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Produktinformationen
Wie gelingt antisemitismuskritische Bildung in einer Gesellschaft, die sich zunehmend verhärtet, in Stereotypen flüchtet und immer weniger gemeinsame Erfahrungen teilt? Der Band beantwortet diese Frage aus gesellschaftskritischer Perspektive und zeigt, wie Antisemitismus in strukturelle Grenzen von Bildung eingebettet ist. Die Autor:innen verbinden theoretische Analysen mit konkreten pädagogischen Beobachtungen. Sie stellen das Zusammenspiel von Subjekt, Gesellschaft und Erfahrung ins Zentrum und öffnen neue Zugänge, um Ideologiekritik mit praktischer Bildungsarbeit produktiv zu verbinden.
Inhaltsübersicht

Henning Gutfleisch, Alexander Hermert, Elke Rajal, Kai E. Schubert, Vanessa Walter
Grenzen der Erfahrung. Gesellschaftskritische Perspektiven auf Antisemitismus und Bildung

Stefan Müller
Gesellschaft, Kritik und Antisemitismus. Herausforderungen einer Bildung gegen Antisemitismus

Beschädigte Erfahrung – Bedingungen und Grenzen antisemitismuskritischer Bildung

János Varga
Die langsame Wendung aufs Subjekt. Adorno, Horkheimer und die Bildungsarbeit gegen Antisemitismus in der jungen Bundesrepublik

Alexander Hermert
„Aus der Kritik der alten Welt die neue finden“. Ideengeschichte als reflexives Moment antisemitismuskritischer Bildung

Henning Gutfleisch
Negative Didaktik. Grenzen antisemitismuskritischer Bildung

Colin Kaggl
Ticketdenken und Psychoanalyse. Perspektiven für die antisemitismuskritische Bildungsarbeit?

Ingolf Seidel
Die Grenzen einer „Erziehung nach Auschwitz“. Historisch-politische Bildung in der heteronomen Gesellschaft

Hanna Grabenberger
„Gesellschaftskritik“ in der antisemitismuskritischen Vermittlung. Überlegungen in Bezug auf gesellschaftliche Bedingungen in Österreich

Versäumte Erfahrung – Leerstellen der historisch-politischen Bildung

Nina Rabuza, Daniel Burghardt
Das Subjekt des Erinnerns. Eine antisemitismustheoretische Kritik der Erinnerungspädagogik

Yevgen Bruckmann, Jasper M. Köster, Moritz Y. Meier, Vanessa Walter
Herschel Grynszpans Geschichte als Kritik erzählen. Ein Ausstellungskonzept gegen metaphysische Nationaldialektik und identifikatorische Heldenerzählungen des bundesrepublikanischen Gedenkens an den Nationalsozialismus und die Shoah

Aya Zarfati, Verena Bunkus
Von der Leerstelle zur Intervention. Antisemitismuskritische Bildung in der Praxis einer NS-Gedenk- und Bildungsstätte

Niklas Schäfer
Kritik durch Erinnerung. Adornos Imperativ, Anamnetische Solidarität und das Selbstverständnis politischer Bildung nach Auschwitz

Verhinderte Erfahrung – Analysen der Schul- und Lehrer:innenbildung

Florian Diddens
Bedingungen und Kontexte der Holocaust Education in der Schule. Eine rekonstruktive Analyse familien- und kollektivbiografischer Prägungen von Lehrkräften beim Unterrichten über den Holocaust

Anna Lienau
Antisemitismuskritik in der universitären Geschichtslehrer:innenausbildung. Ergebnisse aus der empirischen Lehrforschung

Thure Alting, Jana-Marie Müller, Benny Momper
Antisemitismusprävention oder antisemitismuskritische Bildung? Antisemitismuskritik im Handlungsfeld Schule

Aufgehobene Erfahrung – Herausforderungen antisemitismuskritischer Bildungsarbeit

Romina Wiegemann, Alexander Vasmer
„Vielleicht hätte es mehr Empathie für die Juden hier gegeben, wenn ...“ Herausforderungen antisemitismuskritischer Bildungsarbeit mit Erwachsenen nach dem 7. Oktober

Elana Jacobs
Über das Spannungsverhältnis zwischen den Generationen in der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit. Überlegungen zu einem konstruktiven Umgang mit sogenanntem provokativen Verhalten von jungen erwachsenen Lernenden

