerpunkt auf Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Trier. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Didaktik der Mehrsprachigkeit, Deutsch als Zweitsprache und Allgemeine Didaktik, Professionalisierungsforschung und Unterrichtsforschung.

 

WIDMANN, Dr. Larissa, promovierte am Institut für Allgemeine und Historische Erziehungswissenschaft der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Seit 2021 ist sie als Lehrerin an einer Realschule in Baden-Württemberg tätig.

Kurzbeschreibung
Die Beiträge des Sammelbands rekonstruieren, wie das Spannungsverhältnis zwischen Bildung und Demokratie in politischen Diskursen, Bildungsmedien, Professionalisierungs- und Unterrichtsprozessen im 20. Jahrhundert verhandelt und gestaltet worden ist.

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