Kritik – Bildung – Fachlichkeit
Interdisziplinäre Perspektiven auf den Begriff der Kritik in Bildungskontexten
- herausgegeben von
- Georg Gudat, Sophia Feige
- unter Mitarbeit von
- Ricarda Biemüller, Mirka Dickel, Pia Diergarten, Sophia Feige, Sarah Ganss, Janine Gräbitz, Georg Gudat, Robert Lämmchen, Jochen Laub, Daniel Lieb, Katarina Schneider-Bertan, Friedrich Schollmeyer, Mirjam Zisler
Dieser Band versammelt Beiträge zur Bedeutung von Kritik in Bildung und Wissenschaft. Im Fokus steht, wie kritische Fachlichkeiten Forschung, Unterricht und gesellschaftliche Transformationsprozesse prägen.
Dieser Titel erscheint voraussichtlich im Juli 2026
| Bestellnummer: | 41802 |
|---|---|
| EAN: | 9783734418020 |
| ISBN: | 978-3-7344-1802-0 |
| ISSN: | 3053-6898 |
| Reihe: | Wochenschau Wissenschaft |
| Erscheinungsjahr: | 2026 |
| Seitenzahl: | 224 |
- Beschreibung Dieser Band versammelt interdisziplinäre Beiträge zur Rolle von Kritik in Bildungskontexten. Perspektiven aus Fachdidaktiken… Mehr
- Inhaltsübersicht SOPHIA FEIGE, GEORG GUDATKritik – Bildung – FachlichkeitI. Theoretische GrundlegungenRICARDA BIEMÜLLERBildung und Kritik in… Mehr
- Autor*innen Dr. Ricarda Biemüllerist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialforschung in Frankfurt/Main, wo sie ein DFG-P… Mehr
SOPHIA FEIGE, GEORG GUDAT
Kritik – Bildung – Fachlichkeit
I. Theoretische Grundlegungen
RICARDA BIEMÜLLER
Bildung und Kritik in postideologischen
Zeiten
JOCHEN LAUB
Kritische Orientierung oder orientierte
Kritik?
Zur fachdidaktischen Bedeutung von Kritik in ihrem Verhältnis
zu Fachlichkeit und Bildung
II. Fachdidaktische pädagogische Perspektiven
PIA DIERGARTEN
Philosophische Bildung.
Jean-François Lyotards Beitrag
zu einer Didaktik der Kritik
GEORG GUDAT
Kritische Geographiedidaktik als Arbeit am Begriff
KATARINA SCHNEIDER-BERTAN
Über Kritik und Dekonstruktion in Henry A. Giroux’ Critical Pedagogy
JANINE GRÄBITZ
Irritation als Erkenntnismoment. Kritisches Weißsein und
phänomenologische Perspektiven auf rassismuskritische Erfahrungen
in der Lehrkräftebildung
SARAH GANSS
Kritische Hochschulbildung? Perspektiven
nach bell hooks
FRIEDRICH SCHOLLMEYER
Dinge von Belang versammeln.
Kritik als Vermittlung der Fraglichkeit
des Menschen mit der Sachlichkeit seiner Bildung
DANIEL LIEB
Der Geschichtsunterricht als Instrument
der Gesellschaftsreform.
Eine systematische Aneignung der Kritischen Geschichtsdidaktik
Fritz Ausländers
ROBERT LÄMMCHEN
Kontingenz und Kritik.
Bildungstheoretische Zugänge zu
Richard Rortys Philosophie
MIRJAM ZISLER
Medienkritik – eine Frage der Fachlichkeit?
SOPHIA FEIGE
De rerum natura oder der kritische Genius.
Wie die Geographie mit Alexander von Humboldt an ihre
Geistesgeschichte anknüpfen kann
MIRKA DICKEL
Performativ-argumentatives Schreiben als Inbegriff kritischer Geographie.
Zur Überschreitung und Verschränkung wissenschaftlicher,
philosophischer und poetisch-literarischer Wissensordnungen
Dr. Ricarda Biemüller
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialforschung in Frankfurt/Main, wo sie ein DFG-Projekt zur Bildungsforschung leitet. Sie promovierte 2021 an der Bergischen Universität Wuppertal mit einer Arbeit zur Bildungstheorie Theodor W. Adornos.
Dr. Mirka Dickel
ist seit 2011 Professorin für Didaktik der Geographie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ihre Forschungsschwerpunkte sind durch Phänomenologie, Hermeneutik, und pädagogische Anthropologie grundiert. Sie befasst sich mit geographischen Denk-, Darstellungs- und Vermittlungsweisen, kulturellen, visuellen und postkolonialen Räumlichkeiten sowie mit der Fachgeschichte der Geographie(-didaktik).
Dr. Pia Diergarten
ist seit 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Bildung und Kultur der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Sophia Feige
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geographie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie studierte Geographie und Englisch für das Gymnasiallehramt in Jena. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den vergesellschafteten Mensch-Natur-Verhältnissen sowie in der Aktualität der Naturforschung Alexander von Humboldts.
