Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Produktinformationen
Geschlechterdarstellungen in Schulbüchern sind schon lange ein Thema der erziehungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Forschung. Für Politikschulbücher fehlte bislang jedoch eine systematische Analyse. Diese Dissertation schließt diese Lücke. Der Autor untersucht aktuelle hessische Politikschulbücher und analysiert, wie Geschlecht in ihnen dargestellt und thematisiert wird. Anhand konkreter Beispiele aus Texten und Bildern zeigt er auf, wo stereotype Muster fortbestehen, beispielsweise bei den Themen Elternschaft, Berufstätigkeit, Führungspositionen und politische Ämter. Dabei hinterfragt der Autor kritisch, ob sich ungleiche Darstellungen allein durch die Thematisierung von Geschlechterungleichheiten erklären lassen – oder ob solche Deutungen nicht zu kurz greifen.
Inhaltsübersicht

1. Einleitung

2. Die Bedeutung von Geschlecht in Gesellschaft und Schule
2.1 Von der Unterscheidung zwischen Sex und Gender hin zum Doing Gender-Konzept
2.2 Strukturelle Perspektiven auf Geschlecht
2.2.1 Geschlecht und Arbeit: Historische Entwicklungen und Strukturen in Deutschland
2.2.2 Geschlecht und Politik: Partizipation und Repräsentation
2.2.3 Geschlecht und Schule: Gleichheit, Differenz und Differenzierungen
2.3 Geschlecht als Wahrnehmungs- und Identitätskategorie
2.3.1 Androzentrismus und Sexismus in schulischen Kontexten
2.3.2 Diskurstheoretische Perspektiven auf Geschlecht in der schulischen Bildung
2.3.3 Perspektiven der Männlichkeitsforschung und deren schulische Relevanz

3. Sozialpsychologische Perspektiven auf Geschlechterstereotype
3.1 Der Stereotypbegriff
3.1.1 Zur Begriffsgeschichte
3.1.2 Der Einfluss von Stereotypen auf die soziale Identität
3.2 Inhalte und Substereotype von Geschlechterstereotypen
3.3 Geschlechterstereotype und die Frage der Realitätsadäquanz

4. Die identitätsstiftende Relevanz von Schulbüchern
4.1 Zur Entwicklungsgeschichte von Schulbüchern in Deutschland
4.2 Schulbücher als Vermittler sozial gültigen Wissens
4.3 Identitätsbildende Aspekte von Schulbüchern
4.3.1 Implizite und explizite Thematisierungen in Schulbüchern
4.3.2 Schulbuchdarstellungen im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Realität und Gleichheitsideal
4.3.3 Die subjektkonstituierende Funktion von Schulbüchern
4.4 Schulbücher als Gegenstand sozialwissenschaftlicher Forschung

5. Die Rolle von Geschlecht im Politikunterricht
5.1 Zu Notwendigkeiten einer politischen Geschlechterbildung
5.1.1 Grundsätze politischer Bildung vor dem Hintergrund der Gleichstellung der Geschlechter
5.1.2 Politische Geschlechterbildung zwischen Dramatisierung und Entdramatisierung
5.1.3 Politische Geschlechterbildung im Kontext antifeministischer Politik
5.2 Geschlechterdarstellungen in Politikschulbüchern und deren Gestaltungselementen
5.3 Thematisierungen von Geschlecht in Politikschulbüchern
5.3.1 Inhaltsfelder politischer Geschlechterbildung
5.3.2 Perspektiven politischer Geschlechterbildung

6. Geschlechterdarstellungen in aktuellen hessischen Politikschulbüchern
6.1 Methodisches Vorgehen und Entwicklung des Kategoriensystems
6.2 Ergebnisse
6.2.1 Repräsentation der Geschlechter im Gesamten
6.2.2 Berufliche Tätigkeiten in den Darstellungen der Charaktere
6.2.3 Politische Aktivitäten in den Darstellungen der Charaktere
6.2.4 Darstellung der Charaktere in einer Elternrolle
6.2.5 Handlungen und Tätigkeiten im Haushalt und in der Freizeit sowie Beziehungen und Konflikte
6.2.6 Autor*innen von Sekundärbeiträgen und Zeichner*innen von Karikaturen
6.2.7 Interaktionen der dargestellten Charaktere
6.2.8 Handlungsorte der dargestellten Charaktere
6.3 Diskussion der Ergebnisse
6.3.1 Wiederkehrende Muster in der Darstellung der Geschlechter
6.3.2 Geschlechterdarstellungen in Politikschulbüchern: Zwischen Gleichheitsideal, gesellschaftlicher Realität und Stereotypen

7. Thematisierungen von Geschlecht in aktuellen hessischen Politikschulbüchern
7.1 Methodisches Vorgehen
7.2 Ergebnisse
7.2.1 Umfänge und Kontexte der Thematisierungen
7.2.2 Thematisierungsweisen von Geschlecht
7.3 Diskussion der Ergebnisse
7.3.1 Thematische Kontexte und Thematisierungsweisen
7.3.2 Explizite Thematisierungen von Geschlecht im Hinblick auf die Geschlechterdarstellungen der Schulbücher

8. Schlussfolgerungen und Forschungsdesiderata

Verzeichnis der untersuchten Schulbücher

Autor*innen
Jonathan Vogt ist aktuell Lehrer im Vorbereitungsdienst an einem Frankfurter Gymnasium und einer Integrierten Gesamtschule. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geschlecht im Kontext politischer Bildung sowie Schulbücher als Medium des Politikunterrichts.
Kurzbeschreibung
Geschlechterdarstellungen in Politiklehrwerken sind bislang wenig untersucht. Diese Dissertation macht stereotype Muster sichtbar und reflektiert deren Bedeutung für die Thematisierung von Geschlechterungleichheiten in der politischen Bildung.
Produktgalerie überspringen

Gender in der politischen Bildungs- und Transferforschung

Neu
Coverabbildung Geschlechterstereotype in Schulbüchern
Geschlechterstereotype in Schulbüchern
Eine qualitative Inhaltsanalyse aktueller Politikschulbücher
Geschlechterdarstellungen in Politiklehrwerken sind bislang wenig untersucht. Diese Dissertation macht stereotype Muster sichtbar und reflektiert deren Bedeutung für die Thematisierung von Geschlechterungleichheiten in der politischen Bildung.

56,90 €
Coverabbildung Why focus on gender?
Why focus on gender?
Gender und intersektionale Perspektiven in der politischen Bildung
Die Autor*innen dieses Bandes nehmen Genderfragen in den Blick. Die Beiträge verdeutlichen das breite Feld der Auseinandersetzung mit queer-feministischen und heteronormativitätskritischen Perspektiven in der politikdidaktischen Forschung und zeigen, warum eine Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Gender die Politikdidaktik stärkt. Die Autor*innen öffnen theoretische Diskurse, binden aber auch queer-feministische und heteronormativitätskritische Anliegen in einem intersektionalen Verständnis stärker in die bestehende politikdidaktische Arbeit ein.Zur Reihe:Die neue Reihe Gender in politischer Bildungs- und Transferforschung schafft ein Forum für Diskussion um Gender und Intersektionalität in der politischen Bildungsforschung unter besonderer Berücksichtigung einer transferorientierten Perspektive. Sie bietet einem interdisziplinären Publikum direkten Zugang zu empirischen und theoretischen Fortschritten und stärkt die Verflechtungen mit anderen Disziplinien, um Gender als Querschnittsthema der Bildungsforschung zu etablieren. 

22,90 €