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Produktinformationen
Angesichts der Rückkehr von Krieg und Gewalt ist das Thema des Bonner Historikertags 2025 „Dynamiken der Macht“ hochaktuell. Für die Geschichtswissenschaft ist die Analyse von Machtbeziehungen zwischen Staaten, zwischen sozialen Gruppen und in den Geschlechterbeziehungen ein Dauerthema. Neue Ansätze aus den Kulturwissenschaften haben die Perspektiven der Forschung verändert, die Vielfalt der Themen und die Pluralität der Ansätze im Fach erheblich ausgeweitet. Einen Überblick liefert der Vorsitzender des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), Lutz Raphael.
Der Westfälische Frieden 1648 zählt zu den bedeutendsten Friedensschlüssen Europas. Er ist ein fester Bestandteil europäischer Erinnerungskultur und wird auch heutzutage immer wieder öffentlichkeitswirksam in Szene gesetzt. Michael  Rohrschneider zeigt in seinem Beitrag, dass dieser Frieden stets als Projektionsfläche diente, um politische Botschaften zu vermitteln, und dass die Frage, ob man von diesem wertegeleiteten Referenzfrieden auch mit Blick auf aktuelle Friedensstiftungsprozesse etwas lernen könne, gegenwärtig auf großes Interesse stößt.
Inhaltsübersicht

Frank-Walter Steinmeier: „Wir sind alle Kinder des 8. Mai“. 

Rede des Bundespräsidenten bei der Gedenkstunde des Deutschen Bundestages am 8. Mai 2025 


Dynamiken der Macht


Lutz Raphael: Macht: zwischen Entfesselung und Verlust, Kontrolle und Missbrauch. 

Anmerkungen zum Themenschwerpunkt des 55. Historikertages in Bonn 2025


Michael Rohrschneider: Macht und (Un-)Recht? Beobachtungen zur Gegenwärtigkeit des Westfälischen Friedens


Martin Sabrow: Zeitenwenden in der Zeitgeschichte Impulse für den Geschichtsunterricht


Hannes Burkhardt, Jakob Erichsen, Malte Klein: KI als Unterstützung für Schülerfeedback und Notengebung im Geschichtsunterricht? Ein Problemaufriss


Matthias Brüggemeier-Koch: „Weimar – Der Kampf um die Demokratie“ – ein Brettspiel mit historischem Thema und kontrafaktischen Zielen von Matthias Cramer


Malte Ristau: Kolonialistische Dynamiken: Entdecker, Mental Map und Annexionen 


Geschichte vor Ort – außerschulische Lernorte und Projekte


Adenauer erleben


Forum


Ulf Thiel: Zum Artikel von Peter Stolz: DDR-Geschichte in schulischen und außerschulischen Kontexten – gestern und heute (gfh 2/2025)


VGD/VHD: Wir waren nie nur modern. Die Relevanz der älteren Epochen in Geschichtsunterricht und Geschichtskultur


Aus dem Bundesverband und den Landesverbänden


Zahlreiche Buchbesprechungen aus Fachwissenschaft und Fachdidaktik

Autor*innen

Matthias Brüggemeier-Koch
Fachleiter für Geschichte und katholische Religion am Studienseminar für Gymnasien in Kassel. Er unterrichtet beide Fächer an der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg an der Fulda.

Dr. Hannes Burkhardt
Oberstudienrat und Educational Engineer am Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg (EUF) im Rahmen des Landesprogramms* „Zukunft Schule im digitalen Zeitalter“. Das Landesprogramm „Zukunft Schule im digitalen Zeitalter“ wird im Auftrag des schleswig-holsteinischen Bildungsministeriums in Kooperation von den lehrkräftebildenden Hochschulen (CAU, EUF, MHL, MKH), dem IPN, dem SHIBB sowie dem geschäftsführenden IQSH umgesetzt. 

Dr. Jakob Erichsen
Mitarbeiter im Landesprogramm „Zukunft Schule im digitalen Zeitalter“ am soziologischen Seminar der Europa-Universität Flensburg. 