Carl Julius Reim
Luft von anderem Planeten. Mit der Wendung aufs musikalische Subjekt gegen Antisemitismus

Autor*innen

Thure Alting (M.A.) ist Sozialarbeiter (M.A.) und ist seit 2016 als Bildungsreferent bei Spiegelbild – Politische Bildung aus Wiesbaden e.V. tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der diskriminierungskritischen Organisationsbegleitung und antisemitismuskritischen Bildungsarbeit im Kontext Schule und Kinder- und Jugendhilfe. Er veröffentlichte zuletzt „Die Soziale Arbeit und ihr Umgang mit dem Nationalsozialismus von 1945 bis 1990“, in: neue praxis, 3/2024, S. 193–211.

Yevgen Bruckmann studiert Sozialwissenschaften an der Leibniz Universität Hannover und ist seit knapp einem Jahrzehnt in der ehrenamtlichen sowie seit einigen Jahren auch in der hauptamtlichen politischen Bildungsarbeit tätig. Seine inhaltlichen Schwerpunkte liegen in der Antisemitismuskritik, der Vermittlung jüdischer Lebensrealitäten in Deutschland und der lokalen Erinnerungsarbeit. Zurzeit arbeitet er als Referent und engagiert sich ehrenamtlich als stellvertretender Vorsitzender in der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover.

Verena Bunkus (Dr.) hat Geschichte und Osteuropastudien in Berlin und Krakau studiert. Sie promovierte am Forschungskolleg Transkulturelle Studien der Universität Erfurt (2023, Publikation in Vorbereitung). Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz mit Fokus auf die Arbeit mit Angehörigen der Bundeswehr sowie Multiplikator*innen zum Thema Antisemitismus und anderen Formen der Diskriminierung. Weitere Arbeitsschwerpunkte: Nationalsozialismus und seine Folgen, Wissensgeschichte, Geschichte des östlichen Europas.

Daniel Burghardt (Prof. Dr.) hat Politikwissenschaft, Philosophie und Pädagogik in Erlangen studiert. Derzeit ist er Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Soziale Ungleichheit und Politische Bildung an der Universität Innsbruck. Seine Arbeitsschwerpunkte sind kritische Pädagogik, Psychoanalyse, Erziehungs- und Bildungsphilosophie sowie Antisemitismus- und Rechtsextremismusforschung. Burghardt ist u.a. Mitautor des Buches Vulnerabilität. Pädagogische Herausforderungen (Stuttgart 2017) und Mitherausgeber der Schlüsselwerke der Vulnerabilitätsforschung (Wiesbaden 2019). Er gab mit Moritz Krebs den Band Verletzungspotentiale – Kritische Studien zur Vulnerabilität im Neoliberalismus (Gießen 2022) heraus. Zuletzt erschien von ihm das Buch Elend und Emanzipation. Über die Politisierung des Leidens (Gießen 2024).

Florian Diddens (M.A.) hat an der Universität Bielefeld Soziologie studiert. Er ist Mitarbeiter am Forschungsbereich „Gesellschaftliches Erbe des Nationalsozialismus“ an der Frankfurt University of Applied Sciences und promoviert zur Bedeutung von Familiennarrativen und Identitätsentwürfen für den Unterricht über Nationalsozialismus und Holocaust. Arbeitsschwerpunkte: Antisemitismusforschung, Antisemitismus im Bildungsbereich, Methoden qualitativer Sozialforschung. Veröffentlichung u.a.: Zwischen Hammer und Amboss. Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und des Terrorangriffs der Hamas auf Israel auf jüdisches Leben in Deutschland, Baden-Baden 2025 (mit Julia Bernstein).

Hanna Grabenberger (M.A.) absolvierte ein Lehramtsstudium (Deutsch/Psychologie und Philosophie) und studierte Religionswissenschaft. Derzeit ist sie Universitätsassistentin (prae-doc) an der Universität Innsbruck und promoviert am Institut für Erziehungswissenschaft im Bereich „Migration und Bildung“. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Religion in der postmigrantischen Gesellschaft, Migrationspädagogik, Rassismus- und Antisemitismuskritik.

Henning Gutfleisch (Mag.) studierte Ethnologie, Soziologie und Erziehungswissenschaft in Heidelberg und Santiago de Chile. Derzeit arbeitet er am Berliner Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung & Forschung. An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz lehrt und promoviert er zu den Bedingungen politischer Bildung nach Auschwitz. Arbeitsschwerpunkte: Antisemitismus, Bildungstheorie, Erinnerungspolitik, Kritische Theorie und politische Bildung. Veröffentlichung u.a.: Halbbildung. Kritische Theorie der Pädagogik, Berlin 2025 (als Mitherausgeber und Autor).

