Fachdidaktiken in Bewegung
Machtkritische und intersektionale Perspektiven
- herausgegeben von
- Sebastian Bauer, Illie Isso, Franziska Rein
- unter Mitarbeit von
- Sebastian Bauer, Illie Isso, Franziska Rein, Lars Deile, Wolfgang Hasberg, Martin Lücke, Sebastian Bauer, Bettina Blanck, Anselm Böhmer, Bea Lundt, Susanne Leitner, Stine Albers
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| Bestellnummer: | 41656 |
|---|---|
| EAN: | 9783734416569 |
| ISBN: | 978-3-7344-1656-9 |
| Reihe: | Wochenschau Wissenschaft |
| Erscheinungsjahr: | 2024 |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 128 |
Sebastian Bauer, Illie Isso, Franziska Rein
Fachdidaktik in Bewegung. Machtkritische und
intersektionale Perspektiven als Einleitung
Lars Deile
„… im Ressort für entbehrlich gehalten …“? Zwischenstopp auf den disziplinären Wegen der Geschichtsdidaktik
Wolfgang Hasberg
In-Sein – Oder: Geschichte als Ereignis.
Martin Lücke
Menschenrechtsbildung, Demokratiebildung und Inklusion
als normative Bezugsgrößen einer machtkritischen historischen Bildung
Sebastian Bauer
Identität ohne Sprache? Erste Überlegungen zu einem
geschichtsdidaktischen Konzept leiblicher Identität
Bettina Blanck
Am Anfang stehen ein NEIN sowie die Frage „Was muss oder was könnte anders sein?“
Anselm Böhmer
Die Sprache des Leibes und die Auskörperung des Lernens. Eine intersektionale Analyse des digitalen Lernens aus allgemeinpädagogischer Perspektive
Bea Lundt
Eine koloniale Eliteschule als progressives Beispiel für
Diversity? Die Achimota-Schule in Ghana (Westafrika)
Susanne Leitner, Stine Albers
Selbstgemachte Pizza und leerer Kühlschrank. Überlegungen zur Adressierung von Ungleichheit, Ambivalenz und Selbstermächtigung in inklusiven Unterrichtssettings
Stine Albers, Prof.‘in Dr., ist an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg im Institut für Erziehungswissenschaft tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Didaktik des Sachunterrichts sowie der Psychoanalytischen Pädagogik.
Sebastian Bauer promoviert im Fach Geschichte an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Seine Forschungsinteressen umfassen (historische) Identitätsbildungsprozesse, Inklusive Geschichtsdidaktik, Diversität, phänomenologische Didaktik und Bildung bei Komplexer Behinderung.
Bettina Blanck, Dr. phil. habil., Professorin an der der PH Ludwigsburg für sozialwissenschaftlichen Sachunterricht. Forschungsschwerpunkte: Demokratisierung und Entscheidung, Erwägungsorientierung in Forschung, Lehre und Handlungspraxis (z. B. Begriffsarbeit im Sachunterricht, Mitbestimmung im Unterricht), Umgang mit Nicht-Gelingen (z. B. Fehlern) und Nicht-Wissen.
Anselm Böhmer, Dr., ist Professor für Allgemeine Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Bildungstheorie in der späten Moderne, poststrukturalistische Ansätze der Subjektivierung, Bildung und soziale Ungleichheit, Diversität und Inklusion, Global Education.
Lars Deile ist Professor für Didaktik und Theorie der Geschichte an der Universität Bielefeld. Seine besonderen Interessen gelten der geschichtstheoretischen Fundierung historischen Lernens und der Bildungsgeschichte der Moderne.
Wolfgang Hasberg, Univ.-Prof. Dr., Staatsexamina für Sek. II u. I. 1987 u. 1990, Promotion Köln 1993, Habilitation Augsburg 2000, Professur für Fachdidaktik der Geschichte in Leipzig 2000–2002, ist seit 2002 Professor für Mittlere und Neuere Geschichte, Rheinische Landesgeschichte und Didaktik der Geschichte an der Universität zu Köln. Forschungsbereiche: Mittelalterliche Historiographie, Wissenschaftsgeschichte, u. a. der Geschichtsdidaktik, Rheinische u. Bergische Geschichte, Theorie und Didaktik der Geschichte.
Illie Isso ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promovend am Institut für Erziehungswissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Bildungsprozesse im Kontext von Migrations- und Fluchterfahrung, Diversität und Global Education.
Susanne Leitner, Jun.Prof ’in Dr., lehrt und forscht im sogenannten sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung an der Fakultät für Teilhabewissenschaften der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Ihr Schwerpunkt liegt auf diskriminierungskritischen Perspektiven auf die Arbeit mit jungen Menschen in psychosozial hochbelasteten Lebenslagen.