Dr. Malte Klein
Educational Engineer am Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) im Rahmen des Landesprogramms „Zukunft Schule im digitalen Zeitalter“. Teilabgeordneter Oberstudienrat für Wirtschaft/Politik, Geschichte und Sport am Ernst- Barlach-Gymnasium zu Kiel. 

Prof. Dr. Lutz Raphael
Professor für Neuere und Neueste Geschichte i. R. an der Universität Trier, amtierender Vorsitzender des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD).

Malte Ristau
Studium der Geschichte und Volkswirtschaft in Münster/W. Bis 2014 war er als Ministerialdirektor in Bundesministerien (BMFSFJ, BMAS) tätig. Danach hat er jeweils mehrere Jahre für die Beratungsfirmen McKinsey und Roland Berger gearbeitet.

Prof. Dr. Michael Rohrschneider
Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte an der Universität Bonn sowie Leiter des Zentrums für Historische Friedensforschung. Mitglied im Zentrum „Macht und Herrschaft. Bonner Zentrum für vormoderne Ordnungen und ihre Kommunikationsformen“.

Prof. Dr. Martin Sabrow
Senior Fellow am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte i.R. an der Humboldt-Universität zu Berlin.

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geschichte für heute

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geschichte für heute 2/2026
Der Begriff „postfaktisch“ – 2016 Wort des Jahres – konnotiert eine Zeit, in der Ideen der Aufklärung wie der Bezug zur Wissenschaft oder das Bemühen um Rationalität verdrängt werden von Fake News, Irrationalität und Emotionalität. Gefühlte Wahrheiten oder populistische Narrative werden politisch wie gesellschaftlich wirkungsmächtiger als wissenschaftliche Erkenntnisse oder überprüf- und belegbare Fakten. Soziale Medien verstärken den Einfluss von Fake News und gezielt gestreuten Narrativen auf die individuelle wie öffentliche Meinungsbildung. Damit verliert die schulische Bildung einen ihrer wesentlichsten Bezugspunkte: die Auseinandersetzung mit einer real existierenden Außen- und Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler im fachlichen wie erzieherischen Bildungsprozess hin zur Entwicklung einer kritisch-mündigen Persönlichkeit. Ideologiekritik in einer postfaktischen KI-Ära muss sich diesen Herausforderungen für Geschichtslehrerinnen und -lehrer stellen. Diese Ausgabe von gfh beginnt mit einem Interview: Klaus Uhrig ist Gründer und Geschäftsführer der Medien-Produktionsfirma Plotprodukt, die gerade an einem Podcast über Leni Riefenstahl arbeitet – „[…] und Riefenstahl lügt, sobald sie den Mund aufmacht“ (Klaus Uhrig). Philipp McLean widmet sich in seinem Beitrag fachwissenschaftlicher Theorie und wirft theoretische Perspektiven auf Ideologiekritik in der historischen Bildung. Unterrichtspragmatisch greift Jochen Pahl dann das Konzept der immanenten Kritik auf und entwickelt methodische, materialgestützte Herangehensweisen für den Geschichtsunterricht am Beispiel von Leni Riefenstahl. Pahl arbeitet als „transformatives Potenzial“ (Philipp McLean) von Ideologiekritik den Gegenwartsbezug am Beispiel des Themas „Kunstfreiheit“ heraus. Er führt alle drei Beiträge – Interview zum Leni-Riefenstahl-Podcast, Ideologiekritik in Theorie und Unterrichtspraxis – zusammen und rundet das vorliegende Heft damit ab.

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Neu
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geschichte für heute 1/2026
Für den Nahostkonflikt gilt noch mehr als sonst, dass man die heutige Situation und ihre Konflikte nicht ohne ihre Vorgeschichte verstehen kann. Dieses Heft setzt sich mit verschiedenen Aspekten im Kontext von Antisemitismus, dem 7. Oktober 2023 und seinen Folgen auseinander. Dabei geht es unter anderem um die Israelforschung an deutschen Universitäten, die Darstellung jüdischer Geschichte in Schulgeschichtsbüchern und die Dekonstruktion von Erklärungsmustern für den Nahostkonflikt. 