Alexander Hermert (M.A.) hat Politikwissenschaften in Aachen studiert und promoviert dort zum Thema einer kritischen Ideengeschichte antisemitismuskritischer Bildung. Hauptberuflich arbeitet er als Organisatorische Landesgeschäftsführung eines politischen Jugendverbandes. Arbeitsschwerpunkte: Politische Theorie und Ideengeschichte, Antisemitismus, (Historisch-) Politische Bildung und Sozialphilosophie. Veröffentlichung u. a. „Anna Nöhlen: Fluchthelferin in der deutsch-niederländischen Grenzregion“, in: Christian Bremen (Hg.): We, the six million speak. Band II (Aachen 2021).

Elana Jacobs ist niedergelassene Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche. Sie lehrt an der International Psychoanalytic University Berlin sowie am Anna-Freud-Institut in Frankfurt am Main. Zwischen 2014 und 2019 leitete sie das interdisziplinäre intergruppale Dialogprojekt „Haifa Meets Frankfurt“, das die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen israelischen, palästinensischen und deutschen Studierenden förderte.

Colin Kaggl (M.A.) hat Soziologie und Politikwissenschaft in Wien und Berlin studiert. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Antisemitismusforschung, der Geschichte und Ideologie des Nationalsozialismus sowie den psychoanalytischen Grundlagen der Kritischen Theorie. Darüber hinaus ist er in der Hochschul- und Polizeiforschung tätig.

Jasper M. Köster (B.A.) hat Soziale Arbeit in Bremen studiert. Momentan befindet er sich in der Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten und studiert im Master „Therapeutisches Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen“ am Winnicott Institut in Hannover. Er arbeitet als Sozialarbeiter und freiberuflich in der politisch-historischen Bildung.

Anna Lienau (St.-Ex.) hat ein Lehramtsstudium der Fächer Geschichte und Germanistik in Kiel und Bergen absolviert. Derzeit ist sie Studienrätin an der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule in Ahrensburg. Von 2020 bis 2024 war sie an den Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel abgeordnet, wo sie den Zertifikatsstudiengang „Antisemitismuskritische Bildung in (Hoch-)Schule und Gesellschaft“ aufgebaut hat. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Antisemitismussensible Lehre in Schule und Hochschule, Antisemitismuskritik und Geschichtsdidaktik, Demokratiebildung und Holocaust Education.

Moritz Y. Meier (B.A.) hat Geschichtswissenschaft, Sozialwissenschaften und Bildungswissenschaften im Bachelor studiert und schließt aktuell seinen Master in Geschichtswissenschaft an der Universität Bielefeld ab. Dort ist er zugleich wissenschaftliche Hilfskraft im Balzan Bystanding Project des Arbeitsbereichs Zeitgeschichte. Arbeitsschwerpunkte: Geschichtstheorie, Historiographiegeschichte, Geschichte und Kritik des Antisemitismus. Veröffentlichung u.a.: Die Wa(h)re Geschichte und ihre Erkenntnis. Jörn Rüsens Historik im Verhör kritisch-dialektischer Theorie, in: Philipp McLean/Jörg van Norden (Hg.), Geschichte als Kritik, Frankfurt am Main 2025.

Benny Momper (B.A.) ist Sozialarbeiter und ist seit 2018 als Bildungsreferent bei Spiegelbild – Politische Bildung aus Wiesbaden e.V. tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der diskriminierungskritischen Organisationsbegleitung und antisemitismuskritischen Bildungsarbeit im Kontext Schule und Kinder- und Jugendhilfe. Er veröffentlichte zuletzt „Mit Sicherheit kritisch – Politische Bildung als sicherheitspolitische Aufgabe“, in: widersprüche, 3/2024, S. 107–119.

Jana-Marie Müller (B.A.) ist Erziehungswissenschaftlerin und ist seit 2023 als Bildungsreferentin bei Spiegelbild – Politische Bildung aus Wiesbaden e.V. tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der diskriminierungskritischen Organisationsbegleitung und antisemitismuskritischen Bildungsarbeit im Kontext Schule und Kinder- und Jugendhilfe. Sie veröffentlichte zuletzt „Einsame Klasse – Eine Methodensammlung zur klassismuskritischen Bildungsarbeit“ (2024).