Martin Lücke, Dr. phil, ist seit 2010 Universitätsprofessor für Didaktik der Geschichte an der Freien Universität Berlin. Er arbeitet zu Themen der Geschlechter- und Sexualitätengeschichte, zu Menschenrechts- und Demokratiebildung und zu Theoriefragen der Geschichtsdidaktik. 2013 hat er gemeinsam mit Bärbel Völkel den Arbeitskreis „Geschichtsdidaktik theoretisch“ der Konferenz für Geschichtsdidaktik ins Leben gerufen.
Bea Lundt, Dr. phil. habil., ist em. Professorin für Geschichte und Geschichtsdidaktik an der Europa-Universität Flensburg. Seit 2009 Aufbau von Kooperationen mit Universitäten in Westafrika, Gastprofessorin an der University of Education, Winneba (Ghana). Schwerpunkte ihrer Forschung und Lehre sind Gender im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, Historische Erzählforschung sowie die Kultur und Geschichte (West) Afrikas.
Franziska Rein, Dr. phil., ist Juniorprofessorin für Geschichtsdidaktik an der Universität Hildesheim. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind u.a. inklusive Geschichtsdidaktik, Intersektionalität in historischen Lern- und Lehrprozessen sowie empirische geschichtsdidaktische Professions- sowie Unterrichtsforschung.
Wochenschau Wissenschaft
Die Digitalisierung prägt Bildung und Didaktik grundlegend – auch in der ökonomischen Bildung. Der Sammelband beleuchtet systematisch Chancen, Herausforderungen und Schnittstellen digitaler Entwicklungen. Die Beiträge zeigen, dass Digitalisierung weit über den Einsatz digitaler Technik hinausreicht: Sie verändert epistemische Grundlagen, didaktische Ansätze, Werthaltungen, Rollenbilder und Kompetenzanforderungen. Die Autor*innen thematisieren unter anderem Einstellungen und Kompetenzen von Lehrenden, erweiterte didaktische Möglichkeiten sowie neue Anforderungen, die die Digitalisierung an die ökonomische Bildung stellt.
Die Frage, wie mit den nationalsozialistischen Verbrechen umgegangen werden soll, beschäftigt die Politik, die Fachwissenschaften und -didaktiken sowie Kunst und Kultur seit dem Ende der faschistischen Herrschaft. Dieser Band schlägt dazu einen breiten, der historisch-politischen Bildung verpflichteten Zugang vor. Die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah steht somit immer auch mit der Gegenwart in Verbindung. Der Einzelne reflektiert über die eigene Lebenswelt sowie seine Eingebundenheit in wirtschaftliche und gesellschaftliche (Herrschafts-)Strukturen. Zugleich wird er angeregt, die Gesellschaft – demokratisch und den Menschenrechten angemessen – mitzugestalten.
Dieser Band versammelt Beiträge zur Bedeutung von Kritik in Bildung und Wissenschaft. Im Fokus steht, wie kritische Fachlichkeiten Forschung, Unterricht und gesellschaftliche Transformationsprozesse prägen.
Europa lässt sich als ein offenes Projekt zwischen Idee und politischer Realität verstehen. Dieser Band zeigt, wie Jugendarbeit und Jugendpolitik darin auftauchen – kritisch, vielfältig und im Spannungsfeld von Konflikten und Gestaltungsmöglichkeiten.
Der Eurozentrismus in vielen Menschenrechtserzählungen trägt zu praktischer rassistischer Diskriminierung bei. Für eine kritische politische Bildung gilt es, die theoretischen Grundlagen historischer Bildung und Forschung zu überdenken und zu verändern.
Wie kann das Sprechen über religiöse Vielfalt gelingen, und welche Rolle kommt der Wissenschaft dabei zu? Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zeigen das in diesem Band.
Anhand von konkreten Unterrichtsmaterialien, didaktischen Kriterien und authentischen Sachinformationen eröffnen mehrheitlich communitybasierte Beiträge praxisnahe Zugänge der Politischen Bildung zum sensiblen wie heterogenen Themenfeld.
Was darf Kunst? Dieser Frage gehen die einzelnen Beiträge an konkreten Fallbeispielen aus der Unterrichtspraxis nach. Dabei stehen die Grenzen und Freiheiten von Kunst unter dem Aspekt von Demokratie- und Medienbildung im Fokus.