20,99 €
Neu
Coverabbildung Dynamiken der Macht
Dynamiken der Macht
geschichte für heute 4/2025
Angesichts der Rückkehr von Krieg und Gewalt ist das Thema des Bonner Historikertags 2025 „Dynamiken der Macht“ hochaktuell. Für die Geschichtswissenschaft ist die Analyse von Machtbeziehungen zwischen Staaten, zwischen sozialen Gruppen und in den Geschlechterbeziehungen ein Dauerthema. Neue Ansätze aus den Kulturwissenschaften haben die Perspektiven der Forschung verändert, die Vielfalt der Themen und die Pluralität der Ansätze im Fach erheblich ausgeweitet. Einen Überblick liefert der Vorsitzender des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), Lutz Raphael.Der Westfälische Frieden 1648 zählt zu den bedeutendsten Friedensschlüssen Europas. Er ist ein fester Bestandteil europäischer Erinnerungskultur und wird auch heutzutage immer wieder öffentlichkeitswirksam in Szene gesetzt. Michael  Rohrschneider zeigt in seinem Beitrag, dass dieser Frieden stets als Projektionsfläche diente, um politische Botschaften zu vermitteln, und dass die Frage, ob man von diesem wertegeleiteten Referenzfrieden auch mit Blick auf aktuelle Friedensstiftungsprozesse etwas lernen könne, gegenwärtig auf großes Interesse stößt.

19,99 € - 20,90 €
Neu
Coverabbildung Russisch-deutsche Beziehungen
Russisch-deutsche Beziehungen
geschichte für heute 3/2025
Perspektiviert durch seine persönliche Geschichte von Hoffnung und Kooperation in den 1980ern und 1990ern zu Entfremdung und schließlich dem Bruch und Abbruch deutsch-russischer Wissenschaftsbeziehungen im Februar 2022, setzt sich der ausgewiesene Osteuropahistoriker Jan Kusber mit den deutsch-russischen Beziehungen von der Frühen Neuzeit bis in unsere Gegenwart auseinander.Bastian Matteo Scianna widmet sich der jüngeren deutschen Russlandpolitik seit den 1990er Jahren. Die "Utopie der Verflechtung" war danach keinesfalls ausschließlich made in Germany. In einem geschichtsdidaktischen Beitrag werden die Potenziale von Personalisierung und Personifizierung für einen ideologiekritischen Geschichtsunterricht diskutiert und anhand praktischer Beispiele vorgestellt.

19,99 € - 20,90 €
Neu
Coverabbildung Perspektiven erweitern: Globalgeschichte statt Eurozentrismus?
Perspektiven erweitern: Globalgeschichte statt Eurozentrismus?
geschichte für heute 2/2025
Michael Borgolte setzt sich mit neuen, globalen Zugängen zur Geschichte in Hinblick auf das Mittelalter auseinander. Danach gab es im mittelalterlichen Jahrtausend noch keine wirklich globale Vernetzung. Die Menschen lebten in mehreren Welten, die gar nicht oder nur wenig untereinander verbunden waren. Die größte Kommunikationsgemeinschaft bildeten Europa, Afrika und Asien (‚Eufrasien‘). Die Analyse ihrer Beziehungen ergibt, dass Christen und Muslime die stabilste Konnektivität schufen und das umfassendste System der Integration der Fernhandel war. Die Conquista gehört zu den wenigen globalhistorischen Themen, die in den Lehrplänen für Geschichte enthalten sind. Allerdings finden sich hier immer wieder alte Klischees über die amerikanischen Bevölkerungen und die Gründe für den Sieg der Spanier. Die Heterogenität der betroffenen Gesellschaften ist ebensowenig Thema wie ihre Komplexität. Die Kölner Professorin Silke Hensel stellt neuere Forschungsergebnisse dar und ermöglicht so differenzierte Perspektiven.Joël Glasman schließlich fragt, was passiert, wenn man den gesamten Geschichtsunterricht aus der Perspektive der Globalgeschichte neu denkt – und plädiert für eine Revolution.