Sarah Ganss, M.A./MLitt,
ist seit 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Historische Pädagogik und Globale Bildung der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seit Sommer 2024 co-koordiniert sie das BMBF-geförderte Projekt Schulentwicklung: Digital-Demokratisch (SchuDiDe). Ihre Interessen umfassen Bildungs- und Erziehungsphilosophie, Schnittstellen von Literaturwissenschaft und Pädagogik sowie queere und feministische Pädagogiken. Sie promoviert zu bell hooks.
Janine Gräbitz
ist seit 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Geographie und ihre Didaktik am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt.
Dr. Georg Gudat
forscht und lehrt am Lehrstuhl für Didaktik der Geographie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er studierte Sozialkunde und Geographie für das Gymnasiallehramt in Jena. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in der theoretischen Grundlagenreflexion eines kritisch-emanzipatorischen Geographieunterrichts.
Dr. Jochen Laub
ist Professor für Geographie und ihre Didaktik an der Universität Heidelberg. Er arbeitet vorrangig zu bildungstheoretischen Grundfragen der Geographiedidaktik, zur Förderung ethischer Urteilsfähigkeit im Geographieunterricht, zu pädagogischen und didaktischen Antinomien, zum Verantwortungsbegriff in der Geographiedidaktik sowie zu kulturellen Räumlichkeiten.
Dr. Robert Lämmchen
ist seit Juli 2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt. Seine Forschungsinteressen liegen insbesondere in der Visuellen und Digitalen Geographie, der Stadt- und Mediengeographie sowie der Politischen Geographie.
Daniel Lieb
ist seit Dezember 2022 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Historische Pädagogik und Globale Bildung der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seine Arbeits- und Interessenschwerpunkte umfassen historische und systematische Reformpädagogik, Welt-System-Analyse sowie qualitative Forschungsmethoden (insbesondere Grounded Theory). Er promoviert zum Thema Reformpädagogik im Welt-System.
Dr. Friedrich Schollmeyer
ist seit 2022 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pädagogik der TU Chemnitz, seit 2023 an der Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung. Seine Forschungsinteressen liegen in der Bildungsphilosophie und -geschichte (insbesondere des 18. Jahrhunderts), der Philosophischen Anthropologie, der Kulturellen und Politischen Erwachsenenbildung sowie in der Pädagogik und dem Judentum.
Dr. Katarina Schneider-Bertan
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Postdoc am Zentrum für Internationale Beziehungen, Lehre und Forschung des Departments für Erziehungs- und Sozialwissenschaften der Universität zu Köln. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Kritische Pädagogik, Cultural und Postcolonial Studies, Radikale Demokratietheorie sowie Konstruktivistische Pädagogik.
Mirjam Zisler
ist seit 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Historische Pädagogik und Globale Bildung der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seit 2024 koordiniert sie zudem das Forschungs- und Doktoranden Kolleg „Bildung – Forschung – Dialog“. Ihre Arbeits- und Interessenschwerpunkte umfassen Themen der Digitalisierung, der Sozialraumtheorie, der Schulentwicklung sowie der qualitativ-empirischen Bildungsforschung. Sie promoviert zu dem Themenbereich Digitalisierung und der Sozialraum Schule.
Wochenschau Wissenschaft
Dieser Band versammelt Beiträge zur Bedeutung von Kritik in Bildung und Wissenschaft. Im Fokus steht, wie kritische Fachlichkeiten Forschung, Unterricht und gesellschaftliche Transformationsprozesse prägen.
Der Eurozentrismus in vielen Menschenrechtserzählungen trägt zu praktischer rassistischer Diskriminierung bei. Für eine kritische politische Bildung gilt es, die theoretischen Grundlagen historischer Bildung und Forschung zu überdenken und zu verändern.
Wie kann das Sprechen über religiöse Vielfalt gelingen, und welche Rolle kommt der Wissenschaft dabei zu? Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zeigen das in diesem Band.
Anhand von konkreten Unterrichtsmaterialien, didaktischen Kriterien und authentischen Sachinformationen eröffnen mehrheitlich communitybasierte Beiträge praxisnahe Zugänge der Politischen Bildung zum sensiblen wie heterogenen Themenfeld.
Was darf Kunst? Dieser Frage gehen die einzelnen Beiträge an konkreten Fallbeispielen aus der Unterrichtspraxis nach. Dabei stehen die Grenzen und Freiheiten von Kunst unter dem Aspekt von Demokratie- und Medienbildung im Fokus.
Politische Bildung außerhalb der Schule – mitten in der Gesellschaft. In diesem Sammelband werden neue Orte und wichtigen Fragestellungen für die außerschulischen politischen Bildung untersucht. Was gibt es für neue Lernorte und Ansätze im Handlungsfeld, welche Herausforderungen zeigen sich und wie begegnen ihnen politische Bildner:innen?