Seit gut einem Jahrzehnt prägen Kompetenzmodelle und Entwürfe für Bildungsstandards die Diskussionen der Politikdidaktik. Jedoch beruht die bisherige Form dieser „Kompetenzorientierung“ – so die These des vorliegenden Buches – auf der weitgehend unreflektierten Umsetzung bildungspolitischer Vorgaben und dem zweifelhaften Argument der „Anschlussfähigkeit“. Entgegen aller Messbarkeitseuphorie zeigt Christian Meyer-Heidemann die Einseitigkeiten und Widersprüche der so genannten „Empirischen Wende“ der Politikdidaktik auf. Er rehabilitiert einen umfassenderen Anspruch politischer Bildung, der sich nicht auf eine Vermittlung von testbarem Wissen oder einen messbaren Einstellungswandel reduzieren lässt. Seine Argumentation ist inspiriert vom Denken des kanadischen Sozialphilosophen Charles Taylor, dessen wissenschafts- und politiktheoretische Einsichten – gemäß dem politiktheoretischen Ansatz der Politischen Bildung – für zeitgenössische Diskurse der Politikdidaktik herangezogen werden. Schließlich gelangt Meyer-Heidemann zu dem Fazit: Politische Bildung dient vor allem der Selbstbildung und das ihr angemessene Leitbild ist eine gelingende Bürgeridentität.
Rechte Cliquen sind mit ihrem Stil, ihrer Musik, ihren Protestformen und Einstellungen zu einem Bestandteil der deutschen Jugendkultur geworden. Sie stellen Politik, Zivilgesellschaft und Pädagogik vor Herausforderungen, die für die demokratische Entwicklung, politische Kultur und das soziale Klima des Zusammenlebens von besonderer Bedeutung sind. Die vorliegende zweite „Hessenstudie 2007“ untersucht erneut nach der ersten „Hessenstudie 1999“ die Erscheinungs- und Handlungsformen von rechten Jugendcliquen und geht der Frage nach, ob es sich um ein episodales oder um ein längerfristiges, sich verstetigendes Phänomen handelt. Dabei werfen die Autoren einen besonderen Blick auf politische und pädagogische Reaktionen und Umgangsformen in hessischen Kommunen.
Politische Bildung außerhalb der Schule – mitten in der Gesellschaft. In diesem Sammelband werden neue Orte und wichtigen Fragestellungen für die außerschulischen politischen Bildung untersucht. Was gibt es für neue Lernorte und Ansätze im Handlungsfeld, welche Herausforderungen zeigen sich und wie begegnen ihnen politische Bildner:innen?
Der Titel „Selbstständig“ der Festschrift für Andreas Körber betont das Ziel des Geschichtslernens, Schüler:innen zum eigenständigen historischen Denken zu befähigen. Spannende Beiträge adressieren Schwerpunkte von Körbers Arbeit und der Forschung.
Das Buch befasst sich mit der Geschichtsdidaktik in der Weimarer Zeit und in der Zeit des Nationalsozialismus und zeigt ihre Einbindungen in das Feld des Politischen, wie in die Geschichtskulturen jener Zeit.
Der Band greift Fragen zu den Bereichen Gesellschaft, Bildung und Lernen für, über und mittels Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven auf und skizziert Gesellschaftliches Lernen als umfassenden Bildungsprozess in Schule und Hochschule.
Krieg und Frieden sind sowohl aus historischer als auch politischer Sicht von Bedeutung. Der vorliegende Band arbeitet die Begriffe Krieg und Frieden am Beispiel des Ersten Weltkriegs auf. Die Autoren erläutern alltagsgeschichtliche Beispiele und stellen neue Ansätze wie das Konzept des transnationalen Geschichtsunterrichts oder das binationale Projekt des deutsch-französischen Geschichtsbuchs vor. Des Weiteren werden innovative didaktische Ideen wie die Verwendung von Comics sowie Ausstellungsprojekte und medienpädagogische Vorschläge für den Unterricht zum Ersten Weltkrieg geboten. Im historischen Teil werden die Folgen des Ersten Weltkriegs betrachtet, die sich nicht nur auf das 20. Jahrhundert beziehen, sondern bis in die Gegenwart sichtbar sind. Dazu gehört der Versailler Vertrag und die darin festgelegte deutsche Kriegsschuld mit ihren Konsequenzen für das politische Bewusstsein der Deutschen und dessen Auswirkungen im Blick auf den Aufstieg des Nationalsozialismus. Aber auch die Folgen für die Geschichte Russlands bzw. der Sowjetunion, für ganz Osteuropa, den Balkan und den Nahen Osten werden betrachtet. Die Beiträge zur politischen Bildung befassen sich mit dem modernen Friedensverständnis, Perspektiven, Szenarien und Konzepten für eine friedliche Welt. Diese werden auf Grundlage der Kriege des 20. und 21. Jahrhunderts für Schule und Erwachsenenbildung aufbereitet.
In diesem Band zeichnen die Autor*innen die gesellschaftlichen und berufsbezogenen Handlungsnotwendigkeiten und -räume sozialer Frauenberufe in ihrer Entwicklungsgeschichte nach.