20,90 €
Coverabbildung Orte der Demokratie – Demokratiebildung
Orte der Demokratie – Demokratiebildung
geschichte für heute 1/2025
Im Mittelpunkt des Heftes stehen verschiedene Aspekt der Demokratiegeschichte. Sara Traub widmet sich den ersten modernen Demokratieversuchen auf deutschem Boden: Die Mainzer Republik 1792/93 etablierte die Ideen der Französischen Revolution endgültig in den deutschen Ländern. Dietrich Heither untersucht in seinem Beitrag "1823 – 1923 – heute" die über zweihundertjährige Geschichte der deutschen Burschenschaften, die durch ein weltanschauliches Kontinuum gekennzeichnet war, das im völkischen Denken sein Zentrum hat. Die bundesdeutsche Geschichte dokumentiert das Festhalten an der völkischen Ideologie, die nach wie vor zum Kernbestand des burschenschaftlichen politischen Denkens zählt und die Verankerung im rechtsextremen Milieu begründetThomas Kaufmann setzt sich mit der Publizistik des Bauernkrieges auseinander und zeigt, dass einige Publikationen eine entscheidende Rolle bei der Mobilisierung und interregionalen Verbindung des ,Bauernkrieges‘ als eines weite Teile Süd- und Mitteldeutschlands erfassenden Phänomens darstellt. Die ,Stimme‘ der Bauern in den Quellen zu finden, ist dabei ausgesprochen schwierig. Für jede Perspektive auf den Bauernkrieg ist zentral, das ihm vor allem in der deutschen Erinnerungskultur in der DDR und der Bundesrepublik eine sehr unterschiedliche Bewertung zuteilwurde.Kristopher Muckel erörtert anhand einer Analyse von Lehrplänen aus Bayern und NRW, wie digitale Medien im Geschichtsunterricht zum Einsatz kommen sollten.

20,90 €
Coverabbildung Abonnement geschichte für heute
Abonnement geschichte für heute
4 Hefte im Jahr
Als Zeitschrift des Verbands der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands ist geschichte für heute die Fachzeitschrift für engagierte Lehrkräfte. Zentrale Themenfelder sind – neben den neuesten Entwicklungen in Wissenschaft und Unterrichtspraxis – die Bildungspolitik, die Förderung des Geschichtsbewusstseins in Schule und außerschulischer Bildung und Geschichtskultur.Weitere Informationen zur gfh Für Studierende und Referendar*innen bieten wir die gfh für die Dauer der Ausbildung zum halben Preis an. Bitte reichen Sie zeitnah eine entsprechende Bescheinigung nach.Die Abonnementbedingungen entnehmen Sie bitte den AGB.

34,95 € - 69,90 €
Coverabbildung Raub und Holocaust – und der irreführende Begriff der „Arisierung“
Raub und Holocaust – und der irreführende Begriff der „Arisierung“
Der Beitrag von Benno Nietzel bilanziert die von den 1990er bis in die 2010er Jahre reichende Forschungskonjunktur zur Beraubung der jüdischen Bevölkerung im Nationalsozialismus und ordnet diese in den weiteren Kontext einer Hinwendung der Forschung zur Beteiligung „gewöhnlicher“ Deutscher an der Herrschaft des NS-Regimes ein. Anschließend werden auch Irrwege und Defizite der Forschung angesprochen. Schließlich geht es um die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um die Beraubung der jüdischen Bevölkerung, die von den Wiedergutmachungsbemühungen der Nachkriegszeit bis hin zu heutigen Kontroversen um die städtische Erinnerungskultur reichen. Der Raub an der jüdischen Bevölkerung während der Shoah war als flächendeckende Massenpraxis nicht nur in Deutschland, sondern europaweit verbreitet. Das NS-Regime nannten den Raub jedoch nicht beim Namen, sondern entwickelte eine antisemitische Sprache, die die vielfältigen Raubpraktiken sprachlich anleitete und einordnete. Anhand von Beispielen der Sprache des Raubs in Deutschland und Europa analysiert Veronika Duma in ihrem Beitrag die vielfältigen Praxen und Akteure des Raubs und plädiert für eine Sensibilisierung des Sprechens über den Raub im Nationalsozialismus in der universitären Lehre, in der Bildungsarbeit und im Schulunterricht.