Der Titel „Selbstständig“ der Festschrift für Andreas Körber betont das Ziel des Geschichtslernens, Schüler:innen zum eigenständigen historischen Denken zu befähigen. Spannende Beiträge adressieren Schwerpunkte von Körbers Arbeit und der Forschung.
Das Buch befasst sich mit der Geschichtsdidaktik in der Weimarer Zeit und in der Zeit des Nationalsozialismus und zeigt ihre Einbindungen in das Feld des Politischen, wie in die Geschichtskulturen jener Zeit.
Der Band greift Fragen zu den Bereichen Gesellschaft, Bildung und Lernen für, über und mittels Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven auf und skizziert Gesellschaftliches Lernen als umfassenden Bildungsprozess in Schule und Hochschule.
Krieg und Frieden sind sowohl aus historischer als auch politischer Sicht von Bedeutung. Der vorliegende Band arbeitet die Begriffe Krieg und Frieden am Beispiel des Ersten Weltkriegs auf. Die Autoren erläutern alltagsgeschichtliche Beispiele und stellen neue Ansätze wie das Konzept des transnationalen Geschichtsunterrichts oder das binationale Projekt des deutsch-französischen Geschichtsbuchs vor. Des Weiteren werden innovative didaktische Ideen wie die Verwendung von Comics sowie Ausstellungsprojekte und medienpädagogische Vorschläge für den Unterricht zum Ersten Weltkrieg geboten. Im historischen Teil werden die Folgen des Ersten Weltkriegs betrachtet, die sich nicht nur auf das 20. Jahrhundert beziehen, sondern bis in die Gegenwart sichtbar sind. Dazu gehört der Versailler Vertrag und die darin festgelegte deutsche Kriegsschuld mit ihren Konsequenzen für das politische Bewusstsein der Deutschen und dessen Auswirkungen im Blick auf den Aufstieg des Nationalsozialismus. Aber auch die Folgen für die Geschichte Russlands bzw. der Sowjetunion, für ganz Osteuropa, den Balkan und den Nahen Osten werden betrachtet. Die Beiträge zur politischen Bildung befassen sich mit dem modernen Friedensverständnis, Perspektiven, Szenarien und Konzepten für eine friedliche Welt. Diese werden auf Grundlage der Kriege des 20. und 21. Jahrhunderts für Schule und Erwachsenenbildung aufbereitet.
In diesem Band zeichnen die Autor*innen die gesellschaftlichen und berufsbezogenen Handlungsnotwendigkeiten und -räume sozialer Frauenberufe in ihrer Entwicklungsgeschichte nach.
Über herkunftsbedingte Bildungsbenachteiligung wird viel diskutiert, aber wenig wirksam dagegen getan. Kann Resilienz eine Lösung sein? Und zu wessen Lasten wirkt sie sich aus? Diese Kostenfrage wird in dem vorliegenden Buch diskutiert. Konkret geht es darum, inwiefern es als resilient gelesenen Kindern gelingt, Bildungsbarrieren zu überwinden. Anhand von Interviews mit Lehrkräften, Eltern und Kindern wird deutlich, dass die Verantwortung auf die sozialen Welten von Kindern und Familien abgewälzt wird. Die Autor:innen plädieren dafür, verstärkt die Bildungspraktiken der Beteiligten in den Blick zu nehmen, um Anstrengungen sichtbar zu machen und kollaborative Lösungsstrategien zu entwickeln.
Der Band gibt aus der Perspektive unterschiedlicher wissenschaftlicher und praktischer Perspektiven einen Eindruck vom Facettenreichtum des Themas Menschenrechte. Gewidmet ist die Schrift Prof. Dr. Michael Krennerich, dem sie zu seinem 60. Geburtstag zugedacht war.
Wie lässt sich transformative Bildung als politische Bildung im Kontext sozial-ökologischer Transformation aus Perspektive kritischer Gesellschaftsforschung denken? Diese qualitative Studie beleuchtet Bildungspraxen der Klimagerechtigkeitsbewegung.
Die rechtsterroristischen Anschläge von Halle und Hanau haben einmal mehr die Bedrohungslage durch rechte Gewalt verdeutlicht. Was können (Kommunal-)Politik, Zivilgesellschaft und die pädagogische bzw. beraterische Praxis aus diesen Anschlägen lernen?
PPP – Synonym für einen besonderen deutsch-amerikanischen Jugendaustausch. Chronik und Analyse seiner Entstehung und Entwicklung geben aufschlussreiche Einsicht in die Hintergründe eines Hidden Champions der transatlantischen Kulturbeziehungen.
Welche impliziten und expliziten Transformationsvorstellungen liegen den Konzepten Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zugrunde? Im Rahmen der qualitativen Forschungsarbeit wird aus einer machtkritischen Perspektive das Verhältnis von Globalem Lernen/BNE und Transformation untersucht.
Janusz Korczak gilt als Pionier der Kinderrechte. Dieser Band bietet eine fachübergreifende Auseinandersetzung mit der Frage nach der Anschlussfähigkeit von Korzcaks Ideen für Gesellschaften des 21. Jahrhunderts.