Stefan Müller (Prof. Dr.) ist Professor für Bildung und Sozialisation unter Bedingungen sozialer Ungleichheiten an der Frankfurt University of Applied Sciences. Arbeitsschwerpunkte: soziologische Theorien, politische Bildung und Antisemitismusprävention. Leitung des BMBF-Projekts „Antisemitismus im Kontext Schule (AKS). Perspektiven von jüdischen und nicht-jüdischen Jugendlichen, Lehrkräften und der Sozialarbeit“ (mit Julia Bernstein, Beate Küpper und Andreas Zick). Mitherausgeber der Buchreihen „Antisemitismus und Bildung“ (Wochenschau-Verlag), „Gesellschaftsforschung und Kritik“ (Beltz Juventa) sowie „Kleine Reihe Soziologie“ (Wochenschau-Verlag). Jüngste Veröffentlichung: Soziologische Basics. Eine Einführung für pädagogische und soziale Berufe. Wiesbaden 2025 (hg. mit Albert Scherr).

Nina Rabuza (Dr.) hat Philosophie und Politikwissenschaft in Halle/Saale und an der Freien Universität Berlin studiert. Aktuell ist sie Universitätsassistentin (Post-doc) am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck. Arbeitsschwerpunkte: Kritische Theorie der Gesellschaft, Bildungsphilosophie, die Geschichte und Gegenwart der Erinnerung an den Nationalsozialismus und Theorien des Antisemitismus. Veröffentlichung u.a.: „Verräumlichte Erinnerung. Die Grenzen der Darstellung nationalsozialistischer Gewalt am Modell der KZ-Gedenkstätte Dachau“, Frankfurt/M. 2023.

Elke Rajal (Mag. phil.) hat Politikwissenschaften in Wien und Granada studiert. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Soziologie der Universität Passau. Arbeitsschwerpunkte: Nationalsozialismus und seine Folgen, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Bildung sowie Kritische Theorie. Veröffentlichung u.a.: Countering Antisemitism through Holocaust Education. A Comparative Perspective on Scotland and Austria. Educational Review, published online: 05 Mar 2024. DOI: 10.1080/00131911.2024.2325068.

Carl Julius Reim (M.A.) studierte Geschichte des Politischen Denkens, Politikwissenschaft und Philosophie in London und Leipzig. Derzeit promoviert er an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu Positionierungen der französischen Linken zu Holocaust, Kolonialismus und Israel im 20. Jahrhundert. Arbeitsschwerpunkte: Geschichte und Theorie des Antisemitismus und des Rassismus, Kritische Theorie, Intellectual History sowie Musikphilosophie.

Niklas Schäfer (M.A.) studierte Politikwissenschaft und Germanistik auf Lehramt an der Philipps-Universität Marburg. Er promoviert seit 2023 am Arbeitsbereich Didaktik der politischen Bildung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und ist hier auch wissenschaftlicher Mitarbeiter. Arbeitsschwerpunkte: Selbstverständnisse politischer Bildung, Geschichte und gesellschaftstheoretische Grundlagen politischer Bildung, Antisemitismus und Erinnerungsprozesse.

Kai E. Schubert (M.A.), Studium der Politikwissenschaft, der Jüdischen Studien und der Interdisziplinären Antisemitismusforschung in Berlin und Potsdam. Derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut öffentliche und private Sicherheit der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Promotion an der Justus-Liebig-Universität Gießen (2025 eingereicht). Arbeitsschwerpunkte: antisemitismuskritische und politische Bildung, Bildungsmedien, Israel/Nahostkonflikt. Hierzu zahlreiche Veröffentlichungen. Website: www.kaischubert.com.

Ingolf Seidel hat Sozialpädagogik und Sozialarbeit in Berlin studiert. Er arbeitet derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Moses Mendelssohn Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien Potsdam. Schwerpunkte: Folgegeschichte des Nationalsozialismus, Antisemitismus, Vermittlung und Bildung. Publikation: „Was ist Antisemitismus? Begriffe und Definitionen von Judenfeindschaft“. Göttingen 2024 (als Hg., mit Peter Ullrich, Sina Arnold, Anna Danilina, Klaus Holz, Uffa Jensen, Jan Weyand).