18,99 € - 19,90 €
Coverabbildung Kant, der Frieden und die offenen Fragen der Aufklärung
Kant, der Frieden und die offenen Fragen der Aufklärung
geschichte für heute 3/2024
2024 jährt sich der Geburtstag Immanuel Kants zum dreihundertsten Mal. Welche Relevanz haben die Schriften des Philosophen für uns heute und wie lassen sie sich im Geschichtsunterricht vermitteln? Ulrich Bongertmann geht dieser Frage anhand der Schrift "Vom ewigen Frieden" nach, die Wege zu einer dauerhaften Friedensordnung diskutiert, heute ein höchst aktuelles Thema. Auch der Beitrag von Christoph Kampmann beschäftigt sich mit der Deutung von Friedens- und Sicherheitsordnungen in der Frühen Neuzeit. Als Einstieg in das Schwerpunktthema erläutert der Kurator der großen Kant-Ausstellung in der Kunsthalle Bonn Konzeption und Rezeption der Ausstellung. 

18,99 € - 19,90 €
Coverabbildung Von der Bildung zur Ausbildung? Lehrerausbildung
Von der Bildung zur Ausbildung? Lehrerausbildung
Diese Ausgabe von gfh setzt sich unter verschiedenen Blickwinkeln mit der aktuellen  Geschichtslehrer*innenausbildung auseinander. In einem Einführungsbeitrag werden neue Forschungsperspektiven zur Professionalisierung von Geschichtslehrkräften und mögliche Auswirkungen auf den Unterrichtserfolg zusammengefasst und diskutiert, wie die Lehrer*innenbildung an deutschen Universitäten in den letzten Jahren angepasst wurde, um bessere Lehrkräfte hervorzubringen. In zwei Beiträgen kommen Studierende selbst zu Wort. Sie reflektieren die Relevanz des Themas Digitalisierung für das Lehren und Lernen von Geschichte und ihre Erfahrungen als Vertretungslehrkräfte während des Studiums.

19,90 €
Coverabbildung Fragile Fakten
Fragile Fakten
geschichte für heute 4/2023
Anlässlich des 54. Historikertages in Leipzig stellt der Vorsitzender des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, Lutz Raphael, Problemlagen und Themenfelder vor, die mit dem Motto „Fragile Fakten“ verbunden sind. „Faktenchecks“ sind auch für Historikerinnen und Historiker zum Tagesgeschäft geworden, wenn in der Öffentlichkeit über Geschichte gestritten wird. Außerdem geht es u.a. um politische Manipulation der Vergangenheit zu Zwecken der Propaganda und der Heroisierung politischer Gemeinschaften, um die wissenschaftstheoretische Klärung historischer „Tatsachen“ als komplexe Konstrukte historischer Forschung und um wissenschaftsethische Fragen, wie mit kritischen Fakten in Wissenschaft und Öffentlichkeit umzugehen ist.Ulf Thiel nimmt den Historikertag zum Anlass,  über die Geschichte der Stadt Leipzig, ihrer Universität und des dortigen Geschichts(lehrer)studiums zu informieren.

18,90 €
Coverabbildung Krisenjahr 1923
Krisenjahr 1923
geschichte für heute 3/2023
Krise, Krieg(sfolgen), Inflation ... Der Blick aus dem Jahr 2023 auf die Geschehnisse 100 Jahre zuvor lohnt sich in vielfacher Hinsicht. Im Jahr 1923 bündelten sich in Deutschland die einschneidenden, katastrophalen Erfahrungen der vergangenen Jahre: ein Krieg in einer bis dahin unbekannten, nicht einmal erahnten Dimension; die verheerenden Niederlage, die noch dazu als überraschend, unverdient und unerklärlich erlebt wurde; die Revolution, der sich schier unendliche Umsturzversuche, Aufstände, politische Morde, Putsche von rechts wie von links anschlossen; die Hyperinflation, die den Mittelstand beinahe vollständig enteignete; ein Friedensdiktat, das Deutschland umfängliche Gebietsabtretungen und auf Jahrzehnte Reparationen in Milliardenhöhe auferlegte; schließlich die Besetzung des Ruhrgebiets und der vergebliche Versuch, sich im „Ruhrkampf“ den Alliierten zu widersetzen. Kaum einer der Zeitgenossen überstand diesen Wirbel der Veränderungen, der Leidenschaften und des Irrsinns unbeschadet. Dass es dennoch gelang, die Republik nach noch einmal zu stabilisieren, mutete die Zeitgenossen wie ein Wunder an.

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Coverabbildung Jüdisches Leben in Deutschland
Jüdisches Leben in Deutschland
geschichte für heute 2/2023
2021 wurde das Festjahr „321–2021: 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ begangen. Sylvia Löhrmann, ehemalige Ministerin für Schule und Weiterbildung in NRW, stellt Unterrichtsprojekte vor, die in diesem Zusammenhang entstanden sind. Auch der Beitrag von Ulrich Hausmann zeigt anhand konkreter Beispiele, wie vielfältig die deutsch-jüdische Geschichte in- und miteinander verwoben ist. Darüber hinaus stellt dieses Heft neue interdisziplinäre Forschungen zur mittelalterlichen Monumentalmikwe in Köln vor und erläutert dessen museale Vermittlung, setzt sich mit einem der wichtigsten Akteure im deutsch-jüdischen Kultursystem in Kaiserreich und Weimarer Republik auseinander, dem "Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens", und führt vor Augen, wie die Kooperation mit einem außerschulischen Lern-, Gedenk- und hier auch Spielort – der Ehemaligen Synagoge Kippenheim – für die Schule auf vielfältige Weise fruchtbar gemacht werden kann.

18,90 €
Coverabbildung Deutsches Kaiserreich – ein neuer Blick zurück
Deutsches Kaiserreich – ein neuer Blick zurück
geschichte für heute 1/2023
Eckart Conze richtet  seinen Blick auf die jüngste Debatte über das Kaiserreich und seinen Ort in der deutschen Geschichte. Er verfolgt dabei zum einen historiographische Entwicklungen, nicht zuletzt die Historisierung des Kaiserreichs nach 1945, und diskutiert die Bedeutung der Sonderwegsthese in diesem Zusammenhang; zum anderen fragt er nach den Gründen gegenwärtiger Bemühungen in Wissenschaft und Öffentlichkeit, die Geschichte des Nationalstaats von 1871 zu entproblematisieren und nicht zuletzt die Geschichte des Kaiserreichs vom Aufstieg, der Machtübernahme, der Herrschaft und den Verbrechen des Nationalsozialismus zu trennen. Darüber hinaus richtet der Beitrag exemplarisch einen kritischen Blick auf zentrale Entwicklungen der Zeit nach 1871: von der politisch-konstitutionellen Ordnung über die Dynamiken der Fundamentalpolitisierung bis hin zur Außen- und Kolonialpolitik.Vor dem Hintergrund der aktuellen Kaiserreichsdebatte lotet Christine Krüger Potenziale und Schwierigkeiten der transnationalen und vergleichenden Kaiserreichsgeschichte aus. Exemplarisch nimmt sie dazu Antisemitismus, die Frauenbewegung und die bürgerliche Sozialreform in den Blick.