János Varga (M.A.) hat Journalistik in Magdeburg sowie Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts in Jena studiert. Aktuell ist er Doktorand an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und freier Mitarbeiter der Gedenkstätte Buchenwald. Seit 2023 ist er Vorstandsmitglied des Villigster Forschungsforums zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus. Arbeitsschwerpunkte: Geschichte und Nachgeschichte des Nationalsozialismus, Geschichte des Antisemitismus nach 1945, Bildungs- und Mediengeschichte.

Alexander Vasmer (M.A.) hat Politikwissenschaften und Philosophie in Bremen, Paris, Berlin und Montréal studiert. Seit 2021 ist er Bildungsreferent im Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung. Arbeitsschwerpunkte: Antisemitismuskritik, postnationalsozialistische Gesellschaft und ihre pädagogische Vermittlung.

Vanessa Walter studiert Geschichts- und Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld. Sie arbeitet zudem in der historisch-politischen Bildungsarbeit und ist Teil des Kurationsteams „Herschels Erbe“, dass eine Ausstellung zu Herschel Grynszpan konzipiert. Arbeitsschwerpunkte: Geschichte und Kritik des Antisemitismus, historisch-politische Bildung. Veröffentlichung (mit Monika Hübscher): „Jaaaa schlimm mit dem Antisemitismus“- Antisemitisches Trolling auf Youtube, in: Monika Hübscher/Sabine von Mering (Hg.): Antisemitismus in den Sozialen Medien, Berlin/Toronto 2024, S. 111–136.

Romina Wiegemann (M.A.) hat Politik, Nahostgeschichte und Holocaust Studies in Israel und Berlin studiert. Sie ist pädagogische Leiterin und verantwortet die Bildungsprogramme im Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung. Arbeitsschwerpunkte: Antisemitismuskritik und berufliche Professionalisierungsprozesse, Antisemitismuskritik in frühkindlicher Bildung und Erziehung, Antisemitismuskritische Shoah Education. Veröffentlichung (u.a.): Die Thematisierung der Shoah in der Grundschule – Eine antisemitismuskritische Perspektivierung, in: Chernivsky, Marina/Lorenz-Sinai, Friederike (Hg.): Die Shoah in Bildung und Erziehung heute. Weitergaben und Wirkungen in Gegenwartsverhältnissen. Opladen und Toronto 2022, S. 175–189.

Aya Zarfati (M.A.) hat moderne europäische Geschichte in Tel Aviv und Berlin studiert. Derzeit leitet sie die Abteilung Bildung und Forschung der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin. Ihre Arbeit umfasst die konzeptionelle Entwicklung von Fortbildungen und Bildungsmaterialien zur Geschichte des Nationalsozialismus, der Shoah und des Antisemitismus. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit Bildungsangeboten für eine postmigrantische Gesellschaft sowie mit der Integration digitaler Formate in die historisch-politische Bildungsarbeit.

 

Kurzbeschreibung
Wie gelingt antisemitismuskritische Bildung in Zeiten sozialer Verhärtung und stereotyper Deutungen? Der Band zeigt, wie Antisemitismus in Bildungsstrukturen wirkt, und eröffnet neue Perspektiven zwischen Ideologiekritik und pädagogischer Praxis.
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Antisemitismus und Bildung

Neu
Coverabbildung Grenzen der Erfahrung
Grenzen der Erfahrung
Gesellschaftskritische Perspektiven auf Antisemitismus und Bildung
Wie gelingt antisemitismuskritische Bildung in Zeiten sozialer Verhärtung und stereotyper Deutungen? Der Band zeigt, wie Antisemitismus in Bildungsstrukturen wirkt, und eröffnet neue Perspektiven zwischen Ideologiekritik und pädagogischer Praxis.

36,90 €
Neu
Coverabbildung Antisemitismusprävention und jüdische Kultur im Schulunterricht
Antisemitismusprävention und jüdische Kultur im Schulunterricht
Visuelle und textuelle Repräsentationen in europäischer Perspektive
Der Band stellt Ergebnisse des Projekts Antisemitismusprävention im europäischen Schulunterricht (AIES) vor. Das Projekt untersucht die Thematisierung jüdischer Kultur und Geschichte im schulischen Kontext in vier europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Spanien, Rumänien). Dabei wird die Überzeugung zugrunde gelegt, dass auch die Unterrichtspraxis einen wertvollen Beitrag zur Antisemitismusprävention leisten kann und muss – und letztere nicht auf ‚Kriseninterventionen‘ nach Vorfällen auf den Schulhöfen oder im Klassenraum beschränkt sein darf.