18,90 €
Coverabbildung Strittige Erinnerung
Strittige Erinnerung
geschichte für heute 4/2022
Über die Erinnerung an Vergangenes und Erinnerungskultur wird vielfältig gestritten. Die Beiträge dieser Ausgabe behandeln Formen des Erinnerns an den Holocaust und deren mögliche Einordnung in den Horizont deutscher Kolonialverbrechen (Beitrag Arnd Bauerkämper) sowie das höchst aktuelle Thema (post-)kolonialer Provenienzforschung (Oussounou Abdel-Aziz Sandja). Philipp Bernhard entwickelt Leitlinien für einen Geschichtsunterricht durch die "postkoloniale Brille", Ulrich Bongertmann diskutiert anhand des neuen Berliner Humboldt Forums Fragen zur künftigen deutschen Geschichtskultur. Wie sich unterschiedliche bzw. sich widersprechende Geschichtsbilder ganz konkret auswirken können, erläutert Jan Kusber anhand des Ukraine-Krieges. Schließlich untersucht Dominik Herzner in einer empirischen Studie den didaktischen Mehrwert von Stadtführungen für unterschiedliche Lerngruppen.

17,99 € - 18,90 €
Coverabbildung Serien im Geschichtsunterricht
Serien im Geschichtsunterricht
geschichte für heute 3/2022
„Babylon Berlin“ gilt als die bislang erfolgreichste und teuerste deutsche Fernsehserie. Sie prägt unser Bild der Weimarer Republik, indem sie selber mit historischen Bildern spielt. Der Beitrag von Hanno Hochmuth und Bettina Köhler widmet sich sowohl der detailverliebten Abbildungsebene als auch dem Geschichtsbild von „Babylon Berlin“. Es wird gezeigt, wie in der Serie Abstriche von der historischen Genauigkeit gemacht werden und wie hierbei Geschichtsvergessenheit und Geschichtsversessenheit aufeinandertreffen. Im Hinblick auf den Einsatz von „Babylon Berlin“ im Schulunterricht wird diskutiert, wie historische Filme und Serien dabei helfen können, einen multiperspektivischen Blick auf die Geschichte zu richten, und warum Filmkompetenz eine wichtige historische Kompetenz bildet.Geschichtliche Serien mit komplexer Story und Narrationsstruktur, einer oftmals opulenten Ausstattung und historischen Bezügen liegen im Trend. Englischsprachige sowie deutsche Produktionen stehen nicht nur in der Gunst von Jurymitgliedern sehr hoch, sondern sind auch beim Publikum überaus beliebt und führen zu millionenfachen Abrufen in Mediatheken und Streamingangeboten. Durch die länger zur Verfügung stehende erzählte Zeit, eine starke emotionale Bindung an die eingeführten Figuren und dramatisch zugespitzte Handlungsverläufe entfalten Geschichtsserien eine große Wirkmacht und prägen Vorstellungen der Zuschauer*innen über die historischen Ereignisse bzw. Epochen. Dies muss keineswegs negativ sein, sondern lässt sich gewinnbringend für historische Lernprozesse nutzen, wie Britta Wehen-Peters in ihrem Beitrag beschreibt. Indem Schüler*innen sich mit Fragen nach den produktseitigen Darstellungsstrategien und den individuellen Aneignungsprozesse auf Rezipientenseite auseinandersetzen, lassen sich sowohl Einsichten in Grundprinzipien von Geschichte als auch in geschichtskulturelle Diskussionen gewinnen.

17,99 € - 18,90 €
Coverabbildung Mittelalter
Mittelalter
geschichte für heute 2/2022
Aussagen über Ausbrüche und Auswirkungen von Seuchen finden sich in mittelalterlich-frühneuzeitlichen Schriftquellen unterschiedlicher Art. Anhand ausgewählter Beispiele werden im Beitrag von Kay Peter Jankrift die Besonderheiten der verschiedenen Zeugnisse im Hinblick auf Möglichkeiten und Grenzen der Interpretation des Seuchengeschehens aufgezeigt. Norbert Schmeiser beschäftigt sich kritisch mit dem Topos der Juden als Sündenböcke zur Erklärung von spätmittelalterlichen Judenpogromen, der immer wieder in Geschichtsbüchern reproduziert wird. Schulbuchempfehlungen legen hingegen nahe, Perspektiven aus der jüdischen Gemeinschaft zu vermitteln. Unabhängig vom Mittelalterschwerpunkt untersucht Gerrit Dworok die Transformation des Osmanischen Reichs zur Republik Türkei als Beispiel exemplarisch-interkulturellen Geschichtslernens. Er erläutert fachdidaktische Hintergründe und stellt ein Modell vor, wie interkulturell orientierte Unterrichtseinheiten auch unabhängig von curricularen Neujustierungen in den Alltag des Geschichtsunterrichts eingebaut werden können. Sein Beitrag enthält auch Quellenmaterial für den Unterricht.Karl-Hermann Rechberg analysiert, wie anhand von NS-Propaganda ein kritischer Umgang mit politischer Inszenierung eingeübt werden kann und welche Hürden dabei umgangen werden müssen. Experten warnen beispielsweise davor, bei der Konfrontation Lernender mit nationalsozialistischer Selbstinszenierung die Perspektive der Urheber zu transportieren. Empirische Daten anhand einer Untersuchung zu Lernerfahrungen von Schulklassen auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg zeigen, dass diese Gefahr immer noch besteht. Anhand dieser Daten werden konkrete Herausforderungen für die pädagogische Auseinandersetzung herausgearbeitet und drei didaktische Lösungsvorschläge für instruktionale Lehr-Lern-Formate formuliert.

18,90 €
Coverabbildung Gesellschaftslehre  – ein Trendfach?
Gesellschaftslehre – ein Trendfach?
geschichte für heute 1/2022
Das Fach Gesellschaftslehre bzw. Gesellschaftswissenschaften integriert die traditionellen Schulfächer Geschichte, Geografie und „Politische Bildung“ (Politik, Gemeinschaftskunde oder Sozialkunde) zu einem eigenständigen Unterrichtsfach. Manche Bildungsexperten haben das Integrationsfach zum „Trendfach“ erhoben. Andere Stimmen aus dem Schulbereich sind dagegen nach einigen Jahren mit negativen Erfahrungen in der Bilanz eher skeptischer geworden, da letztlich die Lehrkräfte ihre Gestaltungsfreiheit so nutzen, dass sie den Herausforderungen durch das fachfremde Unterrichten möglichst aus dem Wege gehen. Die vollmundig angekündigte Integration der Perspektiven bleibt oft ein leeres Versprechen. In diesem Heft beurteilen verschiedene Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Blickwinkeln Vor- und Nachteile, Erfahrungen und die Perspektiven des Faches.

17,99 € - 18,90 €
Coverabbildung Deutungskämpfe
Deutungskämpfe
geschichte für heute 4/2021
Deutungskämpfe sind das Thema des diesjährigen Historikertages in München. In einem Interview erläutert Prof. Dr. Eva Schlotheuber, Vorsitzende des Verbandes der Hirstorikerinnen und Historiker Deutschlands, welche Bedeutung Deutungskämpfe heute innerhalb von politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Debatte haben und um welche Deutungen konkret gestritten wird. Leonhard Schumacher vergleicht in seinem Beitrag "Republiken am Abgrund: Triumvirat und  Ermächtigungsgesetz" historische Vorgänge in der Antike und der Moderne: Die im Detail vielfach  untersuchten Probleme der lex Titia vom November 43 v. Chr. und des sogenannten  Ermächtigungsgesetzes Hitlers vom März 1933 bieten aus der Rückschau in Methode, Zielsetzung und Wirkung deutlich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. 

18,90 €
Coverabbildung Historisches Lernen auf Distanz
Historisches Lernen auf Distanz
geschichte für heute 3/2021
Die Beiträge bieten erste empirische Einsichten in die radikalen Veränderungen des  Geschichtsunterrichts durch das pandemiebedingte Distanzlernen im Jahr 2020. Der verbreiteten  These des Modernisierungsschubs für den Unterricht, der sich durch die  Umstellung von konventionellem auf digitalisierten Unterricht ergebe, wird eine  domänenspezifische Analyse der Unterrichtspraxis aus GeschichtslehrerInnensicht  entgegengestellt. Marcel Mierwald beleuchtet den aktuellen Trend hin zu digitalen Medien im Geschichtsunterricht  bei gleichzeitig in Studien konstatierter geringer Lernwirksamkeit. Mit…

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