39,90 €
Antisemitismusprävention in der Schule
Pädagogisches Konzept, Gelingensbedingungen und Effekte der Bildungsveranstaltungen mit Ben Salomo
Das Buch aus der Reihe „Antisemitismus und Bildung“ wirft einen Blick auf Bildungsveranstaltungen des Rappers Ben Salomo über Antisemitismus an Schulen. Die Autor*innen beleuchten sowohl die pädagogischen Zielsetzungen der Veranstaltungen als auch ihre Effekte.

16,90 €
Coverabbildung Bildungsarbeit gegen Antisemitismus
Bildungsarbeit gegen Antisemitismus
Grundlagen, Methoden & Übungen
Diese aktualisierte und erweiterte Neuauflage des Standardwerks nimmt Bezug auf aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen und bietet eine einführende wie tiefgehende Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten des Antisemitismus. Die Kapitel enthalten eine Vielzahl praxisorientierter Methoden zur eigenständigen Durchführung für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit.

28,90 €
Coverabbildung Jugendkultureller Antisemitismus. Warum Jugendliche für antisemitische Ressentiments im Gangsta-Rap empfänglich sind
Jugendkultureller Antisemitismus. Warum Jugendliche für antisemitische Ressentiments im Gangsta-Rap empfänglich sind
Im Gangsta-Rap treten häufig autoritäre, verschwörungsideologische und antisemitische Weltdeutungsangebote zum Vorschein. Die Studie liefert erstmals belastbare Daten über das Wirkungspotential jener Ideologien auf die Wahrnehmung und das Denken von Jugendlichen.

18,90 €
Coverabbildung Antisemitische Kontinuitäten in Bildern
Antisemitische Kontinuitäten in Bildern
Die Wandlungen und die Beständigkeit des Antisemitismus werden mit Bildvergleichen und -analysen pädagogisch wirksam veranschaulicht. So werden Handlungsstrategien gegen Antisemitismus aufgezeigt.

27,40 €
Coverabbildung Antisemitismus in Jugendkulturen
Antisemitismus in Jugendkulturen
Erscheinungsformen und Gegenstrategien
Der Sammelband beleuchtet die Rolle und Wirkungsmacht des Antisemitismus in der Jugendsozialisation und nimmt dabei verschiedene jugendkulturelle Kontexte in den Blick. Zudem werden Potenziale von Bildungsprogrammen gegen Antisemitismus diskutiert.

29,90 €
Coverabbildung Antisemitismen
Antisemitismen
Sondierungen im Bildungsbereich
Welche Präventionsmöglichkeiten gibt es im Bildungsbereich zur Vorbeugung von Antisemitismus?Wie können künftige Lehrpersonen für den Umgang mit Antisemitismen qualifiziert werden? Was ist zu tun, wenn an einer Schule oder Hochschule ein antisemitischer Vorfall geschieht? In diesem Band beantworten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Disziplinen solche und weitere wichtige Fragen. Sie nutzen dazu ihre relevanten Forschungsergebnisse und reichen Praxiserfahrungen. Die Zusammenschau aller Beiträge eröffnet neue Perspektiven und zeigt auf, wie Lehrer:innen, Dozierende, Schulen und Hochschulen ihre gesellschaftliche Verantwortung gegen Antisemitismus wahrnehmen können.

36,00 €
Coverabbildung Schule als Spiegel der Gesellschaft
Schule als Spiegel der Gesellschaft
Antisemitismen erkennen und handeln
Erst wenn die Stimmen von Jüdinnen und Juden ernst genommen werden, können antisemitische Verletzungen und Diskriminierungen, deren Auswirkungen auf jüdische Identitäten und auf die Gesellschaft durch Bildung verändert werden.

39,90 €
Coverabbildung Bildung gegen Antisemitismus
Bildung gegen Antisemitismus
Spannungsfelder der Aufklärung
Bildung schützt nicht automatisch vor antisemitischen Ressentiments. Die traditionellen und aktuellen Erscheinungsweisen von Antisemitismen fordern die Bildung gegen Antisemitismus grundlegend heraus. Im Band werden Ansätze aus der Praxis, aktuelle Kontroversen und der Forschungsbedarf für eine Auseinandersetzung mit Antisemitismen in pädagogischen Kontexten diskutiert.

28,99 € - 32,00 €